Prozess bringt Details ans Licht

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Zwei weitere Angeklagte wieder frei

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Das Opfer der Gruppenvergewaltigung in Freiburg wird nichtöffentlich aussagen.

Die Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg erschütterte Deutschland: Elf Männer sollen eine 18-Jährige missbraucht haben. Nun ist einer der Angeklagten wieder auf freien Fuß.

  • Der Prozess um die mutmaßliche Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg hat Ende Juni begonnen
  •  Elf Männer stehen vor Gericht. Sie sollen im Oktober 2018 eine 18-Jährige über Stunden vor einer Disco vergewaltigt haben
  • Einer der elf Angeklagten ist wieder auf freien Fuß.

Update vom 26. September 2019: Im Fall der Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg sind zwei weitere Angeklagte aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Jugendkammer geht nach dem bisherigen Verlauf der Beweisaufnahme davon aus, dass die beiden Männer nicht an der Vergewaltigung beteiligt gewesen sind, wie das Landgericht Freiburg am Donnerstag mitteilte. 

Das Verfahren wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung werde aber fortgeführt. Ein Mann war bereits auf freien Fuß gekommen. Auch er bleibt Angeklagter in dem Prozess. Von den elf Angeklagten sitzen demnach noch acht in U-Haft.

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Ein Angeklagter wieder frei

Update vom 25. September 2019: Im Prozess um die Gruppen-Vergewaltigung vor einer Disco in Freiburg ist einer der elf Angeklagten wieder auf freien Fuß gekommen, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Der Haftbefehl gegen den 25 Jahre alten Syrer werde mit sofortiger Wirkung aufgehoben, entschied das Landgericht Freiburg am Mittwoch. Der Mann könne die Untersuchungshaft nach elf Monaten verlassen, da sich der dringende Tatverdacht der Vergewaltigung in dem Prozess nicht erhärtet habe. 

Der 25-Jährige bleibe jedoch Angeklagter wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung. Die zehn übrigen Angeklagten müssen weiter in Untersuchungshaft sitzen.

Prozess um Gruppen-Vergewaltigung: Opfer leidet bis heute unter der Tat

Update vom 24. Juli 2019: Sie wurde Opfer eines Verbrechens in Freiburg das Deutschland erschütterte. Im Strafprozess sagte die 18-Jährige vor Gericht aus. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit erzählte die junge Frau vom Tatabend und beantwortete Fragen.  

Sie habe „sehr angespannt, zugleich aber sehr gefasst“ gewirkt, sagte Staatsanwalt Thorsten Krapp am Rande der Verhandlung der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Fragen des Gerichts habe sie „reflektiert und ohne jeden Belastungseifer“ beantwortet. Für die junge Frau war die Vernehmung sehr belastend. 

„Eine entspannte Vernehmungssituation kann es bei diesem Tatvorwurf und den damit verbundenen sexuellen Details, die zur Sprache kommen, naturgemäß nicht geben“, sagte der Staatsanwalt.

Prozess um Gruppen-Vergewaltigung: Opfer sagt nicht öffentlich aus

Im Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau vor einer Disco hat das Landgericht Freiburg für die Vernehmung der 18-Jährigen die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Zudem ordnete es die Befragung per Videotechnik an. Die Aussage der Frau werde von einem nicht genannten Ort aus in den Gerichtssaal übertragen, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Bürgelin am Mittwoch. Als Grund nannte er den Schutz von Persönlichkeitsrechten.

Der Frau solle ein Aufeinandertreffen mit den elf Angeklagten in dem Prozess erspart werden, sagte der Richter weiter. Es drohten sonst laut einem psychiatrischen Gutachter seelische Folgeschäden.

Zu einem weiteren schrecklichen Vorfall kam es bei der Vergewaltigung einer jungen Frau in Bremen, wie nordbuzz.de* berichtet.

Prozess um Gruppen-Vergewaltigung: Zeugin bestätigt schwere Vorwürfe

Update vom 12. Juli 2019: Seit Ende Juni wird beim Landgericht Freiburg der Strafprozess gegen elf Angeklagte geführt. Den Männern wird vorgeworfen, eine 18-Jährige in Freiburg nach einem Discobesuch vergewaltigt zu haben. Zwei der Angeklagten haben Vergewaltigungsvorwürfe zurückgewiesen, die neun anderen Angeklagten schweigen bislang vor Gericht zu den Vorwürfen.

Eine junge Frau hat unterdessen die Vorwürfe gegen die Angeklagten am Freitag bestätigt. Die 20-Jährige war mit dem Opfer am Tatabend unterwegs.

„Es ist schrecklich und grausam und zum Teil unfassbar“, sagte sie. Ihre Freundin, die Opfer des Verbrechens wurde, habe ihr noch in der Tatnacht von den Vergewaltigungen erzählt. Die beiden waren den Angaben nach gemeinsam in der Disco und hatten sich zeitweise aus den Augen verloren. In dieser Zeit kam es laut Anklage zu den Verbrechen.

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Angeklagter verhöhnt Opfer mit unglaublicher Aussage

Update vom 11. Juli 2019: Elf Männer sind wegen Vergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg angeklagt. Doch nur einer von ihnen äußerte sich jetzt vor Gericht, die anderen wollen zu den Vorwürfen schweigen. Timo P. (25) hingegen weist alle Vorwürfe von sich und behauptet das komplette Gegenteil: „Es wird immer gesagt, wir wären wie Monster über sie hergefallen. Aber die wusste, was sie will“, erklärte Timo P. vor Gericht. Er gab an, dass die junge Frau in einem Gebüsch vor der Diskothek eindringlich Sex von ihm verlangt habe. Er sei diesem Wunsch gefolgt, Gewalt habe es keine gegeben. Es habe sich laut seiner Aussage um einvernehmlichen Sex gehandelt.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten hingegen gewalttätiges und erniedrigendes Verhalten in der Anklageschrift vor. Die junge Frau, die unter Drogen stand und krampfte, wehrte sich mit ihren Fingernägeln und mithilfe kleiner Stöckchen die im Gebüsch lagen - vergeblich.

Prozess um Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Frau soll Sex massiv eingefordert haben

Update vom 1. Juli 2019: Nach der Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg haben Verteidiger der elf angeklagten Tatverdächtigen Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen. Die junge Frau könne sich so gut wie nicht an die Tatnacht und nur an einen der mutmaßlichen Täter erinnern, sagte die Pflichtverteidigerin Kerstin Oetjen am Montag, dem zweiten Verhandlungstag, vor dem Landgericht Freiburg. Zudem habe sie unter Drogen gestanden. Der Pflichtverteidiger Jörg Ritzel sagte, die Frau habe Sex massiv eingefordert. Beweise, die Vergewaltigungen belegten, gebe es nicht.

Angeklagt sind elf Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren; die meisten von ihnen sind Flüchtlinge. Ihnen wird vorgeworfen, im Oktober vergangenen Jahres eine 18-Jährige nachts nach einem Discobesuch in einem Gebüsch vergewaltigt zu haben. Am Montag wurden einige der Angeklagten zu Personalien vernommen - nicht zu den Tatvorwürfen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Für eine Lübeckerin wurde ein Disko-Besuch zum Albtraum, wie nordbuzz.de* berichtet. nordbuzz.de* berichtet auch, dass im Fall der 17-Jährigen, die in Hannover von vier Männern vergewaltigt wurde, jetzt das erste Urteil gefallen ist.

Video: Vorwurf der Gruppenvergewaltigung: Elf Angeklagte stehen in Freiburg vor Gericht

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Angeklagter brüllt und pöbelt im Gerichtssaal

Nachricht vom 26. Juni 2019: Freiburg - Am Mittwoch hat der Prozess um die mutmaßliche  Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen begonnen. Elf Männer sind angeklagt. Sie sollen im Oktober 2018 die junge Frau in einer Diskothek im Freiburger Industriegebiet mit Hilfe von Drogen gefügig gemacht und in einem nahegelegenen Wäldchen gemeinschaftlich vergewaltigt haben.

Bei den Angeklagten handelt es sich um acht syrische Staatsangehörige zwischen 19 und 30 Jahren, einen 23-jährigen Iraker, einen 18-jährigen Algerier und einen 25-jährigen Deutschen.

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Angeklagter muss aus dem Saal geführt werden

Wie die Bild berichtet, kam es im Gerichtssaal beim Verlesen der Anklageschrift zu einem Zwischenfall. Einer der Angeklagten schrie herum. Polizisten führten den Mann dann aus dem Saal.

Der Angeklagte habe zuvor mit einer Faust auf dem Tisch gehämmert, brüllte die Sicherheitsleute an und sei richtig ausfällig geworden. Der Mann soll außerdem den gestreckten Mittelfinger gezeigt haben.

Vergewaltigung in Freiburg - Staatsanwalt schildert furchtbare Ereignisse

Die 18-Jährige, die Opfer des Verbrechens wurde, habe keine Chance gehabt, sich zu wehren, sagte Staatsanwalt Rainer Schmid zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Freiburg am Mittwoch.

Laut der Anklage soll einer der Männer der jungen Frau und ihrer Freundin zwei Ecstasy-Tabletten verkauft und ihr zusätzlich K.o.-Tropfen verabreicht haben. 

Der 22-jährige Hauptverdächtige soll die junge Frau dann unter dem Vorwand, ihr ein Tattoo am Oberschenkel zeigen zu wollen, nach draußen gelockt haben. Als die junge Frau sich umdrehte, um zurück zur Disco zu gehen, habe er sie in einem Gebüsch vor der Disco von hinten gepackt, ihren Rock, die Strumpfhose und Unterhose heruntergerissen und sie vergewaltigt.

Nach der ersten Vergewaltigung ging der 22-Jährige der Anklage zufolge zurück in die Disco und berichtete anderen Männern, dass draußen eine Frau liege, „die man f***** könne“, so Schmid.

Die wegen der Drogen krampfende und weinende 18-Jährige habe versucht, die Männer abzuwehren - mit Hilfe ihrer Fingernägel und kleiner Stöckchen, die im Gebüsch lagen. Jedoch ohne Erfolg. Dabei verletzte sie aber laut dem Staatsanwalt einige der Männer, die nun angeklagt sind. Die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung ereignete sich am 14. Oktober 2018 in Freiburg.  

Vergewaltigung in Freiburg: So verläuft der Prozess gegen die elf Angeklagten

Der Prozess hat vor der Großen Jugendkammer des Landgerichts Freiburg begonnen. Die Jugendstrafkammer hat für das Verfahren insgesamt 27 Verhandlungstage terminiert. Allein die ersten drei Prozesstage sind für die persönlichen Angaben der Angeklagten vorgesehen. Am fünften Prozesstag soll das Opfer vermutlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagen. Die zur Tatzeit 18-jährige Frau tritt auch als Nebenklägerin im Verfahren auf. Ein Urteil ist erst Ende des Jahres zu erwarten.

Keine Vergewaltigung: In Passau hatte eine Frau großes Glück - sie wehrte sich gegen ihren Vergewaltiger, bis sie Hilfe bekam. Das hat merkur.de* berichtet. Eine 25-jährige Frau fuhr Samstagnacht über die Theresienwiese. Plötzlich sprangen mehrere junge Männer aus dem Gebüsch. Ein Zeuge kam der Frau zu Hilfe. (merkur.de*)

Die Polizei fahndet indes in Hamburg nach einer Vergewaltigung an der Alster nach dem Täter. In Hannover bekam eine Frau nach einer Vergewaltigung ein Baby von ihrem Peiniger. Ebenfalls in Hamburg kam es in einer Unterführung zu einer versuchten Vergewaltigung. Darüber berichtet nordbuzz.de*.

Eine Frau traf sich bei Traunstein mit einem Arbeitskollegen, um Unternehmungen für den Abend zu besprechen. Der Mann soll seine Kollegin vergewaltigt haben - er sitzt in U-Haft. Am Sonntag wurde eine Touristin aus Norwegen Opfer einer Vergewaltigung. Sie hatte den ihr unbekannten Mann nach dem Oktoberfestbesuch in einer Kneipe kennengelernt.

AFP/dpa/ml 

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