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Neue Challenge: Mehl ist nicht zum Backen da

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Gut oder schlecht? Die Mehl-Musik-Challenge wird in der Region immer beliebter. Doch das Singspiel hat auch Gegner
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Landkreis - Öfter mal was Neues ausprobieren. Dies wird für Jugendliche immer wichtiger. Daher setzen sich regional unterschiedliche Trends durch. Derzeit geht es um die Mehl-Musik-Challenge.

Sie gehören zum Alltag und werden immer verrückter. So manche Challenge wurde 2014 schon ins Leben gerufen, viele Nominierungen hat es gegeben. Und eine Nominierung jagt die Nächste.

 Nach dem „Bier-Exen“ und der Ice Bucket Challenge sowie der Cold Water Challenge gibt es weitere Neuigkeiten rund um ein munteres Spiel: Die Mehlmusik-Challenge.

Dabei geht es darum, dass Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene ein Lied trällern, und zwar mit dem Mund voll Mehl. „Es ist wie ein witziges Ratespiel, denn man singt natürlich sehr undeutlich mit vollem Mund“ erklärt Brigitta. Sie hat gemeinsam mit ihren Freundinnen dieses „Match“ ausgetragen und fand es sehr lustig. „Das ist einfach zu komisch, wenn man vor lauter Lachen oder wegen dem Singen plötzlich Mehl versprüht“, so Brigitta weiter. Es sei zudem ein schöner Zeitvertreib, der gesellig sei, sind sich die Freundinnen einig. Begehrt ist die Mehl-Musik-Challenge vor allem bei den 12- bis 20-Jährigen, heißt es von Uniprofessor Günther Mohrloher.

Dabei sei zu bemerken, dass alle Beteiligten Spaß an dem „sich zur Schau stellen“ hätten. „Bei der Mehl-Musik-Challenge geht es vor allem darum, das Singspiel möglichst witzig zu gestalten. Mehl wird während des Singvorgangs aus dem Mund geprustet, viel Lachen gehört dazu. Die Teilnehmer belustigen sich gegenseitig und haben nichts dagegen, sich zu blamieren“, heißt es von Mohrloher weiter.

Hier einige Beispiele:

Nicht alle aus dem Landkreis „verewigen“ sich mit einem eigenen Video auf Facebook. So manches Youtube-Video scheint dennoch gezielt auf das „Sich präsentieren“ ausgerichtet zu sein. „Vielen ist es wichtig, dass sie Publikum haben, auch wenn es nur virtuell ist“ vermutet der Professor.

Müller und Bäcker sind empört

„Eine Frechheit ist dieser Zeitvertreib“ findet Herrmann Elser. Der Bäcker weiß findet den nutzlosen Umgang mit der Zutat Mehl unmöglich. Diese Verschwendung gehöre sofort eingedämmt, denn vielen sei scheinbar nicht bewusst, dass manche Menschen nicht einmal genug Brot zum Leben hätten, so der Bäckermeister. „Mein Vater hat das Mehl sogar noch selbst gemahlen, dieser Rohstoff ist ein so wichtiges Lebensmittel“, so Elser im Gespräch mit der Redaktion.

Spaßfaktor wichtiger Teil der Challenge

Nicht ganz so eng sehen das viele der Teilnehmer der Mehl-Musik-Challenge. „Es macht einfach Spaß, sich zum Clown zu machen“ erzählt Tobias. Der 15-Jährige aus der Region hat selbst schon mitgemacht, seine Schwester hat ihn dazu überredet. Nach dem ersten Lied habe er großen Gefallen an der Challenge gefunden, lacht Tobias. „Bei der nächsten Übernachtungsparty hab ich das mit meinen Kumpels sofort nachgemacht“. Im Gegensatz zu den Mädchen hatten Tobias und seine Freunde jedoch keine Lust darauf, ein Video auf Youtube zu stellen. „Das finde ich wirklich albern, denn ich glaube, das ist Privatsache und gehört nicht unbedingt in die Öffentlichkeit“, findet auch Sebastian. Derjenige, der den Mund voll Mehl hat, singt ein Lied nach. Meist wird über einen Kopfhörer ein Song gehört und mit vollem Mund nachgesungen. Die anwesenden Freunde müssen erraten, um welchen Song es sich handelt.

In der Region wird diese Challenge immer beliebter. Seit sich die Mehl-Musik-Challenge zum neuen Publikumsliebling entwickelt, schieben sich Freunde und Gegner des Singspiels unterschiedliche Meinungen hin und her.

Quelle: rosenheim24.de

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