42 Mitarbeiter bald auf der Straße?

600 Jahre Geschichte - Traditionslokal vor dem Aus? Überraschende Neuigkeiten

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Steht ein Traditionslokal mit 600 Jahren Geschichte vor dem Aus? (Archivbild)
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Nach über 600 Jahren Geschichte steht ein Traditionslokal kurz vor dem Aus. Und 42 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs - teils nach mehreren Jahrzehnten im Unternehmen.

  • Die Traditionsgaststätte Bratwursthäusle in Nürnberg steht vor dem Aus.
  • 42 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs.
  • Jetzt gibt es überraschende Neuigkeiten.

Update vom 3. Dezember: Das Bratwursthäusle in Nürnberg bleibt doch geöffnet, zumindest bis ein neuer Pächter gefunden ist. Das hat Wirtssohn Kai Behringer jetzt in Verhandlungen mit der Tucher-Bräu erreicht. Der Brauerei gehört die Immobilie. Das berichtet nordbayern.de. Der zukünftige Nachfolger wird dabei nicht nur das Lokal selbst übernehmen, sondern auch die 42 Angestellten.

"Ich habe das meinen Leuten jetzt bei einer Betriebsversammlung versprechen können", so Kai Behringer gegenüber nordbayern.de. Die Brauerei wollte den Pachtvertrag, der Ende des Jahres ausläuft, nicht verlängern - nach 55 Jahren. Jetzt bleibt die Wirtsfamilie, bis es einen neuen Pächter gibt. Auch ein nahtloser Übergang soll ermöglicht werden. Dass dieser angepeilt wird, stehe im Vertrag. Kai Behringer ist laut nordbayern.de überzeugt, dass sich genügend Bewerber für das Bratwursthäusle finden werden, in dem seit Jahrzehnten auch lokale und internationale Prominenz zu Gast ist: "Ich hoffe, dass es schnell geht“, erklärte Behringer weiter. 

Nach 600 Jahren Geschichte: Bratwursthäusle in Nürnberg steht vor dem Aus

Ursprungsartikel vom 20. November

Nürnberg - Paukenschlag in der Nürnberger Altstadt. Steht das beliebte Nürnberger Bratwursthäusle vor dem Aus? 600 Jahre Geschichte wären auf einen Schlag dahin. 42 Mitarbeiter würden außerdem auf der Straße stehen. Der Grund: Der Pachtvertrag läuft nur noch bis zum Jahresende. Das berichtet Nordbayern.de.

Laut Informationen von Mitarbeitern räumt Wirt Werner Behringer zum Jahresende das Feld. Diese Informationen werden von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) bestätigt, wie Nordbayern.de weiter schreibt. Wird bis dahin kein Nachfolger gefunden, endet in der Nürnberger Altstadt ein mehr als 55-jähriges Kapitel. 

Bratwursthäusle in Nürnberg: Mitarbeiter von möglichem Ende kalt erwischt

Ein Mitarbeiter, der nicht namentlich genannt werden will, berichtet gegenüber Nordbayern.de, dass klar war, dass der Gründer und Senior-Chef nicht mehr lange weitermachen würde. Das "war natürlich allen bewusst." Behringer habe dies auch selbst vor einigen Monaten gesagt. Von einer Schließung der Gaststätte sei aber nie die Rede gewesen, so der Mitarbeiter weiter. 

Die Nachricht habe die Mitarbeiter deshalb eiskalt erwischt. Das erzählte Laura Schimmel von der NGG Nürnberg-Fürth. Die Gewerkschaftssekretärin hat am letzten Donnerstag an einem Treffen zwischen Betriebsrat und Unternehmensführung teilgenommen. Bei der Zusammenkunft habe Juniorchef Kai Behringer gesagt: „Es ist vorbei“, so Schimmel weiter. Der Sohn von Senior-Chef Behringer habe dabei angeblich auch deutlich gemacht, dass man den an Silvester auslaufenden Pachtvertrag nicht verlängern könne und außerdem auch kein Nachfolger in Sicht sei. 

Erst im Sommer sorgte das mögliche Aus von drei beliebten Beeren-Cafés für Aufsehen. Eine Stammkundin startete daraufhin eine Petition. (Merkur.de*)

Bratwursthäusle in Nürnberg vor dem Aus? Mitarbeiter sind verunsichert

Was die Gewerkschafterin an der Sache nicht gut findet, ist dabei nicht nur, dass 42 Menschen möglicherweise ihren Job verlieren, sondern auch, dass dies überhaupt nicht kommuniziert wurde. Auch eine Mitarbeiterin bestätigte laut Nordbayern.de, dass keiner eine Kündigung bekommen habe. Ihr und ihren Kollegen, die teilweise schon seit drei Jahrzehnten im Bratwursthäusle arbeiten, droht der Gang zum Arbeitsamt, denn: "Im Januar finden sie in der Gastronomie kurzfristig keine Arbeit." 

Die NGG will sich für die gesetzlichen Rechte der Mitarbeiter stark machen. Für neun von ihnen sieht es aber nicht gut aus, denn sie haben nur befristete Verträge, die am 31. Dezember auslaufen - und bisher noch nicht verlängert wurden. "Es herrscht große Verunsicherung bei uns, wie es weitergehen soll“, berichtet ein Mitarbeiter. Hoffnung auf einen neuen Pächter mache sich zurzeit niemand. 

Familie betreibt Bratwursthäusle seit 55 Jahren: Jetzt droht das Aus

Kai Behringer selbst sagt, er habe alles getan, damit seine Mitarbeiter nicht vor einer ungewissen Zukunft stehen. Das Schicksal seiner Angestellten lasse ihn nicht kalt: "Da sind Menschen dabei, mit denen man 25 Jahre täglich zusammengearbeitet hat". Seine Familie betreibe die Gaststätte mittlerweile seit 55 Jahren, zunächst sollte sie auch weitergeführt werden. Doch vor einiger Zeit habe sich gezeigt, dass sich die Parteien über eine Vertragsverlängerung nicht einig werden. 

Er habe der Bitte des Verpächters zugestimmt, den Betrieb auch über Vertragsende hinaus einige Monate lang weiterzuführen, damit sich ein Nachfolger findet - der auch das Personal übernimmt, wie Nordbayern.de berichtet. Das habe man den Mitarbeitern auch so mitgeteilt. 

Bratwursthäusle in Nürnberg: Pächter immer noch bereit, vorerst weiterzumachen

Vor einigen Tagen sei ihm dann schriftlich mitgeteilt worden, dass er die Gaststätte doch zum 31. Dezember räumen soll, „auch wenn sich kein Nachfolger findet“, wie Behringer aus der Mail zitiert. Diese habe ihn kalt erwischt. "Ich kann das absolut nicht verstehen." Sollte der Verpächter doch noch seine Meinung ändern, wäre er bereit, vorerst weiterzumachen, wie er gegenüber Nordbayern.de versicherte. "Damit ein Übergang ohne Betriebsschließung stattfindet und kein Mitarbeiter seinen Job verliert."

Video: Nürnberger Bratwurst aus dem Döslein

Auch Üveyde Bulut erlebte eine böse Überraschung. Sie betrieb den Snackladen „Panem“ in München, dann wurde ihr plötzlich gekündigt. (Merkur.de*)

kam

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