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Einstich hinterlässt Narbe

Affenpocken in Deutschland: Pockenimpfung hilft gegen das Virus

Weltweit treten immer mehr Fälle von Affenpocken auf. Die allgemeine Pockenimpfung schützt laut Experten auch gegen das Virus.

München – Das Affenpockenvirus verbreitet sich derzeit in Europa und den USA. Auch in Deutschland wurden bereits erste Infektionen mit dem Virus bestätigt. Infizierte Erwachsene können jedoch mit einem milden Verlauf rechnen. Die Krankheit soll außerdem in den meisten Fällen von selbst ausheilen. Obwohl laut Experten keine Gefahr vor einer nächsten Pandemie besteht, rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dennoch bereits ein Notfalltreffen ein. Zudem wird aktuell untersucht, wie gut die allgemeine Pockenimpfung gegen das Virus hilft.

Affenpocken in Deutschland: Hilft die Pockenimpfung gegen das Virus?

Insgesamt sind inzwischen weltweit rund 130 Fälle und Verdachtsfälle des Affenpockenvirus bestätigt worden, darunter auch die ersten Infektionen in Deutschland, – Tendenz steigend. Der Virologe Prof. Gerd Sutter gibt hinsichtlich einer pandemischen Verbreitung zwar Entwarnung. Gleichzeitig müsse man sich in Zukunft jedoch besser darauf vorbereiten – ähnlich wie bei Corona und dem Affenpockenvirus–, „dass immer wieder neue Viren als Krankheitserreger auftauchen“. Der Vorteil beim Affenpockenvirus: Es gibt bereits einen wirksamen Impfstoff.

Laut dem Bundesgesundheitsministerium schützt die allgemeine Pockenimpfung auch gegen das Affenpockenvirus. So geht die US-amerikanische Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control (CDC) von einer 85-prozentigen Wirkung gegen Affenpocken aus. Bis 1975 gab es in der Bundesrepublik eine Impfpflicht für Einjährige, die 1982 in der DDR aufgehoben wurde. Nach Informationen aus dem Bericht des Ministeriums soll die Bundesregierung etwa 100 Millionen Dosen Pockenimpfstoff eingelagert haben. Eine Impfung kann laut dem CDC auch noch vier Tage nach der Infektion hilfreich sein und vor einer Verschlechterung der Symptome schützen. Aktuell wird in Deutschland geklärt, inwieweit eine Pockenimpfung für Risikopatienten und Kontaktpersonen empfohlen werden soll. Auch der zweite Corona-Booster wird bislang nur vier Personengruppen empfohlen.

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Pockenimpfung: Deshalb haben Geimpfte über 50 Jahre eine Narbe am Arm

Seit 1980 gelten die Menschenpocken weltweit als ausgerottet. Deshalb wurden seitdem immer weniger Menschen dagegen geimpft. Die meisten über 50-Jährigen in Deutschland haben die Pockenimpfung jedoch noch erhalten und tragen seitdem eine Narbe am Oberarm davon.

Die Pockenimpfung hinterließ früher eine typische Narbe am Oberarm. Schützt sie auch vor dem Affenpockenvirus? (Symbolbild)

Mit einer Impfpistole wurde den Kindern damals von Ärzten in den Oberarm geschossen. So kam es zu einer „geplanten“ Infektion an der Einritzstelle, an der sich Pustel bildeten. Die Infektion ließ schließlich die bekannte Narbe zurück. Damals galt die Impfung als einzige Möglichkeit im Kampf gegen die Pocken. Laut Sutter gebe es gegen das Affenpockenvirus abschließend auch „die Therapiemöglichkeit mit einem zugelassenen Orthopockenvirus-spezifischen Medikament.“

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Bernd Weißbrod/dpa

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