Unfassbarer Vorfall in Brandenburg

Mann attackiert 20-Jährigen und stößt dann Helferin auf die Gleise

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Brandenburg - Unfassbar: Nur eine Woche nach der tragischen Horror-Tat am Frankfurter Bahnhof wurde erneut ein Mensch absichtlich auf die Bahngleise gestoßen. 

Update, 10.20 Uhr - Verdächtiger war stark alkoholisiert

Wie die Polizei bekannt gab bestand für die 17-Jährige keine Gefahr durch einen herannahenden Zug, da der Zugverkehr sofort eingestellt wurde, nachdem der Vorfall bekannt wurde. Bei der Überprüfung des deutschen Tatverdächtigen war der Mann zum Tatzeitpunkt stark alkoholisiert und stand unter dem Einfluss von Drogen. 

Er wurde in die Polizeiinspektion verbracht und vernommen. Es wird wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Der 33-Jährige wurde auf Weisung der Staatsanwaltschaft entlassen. 

Erstmeldung

Unfassbar: Bereits zum dritten Mal in kurzer Zeit wurde eine Person mit voller Absicht auf ein Bahngleis geschubst. Im Brandenburger Landkreis Teltow-Fläming saß am Donnerstag ein 20-jähriger Mann auf einer Bank am Bahngleis und wartete auf seinen Zug. Ein 33-Jähriger kam laut einer Pressemeldung der Polizeidirektion West auf ihn zu, trat auf das Fahrrad, das der junge Mann dabei hatte ein und entriss ihm anschließend den Rucksack. Dessen Inhalt kippte er kurzerhand auf den Bahnsteig und verteilte ihn dort. 

Als der 20-Jährige versuchte sein Hab und Gut wieder einzusammeln, schlug der Widersacher mehrfach auf ihn ein. Der Attackierte flüchtete zu einer 17-jährigen Bekannten, die sich ebenfalls an dem Bahnhof befand und erzählte ihr von dem Vorfall. Diese wollte helfen und gemeinsam den Besitz ihres Bekannten einsammeln. Zusammen kehrten sie deshalb zu dem Randalierer zurück und begannen den Inhalt des Rucksacks aufzuheben. Das passte dem 33-Jährigen scheinbar nicht: Er schubste die junge Frau ins Gleisbett. 

Als sie versuchte sich zu retten und zurück auf den Bahnsteig zu klettern, stellte er sich ihr nach Zeugenaussagen mehrfach in den Weg und hinderte sie daran. Letztlich schaffte die Frau es, sich aus eigener Kraft auf die Plattform zu retten. Zu diesem Zeitpunkt kam die dazugerufene Polizei an und nahmen den Randalierer fest. 

Bei dem Vorfall wurden sowohl der 20-jährige Mann, als auch seine Bekannte leicht verletzt. Der Fall ruft die schreckliche Bilder der letzten Wochen in Erinnerung. Gerade einmal sieben Tage ist es her, dass ein Mann einen 8-jährigen Jungen und seine Mutter in Frankfurt vor einen einfahrenden ICE gestoßen hat. Die Mutter konnte sich zwar in letzter Sekunde retten, doch das Kind kam dabei ums Leben. Der Verdächtige wurde festgenommen.

Nur kurze Zeit davor, am 20. Juli wurde in Voerde (NRW) eine 34-Jährige ebenfalls vor einen Zug gestossen. Die Frau kam dabei ums Leben. Täter und Opfer kannten sich nicht, sie war mit ihren Kindern unterwegs. 

Im Fall der 17-Jährigen und ihres Begleiters in Brandenburg ging der Angriff zum Glück anders aus. 

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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