Benedikt XVI. war in Bayern

Bewegender Abschied: Das geschah beim Papst-Besuch bei seinem kranken Bruder

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hielt sich in Bayern auf. Am Montag reiste er zurück nach Rom. Vorher wurde er von Ministerpräsident Markus Söder verabschiedet.

  • Der ehemalige Papst Benedikt XVI. war zu Besuch in Bayern.
  • Benedikt ist nach Regensburg* gereist, um seinen kranken Bruder zu besuchen.
  • Am Montag reiste der ehemalige Papst zurück nach Rom.

Update vom 1. Juli: Papstbruder Georg Ratzinger ist am Mittwoch in Regensburg gestorben. Er wurde 96 Jahre alt.


Bewegender Abschied: Das geschah beim Papst-Besuch bei seinem kranken Bruder

Update vom 23. Juni, 9.56 Uhr: Bei Ministerpräsident Markus Söder hat das Treffen mit Papst Benedikt Eindruck hinterlassen. Der CSU-Chef verabschiedete den emeritierten Papst nach seinem Regensburg-Besuch am Münchner Flughafen. „Ein bewegender Moment“, schrieb Söder auf Twitter und fügte an „Das Wiedersehen war eine große Freude. Wir sind sehr stolz auf unseren bayerischen Papst. Er hat uns Gottes Segen für unser Bayern gewünscht“.


Papst kehrt nach Rom zurück und wünscht Bayern „Gottes Segen“

Update vom 22. Juni 16.48 Uhr: Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat Deutschland nach einem fünftägigen Besuch bei seinem schwer kranken Bruder Georg Ratzinger wieder verlassen und ist in den Vatikan zurückgekehrt. Zum Abschied habe Benedikt Bayern Gottes Segen gewünscht, sagte der zur Verabschiedung an den Flughafen gekommene bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Update von 12.29 Uhr: Der emeritierte Papst Benedikt ist nach seinem überraschenden Regensburg-Besuch am Montag wieder abgereist. Eine Maschine der italienischen Luftwaffe brachte den 93-Jährigen und seine Begleiter vom Münchner Flughafen aus zurück nach Rom. Ministerpräsident Markus Söder verabschiedete den früheren Papst und ließ einen Geschenkkorb mit bayerischen Schmankerln überreichen. Söder, der für den Termin am Flughafen eigens eine Sitzung des CSU-Parteivorstandes verschob, sprach von einem Moment „der Freude und des Wehmuts“.

Papst Benedikt reist zurück in den Vatikan - und wird von Markus Söder verabschiedet.

Papst besucht wohl das letzte Mal Bruder und muss auf innige Geste verzichten

Update von 9.25 Uhr: Gestern Abend besuchte Papst Benedikt (93) noch einmal seinen 96-jährigen Bruder. Es war wohl ein Abschied für immer, denn heute reist der 93-Jährige aus seiner Heimatstadt Regensburg ab und fliegt vom Münchner Flughafen zurück nach Rom. Vor dem Treffen der beiden Brüder am Sonntagabend sagte eine Vertraute der Bild-Zeitung: „Beide wissen, dass es wohl das letzte Mal ist, dass sie sich auf Erden sehen werden.“

Sie beschrieb auch vorab bereits den letzten gemeinsamen Abend der beiden. „Es wird ein Abschiedsgespräch zwischen den Brüdern geben, keine Messe. Es wird ein trauriges und ein lachendes Auge dabei sein. Eine Umarmung zum Abschied ist leider nicht möglich. Dazu sind beide körperlich nicht mehr in der Lage.“ Georg Ratzinger etwa ist bettlägrig, er kann nicht aufstehen. „Aber es wird ein langer und inniger Händedruck werden. So, wie bei der Begrüßung auch. Die letzten Worte in den letzten Tagen waren stets ,Servus Joseph‘, ,Servus Georg‘. So wird es dieses Mal auch sein“, war sich die Vertraute sicher.

Papst zu Besuch in Bayern: Abreise steht bevor - er wird von Ministerpräsident Söder verabschiedet

Update vom 22. Juni, 6.21 Uhr: Der emeritierte Papst Benedikt reist am heutigen Montag nach seinem viertägigen Besuch in Regensburg wieder ab. Am Montag fährt der 93-Jährige nach Bistumsangaben zum Flughafen München. Dort will ihn Ministerpräsident Markus Söder um die Mittagszeit verabschieden. Begleitet wird der ehemalige Papst unter anderem von seinem Privatsekretär Georg Gänswein und seinem Arzt.

Am Donnerstag war er überraschend in seine alte Heimat gereist um seinen 96-jährigen Bruder zu besuchen. Georg Ratzinger ist fast vollständig erblindet und so krank, dass er bettlägrig ist.

Papst Benedikt besuchte seine bayerische Heimat.

Papst trifft Freunde in Bayern: Sie berichten von Benedikt‘s Gesundheit - mit überraschenden Worten

Update vom 21. Juni, 15.48 Uhr: Auf seiner Reise nach Bayern hat der emeritierte Papst Benedikt jetzt alte Freunde getroffen. Therese und Rupert Hofbauer kennen Benedikt seit 47 Jahren: Sie pflegen in Pentling (Landkreis Regensburg) den Garten des ehemaligen Wohnhauses des Papstes. Als der 93-Jährige am Samstag während seiner Regensburg-Reise überraschend in seine frühere Heimatgemeinde kommt, sind auch die Hofbauers eingeladen. Der „Heilige Vater“, wie sie ihn noch immer nennen, habe nach ihren drei Kindern gefragt und nach dem Hund und der Katze. „Wir haben Neuigkeiten ausgetauscht“, sagt Therese Hofbauer (74).

Der frühere Papst sei demnach „geistig topfit“ und habe sich für alles interessiert. „Er war selig“, sagt Rupert Hofbauer. Dem Papst scheint es also gut zu gehen, auch wenn in der Vergangenheit schon häufig spekuliert wurde, ob Papst Benedikt nicht mehr ganz fit sei.

Papst-Besuch in Regensburg: Jetzt steht fest, wann er Bayern wieder verlässt - der Zeitpunkt überrascht

Update, 21. Juni 2020, 10.35 Uhr:  Der emeritierte Papst Benedikt XVI. (93), der sich derzeit in seiner alten Heimat Regensburg aufhält, wird seinen Deutschland-Besuch am Montag beenden. Der Regensburger Bistumssprecher Clemens Neck sagte am Sonntag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), der Rückflug des ehemaligen Oberhaupts der katholischen Kirche sei für Montag-Vormittag geplant.

Die frühe Abreise kommt doch einigermaßen überraschend. Unter Berufung auf das nähere Umfeld von Papst Benedikt berichtete die Bild-Zeitung, dass er entschlossen sei, diesen Fehler nicht ein zweites Mal zu begehen. Weiter heißt es: „Er wird so lange bleiben, bis der Lebensweg seines Bruders zu Ende geht.“ 

Am heutigen Sonntag werde Benedikt XVI. noch zweimal seinen schwer kranken Bruder Georg Ratzinger (96) besuchen. Er war nur deshalb so überraschend nach Regensburg gereist, um noch einmal möglichst viel Zeit mit seinem älteren Bruder zu verbringen, in dem Wissen, dass es wohl das letzte Mal sein würde, dass sie sich sehen. Am Samstag hatte der ehemalige Pontifex bereits das Grab seiner Schwester Maria besucht, zu der er ebenfalls ein sehr gutes Verhältnis gehabt hatte. Maria Ratzinger starb bereits am 2. November 1991 im Alter von 69 Jahren an einem Herzinfarkt.

Papst-Besuch in Regensburg bei Bruder Georg Ratzinger

21.50 Uhr: Der emeritierte Papst Benedikt hat sein ehemaliges Wohnhaus in Pentling (Landkreis Regensburg) besucht und dort am Samstag auch ein paar Worte mit seinen Nachbarn gewechselt. Beim Verlassen des Hauses, in dem seit 2012 eine Tagungsstätte des Instituts Papst Benedikt XVI. untergebracht ist, lächelte er. Mit beiden Händen grüßte der 93-Jährige strahlend eine kleine Schar an Schaulustigen.

Zuvor hatte er in Regensburg am Grab seiner Eltern und seiner Schwester Halt gemacht. Dort betete er gemeinsam mit seinem Privatsekretär Georg Gänswein, Bischof Rudolf Voderholzer und einigen wenigen weiteren Teilnehmern ein Vater Unser und Ave Maria, wie Christian Schaller, stellvertretender Institutsleiter, berichtete.

Zudem traf Benedikt auch am Samstag zwei Mal seinen Bruder Georg Ratzinger in dessen Wohnung. Der 96-Jährige ist schwer erkrankt, weswegen Benedikt am Donnerstag überraschend nach Deutschland gereist war. Nach Angaben von Bistumssprecher Clemens Neck wird der frühere Papst mindestens bis Montag in seiner alten Heimat bleiben.

14.44 Uhr: Besuch für den Papst in Regensburg: Der Apostolische Nuntius (Botschafter) des Vatikan, Nikola Eterovic, wollte eigens in die Oberpfalz kommen, um den früheren Papst zu begrüßen. Bistumssprecher Clemens Neck sagte, das sei als Zeichen zu sehen, dass Papst Franziskus mit der Reise seines Vorgängers zum schwerkranken Bruder „sehr einverstanden“ sei. Benedikt hatte den Angaben nach den Besuch in der Heimat mit Franziskus abgesprochen.

Zweimal täglich bringt der Malteser Hilfsdienst Benedikt mit einem rollstuhlgerechten Bus zur Wohnung des Bruders in der Altstadt. Hinter den leicht getönten Fensterscheiben ist der 93-Jährige schemenhaft zu sehen. 

Benedikt XVI. besucht kranken Bruder in Regensburg. Zahlreiche Schaulustige beobachten seine Autokolonne.

Während der Fahrt winkt er immer wieder Passanten zu. Begleitet wird Benedikt, der als Joseph Ratzinger geboren wurde, von etwa einem Dutzend Fahrzeugen der Polizei und eines Spezialeinsatzkommandos.

Regensburg: Papst Benedikt besucht kranken Bruder - Passantin beschwert sich lautstark

Vor dem Wohnhaus versammelte sich auch am Samstag wieder eine kleine Schar Schaulustiger. Die Gasse ist von der Polizei abgesperrt, nur Anwohner dürfen hinein. Die Leute äußerten Verständnis für den Wunsch der Brüder, sich noch einmal sehen zu wollen. Nur eine Passantin beklagte sich am Vormittag lautstark über den Aufwand, der dafür betrieben werde.

11.47 Uhr: Der emeritierte Papst Benedikt bleibt über das Wochenende bei seinem Bruder Georg Ratzingerin Regensburg. Am Samstagvormittag fuhr er erneut von seiner Unterkunft, dem Priesterseminar, zur Wohnung seines 96-jährigen Bruders. Am Sonntag werde es noch keine Abreise geben, sagte Bistumssprecher Clemens Neck. Die Treffen seien für beide sehr belebend.

Der Aufenthalt war den Angaben nach zunächst für drei Tage geplant - jedoch mit offenem Rückreisedatum.

Update vom 20. Juni, 9.21 Uhr: Am Freitagnachmittag ließ sich der emeritierte Papst Benedikt XVI. spontan im Garten des Regensburger Priesterseminars blicken. Für alle Umstehenden hatte der 93-Jährige einen Segen parat. Sein Regensburg-Trip hat eine Vorgeschichte.

Eigentlich sei für den März ein Besuch Georg Ratzingers im Vatikan vorgesehen gewesen, wie Bild mit Bezug auf eine Vertraute berichtet: „Wegen Corona ging das aber nicht. Dann bekam Georg einen plötzlichen Schwächeeinbruch – und es wurde klar, dass er die Reise nicht mehr schafft“.

Papst Benedikt bei krankem Bruder: 93-Jähriger formuliert kuriosen Sonderwunsch

Benedikt habe sich deshalb entschlossen, noch einmal die Reise nach Regensburg anzutreten, um seinen 96-jährigen Bruder ein letztes Mal zu besuchen. Im Priesterseminar, wo der 93-Jährige ein Zimmer bezogen hat, rühmt man die Bescheidenheit des emeritierten Papstes. „Er stellt keine Ansprüche“, erklärte der stellvertretende Leiter Christoph Leuchtner gegenüber Bild.

Lediglich einen Sonderwunsch habe der „Stargast“ formuliert: eine Fanta. „Wir haben ihm eine Orangen-Limonade vor seiner Ankunft auf sein Zimmer gestellt. Bei seinem letzten Aufenthalt bat er darum“, sagt Leuchtner.

Am Freitagvormittag fuhr Benedikt nach einem Brezn-Frühstück zu Georg. Gemeinsam hielten die Brüder anschließend eine Messe ab. Nach dem Mittagessen ging es vorübergehend zurück in den Garten des Priesterseminars (samt oben angesprochener Segnung). Am Abend trafen die Brüder noch einmal zusammen.

Papst Benedikt XVI überraschend in Bayern: Aus traurigem Anlass - „Er wird so lange bleiben, bis ...

Update von 12.13 Uhr: Der Besuch des emeritierten Papstes Benedikt bei seinem Bruder in Regensburg verlangt ihm einiges ab. Der 93-Jährige sei sehr erschöpft, sagte Clemens Neck, der Sprecher des Bistums Regensburg, am Freitag unter Berufung auf Benedikts Privatsekretär Georg Gänswein. Die Reise und das Fehlen des gewohnten Tagesablaufes strenge ihn an. Er habe sich aber wahnsinnig gefreut, seinen 96 Jahre alten Bruder Georg Ratzinger zu sehen.

Der Ex-Papst war am Donnerstag in Regensburg eingetroffen, um seinen erkrankten Bruder noch einmal zu sehen. Georg Ratzinger, langjähriger Leiter der Regensburger Domspatzen, habe so ungeduldig auf die Ankunft seines jüngeren Bruder gewartet, dass er alle paar Minuten auf seinen Wecker drückte, um sich die Uhrzeit ansagen zu lassen. Das sagte Neck unter Berufung auf die Haushälterin von Georg Ratzinger, Schwester Laurente. Der 96-Jährige ist fast vollständig erblindet und aktuell so krank, dass er bettlägerig ist.

Papst Benedikt XVI in Regensburg: Kurzbesuch bei seinem Bruder?

Am Freitagmorgen fuhr Benedikt erneut aus dem Regensburger Priesterseminar, wo er derzeit wohnt, in das nahe gelegene Wohnhaus seines Bruder. Dort feierten die Brüder gemeinsam eine Messe. Der Gesang war laut Ohrenzeugen draußen auf der Straße zu hören. Zum Mittagessen sollte es wieder zurück in das Priesterseminar gehen. Auf dem Speiseplan stand nach Angaben von Bistumssprecher Neck Apfelstrudel.

Wie lange der als Joseph Ratzinger geborene Ex-Papst noch in Regensburg bleibt, ist unklar. Für eine Rückreise nach Rom gebe es noch keine konkreten Pläne. Aus Bistumskreisen war aber zu hören, dass es sich eher um einen Kurzbesuch handeln und der jüngere Ratzinger-Bruder schon in wenigen Tagen wieder abreisen könnte.“

Update vom 19. Juni, 10.40 Uhr: Papst Benedikt XVI. war am Donnerstag überraschend nach Deutschland gereist. Grund ist der schlechte Gesundheitszustand seines drei Jahre älteren Bruders Georg Ratzinger

Der emeritierte Papst sei in Begleitung unter anderem seines Privatsekretärs, Erzbischof Georg Gänswein, eines Arztes und einer Pflegerin nach Regensburg geflogen, hieß es in Rom und Regensburg. 

Benedikt XVI. besucht seinen kranken Bruder in Regensburg.

Wie das Bistum Regensburg via Twitter mitteilte, hat Benedikt am Donnerstagnachmittag gemeinsam mit seinem Bruder Georg eine Messe in dessen Haus in Regensburg gefeiert. Danach habe sich das einstige Kirchenoberhaupt „erschöpft von der Reise“ ins Priesterseminar zurückgezogen, wo er derzeit wohnt, und seinen Bruder am Abend erneut besucht. 

Papst Benedikt XVI überraschend in Bayern: „Er wird so lange bleiben, bis...“

Wie lange Benedikt bei seinem Bruder bleiben werde, steht offiziell nicht fest. Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, sei Benedikt untröstlich darüber, dass er es 1991 nicht mehr rechtzeitig an das Sterbebett seiner und Georgs Schwester Maria, die im Alter von 69 Jahren starb, schaffte.

Unter Berufung auf das nähere Umfeld von Papst Benedikt berichtet die Zeitung, dass er entschlossen sei, diesen Fehler nicht ein zweites Mal zu begehen. Weiter heißt es: „Er wird so lange bleiben, bis der Lebensweg seines Bruders zu Ende geht.“ 

Ein Sprecher des Bistums sagte gegenüber der „Bild“-Zeitung, dass sie nicht wissen würden, wie lange der Papst bleibe. „Es gibt meines Wissens noch kein Datum für den Rückflug. Der Papst ist auch schon 93 Jahre alt. So eine Reise macht man da nicht mal eben so.“

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Papst Benedikt XVI in Bayern: „Herzenswunsch“ der beiden Brüder

Update vom 19. Juni, 6.59 Uhr: Nachdem Papst Benedikt überraschend in Regensburg angekommen war, bleibt unklar, wie lange er in der Domstadt bleibt. Der 93-Jährige war am Donnerstag offenbar nach Bayern gereist, um seinen drei Jahre älteren Bruder Georg zu besuchen. Dessen Gesundheitszustand habe sich verschlechtert, teilten der Vatikan und das Bistum Regensburg mit.

Hoffnung auf einen öffentlichen Auftritt des emeritierten Papstes gibt es kaum. Das Bistum betonte, dass es sich um einen rein privaten Besuch handele. Es sei der „Herzenswunsch“ der beiden Brüder gewesen, sich in diesem Leben noch einmal zu sehen.

Die Straße, in der Georg Ratzinger, der langjährige Leiter der weltberühmten Regensburger Domspatzen, wohnt, wurde von der Polizei streng abgeriegelt. Es ist daher kaum möglich, dort einen Blick auf den zurückgetretenen Pontifex zu erhaschen. Während seines Aufenthaltes wohnt Benedikt im Regensburger Priesterseminar. Zum Mittagessen gab es dort Fusilli mit Gulasch, wie Neck sagte.

Papst Benedikt XVI zu Besuch in Bayern: Tragischer Grund - „vielleicht das letzte Mal ...“

Update vom 18. Juni, 20.44 Uhr: Der emeritierte Papst Benedikt XVI. ist am Donnerstag überraschend nach Bayern gereist. Der traurige Anlass: Er will seinen Bruder Georg in Regensburg besuchen, dessen Gesundheitszustand sich nach Angaben des Bistums Regensburg verschlechtert hat. 

Nun sind erste Bilder von der Ankunft des 93-jährigen ehemaligen Papstes publik geworden. Darauf wirkt der Papst körperlich schwach. Sein Privatsekretär Georg Gänswein bestätigte diese Einschätzung, fügte jedoch hinzu, dass Benedikt geistig fit sei. Darüber hinaus ist zu erkennen, dass Benedikt nach seiner Ankunft am Flughafen München von einem Mitarbeiter des Malteser-Hilfsdienstes in einem Rollstuhl in ein Fahrzeug, das einem Krankenwagen gleicht, geschoben wird. 

Zudem sei es am frühen Nachmittag zu einem ersten Treffen zwischen dem ehemaligen Papst und seinem Bruder gekommen, schreibt die Bild. Schwester Christina wird mit den Worten: „Es war ein schöner Besuch. Beide haben sich sehr gefreut“, zitiert.

Benedikt XVI. besucht seinen kranken Bruder in Regensburg.

Papst Benedikt XVI überraschend in Bayern: Tragischer Grund - „vielleicht das letzte Mal ...“

Erstmeldung vom 18. Juni:

Regensburg - Der emeritierte Papst Benedikt XVI.* ist aktuell in Bayern. Das teilte Vatikan-Sprecher Matteo Bruni am Donnerstag eher überraschend mit. Benedikt besucht demnach in Regensburg* seinen kranken Bruder Georg Ratzinger. Die Entscheidung zur Reise traf Benedikt nach Angaben von katholisch.de kurzfristig und nach Beratungen mit Papst Franziskus

Papst Benedikt XVI. in Bayern: Grund für die Reise ist tragisch

Der ehemalige Papst ist zurück in seiner bayerischen Heimat. Es ist das erste Mal seit seinem Rücktritt im Jahr 2013, dass der mittlerweile 93 Jahre alte Benedikt zurück ist. Damit erfüllt er sich eigentlich einen Herzenswunsch*, wie er zuletzt verlauten ließ. Allerdings ist der aktuelle Grund für die Reise eher tragisch.

„Es ist vielleicht das letzte Mal, dass sich die beiden Brüder, Georg und Josef Ratzinger, in dieser Welt sehen“, erklärte Clemens Neck, Sprecher des Bistums Regensburg. Zu seinem Bruder Georg hat Benedikt stets ein sehr enges Verhältnis gepflegt.

Papst Benedikt XVI. in Bayern: Bistum Regensburg hat Bitte an die Öffentlichkeit

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, sagte: „Wir freuen uns, dass er, der unserer Bischofskonferenz einige Jahre angehört hat, in die Heimat gekommen ist, wenngleich der Anlass ein trauriger ist.“ Der emeritierte Papst wolle seinem Bruder nahe sein, dessen Gesundheitszustand sich verschlechtert habe. Deshalb bittet das Bistum Regensburg die Öffentlichkeit die „zutiefst persönliche Begegnung im privaten Raum zu belassen“.

Papst Benedikt XVI. in Regensburg: Es gibt noch kein Rückreisedatum nach Rom

Benedikt ist demnach am Donnerstagvormittag in Begleitung seines Sekretärs, Erzbischof Gänswein, seines Arztes, seines Pflegers und einer Ordensfrau von Rom nach Bayern geflogen, um seinen 96-jährigen Bruder zu besuchen. Der ehemalige Papst landete nach Angaben von katholisch.de um 11.45 in München. Am Münchner Flughafen* begrüßte ihn der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer und begleitete ihn auf der Weiterfahrt nach Regensburg. Ein Rückreisedatum steht demnach aktuell noch nicht fest.

Benedikt selbst ist körperlich schwach, aber nach Aussagen seines Privatsekretärs Georg Gänswein geistig noch fit.

dpa/rjs

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