Wetter: Kehrt der Hochsommer zurück?

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Landkreis - Der Dauerregen der letzten Tage ist bald Geschichte! Glaubt man den Wetterexperten, kehrt die sommerliche Wärme an den heute beginnenden Hundstagen bald zurück.

Der Dauerregen, der stellenweise im Süden und Südwesten niedergegangen ist, hat sich nun verflüchtigt und auch dort kommt wieder die Sonne zum Vorschein. Hoch Bertram liegt mit seinem Zentrum vor der Küste Norwegens und sorgt auch bei uns für reichlich Sonnenschein. „An der Ostsee sorgt das Hoch allerdings auch weiterhin für einen recht strammen Nordostwind und dieser ist damit direkt am die Küste gerichtet und sorgt dort weiterhin für einen gefährlich hohen Wellengang. Allerdings ist es dafür im Norden derzeit wärmer als im Süden: auf Sylt wärmer als in Freiburg im Breisgau- das kommt im Sommer nicht alle Tage vor“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).

Heute beginnen zudem die Hundstage. Sie dauern bis zum 23. August und markieren oftmals die heißeste Zeit des Sommers. Das Wetter heute und in den kommenden Tagen passt dazu ganz gut, denn es bleibt sehr warm bis heiß und vor allen Dingen auch recht schwül. Das Tropenwetter geht mindestens bis zum Wochenende weiter. Neben Sonnenschein gibt es dabei auch immer wieder teils heftige Schauer und Gewitter. Lokal sind durchaus wieder Starkregen und Hagel mit dabei.

Der Begriff Hundstage hat übrigens rein gar nichts wie mit dem Hund an sich zu tun- wie auch der Siebenschläfertag nichts mit dem gleichnamigen Tier zu tun hat. Der Begriff Hundstage geht auf das Sternbild des großen Hundes zurück. Oft war es in den letzten Jahrhunderten so, dass genau im Zeitraum des Sternbildes großer Hund die heißesten Tage des gesamten Jahres lagen. Auch dieser Kombination entstand dann quasi die „Bauernregel“ von den Hundstagen. Allerdings ist das nicht immer so. Es kann so sein, muss aber nicht.

In den nächsten Tagen geht es auf jeden Fall hochsommerlich weiter: 

  • Donnerstag: überwiegend freundlich und trocken, nur stellenweise ein geringes Schauerrisiko, 23 bis 30 Grad.
  • Freitag: im Nordosten mehr Wolken, dort auch etwas Regen möglich, sonst weitgehend freundlich, 22 bis 28 Grad.
  • Samstag: Sonne und Wolken im Wechsel, nachmittags sind in der schwülen Luft stellenweise stramme Schauer und Gewitter möglich, 24 bis 30 Grad.
  • Sonntag: weiterhin tropisch schwül und gewittrig, dazwischen aber auch immer wieder mal Sonnenschein, 23 bis 31 Grad.
  • Montag: wechselhaft mit etlichen Schauern und Gewittern, weiterhin sehr schwül, 20 bis 28 Grad.
  • Dienstag: freundlicher Mix aus Sonne und Wolken, im Norden noch kurze Schauer, 23 bis 27 Grad.
  • Mittwoch: viel Sonnenschein und weitgehend trocken, 24 bis 31 Grad Auch danach bleibt es überwiegend hochsommerlich warm und das ganze bei Werten zwischen 25 und knapp über 30 Grad.

Eine längere kühle Episode ist derzeit nicht in Sicht. Wir müssen aber zwischendurch immer wieder mit kräftigen Gewittern rechnen. Es geht insgesamt leicht tropisch weiter! JULI BISHER VIEL ZU WARM! Der Juli ist bisher deutschlandweit rund 2 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Im Nordosten und Norden beträgt die Abweichung sogar satte 3 bis 4 Grad. Das ist wirklich ungewöhnlich. Insgesamt war der Nordosten in den letzten Wochen immer wieder im Vorteil. Nicht der Südwesten war diesmal heiß, sondern die Region rund um Berlin und Brandenburg hatte oftmals die Nase vorn. In Sachen Regen gab es allerdings bisher schon 15 Prozent mehr als im gesamten Juli normal üblich wäre. Die Sonne hat im Nordosten schon jetzt ihr Soll vielfach zu 100 Prozent erfüllt, im Süden liegt sie allerdings ersten bei 60 bis 70 Prozent. Dort muss sie noch etwas Arbeit leisten. Fazit: „Es ist bisher ein überdurchschnittlich warmer aber auch ein zu nasser Juli – typisch tropisch eben!“ so Wetterexperte Jung.

Pressemeldung wetter.net

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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