MIt 183 km/h auf der Landstraße

Erste Bilanz: Bayerns schlimmste Raser

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Hier wird in Oberbayern während des Blitzmarathons geblitzt. Den Link zur Karten finden Sie unten.

München - Der erste Tag des Blitzmarathons 2015 ist vorbei. Und wieder gingen der Polizei zahlreiche Raser ins Netz. Die schlimmste Tempo-Überschreitung maß die Polizei bei einem Motorradfahrer.

Das bayerische Innenministerium zieht eine erste Zwischenbilanz für den Blitzmarathon 2015. Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) gab bekannt, dass am Donnerstag innerhalb der ersten 18 Stunden des dritten bayerischen Blitzmarathons mehr als 260.000 Fahrzeuge kontrolliert und 8.111 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt wurden.

Bayernweit waren am Donnerstag rund 2.000 Polizisten an knapp 900 Messstellen im Einsatz. "Der überwiegende Teil der Autofahrer war langsamer unterwegs als sonst", sagte Herrmann mit Blick auf das Zwischenergebnis. "Leider mussten wir aber trotz der groß angelegten Vorankündigung wieder eine Reihe unverantwortlicher Raser aus dem Verkehr ziehen."

Blitzmarathon 2015: Die schlimmsten Raser

Trauriger Spitzenreiter war ein Motorradfahrer, der mit halsbrecherischen 183 Stundenkilometern statt der erlaubten 100 auf einer Kreisstraße nahe Wendelstein in Mittelfranken unterwegs war. "Wer derart unverantwortlich sein Leben und das der anderen aufs Spiel setzt, hat auf unseren Straßen nichts mehr verloren", betonte der Verkehrsminister. Die 1.200 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und das dreimonatige Fahrverbot seien ein verdienter Denkzettel.

Weitere Höchstwerte der anderen Polizeipräsidien:

• PP Unterfranken auf der B469 bei Niedernberg 82 km/h zu schnell

• PP Oberfranken auf der B289 bei Lichtenfels 73 km/h zu schnell

• PP Oberbayern Süd auf der B15 bei Schechen 73 km/h zu schnell

• PP Oberpfalz auf der B470 Höhe Brandweiher 65 km/h zu schnell

• PP Schwaben Süd/West in Buch im Landkreis Neu-Ulm 65 km/h zu schnell

• PP Niederbayern auf der B299 bei Geisenhausen 64 km/h zu schnell

• PP Oberbayern Nord auf der B16a bei Ingolstadt 62 km/h zu schnell

• PP Schwaben Nord in Biberbach 57 km/h zu schnell

• PP München auf der Fürstenrieder Straße 55 km/h zu schnell

Zwischenbilanz des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

Im Dienstbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wurden während des bundesweiten „24-Stunden Blitzmarathons“ mehr als 11.000 Fahrzeuge kontrolliert. Die Polizeibeamten stellten dabei 471 Geschwindigkeitsverstöße fest, die überwiegend mit einem Verwarnungsgeld geahndet wurden. Die meisten Verkehrsteilnehmer standen der groß angelegten Kontrollaktion positiv gegenüber. Der „Bayerische Blitzmarathon“ wird noch bis zum 23. April fortgeführt.

Zu hohe Geschwindigkeit gehört zu den Hauptunfallursachen und ist ein wichtiges Themenfeld im Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramm „Bayern mobil – sicher ans Ziel“. Den Verkehrsteilnehmer für die Gefährlichkeit von Geschwindigkeitsverstößen zu sensibilisieren und nicht der Geldbeutel des Autofahrers ist das Ziel des Blitzmarathons. Die eingesetzten Beamten im Dienstbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd trafen dabei auf überwiegend verständnisvolle und selbstkritische Verkehrsteilnehmer.

An 148 verschiedenen Messstellen mussten während des „24-Stunden Blitzmarathons“ insgesamt 532 Verkehrsteilnehmer beanstandet werden. Davon waren 471 Kraftfahrer wegen Geschwindigkeitsverstößen aufgefallen. Der negative Spitzenreiter im Präsidialbereich wurde im Gemeindegebiet Schechen auf der Bundesstraße 15 gemessen. Den Verkehrsteilnehmer, der bei erlaubten 80 km/h mit 153 km/h gemessen wurde, erwarten nun eine Geldbuße von 600 Euro, zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei und ein Fahrverbot von drei Monaten.

Im Anschluss an den bundesweiten Blitzmarathon wird die bayerische Kontrollwoche mit dem Schwerpunkt Geschwindigkeitsüberwachung auf Landstraßen und an Schulen bis zum 23. April fortgesetzt. Die Verkehrsteilnehmer können sich weiterhin unter www.sichermobil.de über die regionalen Messstellen informieren.

Blitzmarathon 2015: So geht's weiter

Der Blitzmarathon noch bis zum kommenden Donnerstag, 23. April, an. Durch den auf eine Woche ausgedehnten Kontrollzeitraum erhofft sich Herrmann einen noch nachhaltigeren Effekt: "Unser Ziel ist, dass sich die Verkehrsteilnehmer dauerhaft besser an die Geschwindigkeitslimits halten. Denn schon wenige Stundenkilometer zu schnell können im Ernstfall schwere Verletzungen oder gar den Tod bedeuten." Mit Blick auf die zentrale Trauerfeier für die Opfer des tragischen Flugzeugabsturzes in Frankreich am heutigen Tag in Nordrhein-Westfalen endete der bundesweite Blitzmarathon schon am 16. April um Mitternacht. Aus Rücksicht auf die Trauerfeier wurde heute auch der Bayerische Blitzmarathon unterbrochen. Gewöhnliche Geschwindigkeitskontrollen können bayernweit aber trotzdem stattfinden.

Hier finden Sie die Karte mit allen Messstellen in Oberbayern. 

dg/Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

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