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Zu Besuch in Yvonnes neuem Zuhause

Deggendorf - Nach langer Flucht atmet ganz Gut Aiderbichl auf - Yvonne ist endlich zu Hause bei ihrer Familie. Wir haben die Star-Kuh dort besucht.

"Ich habe es gar nicht mehr zu träumen gewagt", schwärmt Hans Wintersteller, Einsatzleiter der Suchaktion "Yvonne". "Dass sie doch endlich wieder aufgetaucht ist... Also für mich ist es ein reinster Glückstag," so der Mann, der wochenlang der Problemkuh auf den Versen war.

Yvonnes neues Zuhause

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Yvonne steht in der Ecke vom Stall. Schläft sie? © ds
War wohl doch alles ganz schön anstrengend! © ds
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Das ist ihr Sohn Friesi, der ist schon neugieriger als Mama. © ds
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Hier noch einige neue Freunde von Yvonne. © ds
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Sogar ein Willkommens-Schild gab's! © ds

Auch Gut Aiderbichl-Gründer Michael Aufhauser war am Freitag vor Ort. "An so einem Tag muss ich hier sein," sagte er gegenüber uns. "Ich bin so glücklich, dass doch alles gut ausgegangen ist. Meine größte Sorge war, dass uns die Yvonne doch einmal vor irgendein Auto rennt... Nicht auszudenken!"

Und Gut Aiderbichl war am Freitag ohnehin sehr gut besucht. Nicht nur zahlreiche Kamerateams hielten sich im Innenhof auf. Besucher kamen von überall her. Eine Frau berichtete uns: "Wir wollten eh schon die ganze Zeit einmal hier herkommen. Und gerade an dem Tag, an dem wir geplant haben, zu kommen, da taucht Yvonne wieder auf!"

Die Kuh, um die sich der ganze Rummel drehte, stand währenddessen eher teilnahmslos in ihrem Stall, nebst Sohn Friesi, der seinerseits recht aufgeregt zu sein schien. "Müde is sie halt", so ein Guts-Mitarbeiter. "War ja auch viel für sie jetzt." Und so wirkte Yvonne auch. Müde, abgespannt und desinteressiert. "In ein paar Wochen, wenn sie sich erholt hat, kommt sie dann auch auf die Weide und dann wird sie wieder fit sein wie eh und je", versichterte Hans Wintersteller.

Der Mann, der Yvonne gefunden hat: Konrad Galneder

Bei ihm auf der Weide ist die Problemkuh am Donnerstagabend aufgetaucht und seelenruhig durch das Gatter spaziert, als wäre nie etwas gewesen. Was danach kam, war dann allerdings stressig für die freiheitsliebende Kuh. Am früher Freitagmorgen wurde sie mit einem Pfeil betäubt und sollte einfach nur in den Hänger transportiert werden. Konrad Galneder stand dem Prozedere aber eher kritisch gegenüber, wie er uns sagte. "Die haben der Kuh zu früh das Gegenmittel gespritzt. Deshalb ist die dann doch so wild umeinandergetobt - um ein Haar wär mehr passiert." Für Galneder ist es auch kein Wunder, dass Yvonne sich so aufregte: "Wenn ein Tier mehrere Wochen wild im Wald herumrennt, entwickelt das wieder den Ur-Instinkt, den es im Stall verlernt hat. Die werden vorsichtiger und aggressiver - und dass sie so gejagt wurde, hat's nicht besser gemacht."

Für die Verantwortlichen von Gut Aiderbichl hingegen war der Abtransport von Yvonne die schonendste Methode. Und Stress, so Wintersteller, sei es für die Kuh auch keiner gewesen.

Konrad Galneder hat seinen Finderlohn bekommen - BILD zahlt dem Landwirt und Bauunternehmer 10.000 Euro. Davon, so Galneder, hat er aber vorher gar nichts gewusst."I hätt's au so gefangen, Ehrensache!", versicherte er uns.

ds

Rubriklistenbild: © ds

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