Polizei im Großeinsatz

Raubüberfall nahe Checkpoint Charlie in Berlin

Polizei sperrt Checkpoint Charlie ab
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Polizei sperrt Checkpoint Charlie ab

Der frühere Grenzübergang Checkpoint Charlie zwischen der DDR und West-Berlin ist heute eines der beliebtesten Touristenziele. Am Montag gab es aber aus einem ganz anderen Grund Tumult.


Berlin - Ein Raubüberfall nahe dem Checkpoint Charlie im Zentrum Berlins hat einen großen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Mann soll am Montagmittag ein Café an der sehr belebten Kreuzung Friedrichstraße und Kochstraße überfallen und dabei geschossen haben, sagte eine Polizeisprecherin. Laut Polizei flüchtete der Täter.

Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei rückte an. Auch ein Krankenwagen der Feuerwehr stand an der Kreuzung, die nur wenige Meter entfernt von dem früheren Grenzübergang Checkpoint Charlie liegt. Ob es Verletzte gab, wurde zunächst nicht bekannt.


Schüsse am Checkpoint Charlie: Menschen fliehen in Panik

Die Polizei sperrte den Bereich rund um die Kreuzung großräumig ab. Zahlreiche Schaulustige, darunter auch viele Touristen, beobachteten das Geschehen.

Der Bericht eines Zeugen deckte sich nicht eindeutig mit der Darstellung der Polizei. Der Mann sagte, er sei gegen 13.20 Uhr in dem Café gewesen, als er von der Straße Schüsse gehört habe. Menschen hätten geschrien und seien in das Café geflüchtet. Angestellte einer Bäckerei an der Kreuzung berichteten, sie hätten wegen des Tumults auf der Straße die Polizei alarmiert. Die U-Bahnen der Linie U6 hielten nicht mehr im Bahnhof Kochstraße.

Checkpoint Charlie hieß der frühere alliierte Grenzübergang zwischen West- und Ost-Berlin an der Kreuzung Friedrichstraße und Zimmerstraße. Weltberühmt wurde die Stelle, als sich dort 1961 amerikanische und sowjetische Panzer gegenüber standen. Heute steht am Checkpoint Charlie die Nachbildung des früheren Kontrollhäuschens der Amerikaner. Der Ort ist einer der größten Anziehungspunkte für die Touristen in der deutschen Hauptstadt.

dpa

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