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Beamter durch Messerstich verletzt

Polizeisprecher nach Attacke am Münchner Hauptbahnhof: „Da hilft weder eine bessere Ausstattung, noch ...“

Bei einer Polizeikontrolle in München greift ein Unbeteiligter einen Beamten hinterrücks mit einem Messer an. Der Tatverdächtige ist nach Angaben des Innenministers polizeibekannt.

  • Brutale Messerattacke am Hauptbahnhof in München: ein Polizist wurde schwer verletzt.
  • Ein Unbeteiligter hatte bei einer Kontrolle unvermittelt zugestochen.
  • Der Vorfall sorgt landesweit für Bestürzung.

München - Ein Polizist ist am Münchner Hauptbahnhof mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt worden. Ein 23-Jähriger habe den Beamten am Montagmorgen (9. Dezember) bei einer Personenkontrolle unerwartet von hinten attackiert, teilte die Polizei mit. Der Angreifer sei nicht die Person gewesen, die kontrolliert worden sei. Zeugen hätten den deutschen Tatverdächtigen überwältigt. Der Mann aus München sei festgenommen worden. Das für Tötungsdelikte zuständige Kommissariat ermittelt.

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Der Polizist kam mit einer schweren Verletzung in ein Krankenhaus und wurde operiert. Der Täter habe den 30-jährigen Beamten mit einem heftigen Messerstich im Schulter- und Nackenbereich verletzt, sagte der Pressesprecher der Münchner Polizei, Marcus da Gloria Martins. Das Messer sei im Körper des Polizeiobermeisters abgebrochen.

München: Polizist am Hauptbahnhof attackiert - „da hilft weder eine bessere Schutzausstattung, noch ...“

Er sei standardmäßig mit einer Schutzweste bekleidet gewesen, die aber nicht jeden Bereich abdecken könne. Auch seien die Beamten gegen einen derart unerwarteten Angriff „völlig chancenlos“, sagte Martins. „Da hilft eben weder eine bessere Schutzausstattung, noch eine bessere Waffe oder noch mehr Polizei etwas“. Die Beamten waren zu zweit unterwegs.

Polizeipräsident Hubertus Andrä zeigte sich erschüttert und sprach von einem „feigen, brutalen und hinterhältigen“ Angriff. „Leider werden immer wieder Polizeibeamte und Rettungskräfte beleidigt, bedroht und angegriffen. Der Rechtsstaat muss daher mit aller Härte und Konsequenz nicht nur auf die Taten, sondern bereits auch auf Bedrohungen reagieren“, sagte Andrä.

Beamter bei Angriff am Münchner Hauptbahnhof schwer verletzt

Innenminister Joachim Herrmann sagte vor einer CSU-Vorstandssitzung zum Zustand des angegriffenen Polizisten: „Er schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. Aber es ist eine schwere Verletzung. Und welche Folgen diese kurz- oder langfristig haben wird, ist im Moment noch nicht abschließend absehbar.“

Herrmann sagte, der Tatverdächtige sei polizeibekannt gewesen. Dabei handle es sich aber um Verhaltensauffälligkeiten und nicht unbedingt um Straftaten, konkretisierte Martins. Der Anlass für die Gewalttat des Münchners ist bislang nicht bekannt. Hinweise auf einen ideologischen Hintergrund der Tat gab es zunächst nicht, wie der Pressesprecher weiter mitteilte.

Bei einer Pressekonferenz möchte die Polizei am heutigen Dienstagnachmittag (10. Dezember) weitere Informationen zur Tat herausgeben. Alles dazu finden Sie hier bei uns im Live-Ticker. 

Rubriklistenbild: © dpa / Sven Hoppe

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