Strategie 'Leise Schiene' auf deutschen Gleisen

Fahrverbot für laute Güterwagen ab 2020

Berlin – Ab Dezember 2020 soll auf dem deutschen Schienennetz ein Fahrverbot für laute Güterwagen gelten. Einem entsprechenden Gesetzentwurf, der von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eingebracht wurde, hat das Bundeskabinett am Mittwoch zugestimmt. Die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der CSU-Verkehrskommission begrüßt diese Entscheidung:

"Im Februar 2015 hatte Bundesverkehrsminister Dobrindt in Flintsbach, Landkreis Rosenheim, angekündigt, dass es ab 2020 keine lauten Züge mehr auf deutschen Gleisen geben würde. Mit diesem Gesetzentwurf halten wir das Versprechen, den Schienenlärm wirksam und dauerhaft an der Quelle zu reduzieren! Das Fahrverbot ist elementarer Bestandteil der Strategie 'Leise Schiene', mit der der Bundesverkehrsminister ein umfassendes Programm zur Lärmreduzierung in die Wege geleitet hat. Denn so schaffen wir Anreize, dass Altfahrzeuge umgerüstet werden. Die Deutsche Bahn ist hier bereits auf einem guten Weg, doch ab 2020 müssen auch Altfahrzeuge ausländischer Bahnen die geltenden Lärmschutzrichtlinien erfüllen. Damit schützen wir die Anwohner vor Lärm und schaffen Akzeptanz für den Schienengüterverkehr."

Der Gesetzentwurf soll 2017 im Deutschen Bundestag verabschiedet werden und sieht vor, dass ab dem Fahrplanwechsel zum 13.12.2020 auf dem deutschen Schienennetz ein Fahrverbot für laute Güterwagen eingeführt wird. Dann darf kein Güterwagen bei der Fahrt den Höchstwert überschreiten, der durch die geltenden Lärmschutzrichtlinien (TSI Lärm) für die Neuzulassung von Fahrzeugen festgeschrieben ist.

Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Die Strategie 'Leise Schiene' fördert den Lärmschutz neben dem Fahrverbot auch durch Lärmschutz an der Quelle durch Innovation und Umrüstung auf Flüsterbremsen sowie durch Lärmschutz an der Strecke etwa durch Schallschutzwände und –fenster.

Bundestagsbüro Daniela Ludwig, MdB

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Deutschland

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT