Zu jung!

Herzlose Bürokratie: Sohn darf nicht ans Grab

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Düren (NRW) - Ein Zehnjähriger wollte das Grab seines verstorbenen Vaters besuchen. Friedhofsmitarbeiter warfen ihm aber vom Gelände! Die Stadt verteidigt das auch noch!

Der Hintergrund der Geschichte: Die Friedhofssatzung schreibt vor, dass man mindestens 14 Jahre alt sein muss, bevor man alleine den Friedhof besuchen darf. So durfte der Junge nicht alleine ans Grab seines Vaters, der im Januar an Krebs verstarb.

Laut einem Bericht des Portals "DerWesten.de" sei der Junge aufgelöst und weinend zur Mutter gegangen, nachdem er von Friedhofsmitarbeiter vom Gelände geworfen wurde.

Ein Sprecher der Stadt verwies gegenüber dem Portal auf die Friedhofssatzung. Dort steht, dass Kinder unter 14 Jahren nur in Begleitung Erwachsener den Friedhof betreten dürfen. Das Gelände sei schließlich gefährlich, regelmäßig werden auf dem Friedhof Gräber ausgehoben, Kinder könnten in die Löcher fallen. Er verweist damit auf §5. (3) der Dürener Friedhofssatzung. Allerdings heißt es im Absatz 4 auch: "Die Friedhofsverwaltung kann Ausnahmen zulassen, soweit sie mit dem Zweck des Friedhofes und der Ordnung auf ihm vereinbar sind."

Kompromiss gefunden

Laut dem WDR gibt es nun einen solchen, vernünftigen Kompromiss, den Bürgermeister Paul Larue gefunden hat, der sich jetzt eingeschaltet hat: Der 10-Jährige darf wieder alleine an das Grab, wenn seine Mutter ihm eine Einverständniserklärung unterschrieben mit auf dem Weg gibt.

mg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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