Arbeitslosenzahlen sinken leicht

Aufschwüngchen: Weniger Bayern auf Jobsuche

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Diese Frau verlässt ein Jobcenter. Im März waren weniger Menschen in Bayern ohne Arbeit als im Vormonat.

Nürnberg - Im März waren weniger Menschen in Bayern arbeitslos als im Februar. Doch im Vergleich zum Vorjahr ist der Aufschwung gering. Schuld ist: Das Wetter.

Die jährliche Frühjahrsbelebung hat in diesem März weniger Schwung in den Arbeitsmarkt gebracht als üblich. Wegen der hartnäckigen Kälte ist die Zahl der Jobsucher in Bayern nur auf 289 800 gesunken. Damit waren zwar gut 12 700 Menschen oder 4,2 Prozent weniger auf Stellensuche als noch im Februar, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Auch die Arbeitslosenquote nahm um 0,2 Punkte auf 4,2 Prozent ab und erreichte damit den besten Wert in Deutschland.

„Jedoch fiel der Rückgang geringer aus als in den vergangenen beiden Jahren, was hauptsächlich auf die außergewöhnlich langanhaltenden niedrigen Temperaturen zurückzuführen ist“, erläuterte Regionaldirektions-Chef Ralf Holtzwart.

In Bayern ist der Anteil der Menschen in sogenannten Außenberufen - also etwa auf dem Bau, in Gärtnereien oder in der Landwirtschaft - besonders groß. Hat die Kälte den Freistaat wie in diesem März ungewöhnlich lange fest im Griff, können viele von ihnen ihre Arbeit nach der Winterpause nicht wieder aufnehmen.

Im Vergleich zum März 2012 stieg die Zahl der Erwerbslosen um 23 000 beziehungsweise 8,6 Prozent an. Vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote noch 4,0 Prozent betragen. „Neben den Witterungsverhältnissen sind auch konjunkturelle Faktoren dafür verantwortlich, dass sich der Abstand zum Vorjahresniveau wieder etwas erhöht hat“, erläuterte Holtzwart.

Wie der bayerische Arbeitsmarkt mittel- bis langfristig dastehen werde, sei wegen der Abhängigkeit von der Entwicklung der Weltwirtschaft derzeit kaum vorherzusagen. „Da ein großer Teil der bayerischen Wirtschaft exportorientiert ist, dürfte auch die Stabilität des Euro gegenüber anderen Währungen einen nicht unerheblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung haben“, betonte Holtzwart.

Aktuell geht die Nachfrage nach Arbeitskräften zurück. Im März meldeten die Unternehmen 24 500 neue offene Stellen, das sind 6,1 Prozent weniger als im Februar und 18,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Rückgang betrifft fast alle Branchen, vor allem die Zeitarbeit und das verarbeitende Gewerbe. Insgesamt werden im Freistaat dennoch fast 65 000 Mitarbeiter gesucht.

dpa

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