Wetteraussichten lassen hoffen

Nach Föhn-Sturm und Regen: Betrieb in Skigebieten läuft an - Brauneck öffnet

Skigebiete bei München: Betrieb kommt nach Föhnsturm langsam in Schwung
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Schnee liegt auch am Brauneck inzwischen, wie diese aktuelle Aufnahme von Foto-Webcam.org zeigt.

Das Warten hat ein Ende: Der Betrieb in den Skigebieten rund um München kommt nach dem Föhnsturm nun endlich in Schwung. Auch das Brauneck in Lenggries öffnet am Montag. Ein Überblick.

  • Der massive Föhn hat die Skigebiete im Oberland vor massive Probleme gestellt.
  • Der Saisonstart bei den Skigebieten Tegernsee-Spitzingsee, Sudelfeld und Brauneck findet so spät statt wie seit Jahren nicht mehr. Über die Weihnachtsfeiertage lief wenig. Ende der ersten Woche.
  • Eine Übersicht mit allen Skigebieten nahe München finden Sie hier.

Update, Sonntag, 29. Dezember: Nun hat auch im Skigebiet Brauneck-Wegscheid das Warten bald ein Ende: Ab Montag, 30. Dezember, gehen dort die ersten Lifte in Betrieb. Geöffnet haben immerhin die Ahorn-, die Garland- und die frisch in Betrieb genommene Schrödelsteinbahn sowie der Florilift. Für die kleinen Schlepplifte im Tal reicht der Schnee allerdings nach wie vor noch nicht, sie bleiben geschlossen. Auch die Talabfahrten sind am Brauneck noch nicht möglich.

Inzwischen haben auch im Skigebiet Tegernsee-Spitzingsee nahezu alle Lifte geöffnet. Die Suttenbahn ist zwar offiziell nach wie vor nur als Zubringer in Betrieb, dafür sind alle anderen Pisten befahrbar. Der Nordhang ist ab Sonntag, 29. Dezember, in Betrieb. Ebenso die Stümpflingbahn, der Roßkopf, der Lyralift, der Osthang und der Kurvenlift. Auch die Tal-Abfahrten sind möglich.


Update, Freitag, 27. Dezember: Es wird. Langsam. Aber es wird. Das Sudelfeld hat inzwischen fast alle großen Sessellifte und die dazugehörigen Pisten in Betrieb. Nur der Schöngrad-3er fehlt noch. 

Im Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee hat die Stümpflingabfahrt gut Schnee. Auch auf der Sutten beobachtet man geübte Skifahrer schon abfahren. Sie ist aber eigentlich noch gesperrt. Ferner ist die Rosskopf-Abfahrt offen.

Traurig ist die Lage nach wie vor am Brauneck. Dort fährt nach wie vor nichts. Die Wetteraussichten sind dagegen nicht so schlecht. In höheren Lagen schneit es am Freitag. Ab Samstag wird‘s sonnig und zumindest in der Nacht sinken die Temperaturen auf deutlich unter Null. 

Beste Aussichten also. Die kleineren Pisten im Oberland haben trotzdem fast alle noch geschlossen.

Update, Donnerstag, 26. Dezember: Immerhin. Ein bisschen hat es über Heiligabend geschneit. Dennoch sieht die Lage bei den drei großen Skigebieten im Oberland immer noch dürftig aus. Einzig das Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee hat inzwischen mehrere Lifte und Abfahrten geöffnet. Unter anderem Stümpfling und Rosskopf-Lift. Die Sutten-Bahn fährt als Zubringer.

Am Sudelfeld hat nun der 8er-Waldkopflift geöffnet. Im Brauneck geht nach wie vor nichts.

Skigebiete um München: Brauneck bleibt wohl ganz zu - Nur Spitzingsee mit einem Hang

Update, Montag, 23. Dezember: Die Lage ist nicht schön gerade. Eine Woche Föhnsturm mussten die bayerischen Skigebiete südlich von München ertragen. Dann fing es auf den Kunstschnee, den sie in den wenigen Tagen mit Temperaturen unter null produziert hatten, auch noch zu regnen an.

Dementsprechend dünn sind nun die offenen Pisten zu Beginn der Weihnachtsfeiertage gesät. Das Brauneck* wird wohl in der ersten Ferienwoche nicht mehr öffnen können. Offen hatte das Skigebiet Brauneck bis dato sowieso noch nicht. Zu wenig Schnee. Der wurde die vergangenen Tage noch weniger. 

Auch am Sudelfeld* sieht es düster aus. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran bis zu den Feiertagen weitere Pisten und Anlagen zu öffnen. Dazu müssen allerdings die Temperaturen passen“, ist auf der Website zu lesen. Bis dato sind nur zwei Schlepper geöffnet. Kann gut sein, dass es dabei auch bleibt. 

Alpen Plus-Pressesprecherin Antonia Asenstorfer kann auch nur wenig Positives auf Nachfrage berichten. Am Sudelfeld sei die Lage immerhin besser als am Brauneck. Aber ob und wann mehr öffnen kann, hängt vom Wetter ab. Und das war in den vergangenen Tagen denkbar ungnädig. „Der Föhn hat viel kaputt gemacht.“

Einzig am Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee* hat eine große Abfahrt geöffnet: Die Stümpfling-Piste ist von oben bis unten befahrbar. Und das sollte auch so bleiben. Immerhin.

Skigebiete um München: Hoffnung auf besseres Wetter für zweite Ferienwoche

Und langfristig soll es immerhin wieder ein wenig kälter werden, in höheren Lagen sogar schneien. Asenstorfer: „Wir hoffen, dass wir in der zweiten Ferienwoche überall starten können.“ 

Update, Freitag, 20. Dezember: Der Föhn bläst immer noch, doch Skifahrer dürfen Hoffnung schöpfen: Ab Samstag, 21. Dezember, läuft der Betrieb im Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee wieder an - zumindest teilweise. Wie die Alpenbahnen mitteilen, fahren Stümpflingbahn und Lyralift. Die Suttenbahn fungiert nur als Zubringer zum Stümpfling, eine Abfahrt ist hier nicht möglich.

Update, Mittwoch, 18. Dezember: 

Bayrischzell/Spitzingsee - Bitte nicht berühren: So lautet derzeit die Devise im Skiparadies Sudelfeld. „Je mehr wir den Schnee rumschieben, desto weniger wird er“, erklärt Bergbahn-Geschäftsführer Egid Stadler. Also darben die leeren Pisten in der Dezembersonne, während sie der warme Föhnwind immer weiter anknabbert. Kein schöner Anblick so kurz vor den Weihnachtsferien, räumt Stadler ein. Damit er sich das Elend nicht mehr anschauen muss, bleibe er lieber im Büro, meint der Skigebietschef und ringt sich ein Lachen ab.

Glaubt man den Wetteraufzeichnungen, ist Wärmeeinbruch kurz vor den Festtagen nichts außergewöhnliches. Stichwort Weihnachtstauwetter. Heuer passt dieses Wort allerdings nicht so recht. Denn es gibt nicht wirklich viel, was tauen könnte. Zumindest so gut wie keinen Naturschnee. Zum Glück habe man vier Tage beschneien können, meint Stadler. So war immerhin der Saisonauftakt am vergangenen Wochenende mit drei Tagen Vollbetrieb gerettet.

Der Achter-Sessel am Sudelfeld ist mittlerweile wieder in Betrieb. Die Skifahrer und Snowboarder freut‘s.

Dass die Lifte am Sudelfeld seit Montag wieder stillstehen (mit Ausnahme der kleinen Schlepper Hotel- und Wedelllift sowie des Kinderlands), liegt in erster Linie am Föhnsturm. Das habe immerhin den positiven Nebeneffekt, dass so der Schnee besser konserviert wird, erklärt Stadler. Nicht zuletzt deshalb ist er zuversichtlich, pünktlich zum ersten Ferienwochenende alle wichtigen Pisten öffnen zu können. Mittelfristig kann die Skisaison aber nur eines retten: Kälte, im Idealfall in Kombination mit Neuschnee. Im Notfall würde auch genug Wasser für die Beschneiung parat stehen, betont Stadler. Der ziemlich leer wirkende Speicherteich erwecke dabei einen falschen Eindruck: Da die Bäche durch das Schmelzwasser gut gefüllt seien, könne man das Reservoir mit Pumpen wieder auffüllen.

Auch ein paar Gipfel weiter hofft man sehnsüchtig auf Winterwetter. Bis Freitag bleiben die Lifte im Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee ausgeschaltet, berichtet Alpen Plus-Sprecher Peter Lorenz. Am vergangenen Wochenende seien immerhin Stümpfling- und Rosskopfbahn gefahren, die Suttenbahn allerdings nur als Zubringer und ohne Abfahrtsmöglichkeit. Zumindest die Stümpflingpiste habe die Föhnlage dank Kunstschnee bislang recht gut überstanden. „Ein Depot ist noch gut gefüllt“, sagt Lorenz. Daher ist auch er vorsichtig optimistisch, was das Skivergnügen in den Ferien angeht.

Ganz so außergewöhnlich sei die aktuelle Wetterlage übrigens nicht. So erinnert sich der Skigebietssprecher etwa, wie er vor rund 50 Jahren als Skilehrer mit der Sense die Grasbüschel von der Piste gemäht hat, damit die Kinder wenigstens ein bisschen herumrutschen konnten. Dennoch hat Lorenz heuer vor allem einen Weihnachtswunsch: Neuschnee.

Der könnte ab dem Wochenende kommen. Auch wenn die prognostizierten Mengen aktuell überschaubar sind: „Vor drei Wochen waren auch nur neun Zentimeter angesagt, dann haben wir 40 bekommen“, sagt Lorenz. Den Muskelkater vom vielen Schaufeln würde er gern in Kauf nehmen. Aktuell nämlich tut dem Alpenplus-Chef eher der Nacken weh: vom sehnsüchtigen Blick gen Himmel.

Ursprünglicher Artikel von Freitag, 13. Dezember:

Landkreis – Wer sich nur im Tal bewegt, kann es sich derzeit vermutlich kaum vorstellen: In den Bergen der Region hat sich im Laufe der vergangenen Woche eine solide Grundlage aus Kunst- und Naturschnee gebildet. 

„Wir konnten in den zurückliegenden kalten Nächten effizient beschneien“, sagt Antonia Asenstorfer, Pressesprecherin der Alpen Plus Partner. „Wenn man nach oben fährt, ist man auf einmal im Winter“, fügt sie hinzu. Die logische Konsequenz: An diesem Wochenende nehmen die beiden großen Skigebiete des Landkreises – das Skiparadies Sudelfeld und das Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee – zumindest teilweise den Skibetrieb auf.

Sudelfeld startet schon am Freitag

Am Sudelfeld* gehen bereits am Freitag (13. Dezember) der Waldkopflift, der Wedellift und der Hotellift in Betrieb. Ab Samstag kommen die Sudelfeldkopf-8er-Sesselbahn, die Kitzlahner-4er-Sesselbahn, der 1er-Sessel-Schwebelift Bayrischzell und der Wallerlift Monte Gogo dazu. 

Am Sonntag, 15. Dezember, findet am Sudelfeld zudem das große Ski-Opening für die ganze Familie statt. Auf dem Programm stehen Neuheiten-Tests, Führungen hinter den Kulissen der Bergbahnen und einiges mehr. Kinder bis 15 Jahre fahren an diesem Tag – sofern sie von einem Erwachsenen begleitet werden – kostenlos.

Spitzingsee-Tegernsee ab Samstag

Auch im Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee* gehören die Pisten ab diesem Wochenende nicht mehr allein den Tourengehern. Ab Samstag laufen laut Pressemitteilung die Stümpfling-4er-Sesselbahn, die Rosskopf-2er-Sesselbahn und der Lyra-Lift. Die Suttenbahn fährt zunächst nur am Wochenende als Zubringer ab Rottach-Egern. „Hier ist die Schneedecke noch ein bisserl dünn“, räumt Asenstorfer ein. Die Piste an der Sutten sei daher offiziell noch nicht geöffnet. 

Brauneck wartet noch auf Saisonstart - Voraussichtlich 19. Dezember

Im Skigebiet Brauneck-Wegscheid startet der Skibetrieb voraussichtlich am 19. Dezember gleichlaufend mit der offiziellen Einweihung der neuen Schrödelstein-6er-Sesselbahn. Die Brauneck Kabinenbahn ist bereits seit 30. November in Betrieb.

Der vorweihnachtliche Start in die Skisaison ist bei den Alpen Plus Partnern also gesichert. Doch wie steht’s mit den Aussichten für die kommenden Wochen, wenn die Temperaturen wieder steigen sollen? „Wenn’s ein bisserl wärmer wird, macht uns das nix“, sagt Asenstorfer. Verhängnisvoll wäre allerdings ein Föhnsturm samt Regen, wie es ihn im Dezember auch schon öfter gab.

Kleinere Skigebiete müssen noch warten

Noch keine Chance auf einen Saisonstart haben an diesem Wochenende die niedriger gelegenen, kleineren Skigebiete. Am Hirschberg in Kreuth musste die für Sonntag geplante Eröffnung verschoben werden. „Momentan ist es zwar rundherum weiß“, sagt Albert Meier von der Skischule Tegernsee. Doch die Menge des natürlich gefallenen und künstlich produzierten Schnees reiche für einen Skibetrieb noch nicht aus. 

Man sei aber guter Dinge, am Freitag, 20. Dezember, die Lifte in Betrieb nehmen zu können. „Ein Grundstock ist vorhanden, wenn es jetzt noch ein, zwei kalte Nächte gibt, können wir nächste Woche starten“, erklärt Meier.

Geduld ist auch am Oedberg in Ostin angesagt. Auch hier lässt die dünne Schneedecke an diesem Wochenende noch keinen Saisonstart zu. „Es ist leider noch zu wenig“, bedauert Georg Reisberger, Geschäftsführer der Oedberg GmbH. Eine Prognose, wann ein Skibetrieb in Ostin möglich sein wird, wagt Reisberger derzeit nicht: „Das wäre reine Hellseherei.“

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Video: So schön endete die letzte Skisaison 

Ein Miesbacher prangert das Verkehrschaos beim Skigebiet Spitzingsee an. Sein Post auf Facebook geht viral. *

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