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90 Studien ausgewertet

Corona-Risikofaktor „männlich“: Forscher finden Ursache, warum Männer schwerer erkranken

Eine Krankenschwester in Schutzkleidung pflegt einen Patienten auf der Corona-Intensivstation der Poliklinik Tor Vergata
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Eine Krankenschwester in Schutzkleidung pflegt einen Patienten auf der Corona-Intensivstation der Poliklinik Tor Vergata: Weltweit müssen mehr Männer auf Intensivstationen behandelt werden als Frauen.

Das Geschlecht hat enormen Einfluss auf den Corona-Krankheitsverlauf. Nach Auswertung von 90 Studien finden Forscher eine Erklärung, warum Männer häufiger schwer erkranken.

  • Dass Männer häufiger als Frauen an schwerem Covid-19 erkranken*, ist keine neue Erkenntnis.
  • Forscher weltweit befassen sich mit der Frage, welche Faktoren schwere Corona-Krankheitsverläufe begünstigen.
  • In einer neuen Metastudie, welcher 90 Einzelstudien zugrunde liegen, befasst sich ein südafrikanisch-britisches-Forscherteam mit der Frage, warum Männer zur Corona-Risikogruppe zählen.

Weltweit beobachten Mediziner, dass auf Corona-Stationen mehr Männer mit schwerem Covid-19 behandelt werden müssen als Frauen. Abschließend ist zwar noch nicht geklärt, welche Faktoren die Schwere von Coronavirus-Infektionen maßgeblich beeinflussen: Jedoch laufen weltweit unzählige Studien, die diese Frage klären sollen. Wissenschaftler um Kate Webb von der University of Cape Town und Claire Deakin vom University Kollege in London analysierten kürzlich 90 Covid-19-Studien, um herauszufinden, warum Männer häufiger schwer erkranken.

Insgesamt wurden in der Metastudie die Daten von knapp 3.111.800 Corona-Patienten ausgewertet. Eines der überraschendsten Ergebnisse: Männer und Frauen stecken sich in etwa gleich häufig mit dem Coronavirus an, jedoch fanden die Forscher erhebliche geschlechterspezifische Unterschiede in Hinblick auf den Krankheitsverlauf. So haben Männer der Meta-Analyse zufolge ein fast dreimal so hohes Risiko, aufgrund eines schweren Corona-Verlaufs auf eine Intensivstation verlegt zu werden. Und auch das Risiko, an Covid-19 zu versterben, lag bei Männern höher als bei Frauen (1,39 Mal höher).

Männer erkranken häufiger schwer an Covid-19: Geschlechtsspezifische Immunantwort als Ursache?

„Diese Daten lassen vermuten, dass fundamentale Unterschiede in der Immunantwort von Männern und Frauen wahrscheinlich ein treibender Faktor hinter der signifikanten geschlechtlichen Voreingenommenheit der Covid-19-Pandemie sind“, so die Forschenden, die weiter ausführen: „Geschlechtliche Unterschiede im Immunsystem könnten für den weiblichen Vorteil bei Covid-19 verantwortlich sein, wie Studien bereits gezeigt haben.“

So sind etwa britische Forscher am King‘s College London in einer Studie zu dem Schluss gekommen, das das weibliche Geschlechtshormon Östrogen einen gewissen Schutz vor schweren Corona-Verläufen bietet. Nach der Datenanalyse von mehr als 500.000 Britinnen unterschiedlichen Alters, kamen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis: Der sinkende Östrogen-Spiegel bei Frauen mittleren Alters führt dazu, dass die Covid-19-Symptome sehr viel schwerer im Krankheitsverlauf auftreten als bei anderen Patienten. Eine Hauptursache sei weniger Östrogen im Körper – ein Geschlechtshormon, das unter anderem den Monatszyklus reguliert. Eine Weile wurde auch ein Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und einem erhöhten Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Wie 24vita.de* berichtet, widerlegt eine US-Studie diese Vermutung inzwischen. (jg) *Merkur.de und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Umfrage zum Thema Corona-Lockdown

Weiterlesen: Fast 13.000 Corona-Mutationen sind bisher bekannt – Forscher kommen nach Analyse zu bedeutsamer These.

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
Ende 2019 wurde zum ersten Mal über das Coronavirus Sars-CoV-2 berichtet. Zuerst nur in China diagnostiziert, breitete sich die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit Covid-19 weltweit aus. Die Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit etwa 1.900.000 Todesopfer gefordert. Auf der Darstellung oben ist eine menschliche Zelle (grün) zu sehen, die mit Coronaviren (gelb) infiziert ist.  © Niaid/dpa
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. © dpa
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren.
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. © picture alliance / Science Photo
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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