"Krönung des Spitzenjahrgangs"

Bislang nur drei Eiswein-Lesen in diesem Winter

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Eiswein wird aus natürlich gefrorenen Trauben hergestellt. Foto: Jan Woitas

Die Herstellung von Eiswein ist heikel. Nicht vielen Winzern gelang in diesem Winter die Lese für den besonderen Wein, denn sie muss unter bestimmten Bedingungen erfolgen.

Bodenheim (dpa) - Nur wenigen Winzern in Deutschland ist in diesem Winter eine Eiswein-Lese gelungen. Das Deutsche Weininstitut in Bodenheim bei Mainz erhielt dazu bislang drei Mitteilungen von Winzern aus den Anbaugebieten Baden, Nahe in Rheinland-Pfalz und Saale-Unstrut in Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Im vergangenen Winter 2017/2018 gab es bundesweit sechs Betriebe, denen eine Eiswein-Lese gelang, so Sprecher Ernst Büscher.

"Das ist für uns die Krönung des Spitzenjahrgangs 2018", sagte der Winzer Lorenz Keller vom gleichnamigen Weingut in Klettgau-Erzingen in Baden. Dort wurden nach seinen Angaben am 3. Januar die Trauben von 750 Stöcken der Rebsorte Spätburgunder gelesen. Die Trauben seien nach dem besonderen Sommer 2018 noch sehr gesund gewesen, sagte Keller.

Am Zweiten Weihnachtstag habe ein Weingut in Monzingen in Rheinland-Pfalz einen Eiswein lesen können, sagte Büscher. Am 28. November sei die Eisweinlese einem Betrieb in Salzatal in Sachsen-Anhalt gelungen.

Eiswein kann nur bei Temperaturen von mindestens minus sieben Grad gelesen werden. Die natürlich gefrorenen Trauben werden sofort gekeltert, was einen stark konzentrierten, süßen Most ergibt, der aber noch einen relativ hohen Säuregrad hat. Mit der natürlichen Gefrierkonzentration von Zucker, Säure und Fruchtstoffen, so erklärte Büscher, "bekommt der Eiswein seine besondere Aromatik mit floralen Noten".

Deutsches Weininstitut über Eiswein

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