Besondere OP

Frau spielt Violine, während Chirurgen ihr einen Hirntumor entfernen

Chirurgen stehen oftmals vor großen Herausforderungen im OP - auch im Falle einer Britin mit Hirntumor.
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Chirurgen stehen oftmals vor großen Herausforderungen im OP - auch im Falle einer Britin mit Hirntumor.

Eine Krebsdiagnose schockte Musikerin Dagmar Turner. Die Geigerin hatte Sorge, ihre musischen Fähigkeiten zu verlieren - deshalb wählten Ärzte eine unübliche OP-Methode.

  • Ein sich ausbreitender Hirntumor bei Britin Dagmar Turner musste operativ entfernt werden.
  • Die Geigerin hatte Angst, dadurch ihr musikalisches Talent zu verlieren.
  • Deshalb wünschte sie sich etwas von ihren behandelnden Ärzten.

Die Britin Dagmar Turner spielt im Symphonie-Orchester der britischen Isle of Wight Geige. Als Ärzte einen wachsenden Hirntumor bei ihr feststellten, gab es nur eine Möglichkeit, ihr Leben zu retten: eine Hirn-OP. Turner sorgte sich allerdings, dass sie nach der Operation viele ihrer Fähigkeiten - unter anderem das Geigenspielen - verlieren könnte. Daher entschieden sich die behandelnden Mediziner für eine unkonventionelle Operationsmethode.


Britin spielt während ihrer eigenen Operation Geige

"Die Vorstellung, dass ich vielleicht nie wieder spielen könnte, hat mir das Herz gebrochen", zitiert das Nachrichtenportal Welt die 53-Jährige: "Ich spiele Geige, seit ich zehn Jahre alt bin". Die leidenschaftliche Musikern schlug deshalb vor, während des Eingriffs ihr Instrument zu spielen. Die Mediziner willigten ein und fanden eine Position, in welcher die Frau Geige spielen konnte. Den Medizinern war es auf diese Weise möglich sicherzustellen, dass während der Operation keine Nerven beschädigt werden, die die Koordination der Finger steuern.

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Im Video: Dagmar Turner spielt Geige während ihrer OP

Chirurg Keyoumars Ashkan von der King's-College-Klinik in London und seine Kollegen führten den ungewöhnlichen Eingriff durch. Jährlich seien es 400 Hirntumor*-Operationen, die sein Team durchführe, "aber das war das erste Mal, dass ich einen Patienten dabei ein Instrument habe spielen lassen", zitiert die Welt Ashkan. Die Operation bei Turner verlief erfolgreich. Drei Tage nach dem Eingriff konnte sie das Krankenhaus verlassen und freut sich bereits auf den nächsten Auftritt: "Ich hoffe, dass ich bald wieder mit meinem Orchester auftreten kann", so Turner.

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jg

Achtung: Diese vier Erreger können Krebs auslösen

Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich.
Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich. © picture-alliance/ dpa/ dpaweb
Hepatitis B fördert dagegen Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen.
Hepatitis B fördert dagegen Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen. © pixabay
Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken.
Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken. © pixabay
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll.
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll. © pixabay/jrvalverde

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