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Corona-News aus China

Langzeitfolgen: Corona-Patienten klagen sechs Monate nach der Erkrankung über Symptome

Es gibt Corona-Patienten, die auch lange nach überstandener Krankheit weiter an gesundheitlichen Beschwerden leiden.
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Es gibt Corona-Patienten, die auch lange nach überstandener Krankheit weiter an gesundheitlichen Beschwerden leiden.

Eine neue groß angelegte Corona-Studie fasst zusammen, wie häufig Corona-Patienten nach überstandener Krankheit mit Symptomen kämpfen.

  • Immer häufiger kommt es zu Berichten über Long-Covid-Fälle* – also Patienten, die nach einer Corona-Infektion noch lange unter gesundheitlichen Beschwerden leiden.
  • Chinesische Forscher haben jetzt die Daten von 1.700 Corona-Krankenhauspatienten ausgewertet. Ihr Augenmerk lag dabei auf den Langzeitfolgen, über die die Patienten berichteten.
  • Sorge macht den Wissenschaftlern dabei, dass es nach überstandener Covid-Erkrankung langfristig zu folgenden körperlichen und psychischen Problemen kommen kann.

Covid-19 ist eine „junge“ Erkrankung, längst nicht alle Eckdaten sind bekannt. Doch immer mehr groß angelegte Corona-Studien zeichnen ein immer genaueres Bild von der Krankheit und ihren Folgen. Unter anderem eine Veröffentlichung von chinesischen Forschern, die sich mit der Frage nach dem möglichen Spätfolgen einer überstandenen Corona-Infektion beschäftigt. Die Wissenschaftler analysierten die Gesundheitsdaten von mehr als 1.700 ehemaligen Corona-Patienten, die zwischen 7. Januar und 29. Mai 2020 aus dem Jinyintan-Krankenhaus in Wuhan entlassen wurden. Das Ergebnis der am 8. Januar 2021 auf dem Fachportal The Lancet veröffentlichten Studie: Drei Viertel der Patienten klagten sechs Monate nach der Entlassung immer noch über Symptome wie Müdigkeit und Schlafstörungen.

76 Prozent der im Schnitt 57 Jahre alten Studienteilnehmer berichteten auch Monate danach über mindestens ein Corona-spezifisches Symptom. Als Datengrundlage dienten den chinesischen Forschern Symptom-Fragebögen und die Ergebnisse körperlicher Tests wie Blutuntersuchungen.

Am häufigsten berichteten die Studienteilnehmer sechs Monate nach der Corona-Diagnose über Müdigkeit (63 Prozent) und Schlafstörungen (26 Prozent). Wie der US-amerikanische Fernsehsender CNN berichtete, wiesen 13 Prozent der Patienten, die während des Krankenhausaufenthaltes noch keine Nierenprobleme zu haben schienen, Monate nach der Infektion Anzeichen einer Nierenfehlfunktion auf. Außerdem beunruhigt die Studienleiter der Fakt, dass 23 Prozent der Studienteilnehmer auch Monate nach überstandener Infektion über Angst und Depressionen berichteten. "Weil Covid-19 eine so neue Krankheit ist, fangen wir gerade erst an, einige der langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit der Patienten zu verstehen", zitiert CNN Dr. Bin Cao vom China-Japan Friendship Hospital und der Capital Medical University, der das Studienteam leitete.

Zur Studie

Auch interessant: Neues Symptom „Corona-Zunge“: Covid-Patientin beobachtet seltsame Veränderungen im Mundraum.

Long-Covid-Symptome ähneln den Spätfolgen nach überstandener SARS-Infektion

Die chinesische Studie müsse mit Vorsicht interpretiert werden, geben italienische Forscher in einer Lancet-Veröffentlichung zu bedenken. So heißt es, dass es Grenzen gab in Hinblick auf die Art der Datenerhebung. Jedoch räumt das italienische Team ein, dass die Studienergebnisse zu Langzeitbeobachtungen anderer Coronavirusinfektionen passen würden. So hatten Untersuchungen an SARS-Patienten gezeigt, dass diese ebenfalls verhältnismäßig häufig auch lange nach überstandener Infektion an Müdigkeit, Schlafproblemen, Angstzuständen oder Depressionen litten. Zum Hintergrund: Die SARS-Epidemie 2003/2004 in China wurde von einem dem Sars-CoV-2-Erreger ähnelndem Coronavirus ausgelöst. Wie CNN meldete, zeigte eine Follow-up-Studie an SARS-Überlebenden, dass 40 Prozent der Patienten mehr als drei Jahre nach der Infektion an chronischer Müdigkeit litten. Außerdem wurden bei 38 Prozent der SARS-Überlebenden 15 Jahre nach der Genesung Lungenschäden nachgewiesen, wie die italienischen Forscher in ihrem Kommentar informieren.

Lesen Sie auch: UKE-Corona-Studie: Lockdown Spätfolgen – so leiden Kinder.**

Spätfolgen wie Kurzatmigkeit auch Monate nach einer Coronavirus-Infektion

Das US-Institut Centers for Disease Control and Prevention (CDC) listet eine Reihe von regelmäßig bei Corona-Langzeitpatienten beobachteten Symptomen auf, darunter:

  • Müdigkeit
  • Kurzatmigkeit
  • Husten
  • Gelenkschmerzen
  • Brustschmerzen
  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme
  • Depressionen
  • Kopfschmerzen

"Während sich die meisten Personen mit Covid-19 erholen und zu normaler Gesundheit zurückkehren, können bei einigen Patienten Symptome auftreten, die noch Wochen oder sogar Monate nach der Genesung von der akuten Krankheit andauern können. Selbst Menschen, die nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden und eine leichte Erkrankung haben, können anhaltende oder späte Symptome haben", so das CDC. (jg) *Merkur.de und **24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr Quellen: https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/69/wr/mm6930e1.htm#F1_down

Corona-Lockdown: Wie steht es um Ihre Laune?

Weiterlesen: „Long-Covid“: Diese Corona-Patienten erholen sich nur langsam von Covid-19.

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
Ende 2019 wurde zum ersten Mal über das Coronavirus Sars-CoV-2 berichtet. Zuerst nur in China diagnostiziert, breitete sich die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit Covid-19 weltweit aus. Die Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit etwa 1.900.000 Todesopfer gefordert. Auf der Darstellung oben ist eine menschliche Zelle (grün) zu sehen, die mit Coronaviren (gelb) infiziert ist.  © Niaid/dpa
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. © dpa
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren.
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. © picture alliance / Science Photo
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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