Wo kommt unser Wolf her?

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Brannenburg - Im Raum Branneburg gibt es einen Wolf. Stellt sich die Frage, wo kommt er her? Ist er womöglich identisch, mit einem Tiroler Tier, das bereits Schafe angegriffen hat?

"Wir sind auf diese Situation vorbereitet", versichert der bayerische Wildtier-Beauftrage Manfred Wölfl dem Münchner Merkur.

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Wikipedia zum Stichwort Wolf

Manfred Wölfl will nicht jubeln und schon gar nicht ist ihm an Panikmache gelegen. Er will einfach sachlich aufklären und alle denkbaren Konfliktsituationen schon im Vorfeld "minimieren". Fakt ist: Im Mangfallgebirge im Raum Brannenburg/Schliersee ist ein Wolf unterwegs. Das Tier sei jetzt anhand von Bissspuren an einem toten Stück Rotwild eindeutig identifieziert worden, bestätigt Wölfl.

Sind Wölfe für Menschen gefährlich?

Nein. Frei lebende Wölfe sind sehr scheue und misstrauische Tiere. Sie haben selbst viel eher Angst vor Menschen und gehen ihnen lieber aus dem Weg.

Das gerissenen Tier war Ende Dezember im Großraum Brannenburg am Wendelstein westlich des Inns endtdeckt worden. Schon damals wies die Größe der Bisswunden auf einen Wolf hin, ein Verdacht, der sich kürzlich bestätigt habe, wie Wölfl sagt. Speichelproben ergaben, dass das Rotwild von einem Wolf aus der Alpen-Population gerissen worden sei. Im italienischen und französischen Alpenraum gibt es rund 30 Wolfs-Rudel. Unklar ist aber noch, ob der jetzt in Oberbayern identifizierte Wolf mit jenem Tier identisch ist, das im Oktober bei Imsterberg in Tirol Schafe attackiert und auch getötet hatte. Letzte Klarheit in dieser Frage werden Genanalysen bringen, deren Ergebnis aber noch aussteht. Nach der Entdeckung bei Brannenburg wurde Wildtiermanager Wölfl noch über drei weitere tote Wildtiere informiert - in einem Fall auf Tiroler Seite, in zwei weiteren Fällen auf bayerischer Seite im Raum Mangfallgebirge, etwas westlich vom ersten Fundort. Die letzte Spur sei Ende Januar entdeckt worden. "Wir wissen nicht, wo der Wolf jetzt ist", sagte Wölfl, der nach dem Pannenreichen Wirbel um Braunbär "Bruno" vom bayerischen Umweltministerium als Wildtier-Manger eingesetzt worden war. Er schätzt, dass der Wolf in etwa die Größe eines Schäferhundes habe, es handele sich somit um einen "normalen Wolf". Er betonte zugleich, dass noch "kein Schadensfall" an Nutztieren aufgetreten ist. Natürlich könne dies für die Zukunft nicht prinzipiell ausgeschlossen werden. "Wir sind aber auf diese Situation vorbereitet." Für solche Fälle gäbe es einen Ausgleichsfonds, über den betroffene Landwirte entschädigt werden könnten. Außerdem existiert ein auch auf Wölfe zugeschnittener Management-Plan.

Scheue Jäger:

Wölfe - scheue Jäger

Sowohl die Landesanstalt für Landwirtschaft als auch der Bayerische Jagdverband und der Bund Naturschutz seien über den Wolf in Oberbayern informiert. "Alle Beteiligten verhalten sich sehr konstruktiv, die Stimmung ist sehr gut", betonte Wölfl.

Dirk Walter/Münchner Merkur

Quelle: rosenheim24.de

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