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Ernährung und Nähe

Babynahrung: Für Abstillen kann der Zehn-Nächte-Plan helfen

Mütter, die durch das nächtliche Stillen und den unterbrochenen Schlaf sehr erschöpft sind, können anhand von hilfreichen Tipps nachts mehr Ruhe finden.

München – Stillen ist ein Thema, das viele Mütter mehr oder weniger beschäftigt und in Elternkreisen sogar polarisiert. Sollen Mütter stillen, wenn ja, ausschließlich und wie lange, tagsüber und auch nachts? Was für manche Frauen problemlos infrage kommt, kann einer anderen Mutter wiederum Schwierigkeiten bereiten – nicht nur, weil sie beim Stillen Schmerzen empfindet, sondern auch die Häufigkeit des Stillens, insbesondere nachts, zur echten Herausforderung werden kann.

Es gibt sanfte Methoden, die helfen können, das Stillen vorrangig auf den Tag zu verlegen oder wenn gewünscht das grundsätzliche Abstillen einzuleiten, damit Mutter und Kind mehr (Nacht-)Ruhe finden.

Wenn das Stillen zur Belastung wird

Eltern werden im Laufe ihres neuen Lebensabschnitts mit vielen neuen Themen und Herausforderungen konfrontiert. Nicht nur Stillen, Beikost-Beginn und Gefühlsausbrüche der Kinder gehören jetzt zu ihrem Alltag. Auch über das Thema der Fremdbetreuung in der Kita und ab wann Ihr Kind selbstständig alleine bleiben kann, machen sich Eltern Gedanken.

Eine Mutter kann versuchen, ihr Baby durch sanftes Streicheln und Händchenhalten zu beruhigen, statt ausschließlich durch stillen. (Symbolbild)

In Sachen Stillen sind sich viele Mütter wahrscheinlich einig, dass sie es gerne tun – dieser besondere Moment der Nähe, das sogenannte „Bonding“ (Verbindung), das zwischen Mutter und Kind entsteht, empfinden sie als kostbar. Zudem empfinden sie das Stillen als praktisch und einfach. Doch wenn eine Mutter in der Nacht mehr als dreimal geweckt wird, weil das Baby im wahrsten Sinne die Brust sucht und gestillt werden möchte, wird dies schnell zur körperlichen Belastung. Gerade Kinder, die älter als sechs bis acht Monate sind und bereits Beikost erhalten, ist es nachts nicht immer Hunger, der das Bedürfnis nach Stillen schürt, vielmehr die Nähe und stückweise auch Gewohnheit. Nachts abstillen kann helfen, Mütter zu entlasten, denn schließlich benötigen sie all ihre Kräfte fürs Baby auch tagsüber.

Baby abstillen: Zehn-Nächte-Plan kann helfen

Bei dem sogenannten Zehn-Nächte-Plan des US-amerikanischen Kinderarztes Dr. Jay Gordon wird Eltern geholfen, in der Nacht die Nahrungsaufnahme des Babys sanft zu reduzieren, nicht aber die körperliche Nähe. Das Baby sollte laut Gordon mindestens ein Jahr alt sein. Babys, die schon mit fünf Monaten Beikost erhalten und möglicherweise noch mit der Flasche zugefüttert werden, können auch schon etwas eher nachts nicht mehr gestillt werden.

Wichtig ist: Mutter und Vater sollten sich immer wohl damit fühlen, es ist immer eine individuelle Entscheidung, wie lange und in welchem Umfang ein Baby gestillt wird.

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Baby abstillen: Nacht eins bis drei

  • Im Vorfeld sollte sich die Mutter überlegen, in welchem Zeitraum sie ihre Nachtruhe am meisten benötigt und dementsprechend den Zeitraum des nächtlichen Abstillens wählen, beispielsweise zwischen 22:00 Uhr bis 5:00 Uhr. Laut Gordon sollten Sie in den ersten drei Nächten unbedingt sieben Stunden durchhalten. Nach Ablauf dieser Zeitspanne, in dem Beispiel 5:00 Uhr früh, dürfen Sie wie gehabt stillen.
  • Die letzte Mahlzeit bzw. das letzte Stillen, bevor Sie Ihr Kind zum Schlafen legen, setzen Sie vor Ihrer festgelegten Uhrzeit an, beispielsweise vor 22:00 Uhr. Wenn Ihr Baby dann nachts wach wird und weint, trösten Sie es und beruhigen es durch Stillen – jedoch nur kurz, individuell je nach Baby fünf bis zehn Minuten. Entscheidend ist in jedem Fall, dass es durch das kurze Stillen nicht einschläft, sondern vielmehr durch Kuscheln, in den Schlaf wiegen oder ähnliches.

Baby abstillen: Nacht vier bis sechs

  • In den Nächten vier bis sechs verfahren Sie ähnlich wie in den ersten drei. Einziger Unterschied: Wenn Ihr Kind wach wird, geben Sie ihm Nähe, beruhigen es, ohne es zu stillen. Es ist gut möglich, dass Ihr Kind mit lautem Schreien reagieren wird. Warten Sie einen Moment ab und sehen, was passiert. Beruhigen Sie Ihr Baby auch weiterhin und versuchen es, in den Schlaf zu wiegen.
  • Auch hier ist es die individuelle Entscheidung der Mutter, ob sie abwarten möchte oder das Baby zur Beruhigung kurz stillt – das ist möglicherweise wichtig, sollte sich Ihr Kind gar nicht beruhigen lassen. Wenn Sie in einer der Nächte Ihr Baby nochmal gestillt haben, setzen Sie sich nicht unter Druck, dass Sie so entschieden haben. Sie können in der kommenden Nacht einen weiteren Versuch starten. In solchen Phasen sind auch die Väter gefragt, da sie beim Beruhigen des Kleinen unterstützen können.

Baby abstillen: Ab Nacht sieben

  • Hat Ihr Baby die letzten Nächte mit wenig bzw. ohne Stillen relativ gut angenommen, stellt sich ab Nacht sieben womöglich schon etwas mehr Ruhe ein – bei Ihrem Baby und auch bei Ihnen selbst. Doch nicht jedes Kind ist gleich. Daher setzen Sie sich und Ihr Baby nicht unter Druck, indem Sie das Kleine womöglich anhaltend weinen lassen.
  • Nach Gordon sollten Sie ab der siebten Nacht versuchen, das Baby komplett ohne Stillen zu beruhigen, am besten nur durch Streicheln, Händchenhalten und sanftes Zureden oder Singen – nicht aber durch Herumtragen. Auch ab Nacht sieben können Väter durch ihre Hilfe wieder entscheidend unterstützen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © WavebreakmediaMicro/Imago

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