News-Ticker zur Krise

Corona in Niedersachsen: Abi-Abschluss ohne Partys - Corona-Ausbruch wohl in Shisha-Bar

Die Coronavirus-Pandemie in Niedersachsen ist längst nicht besiegt. Das Land lockert zwar die Corona-Regeln, aber immer wieder gibt es Ausbrüche. Mehr verkaufsoffene Sonntage wird es wohl nicht geben. Unser News-Ticker.

  • Coronavirus in Niedersachsen: Bislang 11.999 Covid-19-Erkrankungen bestätigt
  • Land will an Corona-Stufenplan für Lockerungen festhalten
  • Coronavirus-Ausbruch in Göttingen: 36 Personen aus Großfamilien positiv getestet


Update, 2. Juni, 17.30 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen hat der Stadtelternrat Schulschließungen in der Stadt und dem Kreis gefordert. Schon jetzt sei klar, dass dort mindestens 13 Schulen betroffen seien, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag. „Die Anweisung der Stadtverwaltung, an den Schulen vermehrt auf Krankheitszeichen zu achten, ist nach unserer Auffassung unzureichend und verantwortungslos.“ Es sei unumgänglich, alle betroffenen Schulen für mindestens zwei Wochen zu schließen. Sollte das Infektionsgeschehen dann nicht rückschlussfrei aufgeklärt sein, müssten die Schließungen verlängert und eventuell auf alle Schulen ausgeweitet werden.

Im Zusammenhang mit privaten Familienfeiern in Göttingen sind inzwischen mehr als 200 Menschen aus der Stadt und dem Landkreis Göttingen in Quarantäne geschickt worden. Die Zahl der Menschen, die nachweislich mit dem Coronavirus infiziert sind, lag nach Informationen der Stadt vom späten Montagabend bei rund 70.


Update, 2. Juni, 8.45 Uhr: Die schriftlichen Prüfungen sind geschafft, in dieser Woche beginnen für die rund 11.500 Abiturienten in Niedersachsen die mündlichen Prüfungen - doch Abschlussfeiern und Abibälle wird es in diesem Jahr nicht geben. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat jetzt für alle Entlassungsfeiern eine klare Absage erteilt. „Für die Schulabgänger und die Familien tut mir das sehr leid, weil diese Veranstaltungen häufig das Highlight der Schulzeit sind“, sagte Tonne der Nachrichtenagentur dpa.

Solche Feste mit Hunderten Menschen fielen unter das bis Ende August geltende Veranstaltungsverbot. „Die Feiern können gegebenenfalls nachgeholt werden - das würde mich sehr freuen, auch wenn es natürlich nicht dasselbe ist“, sagte Tonne. Andere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen wollen Schülern zumindest eine feierliche Übergabe von Abschlusszeugnissen im Beisein ihrer Eltern ermöglichen. In welchem Rahmen und mit welchen Auflagen genau dies in NRW geschehen soll, steht noch nicht fest.

Update, 15 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen im Zusammenhang mit mehreren privaten Familienfeiern sind 36 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zahl der Infizierten könne aber noch weiter steigen, sagte Sozialdezernentin Petra Broistedt am Montag dem Radiosender NDR 1 Niedersachsen. Insgesamt sind 310 Kontaktpersonen identifiziert worden, 170 davon in Stadt und Landkreis Göttingen, 140 weitere in anderen Kreisen.

Die von dem Ausbruch Betroffenen sind nach Angaben der Stadt zum größten Teil Mitglieder verschiedener Großfamilien. Die Menschen hätten sich wahrscheinlich am vergangenen Wochenende bei mehreren größeren privaten Feiern angesteckt, teilte die Stadt mit. Sie stammten aus Göttingen und der Umgebung.

Shisha-Bar in Göttingen ohne Erlaubnis geöffnet

Die Stadt setzte 30 Mitarbeiter im Gesundheitsamt ein, um die Kontakte der Betroffenen schnell und vollständig nachzuvollziehen. Es gebe Hinweise, dass das Infektionsgeschehen unter anderem in einer Shisha-Bar erfolgt sein könnte. Deshalb seien am Pfingstsonntag alle Shisha-Bars in Göttingen kontrolliert worden. Eine von sechs dieser Bars sei entgegen der Landesregelung geöffnet gewesen und sei daraufhin vom Ordnungsamt geschlossen worden.

Update, 1. Juni, 11 Uhr: Die deutschen Bundesländer planen derzeit keine erweiterten Sonntagsöffnungen von Geschäften zum Ankurbeln der Konjunktur nach der Corona-Krise. Wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienst (epd) in den zuständigen Ministerien ergab, gibt es nirgendwo konkrete Pläne dazu. Einzig Niedersachsen zeigte sich offen. Grundsätzlich seien Sonntagsöffnungen ein geeignetes Instrument, den stationären Einzelhandel zu stärken, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Hannover. Dazu werde aber eine breite gesellschaftliche Diskussion gebraucht, ergänzte sie.

Kommt in Niedersachsen auch die Maskenpflicht? Nach den Alleingängen der Städte Wolfsburg und Braunschweig kündigt Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) eine landesweite Regelung an.

Zunächst wurden aber in Niedersachsen wie in vielen anderen Bundesländern auch die am Anfang der Corona-Pandemie geltenden Ausnahmen für Sonntagsöffnungen wieder zurückgenommen, teilweise schon um Ostern. In Bayern habe es keinen einzigen Antrag von Händlern für flexiblere Öffnungszeiten gegeben, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in München. Auch in Berlin wurde von der Möglichkeit, Geschäfte sonntags von 12 bis 18 Uhr zu öffnen, kaum Gebrauch gemacht, wie die dortige Senatsverwaltung mitteilte. Ausnahmeregelungen gelten derzeit nur noch in Hessen bis zum 5. Juni und in Sachsen-Anhalt bis zum 14. Juni.

Update, 17.30 Uhr: Neue Details zum Coronavirus-Ausbruch in Göttingen sind am Sonntagnachmittag bekannt geworden. Demnach erfolgten die Sars-CoV-2-Infektionen bei oder nach mehreren größeren privaten Feiern. Nach Angaben der Göttinger Sozialdezernentin Petra Broistedt hatten sich Familienverbände mit überregionalem Bezug aus weiten Teilen Niedersachsens und NRW offensichtlich am vergangenen Wochenende getroffen. Dabei sei das Distanzgebot nicht eingehalten worden, sodass es bereits am Dienstag zu ersten Infektionen gekommen sei, sagte Broistedt dem NDR.

Die Stadt Göttingen meldet einen größeren Coronavirus-Ausbruch. Nun werden viele Menschen unter häuslicher Quarantäne gestellt.

Die Gesundheitsbehörden in Stadt und Landkreis Göttingen müssen ihren Angaben zufolge nun etwa 140 bis 200 Kontaktpersonen ersten Grades ausfindig machen. Nach Informationen des „Göttinger Tageblatts“ kontaktierten Mitarbeiter des von Stadt und Landkreis gemeinsam betriebenen Gesundheitsamtes am Sonntagvormittag noch einmal knapp 75 Personen, die am Vortag trotz einer Aufforderung nicht zu einem Test erschienen waren. (dpa)

Update, 15.45 Uhr: Mit dem Coronavirus haben sich in Niedersachsen bislang 11.999 Menschen infiziert. Das sind 51 mehr als am Samstag. Gestorben sind 596 Personen, teilt das Landesgesundheitsamt am Sonntag mit. Nach einer Covid-19-Erkrankung gelten inzwischen 10.334 Menschen - 86,1 Prozent aller Fälle - als genesen. Akut am Erreger Sars-CoV-2 erkrankt sind somit 1069 Personen in Niedersachsen. (jdw)

Coronavirus in Niedersachsen: Größerer Ausbruch in Göttingen

Update, 31. Mai, 14 Uhr:Nach einem Coronavirus-Ausbruch im Zusammenhang mit mehreren Feiern in Göttingen (Niedersachsen) befinden sich 160 Menschen in Quarantäne, darunter 57 Kinder und Jugendliche. Wie die Stadt Göttingen mit Stand Samstagabend mitteilte, sind bislang 35 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Eine Person sei schwer erkrankt und befinde sich in stationärer Behandlung. Alle Kontaktpersonen  sollen auf das Virus getestet werden, auch wenn sie keine Symptome zeigen.

Die Coronavirus-Infektionen erfolgten bei mehreren größeren privaten Feiern in Göttingen. Nach Angaben der Stadt sind die Betroffenen zum größten Teil Mitglieder verschiedener Großfamilien. Sie stammen aus Göttingen und Umgebung. Aus Datenschutzgründen macht die Stadt keine weiteren Angaben zu den Betroffenen. Die Menschen haben sich wahrscheinlich am vergangenen Wochenende angesteckt. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Ärzte richten Bitte an Raucher

Update, 30. Mai: Für Raucher besteht nach Angaben der Ärzteschaft ein größeres Risiko für einen schweren Verlauf im Fall einer Covid-19-Erkrankung. „In Zeiten der Corona-Pandemie ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um mit dem Rauchen aufzuhören“, riet die Lungenfachärztin und Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Martina Wenker, anlässlich des Weltnichtrauchertags am Sonntag (31. Mai). „Tabak und Nikotin sind in jeder Form – ob als klassische Zigarette oder per Verdampfer konsumiert – gesundheitsschädigend.“

Die Ärztin schloss sich den Initiatoren der Kampagne zum Weltnichtrauchertag an und forderte die Kostenerstattung für wissenschaftlich gesicherte Methoden der Tabakentwöhnung durch die Krankenkassen.

Warnung vor „Kill Yourself Starter Kits“

Sie warnte vor allem Jugendliche sowie junge Erwachsene vor E-Zigaretten, Shishas und Tabakerhitzern. Diese Geräte würden vom Aktionsbündnis Nichtrauchen und der Deutschen Krebshilfe als „Kill Yourself Starter Kits“ bezeichnet. Wenker verwies in dem Zusammenhang auf bestehende Gesundheitsrisiken. In der jüngsten Vergangenheit seien in den Vereinigten Staaten viele Fälle von Lungenerkrankungen bei den Nutzern von Verdampfern aufgetreten.

„Die Aerosole aus dieser Vielfalt an Liquiden für die Verdampfer können schädliche, toxische Substanzen enthalten“, so Wenker. Obendrein beeinträchtigten die inhalierten Schadstoffe die Funktion der Flimmerhärchen in den Bronchien und bereiteten dadurch den Boden etwa für Viren wie das SARS-CoV-2-Virus.

Coronavirus in Niedersachsen: Küstenorte erwarten Zunahme von Wildcampern 

Die Nachfrage nach Wohnmobilstellplätzen ist derzeit hoch, die Verfügbarkeit geringer - erste Orte an der Nordseeküste in Niedersachsen haben deswegen zum Pfingstwochenende Maßnahmen gegen Wildcamper eingeleitet. 

„Die vorhandenen Stellplätze könnte ich drei- bis viermal vermieten“, sagt der Geschäftsführer der Tourismus und Bäder der Stadt Norden, Armin Korok. Die Wirtschaftsbetriebe der Stadt betreiben einen Wohnmobilplatz, ein Sicherheitsdienst überwacht nun den benachbarten Pkw-Parkplatz, auf den abgewiesene Wohnmobil-Fahrer versuchen, auszuweichen.

Coronavirus in Niedersachsen: Größerer Ausbruch in Göttingen

Bei mehreren größeren privaten Feiern haben sich in Göttingen mehrere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Wie das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis mitteilte, sind die Betroffenen zum größten Teil Mitglieder verschiedener Großfamilien. Sie stammen aus Göttingen und Umgebung. Eine genaue Zahl der Infizierten wurde zunächst nicht genannt. 

Die Behörde kontaktiert nun Menschen aus dem Umfeld der Infizierten. „Die Anzahl der zu kontaktierenden Personen bewegt sich im dreistelligen Bereich“, hieß es. Unter den Kontaktpersonen seien auch 57 Kinder und Jugendliche. Die entsprechenden Schulen seien bereits informiert.

Polizei verzeichnet Tausende Verstöße gegen Corona-Beschränkungen 

In Niedersachsen und Bremen hat die Polizei seit dem Start der Corona-Epidemie Tausende Verstöße gegen die Beschränkungen registriert. Zum überwiegenden Teil handelte es sich um Ordnungswidrigkeiten, etwa weil die Kontaktauflagen nicht eingehalten wurden, wie die Innenbehörden in Hannover und Bremen mitteilten.

In Niedersachsen wurden zwischen dem 1. März und dem 24. Mai insgesamt 2850 Verstöße nach dem Infektionsschutzgesetz polizeilich registriert, davon rund 630 Straftaten und etwa 2220 Ordnungswidrigkeiten. Zudem werden Verstöße nach dem Infektionsschutzgesetz von den Ordnungsbehörden der Kommunen festgestellt und bearbeitet. Die Summe dieser Verstöße ist dem Ministerium nicht bekannt.

2622 Corona-Verstöße in Bremen

In Bremen ergingen seit Beginn der Pandemie bis zum Donnerstag (28. Mai) im Rahmen der Corona-Verordnungen laut Innenbehörde 2622 Ordnungswidrigkeitsanzeigen. Die Polizei stellte zudem 411 Straftaten fest. Es wurden demnach 1411 Bußgeldbescheide in einer Gesamthöhe von 187.700 Euro erlassen. Angeführt wird die Liste von Verstößen gegen die Kontaktauflagen wie Menschenansammlungen in der Öffentlichkeit sowie der Teilnahme an Feiern, Veranstaltungen oder sonstigen Zusammenkünften.

Update, 29. Mai, 19.10 Uhr: Nach zahlreichen Infektionen mit dem Coronavirus nach der Wiedereröffnung eines Restaurants im Kreis Leer bleibt das Lokal vorerst geschlossen. Entsprechende Medienberichte bestätigte am Freitag der Anwalt des Wirts. Einem Bericht der „Ostfriesenzeitung“ zufolge will der Wirt den Betrieb nicht mehr alleine weiterführen, sondern innerhalb einer Gesellschaft, die gerade gegründet werde. Sobald diese notariell beurkundet sei, werde in deren Namen eine neue Genehmigung beantragt. Er rechne damit, dass das Lokal mit der Gesellschaft als Betreiber wieder öffnen werde.

Update, 29. Mai, 17.20 Uhr: Die fortdauernde Schließung von Indoor-Spielplätzen wegen der Corona-Pandemie ist nach einem Spruch des Verwaltungsgerichts Braunschweig rechtlich gedeckt. Das Gericht wies nach einer Mitteilung vom Freitag die Klage der Betreiberin eines solchen Spielplatzes im Harz ab. Die Frau hatte argumentiert, dass Indoor-Spielplätze nicht anders behandelt werden dürften als Freibäder, Sportanlagen unter offenem Himmel oder Fitnesszentren. Diese dürfen in Niedersachsen wieder öffnen. (Az.: 4 B 184/20)

Das Gericht sah die Ungleichbehandlung der Indoor-Spielplätze als gerechtfertigt an. Von Erwachsenen und Jugendlichen könne eher als von Kindern erwartet werden, dass sie bei Indoor-Sport die Vorgaben des Infektionsschutzes einhalten. Kinder achteten beim Spielen nicht auf zwei Meter Abstand.

Update vom 29. Mai, 15.35 Uhr: Niedersachsen plant, zum 8. Juni neue Lockerungen in der Corona-Pandemie umzusetzen. Die Bekanntgabe der konkreten Maßnahmen, die die vierte von fünf Stufen des Lockerungsplans des Landes bilden, ist für Freitag, 5. Juni geplant. Die fünfte Stufe soll noch im Juni erfolgen und Lockerungen im großen Stil beinhalten.

Selbst nach Eintritt in die letzte Phase des Fünf-Stufen-Plans wird es in Niedersachsen allerdings auch weiterhin Gruppen-und Kontaktbeschränkungen und die Pflicht zu bekannten Hygienemaßnahmen wie dem Händewaschen geben, teilte Claudia Schröder vom Corona-Krisenstab des Landes Niedersachsen am Freitagnachmittag mit.

„Kleine Tendenz zur Steigerung“ bei den Neuinfektionen

In Niedersachsen haben sich in den vergangenen Tagen wieder etwas mehr Menschen mit dem Coronavirus angesteckt als zuletzt. Es gebe eine „kleine Tendenz zur Steigerung“, sagte Claudia Schröder.

Mit 119 neuen Fällen im Vergleich zum Vortag lag der Wert so hoch wie zuletzt am 8. Mai. Allerdings seien die meisten Infektionen konkreten Ereignissen zuzuordnen und nicht breit über Niedersachsen gestreut, sagte Schröder. Der über sieben Tage gemittelte Reproduktionswert liegt laut Robert Koch-Institut bei 0,78. Niedersachsen bereite daher wie angekündigt zum 8. Juni die vierte Stufe der Lockerungen vor. Die fünfte und letzte Stufe sei für Ende Juni geplant.

Insgesamt stieg die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen auf 11.893, wie Schröder mit Stand 13 Uhr mitteilte. Laut Hochrechnung sind 10.264 Menschen wieder genesen, das entspricht etwa 86 Prozent der Fälle. 596 Menschen sind nach einer Infektion gestorben. In den Kliniken werden 385 Infizierte behandelt, 68 von ihnen intensivmedizinisch. 36 Erwachsene werden beatmet.

Update, 29. Mai, 13.30 Uhr: Nach einem Monat in Cuxhaven wird das Tui-Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3“ auf der Nordsee zwischengeparkt. Das Schiff sollte am Freitag von Vertretern der Stadt und des Landkreises verabschiedet werden und abends ablegen, wie eine Sprecherin von Tui Cruises in Hamburg sagte.

„Mein Schiff 3“ verlässt Cuxhaven.

Die „Mein Schiff 3“ war Ende April von den Kanaren nach Cuxhaven gekommen und hatte 2900 Crewmitglieder mitgebracht. Sie stammten von verschiedenen Schiffen der Tui-Flotte, die wegen der Corona-Pandemie stillliegt. Neun mit Corona infizierte Besatzungsmitglieder wurden an Land behandelt, Kontaktpersonen an Bord isoliert. Nach Tests wurden Rückflüge für 1900 Menschen in ihre Heimatländer organisiert, darunter nach Indonesien, nach Tunesien und in die Ukraine. 

Für viele der verbliebenen 1000 Angestellten werde immer noch eine Rückflugmöglichkeit gesucht, sagte die Sprecherin. Andere sollten bis zu einem möglichen Wiederbeginn der Kreuzfahrten an Bord bleiben. Tui hat vorerst bis Mitte Juli alle Fahrten abgesagt. In der Deutschen Bucht ankern bereits zwei Tui-Schiffe. Drei harren vor Teneriffa aus, ein Schiff in der Ägäis.

Update, 29. Mai, 13 Uhr: Mit Blick auf das kommende Schuljahr in der Corona-Krise fordert der Landeselternrat eine Bestandsaufnahme zur Unterrichtsversorgung zu Hause und in den Schulen. Die bisherigen Regelungen ermöglichten kein landesweit einheitliches Bildungsniveau, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag. Zudem stehe eine unbekannte Anzahl von Lehrern nicht für den Unterricht zur Verfügung, weil sie oder ihr Umfeld zur Corona-Risikogruppe gehörten. 

Die Corona-Pandemie hat den Alltag in Niedersachsens Schulen grundlegend verändert.

Das Kultusministerium müsse die Schulträger und -leitungen daher besser unterstützen und gegebenenfalls das Personal aufstocken. Um bestmögliche Voraussetzungen für das nächste Schuljahr zu schaffen, wirbt der Elternrat für die Einrichtung eines runden Tisches.

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Update, 28. Mai, 16.55 Uhr: Prostitution bleibt in Niedersachsen angesichts der Corona-Epidemie bis auf Weiteres verboten, obwohl das Gewerbe auf eine Teilöffnung mit dem Angebot von Massagen dringt. Wie das Sozialministerium in Hannover am Donnerstag mitteilte, ist für die Öffnung von Bordellbetrieben und die Erlaubnis von Straßenprostitution noch kein Zeitpunkt ins Auge gefasst. Allerdings liege dem Land ein umfangreiches Hygienekonzept des in Hannover ansässigen Unternehmerverbands Erotikgewerbe Deutschland zu einem Teilstart des Gewerbes vor. Es sieht eine Wiedereröffnung der Bordellbetriebe unter Beschränkung auf erotische Massagen vor.

Bordelle in Niedersachsen bleiben bis auf Weiteres geschlossen.

Der Verband argumentiert damit, dass körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetik, Fußpflege, Tätowieren und medizinische Massagen bereits wieder unter Sicherheitsvorkehrungen zugelassen seien. Das Erotikgewerbe in Niedersachsen brauche eine Perspektive für eine verantwortungsvolle Wiedereröffnung. Statt die Beschäftigten in die Illegalität und somit in die Schutzlosigkeit zu drängen, sollten die Bundesländer die Schließung der Erotikbetriebe mit Einschränkungen aufheben. Verbandssprecher Holger Rettig sagte der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“, man wolle Niedersachsen und sieben andere Bundesländer auf eine Teilöffnung verklagen.

Update, 28. Mai, 15 Uhr: Beim Postdienstleister UPS in Langenhagen bei Hannover haben sich 72 Mitarbeiter des Verteilzentrums mit dem Coronavirus infiziert. Das teilten das Sozialministerium und die Region Hannover am Donnerstag mit. 55 Mitarbeiter, deren Test zunächst negativ ausfiel, sollten erneut getestet werden. Auch Covid-19-Fälle in einer Kita und einer Schule in Hannover ständen im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen bei UPS, teilte die Region mit. Familien mit einem beruflichen Bezug zum Unternehmen wurden gebeten, wachsam auf eventuelle Krankheitssymptome zu achten. Nach derzeitigen Erkenntnissen sind Paketzusteller nicht betroffen. Postsendungen könnten daher risikolos in Empfang genommen werden. (dpa)

Update, 28. Mai:Zu Pfingsten werden zahlreiche Urlauber an Niedersachsens Küste, den Inseln und andernorts erwartet. „Die Buchungslage liegt derzeit bei 90 Prozent, regionale Unterschiede sind möglich“, erklärte die Geschäftsführerin des Tourismusverbands Niedersachsen, Sonja Janßen. Besonders beliebt seien Wohnmobil- und Campingplätze. „Da erreichen wir die absolute Kapazitätsgrenze.“

Seit dieser Woche dürfen Touristen auch wieder in Hotels übernachten - allerdings gilt eine Auslastung von höchstens 60 Prozent. Nicht alle Häuser auf den Inseln öffneten, sagt der Geschäftsführer der Tourismus-Gesellschaft Ostfriesische Inseln, Göran Sell, am Donnerstag auf Borkum. „Es stellt sich die Frage: Rechnet sich das?“ 

Dicht an der Ausbuchung seien die Inseln, erklärte Sell. Allerdings gebe es weniger Buchungen als in den vergangenen Jahren. „Wir hatten Tausende Anrufe bei den Tourist-Informationen nach neuen Regelungen in kurzer Folge: ‚Darf ich kommen?‘.“ Die Menschen seien verunsichert und einige warteten lieber noch ab.

Kontrollen über die Einhaltung der Vorschriften sind möglich, wie Janßen vom Tourismusverband betonte. „Wir freuen uns auf die Gäste, bitten aber auch angesichts des zu erwartenden Besucheraufkommens sich an die strengen Auflagen hinsichtlich Hygienevorschriften, Mindestabstand, Mund-Nasen-Schutz zu halten.“ (dpa)

Update, 27. Mai, 18.40 Uhr: Die frühere hannoversche Landesbischöfin und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Margot Käßmann befürwortet in der Corona-Krise einen „Deal der Generationen“. Ältere Menschen sollten zugunsten der Kinder zu Hause bleiben, sagte die evangelische Theologin mit Blick auf die weiter eingeschränkten Kita- und Schulangebote dem sozialen Straßenmagazin „Asphalt“ in Hannover. Käßmann ist seit Februar 2019 Mitherausgeberin des in Niedersachsen vertriebenen Blattes. Derweil äußerte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, scharfe Kritik an den Äußerungen Käßmanns. „In einer Zeit, in der 800.000 Pflegebedürftige systematisch in Heimen isoliert werden, sollte niemand mehr Verzicht von alten Menschen einfordern“, sagte Brysch am Mittwochabend in Dortmund.

Margot Käßmann

Im „Aspahlt“-Interview hatte Käßmann geäußert, die Älteren hätten ein gutes Leben gelebt. Deshalb sei es angesichts der Bedrohung durch Covid-19 jetzt an ihnen, zugunsten der Kinder zu verzichten: „Wenn ich wüsste, dass die Kleinen und Jüngeren wieder rauskönnen, wenn wir, die über Sechzigjährigen, die Risikogruppen, zu Hause blieben, wenn das der Deal wäre, dann würde ich mich darauf einlassen“, sagte Käßmann und forderte zugleich eine zügige Öffnung von Kitas und Schulen. Gerade die Älteren seien „mehrheitlich die Luxusgeneration, die es so gut hatte wie keine Generation vorher und keine danach“. Keine Generation sei weniger von den wirtschaftlichen Folgen der Krise betroffen. (epd)

Update, 15 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 11.687 gestiegen. Das sind 67 mehr als am Tag zuvor, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch (Stand 13 Uhr) in Hannover mitteilte. Laut Hochrechnung sind 10.130 der Menschen wieder genesen, das entspricht 86,7 Prozent der Fälle. Fünf weitere Menschen starben nach einer Infektion mit dem Virus, die Gesamtzahl stieg auf 585 Tote (Stand 10 Uhr). In den niedersächsischen Kliniken werden aktuell 399 Infizierte behandelt, 72 von ihnen liegen auf Intensivstationen. 34 Erwachsene werden beatmet. Vier Kinder liegen in Kliniken auf Normalstationen. (dpa)

Coronavirus: Niedersachsen will schnellere Rückkehr zum Regelbetrieb der Kitas

Niedersachsen will angesichts des Abflauens der Corona-Epidemie schneller als geplant zu einem eingeschränkten Regelbetrieb der Kindertagesstätten zurückkehren. „Ich strebe an, dass wir Mitte Juni die Eltern bei der Betreuung weiter entlasten und allen Kindern ein Angebot zum - wenn auch vom zeitlichen Umfang eingeschränkten - Besuch einer Kita machen können“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Mittwoch in Hannover. „Jetzt ist es an der Zeit, die nächsten Schritte zu planen und den Übergang zum Regelbetrieb einzuleiten.“ Kurzfristig seien Gespräche mit den Trägern und kommunalen Spitzenverbänden geplant. Ursprünglich sollte der Regelbetrieb der Kitas erst zum 1. August wieder anlaufen.

Entgegen der bundesweiten Diskussion um weitere Lockerungen der Corona- Maßnahmen will Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am eigenen Stufenplan festhalten

Update, 27. Mai, 11.30 Uhr: Entgegen der bundesweiten Diskussion um weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen will Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am eigenen Stufenplan festhalten. Das Land schaue nicht ständig, was die anderen Bundesländer machten, sondern werde bei seinem ruhigen und transparenten Vorgehen bleiben, sagte Weil am Mittwoch in Hannover. Auch wenn Fehler gemacht worden seien, sei das Feedback auf das etappenweise Lockern der Beschränkungen in Niedersachsen positiv gewesen.

Weil kündigte den baldigen Start der Initiative „Niedersachsen hält zusammen“ an. Deren Ziel sei, einen Konsens in der Gesellschaft für das weitere Andauern der Pandemie sicherzustellen. Die Bevölkerung müsse sich darauf einstellen, noch ein Jahr lang Rücksicht zu nehmen und an Abstandsregeln und einer Maskenpflicht festzuhalten, um andere zu schützen. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Bürgermeister bittet um Cuxhaven-Pause

Der Oberbürgermeister von Cuxhaven, Uwe Santjer (SPD), hat an Tagestouristen appelliert, zu Pfingsten noch auf Ausflüge in die Küstenstadt zu verzichten. „All diejenigen, die es sich auch zu Hause schön machen können, mögen dies tun und ein bisschen Cuxhaven-Pause machen“, sagte er der „Nordsee-Zeitung“. „Im Sommer können wir dann wieder gemeinsam feiern.“

Das oberste Gebot sei der Gesundheitsschutz. „Wir wollen nicht nur die Einwohner schützen, sondern auch die Gäste“, betonte Santjer. Mit der Pause sei gleichzeitig auch eine Einladung für später ausgesprochen. Er habe sich in der zurückliegenden Zeit regelmäßig mit den Vertretern der Tourismusbranche getroffen. Es sei sehr bewundernswert, dass deren erste Reaktion Verständnis für die Einschränkungen gewesen seien. (dpa)

Update, 27. Mai: Nach mehreren Corona-Infektionen in einem Restaurant im Kreis Leer hat der Gaststättenbetreiber die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Bei der Wiedereröffnungsveranstaltung im Restaurant „Alte Scheune“ in Moormerland habe es sich am 15. Mai nicht um eine private Party gehandelt. Es seien seitens des Betreibers alle Voraussetzungen erfüllt worden, die gemäß Paragraf 6 der niedersächsischen Corona-Verordnung vorgeschrieben seien, hieß es am Mittwoch in einer schriftlichen Erklärung mit Datum vom 26. Mai der Rechtsanwälte des Restaurantbetreibers.

Das Restaurant „Alte Scheune“ im Landkreis Leer steht im Mittelpunkt eines Coronavirus-Ausbruchs. Deshalb befinden sich 50 Leute in häuslicher Quarantäne.

So seien die Tische in einem Mindestabstand von zwei Metern angeordnet und nur mit Gästen aus zwei Haushalten besetzt worden. Der Abstand von mindestens eineinhalb Metern zwischen den Gästen sei jederzeit eingehalten worden. Auch habe es lückenlos geführte Listen mit den Daten der Gäste gegeben. Nach aktueller Kenntnis hätten offenbar bereits drei Gäste vor dem Abend Symptome gezeigt, die auf eine Covid-19-Infektion hindeuteten. Diese seien im Nachhinein auch positiv getestet worden. „Ohne das unverzügliche Einschreiten des Betreibers wären die Neuansteckungen nicht zeitnah aufgefallen beziehungsweise nachverfolgt worden“, hieß es in der Erklärung. (dpa)

Update, 15 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 11.620 gestiegen. Das sind 48 mehr als am Tag zuvor, wie das Landessozialministerium am Dienstag (Stand 13 Uhr) mitteilte. Laut Hochrechnung sind 10.075 Menschen wieder genesen, das entspricht 86,7 Prozent der Fälle. Vier weitere Menschen starben nach einer Infektion mit dem Virus, die Gesamtzahl stieg auf 580 Tote (Stand 10 Uhr).

In den niedersächsischen Kliniken werden aktuell 396 Infizierte behandelt, 81 von ihnen liegen auf Intensivstationen. 38 Erwachsene werden beatmet. Drei Kinder liegen in Kliniken auf Normalstationen.

Verstoß gegen Corona-Auflagen: Polizei macht Lokal in Lüneburg dicht

Update, 26. Mai:Die Polizei hat eine Bar in der Innenstadt von Lüneburg vorläufig geschlossen, die massiv gegen Corona-Auflagen verstoßen haben soll. Dem Wirt drohe nun ein fünfstelliges Bußgeld, berichtete die Lüneburger „Landeszeitung“. Die von Nachbarn alarmierte Polizei hätte am Samstag vor und in der Gaststätte rund 100 Gäste gezählt, hieß es weiter.

Mindestabstände seien nicht eingehalten worden, eine Gästeliste sei nicht geführt worden, sagte dazu ein Sprecher der Polizei am Dienstag. „Das war eine Gefahren abwehrende Maßnahme“, erklärte er zur vorläufigen Schließung. Weil statt Speisen das Trinken im Vordergrund stehe, hätte die Bar nach Einschätzung des Kreises laut Zeitungsbericht zudem gar nicht öffnen dürfen.

„Wir haben extra jeden zweiten Tisch gesperrt, um die Abstände wahren zu können“, sagte der Geschäftsführer der Bar der „Landeszeitung“ zu den Vorwürfen. Es habe aber in dem engen Lokal ein Kommen und Gehen auch von Gästen gegeben, die sich draußen aufhielten. „Wir haben immer wieder versucht, sie zu disziplinieren, aber das war nicht einfach“, wurde der Mann zitiert. (dpa)

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Update, 16.35 Uhr: Auch Hotelgäste können wieder auf die Ostfriesischen Inseln. Die vier zuständigen Landkreise werden am Montag entsprechende Allgemeinverfügungen veröffentlichen, wie Frieslands Landrat Sven Ambrosy (SPD) in Jever ankündigte. Sie sollen am Dienstag beziehungsweise Mittwoch in Kraft treten und auch eine Wiederbelegungsfrist für Ferienwohnungen vorsehen. Auf manchen Inseln mussten zur Corona-Eindämmung Unterkünfte bislang eine Woche gemietet werden - nun sind auch Belegungen von zum Beispiel vier Tagen möglich, dann müsste die Unterkunft noch drei Tage leer stehen.

Update, 15.25 Uhr: Niedersachsen will im Kampf gegen das Coronavirus an der Maskenpflicht und den Abstandsregeln bis zur Verfügbarkeit eines Impfstoffes festhalten. Das sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Montag in Hannover. Den von Thüringen angekündigten Verzicht auf landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften vom 6. Juni an bezeichnete Reimann als "schwerwiegenden Fehler" und ein „vollkommen falsches Signal“. Dass die Corona-Epidemie derzeit unter Kontrolle sei, sei nachweislich den Beschränkungen zu verdanken, betonte Reimann.

Nach einem Corona-Ausbruch im Zusammenhang mit einem Restaurantbesuch bei Leer in Ostfriesland sind auch Mitarbeiter der Papenburger Meyer-Werft in Quarantäne. Einen entsprechenden Bericht des NDR bestätigte ein Firmensprecher am Montagmorgen. Dem NDR zufolge müssen „Mitglieder der Werft-Geschäftsführung und fast der gesamte Betriebsrat“ zu Hause bleiben. In Folge des Abends in geschlossener Gesellschaft in dem Lokal in Moormerland befanden sich am Montagnachmittag 133 Menschen in Quarantäne, wie ein Sprecher des Landkreises Leer mitteilte. Die Untersuchungen zu dem Fall und möglichen Verstößen gegen Corona-Auflagen liefen.

Am Mittag meldete das Land Niedersachsen neue Corona-Zahlen. Demnach sind seit Beginn der Epedemie 11.572 Menschen nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert worden, 10.037 sind bereits wieder genesen, 576 sind infolge einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Den offiziellen Zahlen zufolge sind demnach 959 Menschen in Niedersachsen aktuell mit dem Coronavirus infiziert.

Update, 25. Mai, 10.30 Uhr: Nach Angaben der Polizei in Delmenhorst stellten Beamte am Samstag gegen 18 Uhr, fest, dass sich in einem Restaurant in der Stedinger Straße mindestens 40 Gäste einer Feiergesellschaft aufhielten. Der Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Tischen wurde ebenso wenig eingehalten wie der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Gästen. Um eine etwaige Infektionskette nachvollziehen zu können, sind Betreiber von Gaststätten zudem zur Dokumentation von Personalien der Gäste verpflichtet. Dieser Pflicht kam der Betreiber ebenfalls nicht nach.

Der Betreiber wurde aufgefordert, die Veranstaltung aufzulösen. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet. Das Bußgeld kann bis zu 25.000 Euro betragen.

Niedersachsen lockert Coronavirus-Regeln

Update, 25. Mai, 9 Uhr: Die Coronavirus-Regeln in Niedersachsen werden am Montag erneut gelockert. Zu den Profiteuren zählt das Gastgewerbe: Erstmals seit Beginn der Krise dürfen Hotels wieder öffnen und bis zu 60 Prozent ihrer Plätze belegen. Für Restaurants entfällt die maximale Auslastung von 50 Prozent, allerdings müssen Mindestabstände weiter gewahrt werden. Darüber hinaus können Fitnesscenter und Freibäder den Betrieb wieder aufnehmen. An den Schulen kehren die 11. Klassen zurück in den Unterricht. Einige Beschränkungen bleiben aber bestehen, insbesondere die Vorgabe, dass sich in der Öffentlichkeit die Mitglieder von maximal zwei Haushalten treffen dürfen.

Update, 15 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 11.563 gestiegen. Das sind 34 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung am Sonntag mit Stand 13 Uhr mitteilte. Laut Hochrechnung sind 10.003 Menschen wieder genesen, das entspricht mehr als 86 Prozent der Fälle. 574 Menschen sind nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. In den niedersächsischen Kliniken werden 385 Infizierte behandelt, 83 von ihnen intensivmedizinisch. 42 Erwachsene werden beatmet. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Hotel freuen sich auf Touristen

Update, 13.15 Uhr: Die Tourismus- und Gastro-Branche in Niedersachsen kann ein bisschen aufatmen. Nach der Corona-Schließung können Hotels ab 25. Mai wieder Touristen aufnehmen. Die Auslastung darf maximal 60 Prozent betragen. Diese Regelung geht sogar über die ursprünglichen Pläne, die 50 Prozent Belegung vorsahen, hinaus. Für Ferienwohnungen, die bereits seit dem 11. Mai wieder vermietet werden dürfen, bleibt die siebentägige Frist zwischen zwei Vermietungen bestehen.

Auch die Corona-Regeln für Restaurants in Niedersachsen werden ab 25. Mai gelockert. So fällt die 50-Prozent-Regel für die Auslastung. Restaurants können demnach wieder voll ausgelastet werden, solange die bestehenden Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden können. Das bedeutet für viele Gastwirte, dass sie ihr Lokal eben nicht bis auf den letzten Platz belegen können. (jdw)

Update, 24. Mai, 9.40 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch im Landkreis Leer steigt die Zahl der bestätigtem Corona-Fälle. Infolge eines Eröffnungsabend in dem Lokal „Alte Scheune“ in Moormerland seien inzwischen elf Infektionen aufgetaucht, meldet der Landkreis. Außerdem gibt es erste Hinweise von Gästen, dass der Inhaber, der sich selbst infizierte, gegen Corona-Vorschriften verstoßen habe. Das Land Niedersachsen will dennoch an Corona-Lockerungen für die Gastronomie festhalten. So entfällt am 25. Mai die 50-Prozent-Regelung für die Gästeanzahl. (jdw)

Coronavirus in Niedersachsen: Ausbruch im Landkreis Leer

Update, 16.06 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch im Landkreis Leer sind neue Details bekannt geworden. Nach Angaben des Inhabers der Gaststätte in der Gemeinde Moormerland wurden wenige Tage nach einem Eröffnungsabend am 15. Mai vier Gäste und er selbst positiv auf das Coronavirus getestet. Bei drei Freunden von ihm sei das Virus inzwischen auch nachgewiesen worden, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Ob sich der Erreger Sars-CoV-2 am 15. Mai beim Eröffnungsabend seines Lokals „Alte Scheune“ verbreitet habe, wisse er nicht. Es sei auch möglich, dass sich die Menschen davor oder danach infiziert hätten. An dem Abend mit geladenen Gästen waren rund 40 Menschen im Restaurant. Die Abstands- und Hygieneregeln seien eingehalten worden.

Eine Sprecherin des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga sagte NDR 1 Niedersachsen, durch das Hygiene- und Abstandskonzept, das der Verband erarbeitet habe, seien Neuinfektionen in Restaurants eigentlich nicht möglich. Der Landrat von Leer, Matthias Groote, warnte die Bürger der Landkreis-Mitteilung zufolge: „Dieser Ausbruch führt uns deutlich vor Augen: Corona ist nicht vorbei, das Virus kann sich jederzeit weiter verbreiten.“ In einem auf der Twitterseite des Landkreises veröffentlichten Video sagte Groote, die Zahl der Quarantäne-Fälle werde weiter „extremst“ ansteigen, da die aktuellen Fälle „im Rahmen eines Zusammentreffens“ entstanden seien.

Das Restaurant „Alte Scheune“ im Landkreis Leer steht im Mittelpunkt eines Coronavirus-Ausbruchs. Deshalb befinden sich 50 Leute in häuslicher Quarantäne.

Update, 13.50 Uhr: In Niedersachsen sind aktuell noch 1.000 Menschen akut an Covid-19 erkrankt. Das teilt am Samstag das Landesgesundheitsamt mit. Die Zahl der akuten Corona-Infektionen ist seit Wochen rückläufig, weil immer mehr Menschen als genesen gelten oder verstorben sind. Insgesamt sind bislang 11.529 Corona-Fälle in Niedersachsen bestätigt worden - ein Plus von 73 seit Freitag. Gestorben sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus 574 Menschen. Als genesen gelten aktuell 9955 Personen. 397 Menschen werden in Krankenhäusern behandelt. (jdw)

Coronavirus in Niedersachsen: Mehrere Infektionen nach Restaurant-Besuch

Update, 23. Mai, 10.15 Uhr: Wenige Tage nach der Wiedereröffnung vieler Restaurants in Niedersachsen haben sich im Landkreis Leer mindestens sieben Menschen in einem Lokal mit dem Coronavirus infiziert zu haben. „Die Infektionen stehen vermutlich in Zusammenhang mit einem Besuch in einem Lokal“, teilte der Landkreis Leer am Freitag mit.

Falls sich das bestätigt, wäre dies der erste bekannt gewordene Fall von in Restaurants verbreiteten Corona-Infektionen seit Wiedereröffnung der Gaststätten und Cafés. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga reagierte bestürzt auf den Fall.

Coronavirus in Niedersachsen: Mindestens 50 Menschen in häuslicher Quarantäne

Niedersachsen zählte zu den ersten Bundesländern, in denen Restaurants wieder geöffnet werden durften - seit dem 11. Mai. Laut Landkreis Leer führten die neuen Fälle dazu, dass bereits für mindestens 50 Menschen „vorsorglich häusliche Quarantäne“ angeordnet wurde. Weitere Testergebnisse stünden noch aus. Laut Gesundheitsamt handelt es sich nicht um einen Einzelfall mit nur wenigen Kontakten. „Es ist ein Ausbruch mit gleichzeitig mehreren Infizierten und vielen Kontakten.“ Entsprechend aufwendig sei nun die Nachverfolgung.

Update, 19 Uhr: Von Montag, 25. Mai, an gelten unter anderem für Hotels, Restaurants und Freibäder in Niedersachsen neue Corona-Regeln. Die Landesregierung nahm bei der Vorstellung der neuen Verordnung am Freitag zugleich weitere Öffnungen für den 8. Juni ins Visier. Der Kulturbetrieb liegt bis dahin allerdings weiter brach.

Coronavirus in Niedersachsen: Lockerungen für Hotels und Restaurants

Hotels in Niedersachsen: Darauf haben viele Hoteliers lange gewartet - am Montag können sie ihre Häuser wieder öffnen, und das mit einer Auslastung von bis zu 60 Prozent. Damit geht das Land über seine ursprüngliche Planung hinaus. Die hatte in Phase drei des Stufenplans eine maximale Hotel-Auslastung von 50 Prozent sowie zusätzlich eine Wiederbelegungsfrist von sieben Tagen vorgesehen. „Wir brauchen jetzt zügig ein Wiederanfahren der größten Teile unseres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). Für Ferienwohnungen, die schon seit dem 11. Mai vermietet werden dürfen, bleibt die siebentägige Belegungsfrist allerdings bestehen.

Ab 25. Mai kehrt in die Hotels in Niedersachsen wieder Leben ein. Diese Puppen in einem Hotel in Laatzen weichen echten Gästen.

Etwas komplizierter ist es auf den Inseln: Hier müssen die Landkreise für die Öffnung von Hotels eine Ausnahmegenehmigung erteilen. „Das wollten wir nicht von Hannover aus für alle Inseln einheitlich regeln“, sagte die Regierungssprecherin. Die Landesverordnung lässt die Anreise auf die Inseln lediglich für mindestens einwöchige Aufenthalte in Ferienwohnungen, Ferienhäusern und Campingplätzen zu.

Coronavirus in Niedersachsen: Fitnessstudios dürfen wieder öffnen

Restaurants in Niedersachsen: Von Montag an dürfen Restaurants wieder mehr als die Hälfte ihrer Plätze vergeben, die bisherige 50-Prozent-Regelung, die seit dem Wiederanlauf der Gastronomie am 11. Mai galt, entfällt. Allerdings müssen Mindestabstände eingehalten werden. Bis auf den letzten Platz können viele Gastwirte die Restaurants also wohl weiterhin nicht belegen.

Sport in Niedersachsen: Auch Indoor-Sportanlagen wie Fitnesscenter können von Montag an wieder genutzt werden. Innenminister Boris Pistorius (SPD) begrüßte das, denn dabei gehe es nicht nur um „Muckibuden“, sondern auch um Reha- und Gesundheitssport. Erst vor einer Woche hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg die bisherige Schließung von Fitnesscentern angesichts des Infektionsgeschehens für rechtens erklärt. Der Mindestabstand von zwei Metern gilt weiterhin - egal, ob drinnen oder draußen. Besucher von Freibädern, die am Montag erstmals wieder öffnen dürfen, müssen dagegen lediglich eineinhalb Meter Abstand zu Menschen aus einem anderen Haushalt einhalten.

Soziales in Niedersachsen: Auch im sozialen Bereich gibt es Lockerungen. So darf die Tagespflege für Ältere und Pflegebedürftige sowie für Menschen mit Behinderung von Montag an maximal die Hälfte der Plätze wieder belegen, ein Hygienekonzept vorausgesetzt. Auch Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und Tagesförderstätten dürfen die Hälfte der Plätze dann öffnen. Außerdem können Menschen, die soziale, pädagogische oder psychologische Unterstützung brauchen, wieder die entsprechenden Beratungsstellen aufsuchen. „Das entlastet insbesondere die pflegenden Angehörigen“, sagte Sozialministerin Carola Reimann (SPD).

Coronavirus in Niedersachsen: Lockerungen für Schulen und Kitas

Schulen und Kitas in Niedersachsen: Für Schulen und Kindertagesstätten gelten in Niedersachsen eigene Phasenpläne. Am Montag kehren demnach die 11. Klassen zurück, Mitte Juni sollen alle Jahrgänge zurück im Unterricht sein. Eltern von Kita-Kindern müssen sich dagegen noch gedulden: Zwar wird die Notbetreuung schrittweise ausgeweitet, die Rückkehr zum Kita-Regelbetrieb ist allerdings erst für den 1. August geplant.

Coronavirus in Niedersachsen: Kontaktbeschränkung bleibt - Kinos weiter dicht

Kontaktbeschränkungen in Niedersachsen: Trotz der Lockerungen bleiben einige Einschränkungen in Niedersachsen auch in den kommenden Wochen bestehen. „Was bleibt, sind ganz klar die Kontaktbeschränkungen“, sagte die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs, Claudia Schröder, mit Blick auf die Vorgabe, dass sich in der Öffentlichkeit die Mitglieder von maximal zwei Haushalten treffen dürfen. 

Niedersachsens Stufenplan sieht außerdem kein Datum für die Öffnung von Bars, Kneipen und Discos vor. Und auch kulturelle Einrichtungen wie Theater, Kinos sowie Konzert- und Opernhäuser müssen sich weiter gedulden. Sie sollen frühestens am 8. Juni den Betrieb wieder aufnehmen. Dasselbe gilt für Hallenbäder und touristische Busfahrten. Für die darauf folgende fünfte und letzte Phase in Niedersachsens Stufenplan gibt es noch kein Datum. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Freibäder öffnen wieder

Update, 15 Uhr: Die Freibäder in Niedersachsen können am Montag unter Auflagen wieder öffnen. Jeder Besucher muss allerdings während des Aufenthalts einen Mindestabstand von eineinhalb Metern zu anderen Menschen halten, die nicht zum eigenen Haushalt gehören. Das geht aus der neuen Corona-Verordnung des Landes hervor, die am Freitag vorgestellt wurde. Erste Bäder unter anderem in Göttingen und Meppen haben sich auf den Start bereits vorbereitet und wollen definitiv öffnen.

Ab Montag kann in Niedersachsen wieder geschwommen werden.

Die Betreiber der Bäder müssen sicherstellen, dass Warteschlangen und Ansammlungen etwa an Umkleiden und Duschen vermieden werden. Die neue Verordnung sieht zudem eine Reihe weiterer Lockerungen vor, etwa für Hotels, Restaurants, Fitnesscenter und soziale Einrichtungen. (dpa)

Update, 13.50 Uhr: Der Großteil der Menschen in Niedersachsen hat nach Angaben des Innenministeriums auch am Vatertag die Abstands- und Hygieneregeln befolgt. „Das zeigt, dass die Gefahr durch das  Coronavirus den Menschen sehr bewusst ist“, so Innenminister Boris Pistorius (SPD). „Ich bin sehr froh, dass wir so ein positives Fazit ziehen können und bedanke mich auch im Namen der Einsatzkräfte für dieses besonnene Verhalten.“ Nach Beobachtung der Polizei zogen am Donnerstag nur vereinzelt Gruppen mit den für den Vatertag üblichen Bollerwagen durch die Gegend.

Die Polizei in Niedersachsen zieht nach dem Vatertag ein positives Fazit.

Dem Innenministerium zufolge waren landesweit knapp 2.000 Beamte im Einsatz, davon rund 1.200 von den Polizeidirektionen und mehr als 700 von der Bereitschaftspolizei. Sie leiteten 31 Strafverfahren und 69 Ordnungswidrigkeitsverfahren ein, darunter waren 63 Ordnungswidrigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz.

Innenminister Borius Pistorius, hier auf einem Archivfoto, zieht mit Blick auf die Einhaltung der Corona-Maßnahmen ein positives Fazit nach dem diesjährigen Vatertag.

Coronavirus in Niedersachsen: Familien auf Fahrrädern am Vatertag unterwegs

Ferner gab es fünf Körperverletzungsdelikte und sieben Widerstände gegen Beamte, ein Beamter wurde leicht verletzt. Im Vergleich zum Himmelfahrts- und Vatertag 2019 sind die Zahlen deutlich zurückgegangen. Damals wurden acht Polizeibeamte verletzt und 140 Körperverletzungsdelikte registriert.

„In den Naherholungsgebieten und Parkanlagen, die dieses Jahr im polizeilichen Fokus standen, kam es zu keinen besonderen Vorkommnissen“, hieß es. Demnach waren dort vor allem Kleinstgruppen und Familien mit Fahrrädern unterwegs, die sich größtenteils an die Regeln hielten.

Coronavirus in Niedersachsen: Weitere Lockerungen in der Pflege ab Montag

Update, 12.50 Uhr: Im Zuge der nächsten Öffnungen in der Corona-Krise am kommenden Montag lockert Niedersachsen auch einige Beschränkungen im sozialen Bereich. So darf die Tagespflege für Ältere und Pflegebedürftige sowie für Menschen mit Behinderung dann maximal die Hälfte der Plätze wieder belegen, ein Hygienekonzept vorausgesetzt. Auch Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und Tagesförderstätten dürfen die Hälfte der Plätze öffnen, wie das Sozialministerium in Hannover am Freitag ankündigte. Außerdem können Menschen, die soziale, pädagogische oder psychologische Unterstützung brauchen, wieder die entsprechenden Beratungsstellen aufsuchen.

Sozialministerin Carola Reimann (SPD) sagte, sie sei froh, dass das Infektionsgeschehen mehr Freiheiten zulasse. „Das entlastet insbesondere die pflegenden Angehörigen.“ (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Restaurants und Hotels vor weiteren Lockerungen

Update, 10.25 Uhr: Am kommenden Montag sollen die Corona-Maßnahmen für Niedersachsen erneut gelockert werden – wie genau, will die Landesregierung am heutigen Freitag gegen 14.30 Uhr in Hannover bekanntgeben. Im Vorfeld zeichnete sich nach Beratungen des Kabinetts bereits ab, dass unter anderem Restaurants und Hotels von den Öffnungen profitieren dürften. Allerdings stand die finale Abstimmung mit den Ministerien und kommunalen Spitzenverbänden noch aus. Außerdem stehen die Lockerungen unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens, wie die Staatskanzlei betonte.

Nach ersten Informationen dürfte es unter anderem weitere Lockerungen für Restaurants und die dort maximal zu besetzenden Plätze geben. Auch Indoor-Sportanlagen wie etwa Fitnessstudios dürfen voraussichtlich am Montag wieder öffnen und in den Schulen in Niedersachsen werden weitere Jahrgangsstufen unterrichtet. Bars, Kneipen und Discos sollen hingegen weiterhin geschlossen bleiben. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: 71 neue Covid-19-Fälle bestätigt

Update, 22. Mai, 9.10 Uhr: Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus im Land Niedersachsen ist  am Donnerstag auf 11.399 gestiegen. Das ist ein Zuwachs von 71 Corona-Fällen im Vergleich zum Vortag. Wie das Landesgesundheitsamt mitteilt, werden in niedersächsischen Kliniken derzeit 418 mit dem Virus infizierte Patienten behandelt. Von ihnen liegen 338 Erwachsene und ein Kind auf Normalstationen, 79 Erwachsene benötigen eine intensivmedizinische Behandlung.

Für die Anzahl der Genesenen Personen erhebt das Land Niedersachsen keine festen Zahlen. Schätzungsweise seien allerdings bereits 9.768 Corona-Patienten wieder virenfrei. Das würde etwa 85,7 Prozent der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle entsprechen, heißt es.

Coronavirus in Niedersachsen: Viele nutzen schönes Wetter am Vatertag

Update, 21. Mai 17.45 Uhr:  Am Vatertag waren in Niedersachsen kaum Bollerwagen, aber viele Ausflügler unterwegs: Inmitten der Coronavirus-Pandemie haben die Menschen in Niedersachsen an Christi Himmelfahrt weitgehend den Infektionsschutz beherzigt. Bei sonnigem und warmem Wetter seien viele Ausflügler und Radfahrer in der Region Hannover unterwegs gewesen, sagte eine Sprecherin der Polizei Hannover.

Nach weiteren Tests haben sich unter den Beschäftigten des Fleischunternehmens Westcrown in Dissen bei Osnabrück 54 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Das sei das Ergebnis des zweiten Tests bei 126 Mitarbeitern, die im ersten Durchlauf in der vergangenen Woche noch negativ getestet worden seien, teilte der Landkreis Osnabrück am Donnerstag mit. 38 dieser neuen bestätigten Fälle seien bereits als Kontaktpersonen in Quarantäne, weitere 16 Menschen müssten nun ebenfalls in Quarantäne. Ihre Kontaktpersonen würden ermittelt. Nach dem bisherigen Notbetrieb werde Westcrown für zwei Wochen geschlossen.

Update 21. Mai: Der Landkreis Aurich in Ostfriesland untersagte Gaststätten- und Restaurantbetreibern den Außer-Haus-Verkauf von Alkohol, am Tisch dürfen aber alkoholische Getränke serviert werden. Im Kreis Stade kündigte die Polizei Kontrollen an - ebenso wie in Hannover oder den Landkreisen Uelzen und Harburg. Vor allem an beliebten Treffpunkten wie am Maschsee oder am Steinhuder Meer will die Polizei Hannover präsent sein.

Die typischen Bollerwagentouren mit Teilnehmern aus mehr als zwei Haushalten kann es nach der landesweiten Verordnung zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie nicht wie üblich geben. Danach muss nämlich in der Öffentlichkeit soweit möglich ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden, ausgenommen sind nur Personen aus dem eigenen oder einem weiteren Haushalt.

Die Polizei will am Vatertag verstärkt kontrollieren.

„Sehr viele Menschen“ seien im Raum Steinhude und am Steinhuder Meer unterwegs, es sei „sehr voll“ - die Polizei empfehle daher auf digitalen Anzeigen, Steinhude zu meiden. Zwischenfälle habe es aber nicht gegeben. In Braunschweig sei alles ruhig und „alles super“, sagte ein Polizeisprecher.

Update, 20.15 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 11.328 gestiegen. Das sind 61 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung am Mittwoch mit Stand 13 Uhr mitteilte. Laut Hochrechnung sind 9666 Menschen wieder genesen, das entspricht rund 85 Prozent der Fälle. 565 Menschen sind nach einer Coronavirus-Infektion gestorben. In den niedersächsischen Kliniken werden 416 Infizierte behandelt, davon 78 intensivmedizinisch. 39 Erwachsene auf den Intensivstationen werden beatmet. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Wattwagen in Cuxhaven starten wieder

Update, 20. Mai: Im Zuge der Lockerungen von Coronavirus-Regeln sollen die Wattwagen ab 25. Mai wieder zwischen Cuxhaven und der Insel Neuwerk fahren dürfen. Bei den Ausflügen im Wattenmeer müssten aber die Hygiene-Regelungen für den öffentlichen Personenverkehr eingehalten werden, teilte der Landkreis Cuxhaven mit. Jeder Fahrgast müsse einen Mindestabstand von 1,5 Meter zu den anderen einhalten. Ausnahmen gebe es für Familien. Das Tragen von Atemschutzmasken sei verpflichtend. Wattwagenfahrer Kai Stelling weiß noch nicht, wie er die Vorgaben umsetzen soll: Seine Wattwagen haben drei Sitzreihen, die rund 70 Zentimeter voneinander entfernt sind.

Update, 19.15 Uhr: Die Menschen in Niedersachsen können zum 25. Mai auf weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen hoffen. Das Land plant unter anderem, dass Restaurants von Montag an unter Einhaltung der Mindestabstände wieder mehr als die Hälfte der Plätze vergeben dürfen. Hotels sollen dann mit einer Auslastung von bis zu 60 Prozent öffnen können, und auch Indoor-Sportanlagen wie Fitnessstudios könnten wieder öffnen – ebenso darf bald wieder in Hamburgs Muckibuden trainiert werden*.

Coronavirus in Niedersachsen: Hotels dürfen wieder öffnen

Die Staatskanzlei bestätigte die Pläne am Dienstag auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. Noch stünden die Lockerungen jedoch unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung des Coronavirus-Infektionsgeschehens in Niedersachsen und der Abstimmung mit den Ministerien und kommunalen Spitzenverbänden.

Am Freitag soll die neue Corona-Verordnung für Niedersachsen veröffentlicht und vorgestellt werden, bevor sie am 25. Mai in Kraft tritt. Das Datum hatte die Landesregierung schon Anfang des Monats in ihrem Fünf-Stufen-Plan für die dritte Phase ins Visier genommen. Allerdings gibt es Änderungen: So war für die Hotels zunächst eine maximale Auslastung von 50 statt 60 Prozent im Gespräch gewesen sowie zusätzlich eine Wiederbelegungsfrist von sieben Tagen. Wirtschaftsminister Althusmann hatte jedoch angekündigt, sich für weniger Auflagen für die Tourismusbranche einzusetzen.

Corona in Niedersachsen: Zukunft von Bars, Kneipen, Discos und Kinos offen

Einige Corona-Beschränkungen in Niedersachsen bleiben auch in der kommenden Woche bestehen. So gilt die siebentägige Belegungsfrist weiter für Ferienwohnungen. Außerdem sieht der Stufenplan kein Datum für die Öffnung von Bars, Kneipen und Discos vor. Indoor-Freizeiteinrichtungen wie Kinos sollen demnach noch bis zur noch nicht terminierten Stufe fünf geschlossen bleiben. Und auch eine schnelle Lockerung der Kontaktbeschränkung, dass sich in der Öffentlichkeit die Angehörigen von höchstens zwei Haushalten treffen dürfen, zeichnete sich bisher nicht ab.

Wegen der Coronavirus-Epidemie waren Fitnessstudios in Niedersachsen geschlossen. Bald sollen sie wieder öffnen dürfen.

Coronavirus in Niedersachsen: Schulen und Kitas öffnen sich weiter

Für Schulen und Kitas in Niedersachsen gelten darüber hinaus ohnehin eigene Phasenpläne. Am Montag kehren demnach die 11. Klassen zurück, Mitte Juni sollen alle Jahrgänge zurück im Unterricht sein. Eltern von Kita-Kindern müssen sich dagegen noch gedulden: Zwar wird die Notbetreuung schrittweise ausgeweitet, die Rückkehr zum Regelbetrieb ist allerdings erst für den 1. August geplant. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: 557 Menschen bislang gestorben

Update, 15 Uhr: Akut sind in Niedersachsen 1.141 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Landesgesundheitsamts hervor. Während der Corona-Epidemie sind 557 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Insgesamt sind 11.267 Corona-Infektionen bestätigt worden - das sind 74 neue Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden. Als genesen gelten 9569 Menschen. (jdw)

Coronavirus in Niedersachsen: Flut an Eilanträgen gegen Anordnungen

Update, 19. Mai: Mehr als 100 Eilanträge und Hauptsacheverfahren gegen die Coronavirus-Anordnungen der Behörden sind bislang beim niedersächsischen Oberverwaltungsgericht (OVG) eingegangen. Etwa die Hälfte ist bereit entschieden, wie ein OVG-Sprecher in Lüneburg mitteilte. Bis Montagabend waren es genau 103. „Zuletzt gingen unter anderem ein Eilverfahren zur Öffnung von Angelteichen und eines zur Öffnung einer Prostitutionsstätte ein“, sagte der Sprecher.

Einige Eilentscheidungen sorgten für Schlagzeilen. Die grundsätzliche Quarantänepflicht für aus dem Ausland Einreisende etwa setzte das Gericht Anfang vergangener Woche außer Vollzug und gab damit dem Eigentümer eines Ferienhauses in Schweden Recht. Die Verpflichtung zum Tragen von Masken beim Einkaufen und im Öffentlichen Nahverkehr müsse vorerst nicht ausgesetzt werden, befanden die Richter Anfang Mai. Viertklässler müssten wie vorgesehen wieder in die Schulen, entschieden sie Ende April.

Coronavirus in Niedersachsen: Ausbruch in Fleischfabrik in Dissen

Update, 20 Uhr: Nach dem Bekanntwerden zahlreicher Coronavirus Infektionen unter Mitarbeitern eines Fleischbetriebs in Dissen  (Landkreis Osnabrück) will das Unternehmen die Ursachen klären. „Nun gilt es, so rasch wie möglich die Gründe für das Testergebnis zu analysieren“, sagte am Montag Carsten Schruck, geschäftsführender Vorstand des Schlachtkonzerns Westfleisch , laut einer Unternehmensmitteilung.

In einem Westfleisch-Schlachthof in Dissen (Niedersachsen) ist das Coronavirus ausgebrochen. 92 Mitarbeiter sind positiv auf Covid-19 getestet worden.

Beim Unternehmen Westcrown in Dissen hatte der Landkreis am Sonntag 92 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Am Montag ruhte daraufhin der Betrieb, der von den Schlachtunternehmen Westfleisch und Danish Crown gemeinsam betrieben wird. Im Umgang mit den Betroffenen und seinen weiteren Mitarbeitern befolge Westcrown die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts, so das Unternehmen.

Coronavirus in Niedersachsen: Schlachthof in Dissen lässt Betrieb ruhen

Laut Landkreis Osnabrück darf der Betrieb noch rund 2000 Tonnen Fleisch verarbeiten, die in Dissen lagern oder aus ganz Europa angeliefert werden. Ein von Westcrown vorgelegtes Hygienekonzept für die Notschlachtung werde nun geprüft. Das Dissener Unternehmen sei ein wichtiger Teil der Lebensmittelversorgung; das Fleisch solle nicht entsorgt werden müssen. 

Klar sei, dass die 92 positiv getesteten Mitarbeiter sowie die Kontaktpersonen in Quarantäne gehen. Nach der Verarbeitung des Fleisches solle der Betrieb für 14 Tage ruhen. Insgesamt arbeiten bei Westcrown in Dissen rund 300 Mitarbeiter. Zuletzt war der Westfleisch-Schlachthof in Coesfeld in den Schlagzeilen, auch dort hatten sich viele Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Bereits 550 Infizierte gestorben

Update, 15.50 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 11.193 gestiegen. Das sind 34 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung am Montag mit Stand 13 Uhr mitteilte. „Es scheint, dass wir die Epidemie in Niedersachsen gut unter Kontrolle haben“, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). 

Laut Hochrechnung sind 9478 Menschen wieder genesen, das entspricht rund 85 Prozent der Fälle. 550 Menschen sind nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. In den niedersächsischen Kliniken werden 419 Infizierte behandelt, davon 83 intensivmedizinisch. 49 Erwachsene auf den Intensivstationen werden beatmet. (dpa)

Corona in Niedersachsen: Strenge Regeln an Christi Himmelfahrt

Update, 18. Mai, 11 Uhr: Nach Kritik am Alkoholausschankverbot im Landkreis Aurich an Christi Himmelfahrt lockert der Kreis die Corona-Maßnahme. Entgegen der ursprünglichen Regelung dürfen diesen Donnerstag in Außenbereichen nun alkoholische Getränke am Tisch serviert werden, wie der Kreis in der Nacht zum Montag mitteilte. Der Außer-Haus-Verkauf von Alkohol sei Gaststätten- und Restaurantbetreibern aber weiterhin verboten. 

Väter und andere Ausflügler müssen sich an Christi Himmelfahrt während der Corona-Pandemie auf Kontrollen und mitunter besondere Verbote einstellen.

Nach intensiven Gesprächen mit Vertretern der Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga aus Niedersachsen sei dieser Kompromiss erzielt worden, heißt es in der Mitteilung. Zuvor hatte die „Ostfriesen-Zeitung“ berichtet. Der Landkreis hatte das Verbot ursprünglich damit erklärt, dass am Vatertag Restaurantbetriebe im Freien erfahrungsgemäß Ziel vieler Fahrradtouren seien. Das Verbot sollte Menschenansammlungen verhindern. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Ausbruch in Fleischfabrik in Dissen

Update, 18. Mai, 10.30 Uhr:Wegen zahlreicher Corona-Infektionen in der Belegschaft setzt ein fleischverarbeitender Betrieb in Dissen die Produktion aus. Tests hatten ergeben, dass 92 Mitarbeiter des Betriebs infiziert sind, wie der Landkreis Osnabrück am Sonntag mitteilte. Die betroffenen Mitarbeiter sowie deren Kontaktpersonen würden in Quarantäne geschickt, hieß es. Mit dem Land Niedersachsen werde nun das weitere Vorgehen beraten - dabei stehe die Frage im Zentrum, „ob das Unternehmen einen systemrelevanten Bereich der Lebensmittelindustrie darstellt.“ 

62 der positiv Getesteten wohnen den Angaben zufolge im Landkreis Osnabrück, teils in Sammelunterkünften. „Unter ihnen sind zahlreiche Kräfte, die von Subunternehmen beschäftigt werden.“ Die Ermittlung der Kontaktpersonen war den Angaben zufolge noch nicht abgeschlossen.

Man habe außerdem die Kreise Gütersloh, Steinfurt, Wesel und Vechta informiert, „in denen die weiteren 30 positiv Getesteten wohnen“, teilte der Landkreis Osnabrück mit. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Nur wenige Neuinfektionen

Update, 17. Mai, 15 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Niedersachsen am Sonntag auf 11.159 gestiegen. Das waren zwölf mehr als am Vortag (Stand 13 Uhr), wie aus dem im Internet veröffentlichten Lagebericht der Landesregierung hervorgeht. Bisher sind landesweit 548 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben, am Samstag waren es 547. Nach einer Hochrechnung gelten inzwischen 9.431 der bislang gemeldeten Infizierten als genesen - das sind 84,5 Prozent.

Derzeit werden insgesamt 427 an Covid-19 erkrankte Menschen in niedersächsischen Kliniken behandelt, darunter drei Kinder. Auf Intensivstationen liegen 86 Erwachsene. Eine Beatmung ist bei 55 Frauen und Männer nötig. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Weitere Schulklassen kehren zurück

Update, 17. Mai: Die neuen Coronavirus-Lockerungen ab kommendem Montag, 18. Mai, versprechen Kindern und Familien einen geregelteren Tagesablauf. Erstmals können die Schulklassen 3 sowie 9/10 dann wieder in den Unterricht zurückkehren. Da die Schulen die Klassen aber nur in halber Stärke unterrichten, bedeutet dies zunächst für die Schüler Unterricht im täglichen oder wöchentlichen Wechsel nach einem angepassten Stundenplan. 

Kontinuierlich erhöht werden soll auch in der kommenden Woche die Betreuungsquote in den Kitas, sie darf bereits auf bis zu 50 Prozent steigen. Vorschulkinder sollen darüber hinaus mindestens an ein bis zwei Nachmittagen pro Woche in den Kindergarten können.

Die Corona-Pandemie hat den Alltag in Niedersachsens Schulen grundlegend verändert.

Coronavirus in Niedersachsen: Mit Mundschutz auf die Nordseeinseln 

Update 16. Mai: Zahlreiche Menschen haben die Corona-Lockerungen diese Woche genutzt und sind zum Urlaub auf die Ostfriesischen Inseln gefahren. Auf die Fähre nach Spiekeroog stiegen am Samstagmorgen mehrere Dutzend Passagiere - jeder mit Mundschutz, wie es eine Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus vorsieht. „Die Freude auf den Urlaub ist jetzt doppelt so groß, weil man bis vor Kurzem ja gar nicht wusste, ob das klappt“, sagte Jovana Stahnke, die zusammen mit der Familie aus Gütersloh (Nordrhein-Westfalen) anreiste. Urlaub an der Nordsee: Diese Corona-Auflagen für Gäste gelten jetzt in Niedersachsen.


Update, 18.30 Uhr: Während Betreiber von Tattoostudios aufatmen dürfen, haben Richter entscheiden, dass Fitnesscenter geschlossen bleiben müssen. Zumindest in einem Fall gilt aber noch eine Ausnahme.

Die Schließung von Fitnessstudios in Niedersachsen ist nach einem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Lüneburg rechtens. Der Antrag einer Betreiberin gegen die Corona-Verordnung des Landes wurde abgelehnt, wie die Justizbehörde am Freitag mitteilte. Mit Blick auf das bisherige Infektionsgeschehen und die Wirkung der Maßnahmen seien Schließungen weiterhin als wichtiger Baustein im Kampf gegen das Coronavirus zu sehen, hieß es zur Begründung. Der Beschluss ist unanfechtbar.

„Damit bleiben Fitnessstudios in Niedersachsen bis auf Weiteres geschlossen“, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums am Freitag. Eine Ausnahme ist derzeit aber ein Studio in Bad Iburg im Kreis Osnabrück, das nach einem vorläufigen Beschluss des Verwaltungsgerichts Osnabrück vorerst weiter öffnen darf. Gegen diese Öffnungen war das Land bereits mit einer Beschwerde vorgegangen, auch um Rechtssicherheit und eine einheitliche Regelung für ganz Niedersachsen zu erreichen. Eine neue Entscheidung im Bad Iburger Fall liegt noch nicht vor.

Corona in Niedersachsen: Hohes Infektionsrisiko in Fitnessstudios

Das Sozialministerium sieht sich aber durch den OVG-Beschluss in seiner Argumentation bestätigt. Das Gericht sieht für Fitnessstudios durch das deutlich gesteigerte Atemverhalten unter körperlicher Belastung ein hohes Infektionsrisiko. Für den Senat liegt es im Ermessen des Landes, auf diese Infektionsgefahr mit einer Schließungsanordnung zu reagieren.

Die Antragstellerin hatte sich laut Gericht auf ihr Abstands- und Hygienekonzept berufen und forderte eine Gleichbehandlung mit anderen Betrieben wie Friseursalons und Gaststätten. Auf das Konzept kam es für das Gericht aber nicht an, zumal die Einhaltung in der Realität nur schwer überprüfbar sei. Einen Verstoß gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz sah der Senat ebenfalls nicht. Der Betrieb eines Fitnessstudios sei aufgrund der erhöhten Atemaktivität anders zu bewerten als die Öffnung von Friseursalons und Gaststätten.

Corona in Niedersachsen: Tattoostudios dürfen wieder öffnen

Während sich Fitnessfreunde also noch gedulden müssen, können Betreiber von Tattoostudios aufatmen. Denn nach einer weiteren Entscheidung des OVG Lüneburgs dürfen diese in Niedersachsen ab sofort wieder öffnen, wie das Sozialministerium mitteilte. Denn Friseure und Kosmetiker dürfen seit knapp zwei Wochen wieder Kunden empfangen. Das OVG erkannte keinen Grund dafür, dass dies nicht auch für Tattoostudios gelten soll. (dpa)

Update, 15.55 Uhr: Zur Entlastung von Schülern und Lehrern in Niedersachsen werden die mündlichen Abschlussprüfungen in den Klassen 9 und 10 im laufenden Schuljahr auf freiwilliger Basis abgelegt. Eine entsprechende Regelung kündigte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Freitag in Hannover an. Damit könnten voraussichtlich 60 bis 70 Prozent dieser mündlichen Prüfungen entfallen. Die Qualität des Abschlusses werde dadurch nicht beeinträchtigt, sagte Tonne.

Seiner Einschätzung nach ist indes der Neustart der Schulen auf einem guten Weg. „Ich bin außerordentlich beeindruckt, wie gut die Schulen vor Ort inhaltlich und organisatorisch zusammenarbeiten“, sagte Tonne. „Wir bekommen die eindeutige Rückmeldung, dass die Schülerinnen und Schüler sich freuen, wieder zur Schule gehen zu können.“ Der Zwei-Wochen-Rhythmus, in dem jeweils eine Hälfte einer Klasse in die Schule geht, habe sich bewährt und werde beibehalten.

Update, 14.05 Uhr: In Niedersachsen waren bis Freitagmittag insgesamt 11.111 Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 bekannt geworden. 9275 Menschen davon waren zu diesem Zeitunkt bereits wieder genesen, 542 an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Somit sind aktuell 1294 bekannte Fälle einer Coronavirus-Infektion in Niedersachsen bekannt.

Update, 12.45 Uhr: Niedersachsen möchte den vom Bundesrat am Freitag beschlossenen Pflegebonus für Beschäftigte in der Altenpflege aufstocken. Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) setze sich dafür ein, dass das Land den Bonus von 1000 auf 1500 Euro erhöhe und dafür ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt würden, teilte das Sozialministerium in Hannover mit. Die Aufstockung werde Teil des zweiten Nachtragshaushalts sein, der im Juni im Landtag beraten werden soll. Wie viele Menschen in Niedersachsen von dem Bonus profitieren werden, der den Einsatz der Pflegekräfte in der Corona-Krise würdigen soll, konnte das Ministerium zunächst nicht exakt beziffern.

Update, 15. Mai, 11.30 Uhr: Väter und andere Ausflügler müssen sich an Christi Himmelfahrt während der Corona-Pandemie auf Kontrollen und mitunter besondere Verbote einstellen. Der Landkreis Aurich in Ostfriesland untersagt Donnerstag, 21. Mai, in den Außenbereichen von Gaststätten und Restaurants, alkoholische Getränke auszuschenken oder zu verzehren. Laut der Allgemeinverfügung ist auch der Außer-Haus-Verkauf verboten. Der Landkreis argumentiert darin, dass sie Ziel vieler Fahrradtouren am Vatertag seien. Auch Autodiscos und andere Autoveranstaltungen sind an dem Tag verboten.

Verstärkte Kontrollen der Polizei am Vatertag in mehreren Kommunen

Im Kreis Stade wird die Polizei verstärkt die Einhaltung der Hygieneauflagen in der Öffentlichkeit kontrollieren und Bollerwagentouren unterbinden, diese sind dort nicht gestattet. Auch in und um Hannover wird die Polizei verstärkt im Einsatz sein, heißt es. Im Kreis Verden werde bei Missachtung der allgemein gültigen Personenbeschränkung ein Bußgeld von 200 bis 400 Euro pro Person fällig, teilte die Polizei mit, die am Vatertag verstärkt für Kontrollen unterwegs sein wird. Die Polizei in Diepholz möchte sich Anfang kommender Woche zum Vatertag mitteilen, geht laut Pressesprecher Thomas Gissing derzeit aber nicht von weitreichenden zusätzlichen Einschränkungen aus.

Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund hält besondere Verbote in diesem Jahr für ein geeignetes Mittel. „Gerade wenn man gewahr ist, dass es an einem Ort in den letzten Jahren ausgeufert ist, könnten sie in diesen besonderen Zeiten sinnvoll sein, damit Abstand gehalten wird“, sagte Sprecher Thorsten Bullerdiek.

Upda te, 15.30 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 11.075 gestiegen. Das sind 62 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung am Donnerstag mit Stand 13 Uhr mitteilte. Laut Hochrechnung sind 9.154 Menschen wieder genesen, das entspricht 82,7 Prozent der bestätigten Fälle. 537 Menschen sind nach einer Infektion gestorben. In den niedersächsischen Kliniken werden derzeit 470 Infizierte behandelt, davon 99 intensivmedizinisch. 62 Erwachsene auf den Intensivstationen werden beatmet.

Update, 11.20 Uhr: Erstmals ist in einer niedersächsischen Justizvollzugsanstalt ein Häftling positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es handele sich um einen Gefangenen der JVA Vechta, der in einer offenen Vollzugseinheit in Delmenhorst untergebracht und dort nun isoliert worden sei, teilte das Justizministerium am Donnerstag in Hannover mit. Der Mann sei Freigänger und gehe einer Erwerbstätigkeit außerhalb der JVA nach. Der Arbeitgeber habe ihn zuvor informiert, dass ein Kollege an Covid-19 erkrankt sei.

In der Abteilung Delmenhorst sind zwölf Gefangene in drei Wohngruppen untergebracht und acht Bedienstete im Einsatz. Alle wurden getestet. Bis zur Vorlage der Ergebnisse bleiben die Gefangenen in Quarantäne in ihren Hafträumen und die Bediensteten in häuslicher Quarantäne. Die Grundversorgung der Gefangenen übernehmen Beamte aus der JVA Vechta. Alle Gefangenen und Bediensteten seien wohlauf und zeigten keine einschlägigen Symptome, hieß es. (dpa)

Der Tourismus in Niedersachsen soll stufenweise geöffnet werden. 

Update, 14. Mai 7.30 Uhr: Urlaub an der Küste? Pfingsten verheißt nach den beschlossenen Coronavirus-Lockerungen nun zumindest einen ersten Aufbruch - auf den entscheidenden Sommer blickt die Tourismusbranche in der Corona-Krise mit einem Mix aus Bangen und Hoffen. An Nord- und Ostsee gilt das besonders, denn die Abhängigkeit von Urlaubern ist enorm. Die Branche sehnt die Öffnungen herbei, doch überfüllte Strände kann sich in diesem Jahr auch niemand vorstellen. Wo sollen die nach Strand und Meer lechzenden Urlauber nur hin, wenn Mittelmeer und Karibik als Ziele wegfallen sollten? Zugangsbegrenzungen zu Stränden sind absehbar, aber problematisch - auch für Einheimische.

Urlaub in Coronavirus-Zeiten an der Nordsee in Niedersachsen:

Ferienwohnungen dürfen seit dieser Woche wieder an Urlaubsgäste vermietet werden, aber nur alle sieben Tage an neue, und auch Campingplätze können mit Einschränkungen öffnen. Gleich am Montag setzten Hunderte auf die Ostfriesischen Inseln über - ein Lichtblick für die sieben Inseln, die fast komplett vom Tourismus abhängen. Die Touristikgesellschaft geht von einer guten Auslastung zu Pfingsten und im Sommer aus. Nur vereinzelt seien Plätze frei.

Coronavirus in Niedersachsen: TUI will Mini-Kreuzfahrten in der Nordsee verkaufen

Update, 13. Mai, 15.30 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 11.013 gestiegen. Das sind 64 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung am Mittwoch mit Stand 13 Uhr mitteilte. Laut Hochrechnung sind 9.059 Menschen wieder genesen, das entspricht 82 Prozent der bestätigten Fälle. 526 Menschen sind nach einer Infektion gestorben. In den niedersächsischen Kliniken werden derzeit 487 Infizierte behandelt, davon 104 intensivmedizinisch. 69 Erwachsene auf den Intensivstationen werden beatmet.

Update, 13. Mai, 10 Uhr: Der Tui-Konzern in Hannover steht nach den üblichen Verlusten im Winter vor einer extrem schwierigen Sommersaison 2020 und will mehrere Tausend Jobs abbauen. Wegen der Unsicherheiten durch die Coronavirus-Krise müsse man die Verwaltungskosten beim größten Reiseanbieter der Welt um 30 Prozent drücken, sagte Vorstandschef Fritz Joussen am Mittwoch zur Vorlage der Zahlen für das abgelaufene erste Geschäftshalbjahr in Hannover. „Weltweit wird das Auswirkungen auf rund 8000 Stellen haben, die wir nicht besetzen oder abbauen."

Fritz Joussen geht aber von einer Erholung aus: „Sommerurlaub in Europa kann jetzt schrittweise wieder möglich gemacht werden - verantwortungsvoll und mit klaren Regeln. Die Saison startet später, könnte dafür aber länger dauern.“ 

Coronavirus-Sommer: Mini-Kreuzfahrten in der Nordsee

Das Angebot will Tui in einigen Bereichen erweitern. Eine Möglichkeit laut Joussen: „Wir werden Mini-Kreuzfahrten machen. Wir verlegen Schiffe nach Norddeutschland.“ Es gehe dabei um „Kurz-Kreuzfahrten in der Nordsee mit nur 1000 Gästen auf dem Schiff, um auch hier die Sicherheit zu gewährleisten“. 

Der Reiseanbieter Tui will in der Nordsee Mini-Kreuzfahrten anbieten. 

Der größte Reiseanbieter der Welt musste im ersten Geschäftshalbjahr (Oktober bis März) einen starken Verlust verbuchen und blickt wegen der massiven Einschränkungen in der Touristik auf einen unsicheren Sommer. „Es gibt keine Zusagen, keine Planbarkeit, wann Flugreisen und Schiffsreisen aus Deutschland wieder möglich sind“, erklärte Joussen. Ein gutes Zeichen sei aber, dass sich bei den für 2021 freigeschalteten Buchungen eine Verdoppelung der Nachfrage abzeichne.

Niedersachsen legt Sondervermögen zur Bewältigung der Coronavirus-Krise an 

Update, 12. Mai, 15.30 Uhr: In Niedersachsen ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen auf 10.949 gestiegen. Das seien 34 mehr als einen Tag zuvor, teilte die Landesregierung am Dienstag mit Stand 13 Uhr mit. Laut Hochrechnung seien 8.945 Menschen - das entspreche 81,7 Prozent der bestätigten Fälle - inzwischen wieder genesen.

518 Menschen sind nach einer Infektion gestorben. In den Kliniken in Niedersachsen werden derzeit 549 Infizierte behandelt, davon 122 Erwachsene und ein Kind intensivmedizinisch. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen ist im Landkreis Cuxhaven mit 20,6 am höchsten.

Niedersachsen will das im vergangenen Jahr erwirtschaftete Haushaltsplus von 1,43 Milliarden Euro zu einem erheblichen Teil für die Bewältigung der Corona-Krise nutzen. 880 Millionen Euro sollen dem Zweck dienen, entschied der Landtag in Hannover mit den Stimmen der Regierungsfraktionen von SPD und CDU am Dienstag. FDP und Grüne hatten zuvor heftig kritisiert, dass 480 Millionen Euro in ein Sondervermögen fließen, über das die Regierung abseits der Haushaltsplanung verfügen kann. Dies sei intransparent, da nicht klar umrissen sei, was präzise aus diesem Corona-Sondertopf finanziert werden soll. Das Parlament werde außen vor gehalten.

Um in der Corona-Krise unverzüglich handeln zu können, hatte die Regierung zunächst 400 Millionen Euro aus einem Sondervermögen für den Ausbau der Hochschulmedizin entnommen. Diese Summe wird mit dem Parlamentsentscheid vom Dienstag aus dem Haushaltsplus wieder in das Sondervermögen zurücküberwiesen. Aus dem übrigen Teil des Haushaltsüberschusses fließen rund 400 Millionen Euro in die nachhaltige Entwicklung des Landes. 150 Millionen Euro sind für das noch zu beschließende Maßnahmenprogramm Klimaschutz vorgesehen, 120 Millionen Euro sollen dem Artenschutz zugute kommen und 110 Millionen Euro für Aufforstungsmaßnahmen in Staats- und Privatwäldern genutzt werden. Weitere 150 Millionen Euro fließen in die Wirtschaftsförderung. (dpa)

Update, 12. Mai, 15 Uhr:  Es kann schon etwas trostlos wirken, wenn in Restaurants inmitten der Corona-Pandemie nur jeder zweite Tisch besetzt werden darf. Damit die Gäste sich nicht so allein fühlen, setzt das Hotel und Restaurant Haase in Laatzen bei Hannover auf ganz spezielle Dauergäste: Schaufensterpuppen und eine täuschend echt wirkende Erste-Hilfe-Puppe mit Mundschutz an einem Tisch mit Desinfektionsmittel und Kosmetiktüchern. Die „echten“ Gäste hätten erst irritiert, dann belustigt reagiert, sagte Hotel- und Restaurantbetreiberin Ulrike Haase am Dienstag. Es sei „gruselig schön“. (dpa)

Update, 12. Mai, 8 Uhr:  Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat die grundsätzliche Quarantänepflicht für aus dem Ausland Einreisende außer Vollzug gesetzt. Das teilte die Justizbehörde mit. Der 13. Senat des OVG setzte mit dem Beschluss vom Montag den Paragrafen 5 der Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus vom 8. Mai einstweilig außer Vollzug. Er unterwirft aus dem Ausland Einreisende grundsätzlich einer Quarantänepflicht. Die Richter gaben dem Eilantrag des Eigentümers einer Ferienhausimmobilie in Schweden statt. Der Beschluss vom 11. Mai ist unanfechtbar, wie es hieß.

Ein Argument der Richter: Das Infektionsschutzgesetz lasse eine Regelung durch Rechtsverordnung nur zu, wenn bestimmte Voraussetzungen vorlägen. Dieses Gesetz sehe Quarantäne nur für bestimmte Personen vor - etwa Kranke oder Krankheitsverdächtige. Im Hinblick auf die weltweiten Fallzahlen, die in Relation zur Weltbevölkerung zu setzen seien, könne auch bei Berücksichtigung einer hohen Dunkelziffer ein aus dem Ausland Einreisender nicht pauschal als Krankheits- oder Ansteckungsverdächtiger angesehen werden.

Die Freiheit von unter Quarantäne Gestellten werde in erheblichem Maße beschränkt. Es sei aber möglich, durch Rechtsverordnungen Risikogebiete auszuweisen, die die Verhängung einer Quarantäne rechtfertigten. Alternativ könne der Staat Menschen, die aus dem Ausland einreisen, verpflichten, sich unverzüglich bei den jeweils zuständigen Infektionsschutzbehörden zu melden. Diese könnten dann - etwa durch Befragungen und/oder Tests - Maßnahmen ergreifen.

Corona-Ticker für Niedersachsen: Kunden-Kontaktdaten umfassen auch Adressen

Update, 18.30 Uhr: Das Verwaltungsgericht in Osnabrück hat dem Betreiber eines Fitnessstudios in Bad Iburg in einem Eilverfahren erlaubt, seinen Betrieb vorläufig zu öffnen. Diese Entscheidung gelte bis zur Entscheidung im Hauptsacheverfahren, teilte das Gericht nach seiner Entscheidung vom Montag mit. Sie ist nicht rechtskräftig. Das Land Niedersachsen als Gegner in dem Rechtsstreit kann Beschwerde einlegen.

Die Verwaltungsrichter sahen in der landesgesetzlichen Regelung, wonach Fitnessstudios in der Corona-Krise weiterhin geschlossen bleiben müssen, einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz im Grundgesetz. Da Friseur- und Gaststättenbesuche inzwischen wieder erlaubt seien, „sei ein sachlicher Grund, demgegenüber den Betrieb von Fitnessstudios ausnahmslos zu verbieten, nicht ersichtlich“. 

Coronavirus: Kein „spezifisch erhöhtes Infektionsrisiko“ im Fitnessstudio

In Friseurläden und Gaststätten müsse bei der Bedienung von Kunden „denklogisch“ sogar regelmäßig der Mindestabstand unterschritten werden, um Kunden bedienen zu können, erklärten sie weiter. In einem Fitnessstudio mit einem entsprechenden Hygienekonzept sei demgegenüber „kein spezifisch erhöhtes Infektionsrisiko“ erkennbar. 

In dieser Auffassung sah sich das Gericht nach eigenen Angaben auch durch die Lage im benachbarten Nordrhein-Westfalen bestätigt, wo Fitnessstudios seit Montag wieder öffnen dürfen. Schränke der Staat die Grundrechte durch eine Verordnung ein, müssten er diese „ständig“ daraufhin überprüfen, ob die Maßnahmen noch nötig seien. Der Betreiber des Fitnessstudios hatte nach Gerichtsangaben vor rund zwei Wochen geklagt. Im Eilverfahren geht es zunächst nur darum, eine vorläufige Entscheidung zu treffen, bis der Fall in einem Hauptsacheverfahren noch einmal ausführlich juristisch bewertet wird. Dadurch soll verhindert werden, dass Betroffene unter Umständen nicht mehr korrigierbare Nachteile erleiden. (dpa)

Update, 16.45 Uhr: Anders als am Wochenende vom niedersächsischen Sozialministerium mitgeteilt, umfassen Kontaktdaten, die von Frisörsalons sowie Restaurants, Cafés und Biergärten über Kunden gesammelt und für die Nachverfolgung von Corona-Infektion drei Wochen vorgehalten werden müssen, auch die vollständigen Adressen. Das teilte eine Sprecherin des Ministeriums auf Nachfrage von kreiszeitung.de* jetzt mit.

Anders als in der gültigen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 8. Mai angegeben, hatte das Land am Samstag ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ausschließlich Namen und Telefonnummern von Kunden gesammelt werden müssten. Diese Passage der Mitteilung sei falsch, es gelte die Pflicht, auch eine vollständige Adresse im jeweiligen Friseursalon oder Gatronomie-Betrieb zu hinterlegen, um bedient werden zu dürfen. Dies ist in der Verordnung unter Paragraf 10c verankert.

Update, 16.05 Uhr: Niedersachsen will den Notfallmechanismus, der bei neuen Corona-Infektionen greift, strenger auslegen als bundesweit vereinbart. Die Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sei „die absolute Obergrenze“ , sagte die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, am Montag in Hannover. In Niedersachsen sei man sich einig, dass „die Interventionsgrenze (...) eigentlich bei 30 bis 35 “ liegen müsse. Mit den Kommunen sei das bereits besprochen.

Allerdings müssten Lockerungen bei Überschreiten der Marke nicht für die gesamte Bevölkerung zurückgenommen werden, wenn sich der Infektionsherd klar verorten lasse. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte eine strengere Auslegung der Lockerungs-Notbremse schon vergangene Woche angekündigt, allerdings ohne einen neuen Grenzwert zu nennen. (dpa)

Update, 15.45 Uhr: Um mehr Besuche von Angehörigen in Pflegeheimen in Niedersachsen zu ermöglichen, fordern private Heimträger und die Diakonie in Niedersachsen mehr Unterstützung vonseiten der Politik. Zudem müssten die Gesundheitsämter vor Ort mit in die Verantwortung genommen werden, sagte der Leiter der Landesgeschäftsstelle des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Carsten Adenäuer, am Montag dem Evangelischen Pressedienst. „Wenn die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden vor Ort gut funktioniert, genügend Schutzausrüstung vorhanden ist und klare, landesweit einheitliche Vorgaben existieren, dann lassen sich Hygienekonzepte in einem überschaubaren Zeitraum erstellen.“

Die Diakonie geht davon aus, dass die meisten der rund 160 diakonischen Einrichtungen in Niedersachsen ein Konzept erstellt haben, das auch den Gesundheitsbehörden vorliegt. „Allerdings entscheiden die örtlichen Gesundheitsämter nach sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und Kriterien, ob ein Hygienekonzept genehmigt werden kann“, sagte Sprecher Sven Quittkat.

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In Niedersachsen wurden unterdessen bis Montag um 13 Uhr insgesamt 10.915 Fälle von Coronavirus-Infektionen gemeldet. 8871 Personen sind bereits wieder genesen, 510 verstorben. Daraus ergibt sich, dass aktuell 1534 Menschen in Niedersachsen mit dem Coronavirus infiziert und an Covid-19 erkrankt sind.

Update, 9.35 Uhr: In den Pflegeheimen in Niedersachsen könne das geplante Einzelbesuchsrecht in der Corona-Krise vorerst noch nicht umgesetzt werden, hieß es am Wochenende vom Sozialministerium. In den meisten Heimen fehlten dafür noch Hygienekonzepte. Einige Heime hätten zwar bereits dem örtlichen Gesundheitsamt entsprechende Konzepte vorgelegt und damit Besuche ermöglicht. Die meisten Heimleitungen hätten der Landesregierung allerdings mitgeteilt, dass sie mit der Umsetzung noch nicht weit genug seien. „Die aktuelle Isolation vieler älterer Menschen macht allen Verantwortlichen große Sorgen“, erklärte eine Ministeriumssprecherin.

92.000 Bewohner in mehr als 1400 Pflegeheimen

Die Landesregierung wollte eigentlich jedem Patienten die Möglichkeit geben, mindestens eine definierte Person regelmäßig sehen zu können. Das Landesgesundheitsamt hatte Ende April eine Handreichung für alle Pflegeheime entwickelt, damit diese entsprechende Hygienekonzepte erstellen können. In Niedersachsen leben nach den jüngsten verfügbaren Zahlen des Statistischen Bundesamtes rund 92.000 pflegebedürftige Menschen in mehr als 1400 Pflegeheimen. (epd)

Update, 11. Mai, 8 Uhr:  Das Leben in Niedersachsen nähert sich am Montag ein weiteres Stück der Normalität an - einige im Zuge der Coronavirus-Krise verhängten Einschränkungen werden gelockert. So dürfen Restaurants, Gaststätten, Cafés und Biergärten wieder öffnen. Auch im Tourismus werden angesichts zurückgehender Infektionszahlen einige der seit Wochen geltenden Einschränkungen aufgehoben.

Nach siebenwöchiger Schließung müssen Restaurantbetreiber jedoch einige Auflagen erfüllen: So dürfen nur maximal die Hälfte der Plätze vergeben werden. Tische müssen mit einem Abstand von mindestens zwei Metern angeordnet sein. Restaurantbesucher müssen Kontaktdaten hinterlassen, damit im Fall der Fälle Infektionsketten nachverfolgt werden können. Selbstbedienung und Buffets sind untersagt. Bars, Kneipen und Diskotheken bleiben noch geschlossen.

Geurlaubt werden darf ab Montag wieder in Ferienwohnungen und -häusern sowie auf Campingplätzen, Booten und im Wohnmobil. In die Ferienwohnungen dürfen aber nur alle sieben Tage neue Gäste kommen: Diese sogenannte Wiederbelegungsfrist bedeutet, dass eine Wohnung zum Beispiel nach einer viertägigen Belegung drei Tage frei bleiben muss. Für die anderen Unterkünfte gilt das nicht, sie dürfen aber nur die Hälfte der Plätze vergeben. Hotels dürfen erst am 25. Mai wieder Gäste begrüßen.




Update, 10. Mai, 15 Uhr: Niedersachsens bekanntester Traktorfahrer Trecker-Willi verzichtet in diesem Jahr auf seine Auslandstour. Die Gefahr durch das Coronavirus sei für ihren 84 Jahre alten Vater einfach zu groß, sagte Tochter und Krankenschwester Sabine Langner-Uslu. Winfried Langner, so der bürgerliche Name des Fahrers, bleibe deswegen im Frühjahr zu Hause an der Oberweser. Willi wollte eigentlich im Mai Richtung Süddeutschland aufbrechen, Anfang Juni in Bayern ein Deutz-Treffen besuchen und dann weiter nach Südtirol tuckern. Dieses müsse aber nun abgesagt werden.

Mit seinem „Robert“, einem 15 PS starken Deutz-Traktor Baujahr 1961, und seinem kleinen Wohnwagen namens „Schnecke“ war Wilfried Langner in den vergangenen Jahren schon oft auf großer Tour: Mallorca, das Nordkap oder St. Petersburg in Russland waren einige seiner Stationen. 

Coronavirus: Landkreis Osnabrück verstärkt Kontrollen in Schlachtbetrieben

Angesichts zahlreicher Coronavirus-Infektionen auf Schlachthöfen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen will der Landkreis Osnabrück die Kontrollen verstärken. Vor allem sollten die Sammelunterkünfte für Leiharbeiter überprüft werden, kündigte der Landkreis Osnabrück am Sonntag an. Im Emsland sei das Virus bei drei Leiharbeitern nachgewiesen worden. Nun soll geprüft werden, inwieweit sie Kontakt hatten zu Mitarbeitern anderer Subunternehmen. (dpa)

Trecker-Willi fühlt sich von englischen Polizisten schikaniert

2019 war er in Großbritannien. Die Tour, die ihn bis nach Schottland führen sollte, brach er vorzeitig ab. Deutz-Willi fühlte sich von englischen Polizisten schikaniert. Sie hätten ihn immer wieder ohne Anlass kontrolliert, wiederholt stundenlang festgehalten und ihn verdächtigt, er sei zum Betteln auf die Insel gekommen.

Wenn sein Gesundheitszustand es erlaube, wolle ihr Vater im kommenden Jahr wieder auf große Fahrt gehen, sagte Langners Tochter. Ein Ziel stehe noch nicht fest.

Update, 10. Mai, 12.30 Uhr: Ein Paragraf der neuen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie widerspricht derzeit den aktuelleren Aussagen des Landes vom 9. Mai. Im seit dem 8. Mai geltenden Text der Verordnung wird unter Punkt „10c Kontaktdaten“ zusätzlich zu Namen und Nummern noch die Angabe einer Adresse als Teil der erforderlichen Kontaktdaten genannt, wenn Personen Restaurants oder Frisöre aufsuchen. Diese Pflicht einer zusätzlichen Angabe über Namen und Telefonnummern hinaus wurde in einer Mitteilung des Sozialministeriums allerdings bereits wenige Stunden nach Unterzeichnung der Verordnung ausdrücklich verneint.

Es ist damit sehr wahrscheinlich, dass die aktuell geltende Verordnung für Niedersachsen dahingehend schnell akualisiert wird. Eine ähnliche Unstimmigkeit hatte es bereits bei einer früheren Aktualisierung der Anti-Corona-Maßnahmen gegeben. Damals ging es um eine vermeintliche Verschärfung der Kontaktbeschränkungen in Niedersachsen. Eine widersprüchliche Passage der damals gültigen Verordnung wurde innerhalb weniger Tage korrigiert.

Bis zum aktuellen Zeitpunkt sind in Niedersachsen 10.872 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus nachweislich infiziert worden, 8823 von ihnen sind bereits wieder genesen, 502 gestorben. Daraus ergibt sich, dass es in Niedersachsen derzeit 1547 bekannte Fälle von Covid-19-Erkrankungen gibt.

Update, 10. Mai, 10.15 Uhr: Lockerungen bei den Beschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie umfassen ab Montag vor allem Öffnungen in Schulen und Gastronomie sowie die Ausweitung der Kindernotbetreuung. Das teilte das Sozialministerium am Samstag in Hannover mit. Die an diesem Tag veröffentlichte Niedersächsischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 8. Mai konkretisiert den in den Tagen zuvor bekannt gewordenen Maßnahmenkatalog. Die Verordnung ist nach aktuellem Stand mindestens bis zum 26. Mai in dieser Form gültig.

Wahrscheinlich werde es schon am 25. Mai die nächste Verordnungsänderung geben, die die im Niedersächsischen Weg beschriebene dritte Stufe der Anti-Corona-Maßnahmen umsetzen wird, heißt es in einer Meldung des Landes Niedersachsen. Das werde aber nur möglich sein, wenn sich das Infektionsgeschehen in Niedersachsen weiterhin so moderat gestalte wie bis zum 8. Mai.

Verordnung setzt Corona-Beschlüsse und Fünf-Stufen-Plan um

Dieses Infektionsgeschehen mache Lockerungen zum 11. Mai möglich. Allerdings ist die geplante Lockerung des Besuchsverbots in Alten- und Pflegeheimen ins Stocken geraten - dort fehle es vielfach an ausreichenden Hygienekonzepten. Mit der neuen Verordnung setzt das Land die Beschlüsse von Bund und Ländern vom vergangenen Mittwoch sowie den Fünf-Stufen-Plan der Landesregierung um.

In den Schulen kommen ab dem 11. Mai mit den zwölften Klassen weitere Jugendliche hinzu. Auch die berufsbildenden Schulen nehmen weitere Schüler auf. Kindertagesstätten können in der Notbetreuung von Montag an bis zu 13 Kinder über drei Jahren pro Gruppe betreuen. Bei den Notgruppen für Krippenkinder sind es acht und in Hortgruppen bis zu zehn Kinder.

Vor-Ort-Verzehr und Praxisunterrricht in Fahrschulen wieder möglich

Restaurants, Gaststätten und Cafés dürfen unter strengen Hygieneauflagen wieder einen Vor-Ort-Verzehr anbieten. Dabei dürfen sich künftig Personen aus zwei Haushalten treffen. Auch Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen wieder an Gäste vermieten, allerdings nur mit einer Mindestbelegung von sieben Tagen. Im Handel dürfen alle Geschäfte unabhängig von ihrer Größe wieder öffnen. Auch Kosmetikstudios, Massagepraxen und Fahrschulen können ihre Dienste wieder anbieten. In der Öffentlichkeit muss allerdings grundsätzlich weiterhin ein Mindestabstand von anderthalb Metern zu anderen Personen eingehalten werden. Auch die Mundschutzpflicht gilt weiter. (kom/epd)

Update, 17.20 Uhr: Weitere 164 ausländische Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffs „Mein Schiff 3“ in Cuxhaven haben am Samstag die Heimreise angetreten. Dazu zählten 83 Menschen aus Tunesien und 69 aus der Türkei, wie Tui Cruises und der Landkreis Cuxhaven mitteilten. „Das hat alles gut geklappt“, sagte eine Sprecherin des Reiseveranstalters. Von den anfangs etwa 2900 Crewmitgliedern an Bord hatten die ersten 190 den Ozeanriesen am Freitag verlassen und waren mit Bussen zum Flughafen nach Hamburg gebracht worden.

Update, 14 Uhr: In Niedersachsen sind aktuell 1581 Menschen an Covid-19 erkrankt. Die Zahl ist seit dem 8. April rückläufig. Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise in Niedersachsen 10.845 bestätigte Faälle von Coronavirus-Infektionen ereignet, 8762 Menschen sind seitdem wieder genesen. 502 Personen sind infolge einer Corona-Infektion gestorben.

Grafik9Mai

Update, 9. Mai, 10.40 Uhr: Der als Teil des Duos „Siegfried und Roy“ bekannt gewordene Magier Roy Horn ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Der aus Nordenham stammende Magier starb im Alter von 75 Jahren in einem Krankenhaus in Las Vegas, wie US-Medien am Freitag unter Berufung auf Horns Sprecher berichteten. Horn war vor einer Woche positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

Horn und sein langjähriger Partner Siegfried Fischbacher wurden für ihre Auftritte mit wilden Tieren weltbekannt. Nach einem schweren Unfall bei einer Show in Las Vegas 2003 zog sich Horn aus der Öffentlichkeit zurück. Ein weißer Tiger hatte Horn auf der Bühne schwer verletzt.

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Horn wurde 1944 in Nordenham bei Bremen geboren. 1957 lernte er Fischbacher an Bord eines Kreuzfahrtschiffes kennen, auf dem beide als Animateure arbeiteten. Seit 1959 gingen sie zusammen auf Tour - zunächst in Europa, später in den USA. Seit den Neunzigerjahren gehörten sie zum festen Programm des berühmten Hotels „Mirage“ in Las Vegas.

Update, 20.10 Uhr: Passend zum sonnigen Wochenende in Niedersachsen öffnen weitere Freizeiteinrichtungen ihre Tore. So öffnet am 9. Mai zum Beispiel der Serengeti-Park in Hodenhagen - auch wenn einige Bereiche noch geschlossen bleiben müssen. Generell öffnen immer mehr Freizeitparks und Zoos in Niedersachsen - ein Überblick.

Corona in Niedersachsen: Vielen Pflegeheimen fehlt Hygienekonzept

Update, 16 Uhr: Die Hoffnung auf eine schnelle Öffnung der Pflegeheime in Niedersachsen ab dem 11. Mai hat sich gerade zerschlagen. Die von Bund und Ländern vorgeschlagene Regelung werde noch nicht Bestandteil der Niedersächsischen Verordnung sein, die ab 11. Mai gültig sein wird. Dies erklärte Claudia Schröder vom Corona-Krisenstab der Landesregierung in Hannover. 

Jedes Pflegeheim benötige zunächst ein eigenes Hygienekonzept, um die Vorgaben erfüllen zu können. Daran werde in vielen Heimen noch gearbeitet. Laut Bund-Länder-Beschluss darf jeder Bewohner eines Pflegeheims eine feste Person benennen, die zu Besuch kommen darf. Wann dieser Beschluss in Niedersachsen umgesetzt wird, ließ Schröder offen. Ein Besuch zum Muttertag am Sonntag ist sowieso ausgeschlossen gewesen, weil die aktuelle Verordnung noch bis einschließlich Sonntag gültig ist. (jdw)

Die Bewohner von Pflegeheimen in Niedersachsen müssen weiter auf den Besuch einer benannten Besuchsperson warten. Nicht alle Einrichtungen haben bereits eigene Hygienekonzepte.

Corona in Niedersachsen: Zahl der Neuinfektionen steigt wieder

Update, 14 Uhr: In Niedersachsen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Gegensatz zu den Vortagen wieder an. Das Landesgesundheitsamt meldet am Freitag 125 neue Corona-Fälle - insgesamt sind somit 10.782 Covid-19-Erkrankungen im Labor bestätigt worden. An den Vortagen lag das Niveau der Neuinfektionen bei ungefähr der Hälfte. Positiv ist die steigende Anzahl an Genesenen - im Moment sind 8639 Menschen wieder gesund geworden, das entspricht 80,1 Prozent aller Fälle. Somit sind vier von fünf Corona-Infizierten wieder gesund. Bislang sind 500 Menschen (+10) mit einer Covid-19-Erkrankung in Niedersachsen gestorben. (jdw)

Update, 10.45 Uhr: Ab Montag, 11. Mai, gelten in Niedersachsen neue Regeln gegen das Coronavirus. Eine neue Verordnung dazu soll am Samstag erscheinen, erste Inhalte sind aber schon bekannt. Unter anderem fällt die Beschränkungen der Fläche für Geschäfte komplett weg. Eine Übersicht bietet kreiszeitung.de* Ihnen auf dieser Seite mit allen wichtigen Neuerungen und den weiterhin geltenden Einschränkungen.

Coronavirus in Niedersachsen: Weil besucht Braunschweiger Forscher

Update, 8. Mai, 8 Uhr: Auf der Suche nach Lösungen für die Coronavirus-Krise sind die Forschungen des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in den Fokus gerückt. Die Wissenschaftler untersuchen unter anderem die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. Am Freitag informieren sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) dort über die Projekte. Beim Besuch soll den beiden etwa eine App vorgestellt werden, die dabei helfen soll, die Verbreitung des Erregers zu stoppen.

Erst kürzlich wies ein Team um den Braunschweiger Virologen Luka Cicin-Sain nach eigenen Angaben Antikörper nach, die das neuartige Coronavirus am Eindringen in Zellen hindern könnten. Vom HZI, der Technischen Universität Braunschweig und dem Antikörper-Unternehmen Yumab seien 6000 verschiedene, künstlich hergestellte menschliche Antikörper analysiert worden. Dabei wurden mehr als 750 Antikörper gefunden, die an das Coronavirus andocken – eine Voraussetzung dafür, um den Erreger erfolgreich zu bekämpfen.

Immun gegen Covid-19? Niedersachsen ist startklar für Antikörpertests - Cuxhaven öffnet Strände

Update, 20.25 Uhr: Die  Strände an Elbe und Außenweser im Kreis Cuxhaven werden am 14. Mai wieder für Tagestouristen geöffnet. Das derzeitige Verbot laufe am 13. Mai aus und werde nicht verlängert, sagte ein Sprecher des Landkreises am Donnerstag. Die Küstenorte waren seit kurz vor Ostern den Einheimischen vorbehalten gewesen.

Als erster Schritt der Lockerung dürfen nach einer Verordnung des Landes seit Mittwoch wieder Besitzer von Ferienwohnungen und Dauercamper anreisen. Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD) begrüßte die Rückkehr erster Gäste. „Ursächlich dafür ist die gelebte Disziplin in den vergangenen Wochen“, sagte er nach Angaben der Stadt. „Bitte lassen Sie uns das fortsetzen, dass wir bald noch mehr Lockerungen im Tourismus zulassen können!“

Niedersachsens Landesgesundheitsamt stellt Corona-Antikörpertests vor

Update, 15.55 Uhr: Das Landesgesundheitsamt (NLGA) Niedersachsen bereitet sich auf Antikörpertests vor, die Aufschluss darüber geben sollen, wer bereits mit dem Coronavirus infiziert war und nun immun ist. „Wir sind startklar. Wenn morgen Blutproben kommen, können wir untersuchen“, sagte NLGA-Präsident Matthias Pulz nach einem Laborbesuch von Ministerpräsident Stephan Weil und Gesundheitsministerin Carola Reimann (beide SPD) am Donnerstag. Allerdings müsse das Testverfahren noch weiterentwickelt werden, um verlässlich nachzuweisen, dass die Antikörper gegen das Coronavirus und nicht eine andere Infektion gebildet wurden.

Corona in Niedersachsen: Antikörpertests „extrem wichtig“

Mittelfristig könnten die Tests es ermöglich, eine Immunität gegen Covid-19 festzustellen. Wenn das der Fall ist, sollten zuerst die Beschäftigten des Gesundheitswesens darauf getestet werden, sagte Ministerin Reimann. „Das wird aber alles nicht übermorgen sein.“

NLGA-Präsident Pulz sagte, die Antikörpertests könnten „extrem wichtig“ werden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu erfassen. „Ich hoffe, dass wir in den nächsten drei bis sechs Monaten auf einem guten Weg sind.“ Zum Start sollen die Kapazitäten von 100 bis 200 Tests am Tag vor allem für Forschungsprojekte des Helmholtz-Instituts in Braunschweig und der Uniklinik Göttingen genutzt werden. Später sollen bis zu 1000 Antikörpertests am Tag möglich sein. (dpa)

Die Firma Roche hat einen Corona-Antikörpertest vorgestellt. Jetzt will Niedersachsen auch Antikörpertests durchführen.

Update, 14.30 Uhr: Wieder sind in Niedersachsen Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion zu beklagen. Das Landesgesundheitsamt meldet 490 Gestorbene - ein Plus von sieben. Insgesamt sind 10.657 Corona-Fälle während der Pandemie bestätigt worden - plus 59. In Krankenhäusern befinden sich 571 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung, 130 davon auf Intensivstationen, 82 werden beatmet. Als genesen gelten inzwischen 8473 Menschen - das sind 79,5 Prozent aller Infizierten. Akut sind also 1694 Menschen an Corona erkrankt. (jdw)

Corona in Niedersachsen: Ministerpräsident Weil mahnt zur Vorsicht

Update, 11 Uhr: Die mit dem Coronavirus infizierten Crewmitglieder auf dem Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3“ in Cuxhaven sollen in ein Krankenhaus gebracht werden. „Sie werden dort in Isolation untergebracht und versorgt“, teilte Tui Cruises am Donnerstag mit. Den acht Patienten gehe es gut, sie seien ohne Symptome. Die Ausschiffung und Fahrt in die Klinik nach Geestland im Kreis Cuxhaven sei für Donnerstag geplant.

Der Reiseanbieter Tui will in der Nordsee Mini-Kreuzfahrten anbieten. 

Update, 7. Mai, 8.30 Uhr: In der Coronavirus-Pandemie hat Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) angesichts bevorstehender weiterer Lockerungen zur Vorsicht gemahnt. „Jetzt sind wir in einer neuen Phase, die wird auch nicht leichter werden, vielleicht sogar komplizierter“, sagte Weil am Donnerstagmorgen dem Sender Antenne Niedersachsen. „Wir müssen weiter vorsichtig sein.“ Das gelte, bis es einen wirksamen Impfstoff gebe und genügend Menschen geimpft seien. „Der Alltag wird vorerst nicht derselbe sein.“ Für wie lange genau, lasse sich nicht sagen, da das Virus noch nicht bekannt sei. Möglicherweise habe man in einem Jahr immer noch mit der Coronavirus-Pandemie zu tun.

Coronavirus in Niedersachsen: Inseln entscheiden über Touristen

Update 20 Uhr: Viele Tagestouristen fragen sich, wann endlich wieder alle Strände in Niedersachsen zugänglich sein werden. Die Strände von Cuxhaven zum Beispiel werden schrittweise geöffnet. Ab sofort sind wieder Eigentümer von Zweitwohnungen und Dauercamper in der Stadt an der Nordsee willkommen. Dieser Personenkreis darf auch wieder an die Strände kommen. Tagestouristen allerdings müssen sich noch gedulden. Oberbürgermeister Uwe Santjer hofft, schon bald weitere Lockerungen in der Corona-Krise zu ermöglichen. (jdw)

Update, 17.55 Uhr: Dank der rückläufigen Corona-Zahlen will Niedersachsen den Tourismus stufenweise wieder ankurbeln. Dies bekräftigte Ministerpräsident Stephan Weil am Nachmittag in Hannover. Die Ostfriesischen Inseln können demnach gemeinsam mit dem betreffenden Landkreis über die Aufnahme von Tagestouristen entscheiden. Dafür bedürfe es keiner Regelung des Landes, so Weil. Wann alle Strände in Niedersachsen wieder begehbar sein werden, liege ebenfalls in der Hand der örtlichen Behörden. Weil nannte den Strand in Cuxhaven-Duhnen beispielhaft. Hier solle der Bürgermeister von Cuxhaven entscheiden.

Der Tourismus in Niedersachsen soll stufenweise geöffnet werden. 

Update, 17.35 Uhr: Zur Erweiterung der Kontaktbeschränkung auf zwei Haushalte, auch in der Gastronomie, ließ Ministerpräsident Stephan Weil offen, ob es eine Obergrenze bei der Anzahl der Personen geben werde. Dies antwortete er auf eine Nachfrage, falls zwei sehr große Haushalte aufeinander treffen. Die neue Verordnung wird ab 11. Mai in Niedersachsen gelten.

Corona in Niedersachsen: Kontaktbeschränkung wird erweitert

Update, 17.20 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) stellt nun die Ergebnisse des Bund-Länder-Gipfels vor. Die Grundpfeiler der Eindämmung der Corona-Pandemie bleiben bestehen - insbesondere die Einhaltung des Mindestabstands und der Maskenpflicht muss fortgesetzt werden. Die Kontaktbeschränkungen werden verändert. So können sich Mitglieder von zwei Haushalten treffen, auch in der Gastronomie. In den Bereichen Schule, Kita und Sport sind die Konzepte der Fachminister bestätigt worden.

Wie im Update vom 16 Uhr bereits berichtet, wird das Besuchsverbot in Pflegeheimen und Krankenhäusern gelockert. Jeder Patient oder Bewohner kann von einer benannten Person besucht werden. Es bedarf jedoch eines Hygienekonzepts der Einrichtungen. Es gehe, so Weil, um die Linderung des menschlichen Leids der vergangenen Wochen.

Corona in Niedersachsen: Konzepte für Theater und Kinos sollen kommen

Update, 16.15 Uhr: Was der Bund-Länder-Beschluss konkret für Niedersachsen bedeutet, will Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ab etwa 17 Uhr in einer Pressekonferenz bekanntgeben. Wir bleiben dabei und präsentieren die Ergebnisse im Überblick.

Update, 16 Uhr: Auch das Besuchsverbot für Seniorenheime soll nach dem Willen von Bund und Ländern gelockert werden. Jeder Bewohner dürfe wieder Besuch von einer benannten Kontaktperson bekommen. Selbstverständlich müssen Hygieneregeln eingehalten werden. Für Theater, Opernhäuser und Kinos werde im Moment ein Konzept für die Wiedereröffnung erarbeitet, hieß es außerdem in Berlin.

Corona in Niedersachsen: Maskenpflicht und Kontaktbeschränkung bleiben

Update, 15.50 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (SPD) bestätigte die Verlängerung der Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juni. Neu ist insofern, dass sich die Mitglieder von zwei Haushalten nun treffen dürfen. Generell muss ein Mindestabstand von 1,50 Meter weiter eingehalten werden, die Maskenpflicht bleibt ebenfalls bestehen. Wenn es zu regionalen Corona-Ausbrüchen kommt, müsse es erneut zu Einschränkungen in der Region oder auch in einer einzelnen Einrichtung kommen.

Alle Geschäfte in Niedersachsen und Deutschland dürfen ohne Größenbegrenzung wieder öffnen. Das Land Niedersachsen wird dies per Verordnung regeln.

Corona-Gipfel: Geisterspiele in der Bundesliga bald möglich

Update, 15.45 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist vor die Presse getreten, um die Ergebnisse des Corona-Gipfels von Bund und Ländern zu präsentieren. Sie erklärte, dass das Ziel die Corona-Pandemie einzudämmen, erreicht worden sei. Ein besonderer Dank gelte den Gesundheitsämtern. (jdw)

Update, 15.05 Uhr: Eine weitere Corona-Lockerung wird es geben, Bund und Länder haben sich auf Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga geeinigt. So ist es aus Berlin durchgesickert, meldet die dpa. Möglich seien die Spiele ohne Zuschauer in der zweiten Mai-Hälfte. Auch Werder Bremen darf sich auf einen Bundesliga-Neustart freuen, berichtet deichstube.de*.

Corona-Pandemie in Niedersachsen: Freizeitsport wieder möglich

Update, 15 Uhr: Während die Republik auf die Corona-Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel wartet, hat Niedersachsen neue Zahlen zur Corona-Pandemie veröffentlicht. Bislang sind 483 Personen mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben - ein Plus von neun. Bislang sind 10.598 Corona-Fälle bestätigt worden - plus 96. Als genesen gelten 8279 Menschen, somit sind 1836 Menschen akut mit dem Coronavirus erkrankt. In Krankenhäusern werden 634 Menschen in Niedersachsen behandelt, 134 Patienten befinden sich auf Intensivstationen. (jdw)

Update, 14.29 Uhr: Freizeit- und Breitensportler dürfen sich nach der Corona-Zwangspause auf einen Neustart freuen. Nach ersten Informationen von der Bund-Länder-Schalte soll der Trainingsbetrieb unter freiem Himmel wieder erlaubt werden - allerdings unter Auflagen. (dpa/jdw)

Corona in Niedersachsen: Kontaktbeschränkungen werden geändert

Update, 13.55 Uhr: Bund und Länder haben die Corona-Kontaktbeschränkungen in Deutschland grundsätzlich bis 5. Juni verlängert. Allerdings einigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Schalte am Mittwoch auch auf eine Lockerung. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen sollen sich künftig auch Angehörige von zwei Haushalten treffen dürfen. (dpa)

Update, 12.45 Uhr: Viele Bundesländer wollen in der Corona-Krise nun weitreichende Lockerungen beschließen. Das passiere aber nur unter Vorbehalt, heißt es aus Berlin. Wenn es wieder zu viele Neuinfektionen in einer Region gebe, drohen erneut Verbote. Konkret heißt es aus Regierungskreisen, wenn es mehr als 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in Landkreisen oder kreisfreien Städte gebe, müsse innerhalb von sieben Tagen ein konsequentes Beschränkungskonzept geben. Weitere Details sollen am Nachmittag von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten verkündet werden. (jdw/dpa)

Corona in Niedersachsen: Braunschweiger Forscher finden Antikörper

Update 9 Uhr: Gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 gibt es bislang weder einen Impfstoff noch spezifische Medikamente. Jetzt kommen gute Nachrichten aus Braunschweig in Niedersachsen. Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung haben nach einem Medienbericht einen Antikörper gefunden, der das Coronavirus erfolgreich am Eindringen in Zellen hindern soll. „Das ist eindeutig ein Durchbruch, der zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg für die Entwicklung eines Medikaments gegen Covid-19“, erklärte der Virologe Luka Cicin-Sain vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) gegenüber der Braunschweiger Zeitung.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil informiert gegen 17 Uhr in einer Pressekonferenz über die Ergebnisse der Telefonkonferenz mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Update, 6. Mai, 8 Uhr: Von diesem Mittwoch an werden in Niedersachsen weitere der im Zuge der Coronavirus-Pandemie erlassenen Beschränkungen gelockert. Diese betreffen vor allem die Freizeitmöglichkeiten, wie aus der neuen Verordnung des Landes hervorgeht, die bis zum 10. Mai gilt. Zoos und Museen dürfen wieder öffnen, ebenso die Spielplätze, Sport auf Anlagen im Freien, Gottesdienste sowie die private Kinderbetreuung sind wieder möglich, all dies aber unter strikten Hygiene- und Abstandsauflagen. Dauercamper dürfen ihre Quartiere wieder nutzen und die niedersächsischen Inseln werden wieder für Menschen zugänglich, die dort eine Zweitwohnung oder einen Dauerplatz auf einem Campingplatz besitzen.

Forscher in Braunschweig melden einen Durchbruch bei einem möglichen Corona-Medikament.

Corona-Krise in Niedersachsen: Volksfeste bleiben untersagt

Update, 17.15 Uhr: In Niedersachsen bleiben Volksfeste aller Art ungeachtet der Teilnehmerzahl bis Ende August untersagt. Das hat die Landesregierung in der neuen Verordnung zur Corona-Epidemie am Dienstag klargestellt. Während Großveranstaltungen allgemein ab 1000 und mehr Teilnehmern untersagt sind, gilt das Verbot unabhängig von der Teilnehmerzahl für alle Volksfeste, Kirmesveranstaltungen, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen- und Schützenfeste und ähnliche Veranstaltungen. Solche Feste seien gerade auf einen Nahkontakt ausgelegt und deshalb auch mit weniger Beteiligten zunächst nicht möglich, sagte die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder.

Eine Institution in Twistringen: das Schützenfest. 2020 wird es allerdings nicht stattfinden. 

Am Dienstag meldete Niedersachsen insgesamt 10.502 mit dem Coronavirus infizierte Personen, davon waren 8071 aber bereits wieder genesen. 474 Menschen sind bis zu diesem Tag gestorben, während sie nachweislich an Covid-19 erkrankt waren.

Corona in Niedersachsen: „Mein Schiff 3“ bleibt in Cuxhaven

Update, 5. Mai, 7.30 Uhr:  Das wegen vereinzelter Coronavirus-Fälle unter Quarantäne stehende „Mein Schiff 3“ bleibt vorerst in Cuxhaven. Für viele Crew-Mitglieder soll es aber bald nach Hause gehen.  Nach Corona-Tests bei allen rund 2900 Crew-Mitgliedern des KreuzfahrtschiffesMein Schiff 3“ sollen im Laufe des Dienstags die abschließenden Ergebnisse vorliegen. Die Auswertung von rund zwei Drittel der Tests bestätigte bei acht Besatzungsmitgliedern eine Infektion, wie die Reederei Tui Cruises am Montagabend mitgeteilt hatte. Am frühen Dienstagmorgen wird das Schwesterschiff „Mein Schiff 6“ in Cuxhaven anlegen. Es soll negativ getestete Crewmitglieder von „Mein Schiff 3“ aufnehmen, um die Situation weiter zu entspannen. Rund 900 Besatzungsmitglieder sollen nach jetzigen Plänen am 8. und 11. Mai mit Charterflügen nach Indonesien und in die Ukraine zurückgeflogen werden können.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil wirbt vor der nächsten Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch dafür, bei den Lockerungen der Corona-Beschränkungen alle Bereiche in den Blick zu nehmen. Bisher würden immer nur einzelne Bereiche diskutiert, notwendig sei aber eine Strategie, die allen Bereichen eine Perspektive gebe, sagte der SPD-Politiker am Montagabend in den ARD-„Tagesthemen“.

Corona in Niedersachsen: Nur wenige Neu-Infektionen

Update, 19.30 Uhr: Erleichterung bei Tui Cruises: An Bord des seit Freitag unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiffes „Mein Schiff 3“ sind von rund 2900 Crew-Mitgliedern bislang insgesamt nur acht positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Reederei Tui Cruises am Montagabend mit. Mittlerweile lägen zwei Drittel der Testergebnisse vor; die restlichen würden am Dienstag erwartet. Bis auf weiteres werde das Schiff in Cuxhaven bleiben. (dpa)

Update, 16.40 Uhr: Es gibt gute Nachrichten für Zoos und Freizeitparks in Niedersachsen. Nach der Schließung wegen der Corona-Pandemie plant die Landesregierung nun die schrittweise Öffnung. Zoos dürfen bereits diese Woche wieder Besucher empfangen. So öffnen der Tierpark Ströhen und der Wild- und Freizeitpark Ostrittrum am 6. Mai die Tore. Ab dem 25. Mai sollen auch Freizeitparks, wie der Heide Park, auch wieder öffnen dürfen. Dazu soll es am Mittwoch einen Beschluss geben. (jdw)

Update, 15.35 Uhr: Die Corona-Pandemie breitet sich im Moment nur langsam in Niedersachsen aus. Das Landesgesundheitsamt meldet am Montag nur 39 Neu-Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2. Somit sind bislang landesweit 10.425 Corona-Fälle bestätigt worden. 

468 Menschen mit einer Infektion sind gestorben, 7973 Menschen gelten als genesen - 76,5 Prozent aller Corona-Infektionen. In Krankenhäusern werden 641 Patienten mit dem Coronavirus behandelt, 137 davon auf einer Intensivstation, 89 werden beatmet. (jdw)

Corona in Niedersachsen: Kontaktbeschränkung bleibt - Einzelhandel öffnet komplett

Update, 14.10 Uhr: Nach den angekündigten Corona-Lockerungen in Niedersachsen sollen die Kontaktbeschränkungen allerdings noch bestehen bleiben. Die Landesregierung will die Beschränkung privater Kontakte auf zwei Personen in der Corona-Krise erst Ende Mai neu bewerten. Bis einschließlich zum 24. Mai soll die Zwei-Personen-Regel damit mindestens bleiben. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte, die Kontaktbeschränkungen seien besonders einschneidend, aber auch besonders wirksam, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Der Einzelhandel in Niedersachsen soll ab 11. Mai ohne Beschränkung der Verkaufsflächen, aber nach wie vor mit Auflagen, wieder öffnen dürfen. Die Maskenpflicht etwa bleibt. (dpa/jdw)

Corona-Lockerungen in Niedersachsen: Restaurants und Ferienwohnungen öffnen

Update, 13 Uhr: Die Gastronomie in Niedersachsen kann einem Fünf-Stufen-Plan der Landesregierung zufolge am 11. Mai wieder anlaufen. Restaurants, Gaststätten, Cafés und Biergärten sollen mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent sowohl im Innen- als auch im Außenbereich öffnen können. Das gab Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) am Montag in Hannover bekannt. Eine weitere Öffnung der Gastronomie sei vom 25. Mai an möglich. Bars oder Diskotheken sollen dem Plan zufolge bis auf Weiteres geschlossen bleiben.

Die Corona-Pandemie in Niedersachsen ebbt ab. Deshalb dürfen bald wieder Ferienwohnungen vermietet werden.

Die Hotellerie in Niedersachsen kann einem Fünf-Stufen-Plan der Landesregierung zufolge am 25. Mai ihr Geschäft wieder aufnehmen. Mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent und weiteren Auflagen sollen Hotels, Pensionen und Jugendherbergen dann öffnen können. Das gab Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) am Montag in Hannover bekannt. Bereits vom 11. Mai an sollen Ferienhäuser und Ferienwohnungen mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent vermietet werden können.

Corona-Krise: Alle Schüler in Niedersachsen kehren an Schulen zurück

Die Schüler in Niedersachsen sollen vom 25. Mai an unabhängig vom Jahrgang wieder zur Schule gehen können. Das gab Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) bei der Vorstellung eines Fünf-Stufen-Plans der Landesregierung am Montag in Hannover bekannt. Die Notbetreuung in Kindertagesstätten soll demnach bereits vom 11. Mai an auf eine Quote von 40 Prozent ausgeweitet werden. Die Kindertagespflege soll ebenfalls vom 11. Mai an in den regulären Betrieb zurückkehren. „Es soll kein Kind vergessen werden“, sagte Tonne. Endgültig beschlossen werden soll der Stufenplan für Niedersachsen nach den nächsten Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch. (dpa)

Corona: Testergebnisse für „Mein Schiff 3“-Crew erwartet

Update, 4. Mai, 9 Uhr: Nach dem bestätigten Corona-Fall auf dem in Cuxhaven liegenden Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3“ werden die Testergebnisse für die gesamte Besatzung erwartet. Diese sollten nach Unternehmensangaben frühestens am Montagabend vorliegen. Dem infizierten Besatzungsmitglied geht es auf der Isolierstation des Helios-Klinikums Cuxhaven weiterhin gut mit nur milden Symptomen, wie eine Reederei-Sprecherin am Montag sagte.

Der Reiseanbieter Tui will in der Nordsee Mini-Kreuzfahrten anbieten. 

Die große Herausforderung ist es, die Besatzungsmitglieder aus vielen verschiedenen Ländern von Bord und dann nach Hause zu bekommen, wie die Konzernsprecherin sagte. Die Einreisebeschränkungen vieler Heimatländer seien eine große Hürde. Es werde weiter an einer Lösung gearbeitet. (dpa)

Grafik04Mai

Update, 3. Mai 17 Uhr:  Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Niedersachsen auf 10.386 gestiegen. Das waren 42 Fälle mehr als am Vortag, wie die Landesregierung am Sonntag mitteilte. Mehr als drei Viertel (76 Prozent) der gemeldeten Corona-Infizierten sind wieder genesen, laut Hochrechnung inzwischen 7894 Menschen. 462 Menschen (plus 3), die das Virus in sich trugen, sind gestorben. 613 mit dem Coronavirus infizierte Patienten werden in den niedersächsischen Krankenhäusern derzeit behandelt - davon 135 intensivmedizinisch und 95 mit künstlicher Beatmung.

Coronavirus: Betreiber von Fitness-Studios demonstrieren

Drinbleiben, Kontakte beschränken, Homeoffice - die Maßnahmen gegen eine allzu schnelle Coronavirus-Ausbreitung hinterlassen in der Bevölkerung bereits deutliche Spuren. 38 Prozent der Erwachsenen in Deutschland bewegen sich deswegen weniger, 19 Prozent haben infolge ihrer veränderten Gewohnheiten schon an Gewicht zugelegt. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Nur 12 Prozent der Befragten sind demnach mehr in Bewegung als zuvor, 8 Prozent haben wegen der Corona-Maßnahmen abgenommen.

Experten warnen eindringlich vor den möglichen Folgen von Gewichtszunahme und Bewegungsmangel im Zuge der Mobilitätseinschränkungen. „Bewegungsmangel begünstigt nicht nur die Entstehung von Übergewicht, sondern verringert auch körperliche Fitness, Koordination und Beweglichkeit“, sagte Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der dpa.

In Hannover demonstrierten Betreiber von Fitness-Studios. Sie seien sicher, die Hygienevorschriften in ihren Studios umsetzen zu können. 

Muss der Beitrag für das Fitness-Studio weiter gezahlt werden? Mitglieder von Fitnessstudios sind nach Ansicht von Juristen für die Zeit der Schließung von ihrer Beitragspflicht befreit.


Update, 3. Mai:   Das Tourismus-Unternehmen Tui Cruises lässt nach einem bestätigten Corona-Fall auf dem in Cuxhaven liegenden Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3“ nun die gesamte Besatzung testen. Die Ergebnisse sollen frühestens Montagabend vorliegen, teilte eine Sprecherin am Sonntag mit. Das infizierte Besatzungsmitglied zeige nur milde Symptome, sei inzwischen auf der Isolierstation des Helios-Klinikums Cuxhaven und „wohlauf“, hieß es. Insgesamt seien derzeit 2899 Crew-Mitglieder an Bord, die nun von einem „Abstrich-Team“ auf das Coronavirus untersucht würden.

Update, 2. Mai:  Ein Mensch an Bord des in Cuxhaven liegenden Kreuzfahrtschiffes „Mein Schiff 3“ von Tui Cruises ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gesamte Schiff sei daraufhin unter Quarantäne gestellt worden, teilten der Landkreis Cuxhaven und die Reederei am Freitagabend mit. Der Betroffene habe leichte Krankheitssymptome.

Die „Mein Schiff 3“ befinde sich seit Dienstag ohne Gäste mit aktuell 2899 Besatzungsmitgliedern an Bord am Steubenhöft in Cuxhaven, hieß es von Tui Cruises. Bis auf Weiteres bleibe die gesamte Besatzung an Bord. Das Schiff wird derzeit als eine Art Sammeltransport für Besatzungsmitglieder der Tui-Flotte eingesetzt. Da Häfen wegen der Corona-Krise geschlossen worden seien, habe die Reederei für ihre Beschäftigten die Rückreise in Heimatländer selbst organisiert.

Coronavirus: „Mein Schiff 3“ von Tui Cruises in Cuxhaven unter Quarantäne

Nach dem Anlauf in Cuxhaven hatten sich laut Tui Cruises 15 Besatzungsmitglieder mit leichten grippeähnlichen Symptomen an das Bordhospital gewandt. Um eine Corona-Infektion auszuschließen, seien vom Gesundheitsamt und vom hafenärztlichen Dienst des Landkreises umgehend Tests angeordnet worden. Ein Ergebnis sei positiv gewesen. Die 15 Besatzungsmitglieder seien in der eigenen Kabine isoliert und würden medizinisch betreut. An Bord erfolgten weitere Tests.

Laut dem Landkreis haben „einige Crewmitglieder“ das Schiff jedoch bereits am Donnerstag verlassen und befinden sich auf der Heimreise. Zu ihnen sei Kontakt aufgenommen worden. Sie seien angewiesen worden, sich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen in Quarantäne zu begeben.



Update, 1. Mai, 18 Uhr Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 10.306 gestiegen. Das sind 108 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung am Freitag mit Stand 13 Uhr mitteilte. Laut Hochrechnung sind 7.554 Menschen, fast drei Viertel der bestätigten Fälle, wieder genesen. 457 Infizierte sind inzwischen gestorben. 672 Infizierte in niedersächsischen Kliniken behandelt, davon 174 intensivmedizinisch. 113 Patienten werden künstlich beatmet.

Coronavirus: Kultusminister fordert Entlastung für Eltern und Kita-Kinder 

Update, 1. Mai, 16 Uhr: Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne dringt auf spürbare Entlastungen für Eltern und Kita-Kinder bei weiteren Lockerungen in der Corona-Krise. Er verstehe die Enttäuschung vieler Eltern, dass die Entscheidung über die Wiederaufnahme der Kinderbetreuung auf den 6. Mai vertagt wurde, sagte der SPD-Politiker am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb hoffe er sehr auf ein Signal von der anstehenden Beratung von Bund und Ländern. „Die Perspektive müssen Entlastung für Eltern und soziale Kontakte für Kinder sein“, sagte Tonne. „Da muss definitiv etwas passieren.“ (dpa)

Corona: Strände in Niedersachsen machen sich für erste Besucher bereit

Update, 1. Mai, 12.50 Uhr: An einigen Stränden in Niedersachsen machen sich die Verantwortlichen bereit für die ersten Badegäste. Beim Strandbad Norddeich im Kreis Aurich stehen schon 200 der 600 Strandkörbe. „Das soll auch ein Zeichen der Hoffnung sein - die Braut macht sich hübsch, nur der Bräutigam fehlt noch“, sagte der Geschäftsführer Tourismus und Bäder in Norden, Armin Korok. Er spekuliere darauf, die Körbe schon bald an Einwohner oder auch Zweitwohnungsbesitzer für die gesamte Saison vermieten zu können. Körbe zur tageweisen Vermietung sollen erst später folgen.

Auch wenn die Strandkorbvermietung noch nicht erlaubt ist, bereitet sich der Tourismus-Service Butjadingen (Kreis Wesermarsch) laut Geschäftsführer Robert Kowitz in Absprache mit dem Gesundheitsamt darauf vor. „Wir werden die Strände in diesem Jahr parzellieren.“ Auf 25 Quadratmetern könnten sich dann nur eine Familie oder maximal zwei Personen aufhalten. Kowitz sagte, dass Strandurlaub in diesem Jahr denkbar sei: „Wir machen dafür vieles möglich, auch wenn es aufwendig ist.“

Mit einem am Mittwoch bekannt gewordenen Konzept für einen Drei-Stufen-Plan will Niedersachsen schrittweise die coronabedingten Einschränkungen für den Tourismus zurücknehmen. Demnach könnten ab Mitte Mai Ferienwohnungen und Hotels mit Einschränkungen genutzt und gegen Ende Mai dann Übernachtungstourismus ohne Restriktionen möglich sein. 

Corona: Niedersachsen will kontaktlosen Sport wieder zulassen

Update, 18.50 Uhr: Stephan Weil bekräftigte auch nochmal, dass ab 6. Mai Gottesdienste in Niedersachsen wieder zugelassen sein werden. Überrascht zeigte sich der Ministerpräsident über die Einigung bei den Spielplätzen. Hier liege es in kommunaler Hand, die Plätze wieder zu öffnen.

Das Veranstaltungsverbot in Niedersachsen wird zudem präzisiert. So sind bis Ende August sowohl Schützenfeste als auch Jahrmärkte untersagt. Zuvor war nur von Großveranstaltungen generell die Rede.

Update, 18.45 Uhr: Eine eigene Regelung will Niedersachsen nun für kontaktlosen Sport an der frischen Luft treffen, so zum Beispiel für Tennis. Ebenfalls will das Land Regelungen zu Zweitwohnungen erlassen. Insbesondere an der Nordseeküste dürfen aktuell Besitzer von Zweitwohnungen nicht in ihre Immobilien gehen. Da es auf Bundesebene keine Regelung gibt, werde jetzt selbst gehandelt.

Update, 18.40 Uhr: Niedersachsen will Zoos, Tierparks, Museen und Gedenkstätten bald wieder öffnen. Bei diesen Einrichtungen sei eine gute Zugangskontrolle möglich. Theater werden allerdings noch nicht öffnen können, so Weil.

Update, 18.35 Uhr: Nach der Bund-Länder-Schalte informiert nun Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die Öffentlichkeit über die Beschlüsse. Die Beratungen dauerten rund vier Stunden, so Weil zum Auftakt. Seine Erwartungen seien übertroffen worden.

Corona in Niedersachsen: Zoos, Museen und Spielplätze öffnen zeitnah

Update, 17.45 Uhr: Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin bestätigte, bleiben die Kontaktbeschränkungen vorerst bestehen. Frühestens in der Bund-Länder-Schalte am 6. Mai werde es dazu Neuigkeiten geben. In Niedersachsen dürfen sich maximal zwei Personen treffen, die nicht in einem Haushalt zusammen leben.

Ab 18.30 Uhr informiert Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) über die Ergebnisse der Bund-Länder-Schalte. Insbesondere die Zoos und Museen werden genau hinhören, ab wann sie wieder öffnen dürfen. Ab wann die Spielplätze öffnen, ist auch noch offen. (jdw)

Update, 16.50 Uhr: Während viele Zoos und Museen in Niedersachsen bald wieder öffnen können, müssen die Freizeitparks - wie der Heide Park, Serengeti Park oder auch der Magic Park in Verden - wohl noch geschlossen bleiben. Zumindest sind zu diesen Freizeitangeboten noch keine Informationen bekannt geworden. Noch am späten Nachmittag will Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) vor die Presse treten. (jdw)

Corona-Lockerung in Niedersachsen: Gottesdienste wieder möglich

Update, 15.52 Uhr:  Gottesdienste und religiöse Versammlungen in Kirchen, Synagogen und Moscheen sind in Niedersachsen vom 7. Mai an unter Auflagen wieder möglich. Eine entsprechende Vereinbarung hat Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch mit den Religionsgemeinschaften getroffen, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.

Der Zugang zu den Gottesdiensten soll je nach Größe des Raums zahlenmäßig begrenzt werden. Auch müsse ein Abstand von mindestens 1,5 Metern stets gewährleistet sein, um die Infektionsgefahr mit dem Coronavirus einzudämmen. Bundesweit soll zum 7. Mai wieder die Möglichkeit von Gottesdiensten geschaffen werden. (dpa)

Corona Niedersachsen: Fünf Kinder werden in Krankenhäusern behandelt

Update, 15.15 Uhr: Die Zahl der Todesfälle mit einer Corona-Infektion steigt in Niedersachsen stetig an. Von Mittwoch auf Donnerstag registrierte das Landesgesundheitsamt 16 neue Sterbefälle - insgesamt waren es bislang 435 Gestorbene. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Covid-19-Erkrankten, die stationär behandelt werden müssen, weiter ab. Aktuell sind 695 Personen in Krankenhäusern - Vortag: 767 -, darunter befinden sich fünf Kinder. 163 Corona-Patienten sind so schwer erkrankt, dass sie intensivmedizinisch behandelt werden, 103 werden beatmet. In Niedersachsen sind bislang 10.198 Corona-Fälle bestätigt - Vortag 10.100. Die Zahl der Genesenen steigen auch weiter auf 7431 Personen - 72,9 Prozent aller Erkrankten. Somit sind aktuell 2332 Menschen akut mit dem Coronavirus infiziert. (jdw)

Update, 13.30 Uhr: Die Bundesregierung stellt weitere Lockerungen in der Corona-Krise in Aussicht. Laut dpa-Informationen sollen Spielplätze, Zoos, Museen, Gedenkstätten und Ausstellungen in Niedersachsen zeitnah wieder öffnen können. Voraussetzung sei die Einhaltung von Hygieneauflagen, heißt es in dem Entscheidungspapier. (jdw)

Corona-Krise trifft Niedersachsens Wirtschaft - viele Beschäftigte in Kurzarbeit

Update, 30. April, 10.40 Uhr: Die Corona-Krise hat die Kurzarbeit in Niedersachsen auf einen neuen Höchststand getrieben. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Hannover mitteilte, zeigten die Unternehmen im März und April für bis zu eine Million Beschäftigte eine Verringerung der regulären Arbeitszeit an - zehn Mal häufiger als in der Finanzkrise 2009/2010. Die Zahl der Arbeitslosen nahm zwischen März und April um rund zwölf Prozent auf fast 247.000 zu. Landesweit hätten 69.000 Betriebe Kurzarbeit für Teile ihrer Belegschaften angemeldet. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,6 Punkte auf 5,7 Prozent. (dpa)

Corona: Freizeitparks und Zoos in Niedersachsen hoffen auf Öffnung

Update, 17.45 Uhr: Der Corona-Shutdown hat den Tourismus in Niedersachsen in eine schwere Krise gestürzt. Freizeitparks und Zoos sind genauso betroffen wie Hotels und Restaurants. Nun haben die Bundesländer Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg einen Drei-Phasen-Plan zur Wiederbelebung des Tourismus vorgelegt. In einem ersten Schritt sollen Zoos, Freizeitparks und Klettergärten wieder öffnen können, dann folgen Restaurants, Hotels und Ferienwohnung, heißt es in dem Tourismus-Konzept der Bundesländer.

Update, 15.10 Uhr: In Niedersachsens Kliniken sinkt die Zahl der Covid-19-Patienten im Moment. Das Landesgesundheitsamt meldet 767 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Davon werden 173 Menschen auf Intensivstationen behandelt, 107 werden beatmet. Insgesamt werden vier Kinder stationär behandelt, eins davon wird beatmet. Gleichzeitig steigt die Zahl der Genesenen auf 7164 Personen - 70,1 Prozent aller Corona-Erkrankten. Die Zahl der insgesamt bestätigten Corona-Fälle steigt um 85 auf 10.100. Gestorben sind bislang 419 Menschen mit einer Corona-Infektion - elf mehr als am Vortag. Demnach sind in Niedersachsen aktuell 2517 Menschen an Covid-19 erkrankt. (jdw)

Corona-Ticker für Niedersachsen: Luftqualität verbessert sich in der Krise

Update, 11.50 Uhr: Die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid ist in Niedersachsen während der Corona-Krise deutlich zurückgegangen. Das geht aus Angaben des Umweltministeriums unter Berufung auf das Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim hervor. Demnach wird an sechs von sieben Verkehrsmessstationen für April der jeweils niedrigste bislang gemessene Monatsmittelwert erwartet. Zurückzuführen sei das nach Einschätzung des Aufsichtsamts „im Wesentlichen auf den Rückgang der Verkehrsmengen seit Inkrafttreten der coronabedingten Ausgangsbeschränkungen“.

Der Tourismus in Niedersachsen soll schnell wiederbelebt werden. Zunächst sollen Zoos - wie der Weltvogelpark Walsrode - und Freizeitparks wieder öffnen.

Umweltminister Olaf Lies will es dabei allerdings nicht belassen. Auch unabhängig vom Coronavirus müsse die Luftqualität verbessert werden. „Wir dürfen mit Blick auf die Gesundheit der Menschen an dieser Stelle nicht locker lassen“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Nur, weil Grenzwerte eingehalten sind, ist nicht gleich alles gut. Von schlechter Luftqualität gehen nach wie vor Risiken aus.“ (dpa)

Corona: Landesforsten rufen zu Kauf von Wildfleisch auf

Update, 29. April, 8.30 Uhr: Die Niedersächsischen Landesforsten haben die Verbraucher zum verstärkten Kauf von Wildfleisch aufgerufen. Die Jäger hätten wegen der Corona-Krise die Restaurants als wichtigste Abnehmer für Wildbret verloren, sagte Sprecher Michael Rudolph. Gejagt werden müsse aber trotzdem. Vor allem Wildschweine müssten das ganze Jahr über geschossen werden, alleine schon, um eine Ausbreitung von Seuchen vorzubeugen.

Wenn am 1. Mai die Bockjagd beginnt, dürften sich Wildkammern und Kühltruhen bei den Waidmännern zusätzlich mit Reh-Fleisch füllen, sagte Rudolph. Wildbret sei bestes regionales Biofleisch, lobte der Forstsprecher. Obendrein sei es vergleichsweise günstig zu haben. Verbraucher könnten sich an Jäger aus ihrem Bekanntenkreis, aber auch direkt an das nächste Forstamt wenden.

Update, 18.05 Uhr: Seit Montag kehrt in Niedersachsen wieder Leben an die Schulen zurück. Die Abschlussklassen haben den Unterricht aufgenommen. Sowohl für die Schüler als auch für die Schulen gelten strenge Hygieneauflagen. Unsere Reporter waren im Landkreis Diepholz unterwegs und haben sich an den Schulen umgesehen. (jdw)

Corona-Lockerung: Angler dürfen in Niedersachsen wieder angeln

Update, 17 Uhr: Angler in Niedersachsen dürfen ab sofort wieder ihrem Hobby nachgehen. Demnach ist Angeln an Vereinsgewässern vorläufig erlaubt, heißt es in einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Braunschweig. Nach dem Beschluss fallen Vereinsgewässer nicht unter die Corona-Verordnungen zu Sportstätten und Freizeiteinrichtungen, wie der Gerichtssprecher Torsten Baumgarten am Dienstag sagte. 

In Zeiten der Corona-Krise ist nun das Angeln an Vereinsgewässern in Niedersachsen wieder erlaubt.

Die Feststellung gilt für ganz Niedersachsen, auch wenn sich die Eilentscheidung auf einen Streit zwischen dem Landkreis Peine und einem dortigen Angelverein bezieht. Nach der Entscheidung des Gerichts vom vergangenen Donnerstag (23. April) dürfen Angler nun wieder zu den Vereinsgewässern. (dpa/jdw)

Corona-Krise: Niedersachsen meldet wenige Neuinfektionen

Update, 14.15 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Niedersachsen im Moment nur noch langsam aus. Lediglich 56 Corona-Neuinfektionen meldete das Landesgesundheitsamt am Dienstag - die Zahl der bestätigten Covid-19-Erkrankungen stieg auf insgesamt 10.015. Zehn Patienten sind seit Montag gestorben - insgesamt sind 408 Tote in der Corona-Pandemie zu beklagen. Die Zahl der Genesenen steigt auf 7142 Personen. Somit sind aktuell 2465 Niedersachsen akut mit Sars-CoV-2 infiziert. In Krankenhäusern werden 827 Patienten behandelt, davon 172 auf Intensivstationen. (jdw)

Update, 28. April, 12 Uhr: Die Krankenhäuser in Niedersachsen wollen schon bald sämtliche wegen der Corona-Epidemie aufgeschobenen Operationen wieder aufnehmen. „Es soll so schnell wie möglich wieder losgehen“, sagte der Verbandsdirektor der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft, Helge Engelke, am Dienstag in Hannover. Mit dem Krisenstab der Landesregierung sei am Montagabend vereinbart worden, dass die Rechtsverordnung geändert wird, die den Kliniken im Moment noch die Durchführung aufschiebbarer Operationen verbietet.

Corona in Niedersachsen: Kliniken halten weiter Intensivbetten frei

Vereinbart worden sei, dass für Corona-Patienten genügend Intensivbetten freigehalten werden, einschließlich eines Sicherheitspuffers, falls die Zahl schwerer Krankheitsfälle steigt, sagte Engelke. „Wir wissen ungefähr, wie viele wir versorgen müssen, wenn die Lage so bleibt wie sie ist.“ Die Idee von Krisenstab und Krankenhausgesellschaft sei es, darüber hinaus einen Puffer von 20 Prozent freizuhalten.

Die Krankenhäuser in Niedersachsen wollen bald aufgeschobene Operationen durchführen. Eine gewisse Anzahl an Intensivbetten soll für Covid-19-Patienten vorgehalten werden.

„Es ist wirklich gut, dass die Krankenhäuser so schnell reagiert haben und Betten freigeräumt haben", sagte der Verbandsdirektor. Da die Zahl der Covid-19-Patienten nicht so explosionsartig zugenommen habe wie befürchtet, hätte einige Kliniken inzwischen Leerstände von bis zu 50 Prozent bei ihren Intensivbetten. Ob der Rettungsschirm, mit dem die Bundesregierung die Kliniken für Corona-Patienten freigehaltene Betten kompensieren möchte, am Ende ausreichend ist, lasse sich noch nicht sagen. Problematisch könne es für Kliniken sein, die sich normalerweise um sehr behandlungsaufwendige Patienten kümmern, wofür entsprechend mehr Aufwand abgerechnet wird. (dpa)

Corona in Niedersachsen: An diesen Orten gilt die Maskenpflicht

An diesen Orten gilt seit dem 27. April die Maskenpflicht in Niedersachsen:

  • Einrichtungen des Gesundheitswesens: Arztpraxen, Gesundheitsämter, Krankenhäuser etc.
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Optiker
  • Hörgeräteakustiker
  • Drogerien
  • Lebensmittelhandel
  • Wochenmärkte
  • landwirtschaftlicher Direktverkauf, Hofläden
  • Getränkemärkte
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Großhandel mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs
  • Bau- und Gartenmärkte
  • Tierbedarfshandel
  • Brief- und Versandhandel
  • Poststellen
  • Tankstellen
  • Kraftfahrzeug- oder Fahrradwerkstätten
  • Reinigungen
  • Zeitungsverkaufsstellen
  • Waschsalons
  • Verkaufsstellen für Fahrkarten des ÖPNV
  • Blumenläden
  • Buchhandlungen
  • Haltestellen
  • Aufenthaltsbereiche am Gleis
  • Fahrzeuge, die für die Beförderung von Passagieren eingesetzt werden: Bahnen, Busse, Züge, Taxen, Kleinbusse etc.
  • zum Personenverkehr gehörende Einrichtungen: Haltestellen, Aufenthaltsbereiche am Gleis und an Busbahnhöfen etc.

In Banken, Sparkassen, an Geldautomaten und im privaten Auto gilt keine Bedeckungspflicht. Auch Schulen und Kindertagesstätten sind von der Maskenpflicht ausgenommen, teilt der Landkreis Diepholz mit.

Corona in Niedersachsen: Gastgewerbe hofft auf Lockerungen im Mai 

Update, 16 Uhr: Das niedersächsische Gastgewerbe hält die Wiederaufnahme des Betriebs unter Auflagen noch im Mai für möglich. Nötig seien dafür strikte Abstandsregelungen und Hygienemaßnahmen, teilte der Dehoga-Landesverband am Montag mit. „Die Ankündigung konkreter Lockerungen an Betriebe und Gäste muss so frühzeitig wie möglich erfolgen. Das verringert Unsicherheiten und Fehler“, sagte Präsident Detlef Schröder. Zudem dürfe es „keine willkürlich gewählten Abgrenzungen wie Betriebsgrößen oder Öffnungszeiten“ geben, weil diese die Akzeptanz minderten. Insbesondere eine Einschränkung der Öffnungszeiten stehe der Entzerrung der Gästenachfrage entgegen. (dpa)

Corona-Krise in Niedersachsen: Reha-Maßnahmen bald eventuell möglich

Update, 15.10 Uhr: Zur Bewältigung vieler Corona-Infektionsfälle hat das Land Niedersachsen große Bettenkapazitäten in den Krankenhäusern freiräumen lassen. Im Moment wird ein Großteil dieser Kapazitäten nicht benötigt. Wenn es bei dem aktuellen Pandemie-Verlauf bleibe, könnten bald wieder geplante Operationen und Reha-Maßnahmen durchgeführt werden. Das berichtete Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabes, am Montag in Hannover. Einen konkreten Zeitpunkt wollte sie zwar nicht nennen, aber man stehe im Austausch mit der Krankenhausgesellschaft und den Krankenkassen. 

In Niedersachsen gilt eine Maskenpflicht im Nahverkehr und in Geschäften.

Zuletzt wurden in Niedersachsen lediglich 50 Neuinfektionen gemeldet. Schröder mahnte aber auch, dass die Auswirkungen der Lockerungen noch nicht beurteilt werden könnten. Es gebe immer eine Zeitverzögerung von mindestens zehn bis zwölf Tagen. (jdw)

Update, 14 Uhr: Nur wenige Corona-Neuinfektionen verzeichnet Niedersachsen am Montag. Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle stieg von Sonntag bis Montag lediglich um 50 auf 9959 insgesamt. Gestorben sind bislang 398 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung, teilt das Landesgesundheitsamt mit. Die Zahl der Genesenen steigt auf 7085 Menschen - 71,1 Prozent aller Infizierten landesweit. Aktuell befinden sich 839 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 zur Behandlung in einem Krankenhaus, 120 davon werden beatmet.

Corona in Niedersachsen: Weitere Lockerungen noch nicht in Sicht

Nachdem die Abschlussklassen den Unterricht an Schulen wieder aufgenommen haben und die Maskenpflicht in Geschäften, Bussen und Bahnen gilt, warnte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) vor weiteren Lockerungen in der Corona-Krise. Er hat die Erwartungen an die Bund-Länder-Schalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag gedämpft. „Für diese Woche würde ich den Erwartungshorizont nicht zu hoch knüpfen“, sagte der SPD-Politiker am Montag nach einem Treffen mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in Hannover. In der kommenden Woche könne man dagegen bereits abschätzen, wie sich die Infektionszahlen nach der teilweisen Wiederaufnahme des Handels entwickeln. (jdw/dpa)

Update, 27. April, 9 Uhr: Die Maskenpflicht wird offenbar gut angenommen von den Menschen in Niedersachsen. Diese gilt seit Montag landesweit für Kunden unter anderem in allen Geschäften sowie Bussen und Bahnen. Vereinzelt trat sie aber schon vorher in Kraft - in Braunschweig und Osnabrück bereits am Samstag. „Es haben schon am Wochenende sehr viele Personen Masken getragen, und nur wenige haben es nicht getan“, sagte am Montag Mareike Edeler von der Polizei in Osnabrück. Menschen, die keine Masken tragen, sollen zunächst noch auf die Pflicht hingewiesen und ermahnt werden, ohne mit einem Bußgeld belegt zu werden. (dpa)

Corona in Niedersachsen: Autokinos erleben Ansturm

Update, 17.35 Uhr: Autokinos erleben in der Corona-Krise auch in Niedersachsen eine echte Wiedergeburt, an vielen Orten laufen abends alte und neue Filme über die Leinwände. Doch nicht überall treffen sich Filmfans: In Göttingen haben am Sonntag rund 90 Personen in ihren Autos einen ökumenischen Gottesdienst gefeiert. Auf dem großen Parkplatz am Jahn-Stadion standen am Mittag gut 40 Autos, in denen die Menschen über ihr Autoradio die Feier verfolgten. 

Das Coronavirus führt zu einem Wiederaufleben von Autokinos.

Normalerweise wird auch dort derzeit am Abend ein Autokino angeboten. Für den evangelischen Superintendenten Friedrich Selter war die Aktion ein großer Erfolg in den Zeiten der Corona-Krise: „Ich bin ein Fan von „Kirche am anderen Ort“. Diese Form von Gottesdienst könnte gut in Serie gehen.“

Update, 14 Uhr: Das Land Niedersachsen meldet am Sonntagmittag wieder mehr Corona-Infektionen. Nach aktuellen Informationen sind 9909 Menschen (+60) mit dem Coronavirus infiziert worden, wovon 397 Menschen (+7) in Folge einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind. Die Zahl der Genesenen steigt auf 6961, aktuell sind demnach 2551 Menschen in Niedersachsen nachweislich infiziert.

Update, 26. April: Keine Einnahmen, aber Ausgaben wie immer: Zoos und Tierparks, die wegen der Corona-Pandemie geschlossen sind, stehen mit dem Rücken zur Wand. „Es ist ein schauriges Gefühl, wenn ich morgens aufstehe und weiß, heute verliere ich wieder viel Geld“, sagt der Geschäftsführer des Erlebnis-Zoos Hannover, Andreas Casdorff. 

Die Einnahmen seien um gut 85 Prozent eingebrochen. Gleichzeitig spenden die Menschen und übernehmen vermehrt Tierpatenschaften: „Wir sind den Menschen nicht egal“, schlussfolgert die Geschäftsführerin des Tierparks Thüle in Friesoythe im Landkreis Cloppenburg, Alexandra Grothaus. Schon im März hatte der Verband der Zoologischen Gärten für seine 56 Mitgliedszoos Soforthilfe von 100 Millionen Euro erbeten.

Update, 14.20 Uhr: Das Land Niedersachsen meldet am Samstagnachmittag mehr Covid-19-Erkrankungen. Demnach seien 9849 Menschen (+129) in Niedersachsen mit dem Coronavirus infiziert. 390 Erkrankte (+14) seien im Zusammenhang mit der neuartigen Lungenkrankheit gestorben. (dpa)

Update, 25. April, 10.43 Uhr: Der Tourismusverband Niedersachsen hat eine schrittweise Lockerung der Coronavirus-Einschränkungen ins Gespräch gebracht. „Die wirtschaftliche Lage ist dramatisch und die Leute hier in Tourismusgebieten brauchen eine Perspektive und sagen zu recht, wo der Einzelhandel wieder auf hat, das können wir auch leisten“, sagte der Vorsitzende Sven Ambrosy in Jever (Kreis Friesland).

In einer medizinisch verantwortbaren Lage sollten in einem ersten Schritt Zweitwohnungsbesitzer wieder kommen dürfen, auch Dauercamper und Urlauber in Ferienwohnungen. Auch die Öffnung der Hotels mit Abstands- und Hygienevorschriften sei danach denkbar. In Stufe zwei könnten - ebenfalls unter strengen Auflagen - Gastronomie-Betriebe wieder öffnen. Erst als letztes sollen Tagestouristen folgen.

Eine schrittweise Rückkehr zum Tourismus ist für die Insel-Betreiber eine denkbare Lösung.

Auf den Inseln, die besonders strenge Regeln haben, ist derzeit kein Corona-Fall bekannt. „Man darf und soll nicht denken, dass die Inseln virusfrei bleiben“, erklärte die Bürgermeisterin von Langeoog, Heike Horn (parteilos). Horn hält eine schrittweise Rückkehr zum Tourismus, ebenso wie ihre Kollegen auf Norderney oder Spiekeroog, für den richtigen Weg. (dpa)

Anti-Corona-Regelung gelte nicht für Individualverkehr

Update, 15.30 Uhr: Die neue niedersächsische Verordnung zur Maskenpflicht ist nicht dazu geeignet, sich vor Polizei und Bußgeldstelle herauszureden, wenn man als Autofahrer widerrechtlich eine Maske trägt. Die neue Anti-Corona-Regelung gelte explizit nicht für den Individualverkehr, betonte Gesundheitsministerin Claudia-Schröder. Nach Absprachen zwischen Innen- und Verkehrsministerium in Niedersachsen ist es für gewerbliche Fahrer möglich, eine Maske zu tragen, selbst wenn diese das Gesicht verbirgt und eine Erkennung unmöglich macht. In solchen Fällen, zum Beispiel bei Taxi-Fahrern, werde ohnehin ein Fahrtenbuch geführt, welche eine nachträgliche Identifizierung ermögliche. 

Polizei und Behörden in Niedersachsen wurden darüber hinaus bis auf Weiteres dazu aufgefordert, von einer Verfolgung abzusehen, sollte eine Privatperson mit Maske am Steuer unterwegs ist, beispielsweise um einen Mitfahrenden vor einer Infektion zu schützen. Laut Straßenverkehrsordnung muss ein Fahrzeugführer, der nicht der Helmpflicht unterliegt, jederzeit erkennbar sein, um Vergehen ahnden zu können. Die neue Anweisung gibt kontrollierenden Polizeibeamten in Niedersachsen nun einen zusätzlichen, auf die Corona-Krise angepassten Hinweis.

Update, 15.15 Uhr: Claudia Schröder, die Vize-Chefin des Krisenstabs der Landesregierung, informierte darüber, dass in Niedersachsen insgesamt 9720 bestätigte Corona-Infektionen vorliegen, 6630 Menschen davon sind bereits genesen. Gestorben sind, Stand 13 Uhr, 376 Personen.

Die Landesregierung hat eine neue Verordnung veröffentlicht, die den Verkehr zu den niedersächsischen Inseln regelt, die Maskenpflicht konkretisiert, den Unterricht im Land regelt und den Betrieb von Friseursaloons in konkrete Bahnen lenkt. Die Regierung setze auf diese Weise zügig die Empfehlungen des Krisenstabs um. „Dabei orientiert sie sich eng an den Leitlinien von Bund und Ländern zur Bekämpfung der Corona-Epidemie“, heißt es.

Angehörige und Lebenspartner können ab Montag dem 27. April wieder per Fähre oder Flugzeug auf die Inseln der Nordsee reisen, teilte Caudia Schröder mit. Dort sind für Verwandte ersten Grades auch wieder Beerdigungen und das Wahrnehmen anderer zwingend erforderlicher familiärer Aufgaben möglich.

Maskenpflicht gilt nicht für Fahrer im Nahverkehr - und auch nicht für Verkäufer

Schröder wieß darauf hin, dass die Maskenpflicht in Geschäften in Niedersachsen für alle Kunden gilt. Auch Reisende in Bussen und Bahnen müssen angemessene Mund-Nasen-Bedeckungen tragen. Ausgenommen von dieser Pflicht sind Fahrer von Bussen und Bahnen sowie Mitarbeiter von Geschäften. Kindern, die im Schulverkehr nicht mit einer Maske teilnehmen, werden nicht an einer Mitfahrt gehindert, betonte Schröder.

Bußgelder werden in Niedersachsen beim Verstoß der Maskenpflicht zumindest in der kommenden Woche und bis auf Weiteres nicht erhoben. Sowohl Bus- und Bahnfahrer als auch Verkäufer in Geschäften haben laut Verordung keine Pflicht, die Maskenpflicht zu kontrollieren und durchzusetzen. Allen Inhabern von Läden stehe es aber frei, eigene Regeln dahingehend umzusetzen und von ihrem jeweiligen Hausrecht Gebrauch zu machen.

Banken und Sparkassen von Maskenpflicht ausgenommen

Neben handelsüblichen Masken erfüllen auch selbstgemachte Masken die Maskenpflicht. Kranke, die durch das Tragen von Masken zusätzliche Beschwerden erfahren würden, und Kinder bis zum Alter von sechs Jahren sind von der Maskenpflicht in Niedersachsen ausgenommen. In Banken und Sparkassen gilt generell keine Maskenpflicht.

Friseure und Friseurinnen, die sich an die geltenden Hygieneregeln - unter anderem das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen halten, können ab dem 4. Mai wieder ihren Betrieb aufnehmen. Wer einen Termin wahrnimmt, ist verpflichtet, seinen Namen und Daten für eine Erreichbarkeit im Falle einer Covid-19-Infektion zu hinterlegen. Diese Daten müssen für drei Wochen vorgehalten werden.

Update, 14.55 Uhr: Sobald es Signale der Wissenschaft gibt, Kitas und Kindertagespflege-Einrichtungen regulär zu öffnen, wollen Tonne dies schnellstmöglich einleiten. Die Trennung von Freunden und die Belastung für die Eltern habe der Minister in jedem Moment im Blick. Auf dem Weg dahin werde stetig versucht, Zwischenlösungen zu finden - ohne dass dies von der Regierung als angemessener Ersatz für einen Normalbetrieb von Betreuungsangeboten gesehen werden.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne während der Pressekonferenz am Freitag.

Maßnahmen gegen das Coronavirus, die in den Schulen getroffen wurden, um dort einen Neustart verantworten zu können, stehen jederzeit auf dem Prüfstand, betonte Grant Hendrik Tonne - „in Zusammenarbeit mit den betroffenen Verbänden“. In allen Bereichen gelte es, den Infektionsschutz unter den bestehenden Erkenntnissen hoch zu halten.

Update, 14.45 Uhr: Der Corona-Krisenstab informiert zur Stunde über die aktuelle Entwicklung in der Corona-Krise in Niedersachsen. Bei der Pressekonferenz sind Kultusminister Grant Hendrik Tonne und Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Krisenstabs der Landesregierung, zugegen. Unter anderem soll es um die ab Montag geltende Maskenpflicht gehen.

Seit Mittwoch wird in Niedersachsen verbindlich von zu Hause aus gelernt, erklärt Tonne - ersten Rückmeldungen zufolge laufe diese ungewöhnliche Situation recht erfolgreich an. Das Bereitstellen von digitalen Lernmaterialien für den Unterricht und das Erarbeiten von Inhalte sei gut angelaufen. Die verschiedenen Jahrgänge und Schülergruppen würden unterschiedlich gut damit umgehen können, seperate Bewertungen der „Von-zu-Hause“-Aufgaben seien auf Wunsch der Schüler möglich.

Mehrere Corona-Hilfsangebote für Schüler, Eltern und Lehrer

Lehrer, Eltern und Schüler werden beim schrittweisen Neustart des Unterrichts nicht alleine gelassen, betonte Tonne, nicht zuletzt mit Blick auf Gesundheitsaspekte des Vorhabens. Mehrere Hilfsangebote seien an die Betroffenen herangetragen worden - unter anderem eine ständig besetzte Hotline und Handreichungen mit Hinweisen für die Corona-Krise. Im Unterricht müssen sowohl von Lehrern als auch von Schülern keine Masken getragen zu werden, die übrigen Regeln erlauben eine solche Lockerung der Maskenpflicht. Eine solche gelte wiederum im Schulbusverkehr, in den Pausen gelten besondere Hygiene- und Abstandsregelungen.

Update, 24. April, 7 Uhr: Die Bundesländer haben noch keine gemeinsame Exit-Strategie für die massiv unter Druck geratene Wirtschaft aus der Corona-Krise. Bei einer Sonderkonferenz der Wirtschaftsminister von Bund und Ländern verständigten sich die Ressortchefs aber am Donnerstagabend auf ein abgestimmtes Vorgehen in dieser Frage, wie Kai Stührenberg, Sprecher der Bremer Wirtschaftssenatorin und Konferenzvorsitzenden Kristina Vogt (Linke), nach der Schaltkonferenz der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Zunächst sollten die unterschiedlichen Konzepte der Länder über mögliche Lockerungen in einer Übersicht zusammengefasst werden, die dann als Entscheidungsgrundlage dienen solle. „Wir werden relativ schnell zu einer Einschätzung kommen“, sagte Stührenberg. Vogt setzte sich in der Konferenz für weitere Hilfen für Solo-Selbstständige ein, auf deren „dramatische Lage“ sie vor dem Gespräch hingewiesen hatte. (dpa)

Update, 19.05 Uhr:  Niedersachsen setzt sich mit Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg für Lockerungen der Corona-Vorgaben im Tourismus und im Handel ein. Ein entsprechendes Konzept solle bis zur nächsten Runde der Regierungschefs von Bund und Ländern am 30. April stehen, teilten die Wirtschaftsministerien der drei Länder am Donnerstag mit. In einer Ministerkonferenz am Donnerstagnachmittag solle zudem bei den übrigen Bundesländern für die Pläne geworben werden.

„In unseren Bundesländern haben Tourismus, Einzelhandel, Hotellerie und Gastronomie eine besondere Bedeutung“, hieß es in der Erklärung der Minister. Zahlreiche Betriebe dieser Branchen seien existenziell bedroht. „Deshalb benötigen wir jetzt schnell eine wohlüberlegte, differenzierte und zwischen unseren Bundesländern abgestimmte Vorgehensweise, zumal der Öffentlichkeit in Hotellerie und Gastronomie eine uneinheitliche Strategie kaum vermittelbar ist.“

Update, 16.10 Uhr: Die Schüler der Abschlussklassen in Niedersachsen sollen ab 27. April wieder an die Schulen zurückkehren. Nach und nach, so ist der Wille von Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD), sollen weitere Jahrgänge an die allgemein- und berufsbildenden Schulen im Land zurückkommen. Jetzt hat die Landesregierung ein Hygienekonzept für den Unterricht vorgestellt. Demnach sei das Tragen von Alltagsmasken im Unterricht nicht erforderlich. Bei maximal 16 Schülern je Klassenraum werde der Mindestabstand gewahrt, heißt es weiter. Eine regelmäßige Händedesinfektion sei ebenfalls nicht vorgesehen. (jdw)

Corona in Niedersachsen: Zahl der Infizierten in Krankenhäusern sinkt

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Update, 14.55 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten, die in Krankenhäusern in Niedersachsen behandelt werden müssen, hat von Mittwoch auf Donnerstag deutlich abgenommen. Befanden sich am Mittwoch noch 993 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung, waren es am Donnerstag lediglich noch 891 Menschen. Davon werden 206 Patienten auf einer Intensivstation behandelt, 135 werden zusätzlich bearbeitet. Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Niedersachsen liegt bei 9599 Menschen - ein Plus von 162. Gestorben sind bislang 363 Covid-19-Erkrankte - ein Plus von 20 Todesopfern. Als genesen gelten bereits 6371 Corona-Infizierte - 66,4 Prozent aller Infektionen. (jdw)

Update, 13.07 Uhr: Im Land Niedersachsen sind wegen der Corona-Pandemie alle Großveranstaltungen bis zum 31. August untersagt worden. Das trifft auch die großen Volksfeste im Norden. Die Macher des Brokser Heiratsmarkts in Bruchhausen-Vilsen (Landkreis Diepholz) wollen in diesem Jahr 375. Jubiläum feiern. Die Verantwortlichen sprachen von einer Verlegung von August auf September 2020. Jetzt ist eine Entscheidung für das Spektakel in Bruchhausen-Vilsen gefallen.

Corona-Pandemie trifft Kinobetreiber in Niedersachsen hart

Update, 23. April, 7.30 Uhr: Der Kinounternehmer Hans-Joachim Flebbe befürchtet langfristige negative Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kinos in Niedersachsen und Deutschland. „Einige Kinos werden es nicht schaffen, und die kleineren wird es eher treffen“, sagte der 68-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Flebbe betreibt unter anderem den Berliner Zoo Palast sowie Premium-Kinos in Hannover, Hamburg, München, Köln und Frankfurt am Main. „Es gibt null Einnahmen, wir sind total lahmgelegt“, sagte der Gründer der Cinemaxx-Kette, aus der er vor gut zehn Jahren ausstieg. Sein Unternehmen mit Sitz in Hamburg mache derzeit zwei Millionen Euro Verlust im Monat.

Corona-Krise: Streamingdienste wie Netflix profitieren enorm

Die Einbußen ließen sich auch nicht Ende des Jahres ausgleichen, sagte der Kinounternehmer. „Die Menschen werden im Herbst und Winter nicht zwei, drei Mal pro Woche ins Kino gehen.“ Streamingdienste wie Netflix oder Amazon profitieren derzeit davon, dass die Kinosäle geschlossen sind. „Das wird sich nachhaltig negativ auf die Besucherzahlen auswirken“, befürchtet Flebbe.

Nach Angaben des Branchenverbandes HDF Kino belaufen sich die Ertragsverluste in den deutschen Filmtheatern während der durch das Coronavirus bedingten Schließungen auf 17 Millionen Euro pro Woche.

Corona-Krise in Niedersachsen: Zahl der Genesenen steigt enorm an

Update, 16.30 Uhr: Täglich meldet das Land Niedersachsen neue Coronavirus-Infektionen. Ebenfalls täglich werden neue Tote im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet. Hoffnung macht aber auch die Zahl der Genesenen nach einer Erkrankung. So geht das Landesgesundheitsamt aktuell von 6096 Menschen aus, die wieder gesund sind. Das sind 64,5 Prozent aller Infizierten. 

Bislang sind 9437 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 im Labor bestätigt worden - ein Plus von 162 Menschen innerhalb eines Tages. Die Todesfälle stiegen auf 343 Menschen. In Krankenhäusern in Niedersachsen werden 993 Covid-19-Patienten behandelt, 235 davon befinden sich auf einer Intensivstation. 165 Menschen sind so schwer erkrankt, dass sie beatmet werden müssen.

Corona-Pandemie in Niedersachsen: Maskenpflicht über Monate möglich

Update, 15.30 Uhr: In Sachen Corona-Pandemie ist Niedersachsen „noch nicht über dem Berg“, stellte Sozialministerin Carola Reimann (SPD) in einer Pressekonferenz am Nachmittag klar. Sie sprach davon, dass die eingeführte Maskenpflicht über Wochen oder gar Monate Bestand haben könnte. Die Pflicht zum Tragen von Alltagsmasken sei Teil des Hygienekonzepts zur Eindämmung der Epidemie. Weiterhin wichtig sei eine gute und regelmäßige Handhygiene und das Einhalten der Abstandsregeln, so die Ministerin.

Von der Maskenpflicht in Niedersachsen befreit sind Kinder bis zu sechs Jahre und Erkrankte mit Atem- oder Herz-Kreislauf-Beschwerden. Reimann betonte nochmal, dass ein Schal oder ein Tuch im Moment reichen. Wichtig sei, dass Mund und Nase bedeckt sind. Die Maskenpflicht wird in die aktuelle Corona-Verordnung eingearbeitet und tritt zum 27. April inkraft. In erster Linie sollen Alltagsmasken im Nahverkehr und in Geschäften getragen werden. Welche Auswirkungen die Maskenpflicht auf die Schüler und Schulen im Land haben wird, werde im Moment von Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) mit weiteren Länderkollegen erarbeitet. (jdw)

Corona in Niedersachsen: Maskenpflicht wird eingeführt

Update, 13.15 Uhr: Nach Niedersachsen zieht jetzt auch das Land Bremen bei der Maskenpflicht nach. Wie Christian Dohle, Sprecher des Bremer Senats, bestätigte, wird es eine Maskenpflicht in Bremen ab Montag, 27. April, geben. Der Beschluss steht noch aus.

Update, 11.10 Uhr: Nun führt das Land Niedersachsen doch eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus ein. Vom kommenden Montag, 27. April, an soll das Tragen einer Maske im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel Pflicht werden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch, nachdem zuvor mehrere Medien darüber berichtet hatten.

Corona-Krise in Niedersachsen: Weil genervt von Maskenpflicht-Debatte

Update, 22. April, 7.15 UhrMinisterpräsident Stephan Weil (SPD) hat eine Regelung für Niedersachsen zur Maskenpflicht wegen der Corona-Pandemie angekündigt. „Wir machen auch eine landesweite Regelung“, sagte er am Dienstagabend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. Gleichzeitig kritisierte er, dass einige Länder bei dem Thema vorgeprescht sind. „Ja, es nervt mich schon, da bin ich ganz ehrlich. Und zwar deswegen, weil wir eigentlich erst vor fünf Tagen beisammen gesessen haben“, sagte er. „Eigentlich gibt es keine wesentlichen neuen Erkenntnisse in dieser Hinsicht, mit Ausnahme natürlich, dass es einen gewissen öffentlichen Druck gibt.“ 

Eine Regierungssprecherin hatte zuvor am Dienstag gesagt, Niedersachsen wolle weiterhin die nächsten Bund-Länder-Gespräche abwarten und belasse es bei einer dringenden Empfehlung zum Tragen von Alltagsmasken. Weil sagte am Dienstagabend, eine landesweite Regelung sei eigentlich vorgesehen gewesen im Rahmen dieser Gespräche. (dpa)

Corona in Niedersachsen: Hohe Pleitegefahr im Gastro-Bereich

Das Gastgewerbe in Niedersachsen setzt wegen der nur begrenzten Abhilfe durch eigene Lieferangebote und der wachsenden Pleitegefahr vieler Betriebe auf weitere Unterstützung der Politik.

Die meisten Betriebe könnten die Folgen der anhaltenden Schließungen nicht allein etwa über alternative Geschäftsmodelle abfedern, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) im Land, Rainer Balke, der Deutschen Presse-Agentur. 28 Prozent der Mitglieder betrieben im März und April einen Außer-Haus-Verkauf - zahlreiche davon hätten dies aber auch schon vor der Corona-Pandemie getan. Bei nicht hierauf spezialisierten Gastronomen dürften damit gerade einmal 10 bis 20 Prozent der sonstigen Umsätze mit Speisen erzielt werden.

Balke schätzt, dass sich ein Drittel der Betriebe im Nordwesten in einer akut existenzbedrohenden Lage befindet. Es müsse nun möglichst bald Klarheit über Perspektiven zur Wiedereröffnung geben. Die Bundesagentur für Arbeit stelle sich schon auf eine Zunahme der Insolvenzen im Mai und Juni ein. (dpa)

Corona-Krise in Niedersachen: Noch bleiben Friseur-Salons geschlossen

Update 18.10 Uhr: Friseur-Salons bleiben derzeit wegen der Corona-Krise geschlossen. In Niedersachsen steht noch nicht endgültig fest, wann sie wieder öffnen werden. Aktuell gilt die Schließung laut eines Beschlusses vom 15. April bis einschließlich zum 6. Mai. Am 30. April werde allerdings in Hannover entschieden, ob eine frühere Öffnung in Niedersachsen bereits ab dem 4. Mai möglich ist. Aktuell gilt die Öffnung zu diesem früheren Zeitpunkt als wahrscheinlich.

Update, 14 Uhr: Es gibt derzeit 9275 bestätigte Covid-19-Fälle (+125 im Vergleich zu Montag) in Niedersachsen. 331 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind verstorben. Das teilt das Landesgesundheitsamt am Dienstag mit.

In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 993 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 757 Erwachsene und ein Kind auf Normalstationen, 235 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 165 Erwachsene beatmet werden. Die geschätzte Zahl der Genesenen liegt bei 5761.

Mundschutzpflicht in Bussen in Wilhelmshaven 

Busfahren in Wilhelmshaven ist ab nächster Woche nur noch mit einer Mund-Nasen-Abdeckung erlaubt. Da ab Montag (27. April) durch die Ladenöffnungen und den Wiederbeginn der Schule mit steigenden Fahrgastzahlen zu rechnen sei, soll so die Ansteckungsgefahr verringert werden, wie eine Stadtsprecherin am Dienstag mitteilte.

Galeria Karstadt Kaufhof öffnet teilweise

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof hat in Niedersachsen und Bremen seit Dienstag vereinzelt wieder Filialen mit stark eingeschränkter Verkaufsfläche geöffnet. Unter anderem stünden die Standorte in Hannover, Braunschweig, Celle, Göttingen und Bremen den Kunden wieder zur Verfügung, wie aus einer Übersicht des zur österreichischen Holding Signa gehörenden Unternehmens hervorgeht. (dpa)

Corona in Niedersachsen: Unklarheit über Kita-Notbetreuung

Update, 12.30 Uhr: Die Diakonie in Niedersachsen sieht in den neuen Regelungen zur Kita-Notbetreuung noch erheblichen Klärungsbedarf. Die Nachfrage sei in dieser Woche „deutlich erhöht“, sagte Vorstandssprecher Hans-Joachim Lenke am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Viele Eltern seien verunsichert und gingen davon aus, dass alle, die etwa in den wieder geöffneten Geschäften arbeiten, auch einen Betreuungsplatz für ihre Kinder bekämen. „Dem ist nicht so. Das führt natürlich zu Enttäuschungen und Ärger, den unsere Kita-Leitungen zu spüren bekommen.“ Die Diakonie betreibt in Niedersachsen rund 700 evangelische Kindertagesstätten.

Voraussetzung für die Notbetreuung ist laut der neuen Corona-Verordnung der Landesregierung, dass mindestens ein Erziehungsberechtigter „in betriebsnotwendiger Stellung in einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichen Interesse“ arbeitet. (dpa)

Corona-Krise: Gerichte setzen auf Videokonferenz

Update, 8.55 Uhr: Die Gerichte im Bezirk Celle wollen in der Corona-Krise vermehrt auf Verhandlungen per Videokonferenz setzen. Ziel sei es, so in Zivil- und Familienverfahren „langsam wieder an ein Normalmaß“ des Geschäftsbetriebs heranzukommen, sagte die Präsidentin des Oberlandesgerichts Celle, Stefanie Otte, laut einer Mitteilung vom Dienstag für die 48 Gerichte in dem Bezirk. 

Verfahrensbeteiligte, Zeugen und Sachverständige müssen demnach nicht im Gericht erscheinen, sondern können sich dazuschalten. So sei denkbar, dass die Richterin oder der Richter die einzige Person im Sitzungssaal ist. Den Angaben zufolge hat das Landgericht Hannover bereits mehr als 50 Zivilsachen per Videokonferenz verhandelt. (dpa)

Corona: FDP befürwortet Maskenpflicht

Update, 21. April, 7.45 Uhr: Die Kommunen in Niedersachsen halten eine Ausweitung des freiwilligen Mundschutz-Tragens für sinnvoll - verpflichtende Regeln sollten aber nur unter speziellen Umständen erlassen werden. Nach Wolfsburg hatte kürzlich Braunschweig als zweite Großstadt in Niedersachsen angekündigt, eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken einzuführen. Die Regelung greift ab Samstag (25. April), eine zugehörige Verordnung wird vorbereitet. 

Die FDP in Niedersachsen befürwortet unterdessen  eine Maskenpflicht in öffentlichen Bereichen ohne Ausweichmöglichkeiten. „Sicherlich ist das schon eine Einschränkung der persönlichen Freiheit, ohne Frage. Doch sie hat einen guten Grund: Wir wollen wegkommen von den pauschalen Verboten und allen Bereichen mehr Lebensmöglichkeiten eröffnen“, sagte Fraktionschef Stefan Birkner der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. (dpa)

Update, 19.10 Uhr: Mehr als 2000 Menschen sollen im Landkreis Aurich auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet werden. Dabei geht es darum, die Dunkelziffer an Covid-19-Infektionen zu senken. Der Test stößt aber auch auf Kritik. Reihentests würden erst eine entscheidende Rolle spielen, wenn die ersten verlässlichen und exakten Antikörpertests verfügbar sind, um zu sehen, wie viele immun sind.

Update, 15.45 Uhr: Die Corona-Pandemie greift in Niedersachsen zwar weiter um sich, aber die Landesregierung kann auch positive Nachrichten vermelden. Die Zahl der Genesenen nach einer Covid-19-Erkrankung steigt deutlich an. Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs, berichtete von 5578 Menschen, die nach einer Infektion wieder gesund sind - das sind 61 Prozent aller bestätigten Infektionen. Gleichzeitig sind 183 neue Corona-Infektionen gemeldet worden - insgesamt 9150. Gestorben sind laut Zahlen vom Nachmittag bislang 303 Menschen, berichtete Schröder - neun mehr als noch am Sonntag. Im Krankenhaus befinden sich 934 Covid-19-Patienten, 232 davon auf Intensivstationen. 157 Patienten werden beatmet.

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Das Coronavirus trifft in Niedersachsen hauptsächlich die Altersgruppe zwischen 20 und 59 Jahren, erklärte Claudia Schröder. Menschen, die 70 Jahre oder älter sind, machen nur 18 Prozent aller bestätigten Fälle aus. Bei den Gestorbenen allerdings mache diese Altersgruppe rund 86 Prozent aus. Dies zeige nochmal, dass der Schutz von Risikogruppe enorm wichtig sei. (jdw)

Corona in Niedersachsen: Verwirrung um Krankschreibung aufgeklärt

Update, 15.20 Uhr: Nach harscher Kritik ist die telefonische Krankschreibung bei Erkältungen während der Corona-Krise doch weiterhin möglich. Das teilte der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen, Josef Hecken, am Montag mit. (dpa)

Die telefonische Krankschreibung in Deutschland ist auch in Corona-Zeiten nicht mehr zulässig.

Update, 13.30 Uhr: Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) hat sich für eine Verlängerung der telefonischen Krankschreibung ausgesprochen. In den vergangenen Wochen war es wegen der Coronavirus-Pandemie möglich gewesen, sich mit einer Erkältung krankschreiben zu lassen, ohne beim Arzt vorstellig zu werden - diese Ausnahmeregelung endete am Wochenende. „Das ist vor dem Hintergrund der weiterhin bestehenden Gefahr einer Infektion mit dem Coronavirus eine klare Fehlentscheidung“, sagte die SPD-Politikerin Reimann am Montag. Sie forderte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und den Gemeinsamen Bundesausschuss auf, die Lockerung zurückzunehmen.

Auch der Hausärzteverband Niedersachsen kritisierte die Änderung. Der Landesvorsitzende Matthias Berndt bezeichnete es als „Irrsinn“, die telefonische Krankschreibung als wirksame Maßnahme zur Vermeidung unnötiger Kontakte aufzugeben. (dpa)

Corona-Krise in Niedersachsen: Geschäfte dürfen wieder öffnen

Update, 11 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt weiterhin. Die Zahl der Genesenen steigt jedoch noch stärker an, sodass die Landesregierung erste Lockerungen beschlossen hat. Viele Geschäfte sind wieder geöffnet. Interessant wird es für Shopping-Center wie Dodenhof in Posthausen. Nach vier Wochen des Shutdowns können dort einzelne Geschäfte und Teilflächen öffnen.

Update, 20. April, 7 Uhr: Handelsketten, Läden und Buchhändler stehen in den Startlöchern: Nach wochenlanger Zwangspause in der Corona-Krise dürfen am Montag in Niedersachsen und Bremen kleine und mittlere Läden erstmals seit der angeordneten Schließung wieder öffnen. Ausgenommen sind Geschäfte mit einer Ladenfläche von mehr als 800 Quadratmetern. Diese dürfen allerdings ebenfalls öffnen, wenn sie ihre Verkaufsfläche entsprechend verringern. Dasselbe gilt für Läden in Einkaufszentren. Kfz- und Fahrradhändler sowie Buchhandlungen dürfen ungeachtet ihrer Größe öffnen. (dpa)

Corona in Niedersachsen: Polizei muss Party auflösen

Die Polizei hat am Wochenende in Niedersachsen etliche Verstöße gegen die Corona-Verordnungen verzeichnet. Im Landkreis Rotenburg verhängte die Polizei am Wochenende insgesamt zwölf Bußgelder, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Beamten mussten zudem vielerorts verbotene Gruppentreffen und Partys auflösen. (dpa)

Update, 17.35 Uhr: Angesichts der Corona-Epidemie leisten viele Hilfsdienste in Niedersachsen gerade wichtige Unterstützung, die Absage von Großveranstaltungen und anderen Aktivitäten aber bringt die Helfer finanziell in die Klemme. Durch fehlende Einnahmen und hohe Ausgaben für Schutzmaterial rutschten die Hilfsdienste in Schieflage, teilte die Johanniter-Unfall-Hilfe am Sonntag in Hannover mit. Die Problematik betreffe ihrer Einschätzung nach auch andere Hilfsorganisationen. Nötig sei ein Hilfsfonds, wie ihn die SPD bereits für die Stadt Hannover beantragt hat. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Wolfsburg führt Maskenpflicht ein

Update, 14.25 Uhr: Nur wenige Corona-Neuinfektionen meldet das Landesgesundheitsamt Niedersachsen am Sonntag. Demnach sind 104 neue Covid-19-Erkrankungen bestätigt worden - insgesamt sind es damit 8967 Infizierte. Gestorben sind bislang 294 Menschen - ein Plus von Drei innerhalb des letzten Tages. Die Zahl der Genesenen steigt auf 5426 Personen - 60,5 Prozent der Gesamtzahl.

Update, 19. April, 9.40 Uhr:Angesichts der vorsichtigen Öffnung von Geschäften führt die Stadt Wolfsburg am Montag eine Maskenpflicht ein. Diese gelte in den Geschäften, in öffentlichen Gebäuden, Arztpraxen, medizinischen Einrichtungen und in Bussen, teilte die Kommune am Samstag mit. Mit einer Übergangsfrist von einer Woche gelte sie zunächst bis zum 6. Mai. Ausgenommen seien Kinder unter sechs Jahren.

Kommt in Niedersachsen auch die Maskenpflicht? Nach den Alleingängen der Städte Wolfsburg und Braunschweig kündigt Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) eine landesweite Regelung an.

Auch wenn erste Geschäfte wieder öffnen dürften, sei die Gefahr des Coronavirus noch lange nicht gestoppt und überwunden, sagte Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) laut Pressemitteilung: „Wir müssen weiterhin gut Acht geben, dass wir uns nicht gegenseitig anstecken und die Risikogruppen sowie unser Gesundheitssystem nicht gefährden.“ Die Details der Verordnung sollen am Sonntag veröffentlicht werden. (dpa)

Corona-Krise in Niedersachsen: Sommerferien sollen nicht verkürzt werden

Update, 17.40 Uhr:  Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hält nichts von einer Debatte über die Verkürzung der Sommerferien wegen der Corona-Krise. „Bei allem, was wir machen, bemühen wir uns derzeit, die Eckdaten, die man kennt, die verlässlich sind, sie auch zu halten“, sagte der Minister am Samstag auf NDR 1 Niedersachsen. Es sei wichtig, nicht noch mehr Unsicherheit und Unklarheit hervorzurufen. Der Termin der Sommerferien sei wichtig für die weiteren Planungen, etwa für Prüfungen. „Ich finde, diese Debatte braucht im Moment keiner“, sagte Tonne.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hatte eine Verkürzung der Sommerferien ins Gespräch gebracht, dafür aber umgehend eine Absage aus vielen Ländern erhalten. (dpa)

Update, 14.45 Uhr: Die Corona-Pandemie breitet sich im Moment nur langsam in Niedersachsen aus. Das Landesgesundheitsamt meldet am Samstag 8863 Covid-19-Erkrankungen bislang - ein Plus von 181 Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Acht weitere Patienten sind gestorben - die Zahl der Todesopfer steigt auf insgesamt 291. Große Hoffnung macht aber die Zahl der Genesenen, die auf 5257 steigt, was 59,3 Prozent aller Infizierten entspricht. In Krankenhäuser befinden sich im Moment 900 Patienten, 143 davon müssen beatmet werden. (jdw)

Corona-Krise in Niedersachsen: Maskenpflicht in der Diskussion

Update, 18. April, 11.40 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erwartet in der Corona-Krise eine baldige Maskenpflicht. „Ich bin überzeugt, dass Alltagsschutzmasken bald zu unserem öffentlichen Leben gehören und etwa im Öffentlichen Personennahverkehr auch bald zur Pflicht werden können, sobald sie ausreichend verfügbar sind“, sagte der SPD-Politiker in einem Interview mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Bis dahin könne der Staat seine Bürgerinnen und Bürger aber nicht dazu zwingen, die Masken zu tragen.

Nach der Einführung in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern hält Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil die Einführung einer Maskenpflicht für wahrscheinlich.

Am Freitag hatte Sachsen als erstes Bundesland von Montag an eine Maskenpflicht für Nahverkehr und Einzelhandel eingeführt. Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind die Masken im Nahverkehr vom 27. April an Pflicht. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Bibliotheken dürfen wieder öffnen

Update, 15.50 Uhr: Die Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Niedersachsen hat auch die Regelungen zur Öffnung von Geschäften konkretisiert. Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis 800 Quadratmeter - einer Größe aus dem Bauordnungsrecht - dürfen ab 20. April öffnen. Auch größere Geschäfte, die eine Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern abtrennen können, dürfen öffnen. Buch-, Auto, und Fahrradhändler dürfen ebenfalls wieder öffnen. Bibliotheken können wieder öffnen. Pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche darf sich ein Kunde in der Lokalität aufhalten.

Einkaufszentren und Outlet-Center in Niedersachsen können ab Montag öffnen, zumindest einzelne Verkaufsstellen mit bis zu 800 Quadratmetern Fläche in den Zentren. Die Betreiber der Einkaufszentren und Outlet-Center müssen die Abstandsregeln und Hygienevorschriften gewährleisten können, erklärte Claudia Schröder vom Corona-Krisenstab.

Corona-Krise in Niedersachsen: Demos werden erlaubt

Update, 15.25 Uhr: Claudia Schröder, Mitglied des Corona-Krisenstabs in Niedersachsen, stellte klar, dass diese Verordnung Planungssicherheit für Organisatoren von Großveranstaltungen geben soll. Dementsprechend sind Großveranstaltungen ab 1000 Besuchern bereits jetzt bis zum 31. August untersagt worden. Ansonsten sind Zusammenkünfte im Rahmen der Verordnung weiterhin untersagt - bis zum Ablauf dieser Verordnung am 6. Mai 2020.

Versammlungen, Demonstrationen sind erlaubt, wenn die Vorgaben des Infektionsschutzes eingehalten werden können. Dies hänge stark von der Örtlichkeit ab. Ein Abstand von 1,50 Meter zwischen den Personen müsse laut Schröder eingehalten werden. Die Genehmigung liege bei den örtlichen Behörden in Niedersachsen. Eine konkrete Teilnehmerzahl konnte nicht genannt werden.

Corona in Niedersachsen: Kitas bleiben geschlossen - Demos sind erlaubt

Update, 15 Uhr: Nach den Bund-Länder-Beschlüssen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vom Mittwoch hat die Landesregierung von Niedersachsen nun eine eigene Verordnung erlassen, die ab 20. April inkrafttritt. Diese Verordnung ist am Nachmittag in Hannover vorgestellt worden.

Demnach bleiben Kitas in Niedersachsen weiterhin bis einschließlich 3. Mai geschlossen. Die bisherige Notbetreuung bleibt bestehen und soll leicht ausgeweitet werden. Die Schulen werden ab dem 27. April schrittweise geöffnet, wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) bereits am Donnerstag mitteilte. Das Besuchsverbot für Krankenhäuser und Seniorenheime bleibt bestehen. Ausnahmen bei Seniorenheim können von den örtlichen Gesundheitsämtern genehmigt werden.

Demonstrationen in Niedersachsen sind erlaubt, allerdings unter Auflagen der zuständigen Behörden. Auch die zulässige Teilnehmerzahl kann vorgegeben werden. Friseure können wahrscheinlich ab 4. Mai wieder öffnen. Geschäfte mit bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern dürfen ab Montag, 20. April, wieder öffnen.

Corona-Krise in Niedersachsen: Großveranstaltungen untersagt

Update, 14.35 Uhr: Das Land Niedersachsen hat die neue Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie veröffentlicht. Darin wird nun auch eine Großveranstaltung definiert. Demnach sind Veranstaltungen ab 1000 Besuchern grundsätzlich bis zum 31. August untersagt. Nun haben die Veranstalter Planungssicherheit.

Somit können viele große Jahrmärkte in Niedersachsen nicht stattfinden. Der Brokser Markt, der Ende August stattfinden sollte, kann nicht wie geplant stattfinden. Die Macher wollen alles versuchen, die Jubiläumsveranstaltung in den September zu verlegen. Die traditionelle Domweih in Verden wird ebenfalls nicht stattfinden können.

Corona in Niedersachsen: 220 Neuinfektionen vom Land gemeldet

Update, 14.20 Uhr: 220 Corona-Neuinfektionen meldet das Land Niedersachsen von Donnerstag auf Freitag. Bislang erkrankten landesweit 8682 Menschen an Covid-19. Gestorben sind bislang 283 Menschen - plus elf Personen innerhalb von 24 Stunden. Als genesen gelten 4908 Menschen - 56,5 Prozent aller Erkrankten. In stationärer Behandlung im Krankenhaus befinden sich 922 Patienten mit einer Corona-Infektion, 154 werden beatmet.

Update, 13.08 Uhr: Die niedersächsische Landesregierung diskutiert einem Bericht zufolge eine Lockerung des Besuchsverbots für Pflegeheime. Das Kabinett berate, „ob mit Genehmigung der kommunalen Behörde Ausnahmen möglich sein sollen und die Angehörigen unter Umständen die Heimbewohner oder Beschäftigten besuchen dürfen“, berichtete das Politikjournal „Rundblick Niedersachsen“ unter Berufung auf einen Entwurf der neuen Corona-Verordnung, die am Freitag erwartet wird. Die Leitung des Pflegeheims müsse dafür ein Hygienekonzept vorlegen und maximalen Schutz nachweisen. Eine Regierungssprecherin wollte die Pläne am Morgen nicht kommentieren. (dpa)

Corona-Krise in Niedersachsen: Polizei erhält Schutzmasken

Update, 17. April: Mit Blick auf die Corona-Krise hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Niedersachsen die dienstliche Anschaffung von Schutzmasken für alle Polizisten gefordert. Wegen der Infektionsgefahr müssten umgehend über ein Logistikzentrum Masken angeschafft und an alle Mitarbeiter der Polizei verteilt werden, sagte der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff. Obwohl es keine Tragepflicht gibt, müsse die Polizei alles tun, um die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen. Die Ermittler und Beamten müssten weiterhin einsatzfähig bleiben.

Update, 17.30 Uhr: Nach der Bund-Länder-Konferenz zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise werden neue Regelungen in Niedersachsen inkrafttreten. Die entsprechende Verordnung soll am Freitag vorgestellt werden, erklärte Heiger Scholz, Leiter des Corona-Krisenstabs des Landes Niedersachsen am Donnerstag. Die bisherige Kontaktsperre bleibt zum Beispiel bis mindestens zum 3. Mai bestehen.

Corona in Niedersachsen: Zahl der Genesenen steigt weiter an

Unterdessen steigt die Zahl der Genesenen nach einer Covid-19-Erkrankung deutlich an. Laut Schätzungen des Landesgesundheitsamts Niedersachsen haben 4612 Menschen - 54,5 Prozent aller Infizierten - die Corona-Infektion bereits überstanden. Die Gesamtzahl der Infektionen klettert auf 8462 - ein Plus von 245 bestätigten Infektionen. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 272 Menschen - plus 24 Verstorbene. In Krankenhäuser werden 935 Personen stationär behandelt, 180 Patienten werden beatmet.

Die Gewerkschaft der Polizei fordert dienstliche Schutzmasken für Polizisten.

Update, 15.40 Uhr: Der Schulbetrieb in Niedersachsen soll ab 27. April schrittweise wieder aufgenommen werden. Den Start machen die jeweiligen Abschlussklassen, berichtete Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) in Hannover. Schon vorher müssen die Schüler verbindlich an die heimischen Schreibtische zurückkehren, um zu lernen. In den folgenden Wochen sollen schrittweise alle Klassen an die Schulen in Niedersachsen zurückkehren. (jdw)

Corona-Krise: Festival-Sommer in Niedersachsen fällt aus

Update, 14.15 Uhr: Der Festival-Sommer in Niedersachsen fällt in diesem Jahr ins Wasser. Nach den neuesten Beschlüssen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind Großveranstaltungen bis zum 31. August untersagt worden. Inzwischen haben Hurricane, Deichbrand, Reload & Co. die großen Partys für dieses Jahr abgesagt.

Update, 12.20 Uhr: Nach dem gemeinsamen Beschluss der Bundesregierung mit den 16 Bundesländern wird die konkrete Umsetzung in Niedersachsen erwartet. Die neuen Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden für Freitag erwartet, kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwochabend an. Bereits am heutigen Donnerstag will sich Kultusminister Grant Hendrik Tonne zum Neustart an Schulen und Kitas in Niedersachsen äußern. Bislang ist klar, dass die Abschlussklassen am 27. April starten. Am 4. Mai soll eine weitere schrittweise Öffnung stattfinden. (jdw)

Corona in Niedersachsen: Klimaschutz bleibt wichtiges Thema

Update, 16. April, 9.20 Uhr: Trotz der Belastung der Wirtschaft durch die Coronavirus-Epidemie will Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) den Klimaschutz zügig voranbringen. „Natürlich sind Klimaschutz und Energiewende in den Zeiten der Corona-Krise in den Hintergrund gerückt, aber das wird nicht so bleiben“, sagte Weil der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Die Arbeit am Maßnahmenprogramm für Klimaschutz werde fortgesetzt, sie habe weiter hohe Priorität für die Landesregierung. „Gerade nach der Krise wird es wichtig sein, nachhaltiges, qualitatives Wachstum zu erzeugen. Klimaschutzmaßnahmen können eine Chance für Wachstum und Beschäftigung sein.“ (dpa)

Update, 19.20 Uhr: Die Bundesregierung und die 16 Bundesländer haben gemeinsam ein Papier zur Eindämmung der Corona-Pandemie verabschiedet. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erklärte, dass im Grundsatz an den bisherigen Entscheidungen - auch an der Kontaktsperre - festgehalten wird. Es wird empfohlen, dass Bürger bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und im Einzelhandel sogenannte Alltagsmasken tragen sollen. Noch sei dies keine Pflicht, stellte Weil klar.

Corona in Niedersachsen: Schulen öffnen - Großveranstaltungen untersagt

In Niedersachsen sollen die Schulen ab 27. April wieder öffnen, zunächst für die Abschlussklassen. Am 4. Mai sollen weitere Klassen den Schulbetrieb wieder aufnehmen. Die Kultusminister der Länder sollen ein detailliertes Konzept ausarbeiten.

Das Coronavirus in Niedersachsen grassiert weiter. Doch nun sollen die Schulen schrittweise wieder geöffnet werden.

Großveranstaltungen werden bis Ende August 2020 in Niedersachsen untersagt. Man wolle, so Weil, den Organisatoren großer Feste Planungssicherheit geben. Geschäfte des Einzelhandels bis 800 Quadratmeter dürfen ab 20. April wieder öffnen. Außerdem können Geschäfte des Auto-, Buch- und Fahrradhandels wieder öffnen. Friseure können ab 4. Mai öffnen. Betriebe der Gastronomie und Hotellerie bleiben weiterhin geschlossenGottesdienste sollen möglichst schnell wieder stattfinden können, ein konkretes Datum soll bundesweit abgestimmt werden.

Corona in Niedersachsen: Kampf gegen Covid-19 bislang erfolgreich

Update, 18.55 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) spricht aktuell in Hannover zum weiteren Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Krise. Die Maßnahmen seien sehr konsequent und erfolgreich gewesen. Eine Überforderung des Gesundheitssystems sei abgewendet worden, die Zahl der Genesenen steige ständig. Dennoch sind auch viele Todesopfer mit einer Covid-19-Erkrankung zu beklagen.

Update, 17.55 Uhr: Weitere Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie sind öffentlich geworden. So sollen die Schulen in Niedersachsen nicht direkt nach Ende der Osterferien geöffnet werden. Ein schrittweiser Schulstart Anfang Mai sei möglich, meldet die Deutsche Presse-Agentur. Außerdem sollen Großveranstaltungen generell bis Ende August untersagt werden. Davon betroffen seien sowohl Fußballspiele in Niedersachsen als auch Festivals wie dem Hurricane oder dem Reload. Diesen großen Partys droht demnach das Aus für dieses Jahr. (jdw/dpa)

Corona in Niedersachsen: Bevölkerung soll Alltagsmasken tragen

Update, 16.55 Uhr: Wie von den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie bekannt wurde, soll eine Empfehlung für das Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und Einzelhandel ausgesprochen werden. Es werde dringend empfohlen, meldet die Deutsche Presse-Agentur. Eine Maskenpflicht soll es jedoch nicht geben. (jdw)

Update, 15 Uhr: Das Land Niedersachsen meldet einen starken Anstieg bei den Todesopfern im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Innerhalb eines Tages seien 25 Menschen mit Corona-Infektion gestorben. Insgesamt sind 248 Menschen in der Krise gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf 8217 Menschen - plus 147. Als genesen gelten aktuell 4291 - also 52,2 Prozent aller bislang Infizierten in Niedersachsen. In Krankenhäusern werden 971 Personen stationär behandelt, 152 Erwachsene werden beatmet. (jdw)

Coronavirus in Niedersachsen: Bund will Kontaktsperre verlängern

Update, 14 Uhr: In diesen Minuten beginnen die Beratungen der Bundesregierung und Bundesländer über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Am Morgen tagte bereits das Corona-Kabinett, um den Ländern Vorschläge unterbreiten zu können. Laut Medienberichten soll die Kontaktsperre bis zum 3. Mai verlängert werden.

Auch die Schulen und Kitas sollen vorerst geschlossen bleiben. Eine schrittweise Wiederaufnahme des Lehrbetriebs soll ab 4. Mai erfolgen, so der Vorschlag der Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Bereits ab 20. April könnten kleinere Geschäfte bis 400 Quadratmeter öffnen. Ab 4. Mai sei eine Öffnung von Friseurläden auch wieder denkbar, heißt es in dem Konzeptpapier des Bundes. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will am späten Nachmittag über die Beschlüsse informieren. (jdw/dpa)

Corona in Niedersachsen: Lockerungen des Kontaktverbots in Sicht?

Update, 15. April, 11.45 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie steht das öffentliche Leben in Niedersachsen noch bis mindestens 19. April still. Das Kontaktverbot und die Schließung vieler Geschäfte zeige Wirkung, hieß es am Dienstag von Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts. Es gebe Grund für leichten Optimismus.

Am Nachmittag beraten nun die Bundesregierung und die 16 Bundesländer über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will am Abend über die Entscheidungen informieren. Es stehen Lockerungen der Einschränkungen im Raum. Interessant wird die Frage nach dem Neustart der Schulen und Kitas sein. Ein komplette Normalisierung des Betriebs ab nächster Woche erscheint unwahrscheinlich. (jdw)

Coronavirus in Niedersachsen: Landkreis plant Massentest

Update, 17.50 Uhr: Der Landkreis Aurich plant als erster in Niedersachsen einen Massentest, um die Dunkelziffer Corona-Infizierter zu ermitteln. Bei 1000 Bürgern sollen bis voraussichtlich nächste Woche Abstriche gemacht und die Ergebnisse ausgewertet werden, wie Gesundheitsdezernent Frank Puchert (parteilos) am Dienstag sagte. „Die Zahlen bei uns sind unauffällig im Moment und wenn sich das bestätigt, kann das ja schon hilfreich sein bei den Entscheidungen, die wir künftig treffen müssen.“ Es gehe um die Frage, so Puchert, was verhältnismäßig an Einschränkungen im sozialen Leben sei - ob es Lockerungen oder Restriktionen gebe.

In Zeiten der Corona-Pandemie in Niedersachsen gehört der Mund-Nase-Schutz langsam zum Alltag dazu.

Dem niedersächsischen Gesundheitsministerium sind einem Sprecher zufolge keine weiteren sogenannten Reihentests im Land bekannt. Dort sehe man das Vorgehen kritisch. Die Hauptkriterien für einen Test seien auf Grundlage der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts das Auftreten von Symptomen sowie der Kontakt zu Covid-19-Erkrankten. Es sei nur bedingt sinnvoll, im großen Maßstab Menschen ohne Symptome zu testen: „Jemand, der heute negativ getestet wurde, kann am nächsten Tag dennoch positiv werden.“ Nach Ansicht des Ministeriums werden Reihentests dann eine größere Rolle spielen, wenn die ersten verlässlichen und exakten Antikörpertests verfügbar sind. (dpa)

Corona-Krise in Niedersachsen: 915 Covid-19-Patienten im Krankenhaus

Update, 15.30 Uhr: Hoffnung in der Corona-Krise - bevor die Bundesländer mit der Bundesregierung am Mittwoch über mögliche Lockerungen der Einschränkungen sprechen, ist die Zahl der Neuinfektionen in Niedersachsen nur moderat angestiegen. Das Landesgesundheitsamt meldete am Dienstag 119 neue Covid-19-Fälle innerhalb eines Tages - insgesamt stieg die Zahl der bestätigten Infektionen auf 8070. Landesweit sind 223 Todesfälle - plus elf - registriert worden. 3994 Personen gelten als genesen.

Von den aktuell Corona-Infizierten in Niedersachsen befinden sich 915 Patienten in stationärer Behandlung in Krankenhäusern, darunter ist ein Kind. 235 Personen werden auf einer Intensivstation betreut, davon sind 162 Patienten auf eine Beatmung angewiesen. (jdw)

Corona in Niedersachsen: Große Konzerte noch lange nicht in Sicht

Update, 14.20 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat vor den Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Epidemie vor vorschneller Hoffnung auf umfassende Lockerung der Einschränkungen gewarnt. „Niemand von uns sollte die Illusion haben, dass wir ab nächster Woche unser altes Leben zurückbekommen“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Hannover. „Auf der Grundlage der aktuellen Erkenntnisse über die Ausbreitung des Virus und die Auslastung unserer Krankenhäuser werden wir allenfalls über erste, vorsichtige Schritte zur Lockerung der geltenden Einschränkungen reden können.“

Und auch weitere Schritte könnten jeweils nur stufenweise und unter enger Bewertung des Infektionsgeschehens erfolgen, meinte Weil. „Bis wir aber beispielsweise wieder große Konzerte miteinander besuchen können, wird noch einige Zeit ins Land gehen.“ Auf der Politik liege derzeit ein erheblicher öffentlicher Druck aus ganz unterschiedlichen Richtungen. „Ein Teil der Bürgerinnen und Bürger hat große Sorgen vor einer zu schnellen Ausbreitung des Virus und ist dementsprechend skeptisch gegenüber der gesamten Exit-Debatte“, so Weil. Ein anderer Teil wünsche eine zügige Rückkehr in die Normalität. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Polizei kontrolliert Auflagen

Erstmeldung, 14. April, 13.15 Uhr:Strahlender Sonnenschein, doch gähnende Leere an vielen beliebten Ausflugszielen: Die Menschen in Niedersachsen haben sich am Osterwochenende weitestgehend an die  Auflagen zur Bekämpfung des Coronavirus gehalten.

Polizei-Kontrollen in Niedersachsen: In Hannover leitete die Polizei von Karfreitag bis Ostersonntag zwar 156 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten ein, etwa weil Ausflügler sich nicht an die Regeln zum Mindestabstand hielten. Ein Polizeisprecher bewertete die Zahl aber als „eher niedrig“. Die Beamten waren vor allem rund um das Steinhuder Meer und den Maschsee unterwegs, beide Orte gehören zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Region. Dort sei es bei strahlendem Sonnenschein belebt gewesen, die meisten Menschen hätten sich aber an die Regeln gehalten.

Corona in Niedersachsen: Cuxhavens Strände fast menschenleer

Küste in Niedersachsen: Völlig entspannt war die Lage nach Angaben der Polizei auch in Cuxhaven. Dort waren die Strände fast verwaist. „Wir haben keinen Ärger gehabt“, sagte ein örtlicher Beamter. Die Nutzung des kilometerlangen Strandes in Cuxhaven ist für Touristen verboten - es seien am Osterwochenende aber auch keine da gewesen, sagte der Polizist. „Die Bürger hier im Norden scheinen vernünftig zu sein.“

Osterfeuer in Niedersachsen: Vereinzelt wurden trotz Verbots Osterfeuer abgebrannt - etwa in Ostfriesland, wie die Polizei meldete. In vielen Fällen stellten sich die vermeintlichen Osterfeuer aber als Feuerschalen heraus, um die jeweils nur eine Familie in ihrem Garten saß, berichtet kreiszeitung.de*.

In Zeiten der Corona-Krise in Niedersachsen ist die passende Schutzausrüstung für Krankenschwestern und Krankenpfleger enorm wichtig.

Drive-In-Gottesdienst: Kreativität haben die Kirchen in Niedersachsen zu Ostern bewiesen: In Nordhorn etwa hängte eine Gemeinde auf den Kirchenbänken Fotos ihrer Mitglieder auf, in Hildesheim gab es einen Drive-In-Gottesdienst. Die katholische Messe wurde wie ein Autokino organisiert - die rund 400 Teilnehmer saßen bei dem Gottesdienst in ihren Autos, die Predigt konnte über das Radio gehört werden. „Das ist ein Modell, was wir uns auch für die Zukunft vorstellen können“, sagte Sprecher des Diözesanverbandes in Hildesheim, Mirco Weiß.

Corona in Niedersachsen: Erste Erntehelfer angekommen

Erntehelfer in Niedersachsen: Die ersten Erntehelfer aus Osteuropa sind mit Sondermaschinen gekommen und nun auf Feldern in Niedersachsen im Einsatz. Allerdings deutlicher weniger als erwartet: So trafen auf dem Hof Borgmeyer in Dissen bei Osnabrück am Wochenende 11 rumänische Erntehelfer ein, eigentlich hatte der Landwirt 18 erwartet. „Viele waren verängstigt und haben dann noch kurzfristig abgesagt“, sagte Fritz Borgmeyer. Für den Einsatz auf den Höfen haben sich nach Worten von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) auch Tausende freiwillige Helfer gemeldet. „Wir werten es als wichtiges Zeichen der Solidarität, dass sich über Jobportale wie das der Landwirtschaftskammer Niedersachsen Tausende freiwillige Helfer auf den Höfen melden“, sagte Weil der Deutschen Presse-Agentur.

Psychotherapeuten: Die Psychotherapeuten in Niedersachsen rechnen mit einer stärkeren Nachfrage nach Hilfe. „Wir stellen uns auf erhöhte Patientenzahlen ein“, sagte die Landesvorsitzende der Psychotherapeuten-Vereinigung, Felicitas Michaelis. Dafür seien die Kollegen gut gerüstet. „Die Praxen haben auf.“ Erste Erfahrungen in der Corona-Krise zeigten, dass Menschen mit Angsterkrankungen und depressiven Störungen verstärkt Rückfälle erlitten. Wer schon in Behandlung sei, könne künftig auch per Video oder Telefon weiter betreut werden. Die Therapeuten fordern, dass sie auch neuen Patienten bald so helfen dürfen.

Coronavirus in Niedersachsen: Schulen sollen Betrieb aufnehmen

Gibt es Wege aus der Corona-Krise? Klarheit wird es erst am Mittwoch geben - für die Schüler, die Wirtschaft und alle anderen Bereiche in Niedersachsen. Kanzlerin Angela Merkel wird am Mittwochnachmittag mit den Ministerpräsidenten der Länder über Lockerungen beraten.

Corona-Szenarien für die Schulen in Niedersachsen: Die Schulen in Niedersachsen sind noch bis mindestens Ende der Woche geschlossen. Denkbar ist danach ein stufenweises Vorgehen, bei dem zuerst entweder die jüngeren oder die älteren Schüler zurückkehren. Die Bildungsgewerkschaft GEW warnte vor zu viel Hoffnung auf guten Digitalunterricht. „Lernen funktioniert in aller Regel nicht, wenn Kinder und Jugendliche isoliert am Bildschirm sitzen“, sagte GEW-Landeschefin Laura Pooth der dpa. Außerdem seien die Bedingungen nicht überall gleich: So gebe es Regionen ohne vernünftiges Internet in Niedersachsen oder Familien, in denen die Kinder keinen Rückzugsort oder keinen Zugang zu einem Laptop hätten.

Corona in Niedersachsen: Fallzahlen steigen weiterhin an

Sommerferien in Niedersachsen: Von einer Verschiebung der Sommerferien auf später, wie sie der Tourismusverband ins Spiel gebracht hat, hält Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann eher nichts. Zwar sei der Tourismus eine wichtige Branche in Niedersachsen. Die Corona-Infektionen würden aber vermutlich über den Sommer hinaus anhalten. „Wir werden lernen müssen, damit umzugehen. Insofern sehe ich im Moment keine Grundlage, die Ferientermine zu verändern“, sagte Althusmann der dpa.

Corona-Fallzahlen in Niedersachsen: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen stieg in Niedersachsen am Ostermontag auf 7951, das waren 163 mehr als am Tag zuvor. Die Gesamtzahl der Toten stieg auf 212 Tote, die Zahl derjenigen, die wieder gesund sind, stieg auf 3724 Menschen. Die mit Abstand meisten Fälle gibt es nach wie vor in der Region Hannover (1482), gefolgt von Kreis und Stadt Osnabrück (1131 Fälle), dem Kreis Göttingen (438) und dem Kreis Harburg (366). (dpa)

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