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RKI ändert Bewertungsgrundlage

Corona-Inzidenz hoch wie nie, Intensiv-Fälle steigen nicht mit: Hospitalisierungsinzidenz als neuer Richtwert?

Am 1. Februar lag der Corona-Inzidenzwert in Deutschland bei 1.322: ein neuer Rekord. Doch die Krankheitsverläufe sind in der Regel mild, weshalb das RKI jetzt reagiert.

Die 7-Tage-Inzidenz beherrscht seit dem Start der Corona-Pandemie die Medien und das alltägliche Leben. Sie bildet die Krankheitsfälle pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen ab. Doch wie sinnvoll ist dieser Wert wirklich? Bereits im letzten Jahr wurde in den Medien und in Talkshows diskutiert, ob die Inzidenz noch das richtige Maß für Beschränkungen wie Ausgangssperren ist. Denn Fakt ist: Eine Ansteckung mit dem Virus bedeutet in der Regel einen milden Krankheitsverlauf*. Um Risikogruppen für schwere Verläufe wie ältere und kranke Menschen zu schützen, wurde aber bislang immer die Corona-Inzidenz als Bewertungsgrundlage herangezogen – von Gesundheitsbehörden und Politik. Dies wird sich voraussichtlich mit Auftreten der hochansteckenden Omikron-Variante bald ändern.

Aktuell ist die 7-Tage-Inzidenz so hoch wie noch nie: Das Robert Koch-Institut (RKI) als biomedizinische Leitforschungseinrichtung der deutschen Bundesregierung meldete am 1. Februar einen Wert von 1.322. Zum Vergleich: Am 23. April 2021 sah das 4. Bevölkerungsschutzgesetz dem Bundesministerium für Gesundheit zufolge vor, dass ab einer Inzidenz von 100 private Treffen nur noch mit einer haushaltsfremden Person gestattet sind.

Vor dem Hintergrund der rasanten Ausbreitung von Omikron stützt sich das RKI jetzt vermehrt auf einen anderen Wert: die 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz.

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Bei immer mehr Menschen zeigt der Corona-Schnelltest aktuell eine Infektion an.

Wegen Corona im Krankenhaus: Hospitalisierungsinzidenz liegt weiter auf hohem Niveau

Im wöchentlichen RKI-Corona-Lagebericht vom 27. Januar 2022 heißt es: „Zudem steht für die Lagebewertung in der aktuellen Situation der Pandemie nicht die Erfassung aller Infektionen durch SARS-CoV-2, sondern die Entwicklung der Anzahl und Schwere der Erkrankungen im Vordergrund“. Hier kommt der 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenzwert ins Spiel. Für die Berechnung wird dem RKI zufolge die Anzahl Corona-Fälle genutzt, bei denen angegeben ist, dass sie hospitalisiert sind, also in einer Klinik behandelt werden. Berücksichtigt werden bei der Bemessung nicht nur die Fälle der letzten sieben Tage bezogen auf 100.000 Menschen, sondern auch die Altersgruppe. „Seit Mitte Oktober 2021 nahm die Hospitalisierungsinzidenz wieder zu. Insbesondere bei den über 60-Jährigen war ein steiler Anstieg der adjustierten Hospitalisierungsinzidenz zu verzeichnen, die seit Anfang Dezember 2021 wieder deutlich zurückging“, informiert der aktuelle Corona-Lagebericht des RKI. Doch Entwarnung kann nicht gegeben werden. So bewegt sich die Hospitalisierungsinzidenz weiterhin auf einem hohen Niveau und ein leicht ansteigender Trend sei zu erkennen, so das RKI.

Von schweren Krankheitsverläufen weiterhin am stärksten betroffen seien ungeimpfte Menschen in höheren Altersgruppen und Menschen mit vorbestehenden Erkrankungen, die das Immunsystem schwächen, so das RKI. Die mit Abstand höchste Hospitalisierungsinzidenz hätten über 80-Jährige. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert

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