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Vier-Tage-Woche

Arbeit: Firmenchef schenkt Mitarbeitern jede Woche freien Mittwoch

Ein deutscher Unternehmer führt in seiner Firma ein, was in Spanien und Belgien bereits vorgemacht wird: die Vier-Tage-Woche. Ein sinnvolles Geschenk.

Nur noch vier Tage in der Woche arbeiten und trotzdem dasselbe Gehalt beziehen? Für viele Arbeitnehmer in Deutschland ein Traum. Doch nicht alle Unternehmer halten die seit mehr als 50 Jahren praktizierte Fünf-Tage-Woche noch für sinnvoll. Tobias Groten, Chef des Softwareunternehmens „Tobit.Software“ in Ahaus, gibt seinen rund 150 Mitarbeitern seit Ende Juni jeden Mittwoch frei.

Sie müssen dafür weder an einem anderen Tag arbeiten, noch wird ihnen etwas von ihrem Lohn abgezogen. Groten möchte seinen Mitarbeitern mehr Zeit schenken, in der sie sich erholen, für ihre Gesundheit etwas tun, kreativ und für die Familie da sein können.

Arbeit: Firmenchef erklärt, warum Mitarbeiter jeden Mittwoch frei haben

Jede Woche einen freien Tag geschenkt bekommen? Für Mitarbeiter eines deutschen Unternehmens wurde dieser Traum wahr. (Symbolbild)

In seinem bei Focus Online veröffentlichten Plädoyer für eine Vier-Tage-Woche erläutert der Unternehmer, dass es den Menschen in einem wohlhabenden Land wie Deutschland seiner Ansicht nach vor allem an Zeit fehlt. „Uns ist es in den vergangenen Jahrzehnten gelungen, wirtschaftlich unabhängig zu sein. Wir haben dank der Digitalisierung Zugriff auf das gesamte Wissen der Welt. Bei der Arbeit werden wir immer stärker unterstützt von technologischen Helfern. Aber das, was gefühlt eher weniger wird als mehr, ist die Zeit.“

Die Corona-Pandemie sei hier sogar noch ein Verstärker gewesen. Demnach sind Menschen durch die Verschmelzung der beiden Bereiche Arbeit und Privatleben im Homeoffice mehr und mehr in ein „digitales Hamsterrad“ geraten. Arbeitnehmer saßen meist den ganzen Arbeitstag vor dem Bildschirm und vernetzten sich abends digital mit Freunden und Bekannten oder gingen anderen Tätigkeiten wie zum Beispiel Online-Sport-Kursen nach. Dadurch fällt es jedoch immer schwerer, im Feierabend runterzuschalten und sich zu erholen. Das gelingt überwiegend nur an den freien Tagen, meint Groten.

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Firmenchef schenkt Mitarbeitern jede Woche freien Tag – für Gesundheit und Kreativität

Manch einer schlägt zwar vor, Arbeitnehmer müssten in Eigenverantwortung einfach weniger am Smartphone sein und etwas für ihre „Work-Life-Balance“ tun. Das nun zu verlangen, davon hält der Firmenchef allerdings wenig. Schließlich habe das Verhalten während der Pandemie viele Unternehmen vor einer wirtschaftlichen Katastrophe gewarnt. Er fände es stattdessen angemessen, mit dem Slogan „Mittwochs gehören Mama und Papa mir, ihrer Gesundheit und ihrer Kreativität“ für eine Vier-Tage-Woche zu werben. Angelehnt an die 50er Jahre: Dort wurde mit dem Slogan „Samstags gehört Vati mir“ von den Gewerkschaften für eine Fünf-Tage-Woche Werbung gemacht, nachdem die durchschnittliche Arbeitszeit bei 48 Stunden pro Woche gelegen hatte.

Die Arbeitswelt wurde durch die Digitalisierung verändert. Deshalb will sich das Unternehmen dem Wandel anpassen und beschloss, etwas anders zu machen. „Jede:r in unserem Team bekommt einen freien Tag geschenkt. Ohne Gegenleistung. Ohne irgendeine Verpflichtung. Zum Ausschlafen, Leben genießen, Menschen treffen. Um was für den Kopf zu machen, für den Körper – für sich selbst oder für andere“, erklärt Groten. Laut einer britischen Studie sind sogar nur acht Stunden Arbeit pro Woche optimal, um das Wohlbefinden zu steigern.

Seine Firma könne es sich wirtschaftlich und kulturell leisten und ist damit eben auch in einer privilegierten Situation. Er sieht außerdem viele Vorteile in einer Verkürzung der Arbeitszeit: „Gut möglich, dass wir nicht nur fokussierter und frischer arbeiten, sondern auch in einem höheren Takt, ohne dabei heiß zu laufen. Dann wird der zusätzliche freie Tag dem Unternehmen sogar nutzen.“

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Giorgio Fochesato/IMAGO

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