Sommerreifen auf schneeglatten Straßen

Wintereinbruch sorgt für zahlreiche Unfälle in Bayern - zwei Todesfälle

Eine Tote und zwei Verletzte bei Kollision mit zwei Autos
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Feuerwehrkräfte stehen an einer Unfallstelle hinter einem beschädigten Auto. Eine 54 Jahre alte Frau ist am 06.04.2021 noch am Unfallort gestorben, nachdem ein Autofahrer frontal mit seinem Wagen in ihr Fahrzeug gekracht war.

Der April macht, was er will: Schnee haben viele Autofahrer im Freistaat aber offenbar nicht mehr erwartet und zu früh ihre Reifen gewechselt. Dies sorgte in ganz Bayern für zahlreiche Unfälle.

Bayern - Schnee und Eis haben auf bayerischen Straßen für zahlreiche Glätteunfälle gesorgt. Viele Autofahrer rechneten wohl nicht mehr mit dem Winterwetter. Den Berichten der Polizeistationen zufolge waren Sommerreifen in den vergangenen Tagen eine der Hauptunfallursachen im Freistaat.

Verkehrschaos im Landkreis Lichtenfels

Im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels führte die Schneeglätte laut Polizei gar zu einem „kurzzeitigem Verkehrschaos“. Am Dienstagmorgen gab es innerhalb von zwei Stunden gleich zehn wetterbedingte Verkehrsunfälle. Die meisten Unfallfahrer kamen hier wie in ganz Bayern aber glimpflich mit Blechschäden davon.

Tödlicher Unfall in Oberschneiding

Anders im niederbayerischen Oberschneiding. Hier starb eine 22-jährige Frau bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Linienbus. Sie war laut Polizei am Mittwochmorgen wegen der winterlichen Straßenverhältnisse auf die Gegenfahrbahn geraten. Die junge Frau starb noch an der Unfallstelle. Der 58-jährige Busfahrer und ein 32-jähriger Fahrgast kamen mit jeweils schweren und leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.

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Über 25 Unfälle im südlichen Oberbayern

Auch im südlichen Oberbayern kam es in den vergangenen Stunden aufgrund von Glatteis und Schnee zu über 25 Unfällen. In Dorfen zum Beispiel geriet ein Auto ins Schlaudern und landete auf dem Dach. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd reagierte mit der Bitte und dem Appell, „stets vorsichtig und mit angepasster Geschwindigkeit“ zu fahren.

Tödlicher Zusammenstoß im Landkreis Donau-Ries

Bereits am Dienstagabend war eine 54 Jahre alte Frau noch am Unfallort gestorben, nachdem ein Autofahrer frontal mit seinem Wagen in ihr Fahrzeug gekracht war. Der 27-jährige Mann und sein Beifahrer wurden schwer verletzt. Er sei bei Monheim (Landkreis Donau-Ries) aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten und mit dem Auto der Frau zusammengestoßen, teilte ein Polizeisprecher am frühen Mittwochmorgen mit. Ihr Fahrzeug kam in einem Straßengraben auf dem Dach zum Liegen. Dort konnte sie nur noch tot aus ihrem Wagen geborgen werden.

Eisbrocken durchschlagen Windschutzscheibe

Glück im Unglück hatte ein Autofahrer auf der Autobahn 6 bei Leuchtenberg (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) in der Oberpfalz. Schwere Eisbrocken lösten sich am Dienstagmorgen von einem vor ihm fahrenden Lastwagen und durchschlugen seine Windschutzscheibe. Der 27-Jährige blieb unverletzt.

Im unterfränkischen Oberelsbach (Landkreis Rhön-Grabfeld) rutschte am Dienstagmorgen eine 23-Jährige mit ihrem Auto eine Böschung hinab. Sie überschlug sich und kam auf dem Dach zum Liegen. „Sie konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien und blieb glücklicherweise unverletzt“, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Schneefälle halten bis mindestens Donnerstag an

Gleich mehrere Fahrzeuge krachten am Dienstagabend auf der Autobahn 9 bei Hilpoltstein (Landkreis Roth) zusammen, weil eine 53-jährige Autofahrerin mit ihren Sommerreifen nicht bremsen konnte. Sie geriet auf der glatten Straße ins Schleudern, ein 36-Jähriger mit Sommerreifen und ein weiterer Autofahrer fuhren auf. Der 34-Jährige und seine Beifahrerin kamen in ein Krankenhaus.

Laut dem Deutschen Wetterdienst müssen Autofahrer in Bayern noch bis mindestens Donnerstag mit Schneefällen rechnen. Zum Ende der Woche wird es wieder frühlingshafter im Freistaat und die Temperaturen nähern sich örtlich der 20-Grad-Marke. Der ADAC empfiehlt zwar den Wechsel auf Sommerreifen in der Zeit um Ostern. Allerdings sollten keine Schneefälle mehr vorausgesagt werden.

mz/dpa

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