"Wir brauchen die Gebirgsjäger"

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Oberst d. R. Christian Krug v. Einem, Alexander König, Andreas Seidenath, Johann Langenegger, Johannes Hintersberger und Roland Richter schauen zuversichtlich in die Zukunft

Bad Reichenhall - "Wir sind relativ gelassen", meint Brigadegeneral Johann Langenegger auf die Frage nach der Zukunft der Bundeswehr-Standorte Bad Reichenhall und Bischofswiesen.

"Wir haben im laufenden Einsatz unsere Fähigkeiten untermauert", betont der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23. "Die Bundeswehr kann auf uns schwerlich verzichten." Auch der heimische CSU-Landtagsabgeordnete Roland Richter ist sich sicher: "An der Situation vor Ort wird sich nichts ändern." Und sein Kollege Johannes Hintersberger aus Augsburg ergänzt: "Wir brauchen die Gebirgsjäger."

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Das ist wohl auch der Grund, warum sich die kleine Delegation aus dem bayrischen Landtag nach Bad Reichenhall zur Gebirgsjägerbrigade 23 aufgemacht hat. In Gesprächen mit Einsatzrückkehrern, Soldaten aus dem Brigadestab und aus der Grundausbildung, sowie dem Brigadegeneral haben sich Richter, Hintersberger, Alexander König (Hof) und Andreas Seidenath (Dachau) ein Bild der aktuellen Lage bei der Bundeswehr gemacht. Für alle ist klar: "Die Gebirgsjäger müssen gefestigt werden, alles andere ist schwer vorstellbar."

Die letzte Entscheidung liegt aber bei Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere. Am 26. Oktober will dieser bekannt geben, welche Bundeswehr-Standorte aufgrund der Reform geschlossen werden müssen. Zuvor stellt er sich aber noch der CSU-Landtagsfraktion bei ihrer Klausur in Kloster Bantz. Die Abgeordneten wollen die Möglichkeit nutzen, um noch einmal die Wichtigkeit der Gebirgsjäger herauszustellen.

Johannes Hintersberger überreichte Johann Langenegger die Landtagsmedaille.

"Die Uniform gehört zum Alltag in Bad Reichenhall", beobachtet Hintersberger mit Begeisterung. Richter bestätigt: "Die Bundeswehr gehört zu Erscheinungsbild in der Region dazu." Wurde zu Beginn der Standortdebatte noch befürchtet, dass ein Standort im Berchtesgadener Land wohl schließen müsse, scheinen die Verantwortlichen jetzt sicher, dass nicht nur diese beiden, sondern auch der dritte Gebirgsjägerstandort in Mittenwald erhalten bleiben wird.

Doch klare Aussagen können weder die Abgeordneten noch Langenegger treffen. Alle müssen auf Ende Oktober warten. Sobald die Entscheidung aber bekannt ist, kann eines richtig beginnen: die Nachwuchswerbung. Auch Bad Reichenhall hat die ersten freiwillig Wehrdienstleistenden in Ausbildung genommen. Dass es künftig wesentlich mehr werden, sei eines wichtig: "Je klarer die Rahmenbedingungen sind, desto attraktiver wird die Bundeswehr", so der General. Planungssicherheit gibt es dann, wenn die Eckdaten der Bundeswehrreform, vor allem die Standortentscheidung, bekannt sind. Und das sollte am 26. Oktober sein.

cz

Quelle: BGland24.de

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