Christopher Street Day in München

Nach CSD: Homosexueller Grünen-Politiker verprügelt

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München - Mit einem Besuch im Krankenhaus endete der Christopher Street Day für Grünen-Politiker Marcel Rohrlack. Er wurde nach dem Fest vermutlich Opfer eines homophoben Übergriffs. Das war geschehen:

Eigentlich ist der Christopher Street Day ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung von Homosexuellen. So zumindest die Theorie. Doch was Marcel Rohrlack am Samstag gegen 19 Uhr erleben musste, zeigt wohl, wie engstirnig manche Menschen noch immer sind.

Rohrlack, seit Januar Sprecher der Grünen Parteijugend, war nach seiner Aussage mit seinem Freund gerade auf dem Heimweg vom Christopher Street Day in München, als sie von einer Gruppe junger Männer am Ostbahnhof angepöbelt wurden. „Ey, seid ihr schwul, oder was? Schämt ihr euch gar nicht?“, so die Bild. Rohrlack und sein Freund versuchten die fünf Männer, alle etwa 20 Jahre zu ignorieren, gingen weitern. Beide waren als Dragqueens verkleidet - Perücke, Stöckelschuhen und Kleidern.

Die Männer verfolgte die beiden bis in Orleansstraße. Dort habe einer der jungen Männer dann dem Politiker einen Schlag ins Gesicht versetzt. „Mit der Faust direkt aufs Auge“, erzählt Rohrlack. „Ich trug Sonnenbrille, so dass ich im Krankenhaus genäht werden musste.“ Rohrlack erstatte bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt, weil er sich nicht einschüchtern lassen wolle.

Auf Facebook machte Marcel Rohrlack seinem Ärger Luft:

Ich hab die Parade gestern sehr genossen und viel Zuspruch für mein Outfit erhalten. Leider sah das nicht jeder so: Auf...

Posted by Marcel Rohrlack on Sonntag, 12. Juli 2015

mh

Quelle: rosenheim24.de

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