Ist es zu trocken in der Region?

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Landkreis - Die sommerlichen Temperaturen halten auch weiterhin an, dies freut besonders "Sonnenanbeter". Die Trockenheit hat aber auch einige negative Auswirkungen.

Nach dem trockensten Winter seit 1996 fiel auch der März extrem trocken aus. Es kam 70 Prozent weniger Niederschlag vom Himmel als üblich. Und die Trockenheit geht auch in den kommenden Tagen weiter.

Bis Mitte März waren keine flächendeckenden und ergiebigen Regenfälle in Sicht. Meist bildeten sich nur lokal einzelne Schauer und Gewitter. Die waren aber nicht mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

Spitzentemperaturen

„Das ganze wird noch dadurch verschlimmert, dass es nun auch noch richtig warm wird, ja sogar schon frühsommerlich warm. Am Donnerstag erwarten wir Spitzenwerte, die im Bereich von 25 oder 26 Grad liegen werden.

Die Waldbrandgefahr hat abgesehen von den Küsten flächendeckend Stufe drei von fünf erreicht. Im gesamten Süden herrscht bereits Stufe vier und im Südwesten gilt für heute sogar die höchste Warnstufe fünf und das alles Anfang April“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Die Extreme nehmen scheinbar immer mehr zu. Noch im vergangenen Mai und Juni hatten weite Teile Ost- und Süddeutschlands mit einem Jahrhunderthochwasser zu kämpfen und nun - nur wenige Monate später - kommt es zum anderen Extrem.

Die Niederschläge der vergangenen Monate:

Dezember: 40 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Mittelelmaß

Januar: 25 Prozent zu trocken

Februar: 30 Prozent weniger Regen als üblich

März: 70 Prozent weniger Regen als im langjährigen Mittelmaß

Staubangriff aus der Sahara

Die kommenden Tage bringen keine große Wetteränderung. Einzelne Schauer oder Gewitter sorgen für keine Entspannung der Wetterlage. Zudem bekommen wir es auch noch mit einem Staubangriff an zwei Fronten zu tun.

Aus der Sahara zieht Sand bis zu uns nach Deutschland. Zudem können sich aber auch bei uns vor Ort immer öfter kleinere Sandstürme bilden. Zeitweise frischt der Wind nämlich auf. Dann wird das ausgetrocknete Erdreich oftmals aufgewirbelt und kann binnen Sekunden die Sicht eintrüben.

Fahren Sie daher unbedingt vorsichtig, wenn Sie in der Nähe von Feldern unterwegs sind“, rät Wetterexperte Jung.

Wie lange sich diese überdurchschnittlich warme und ungewöhnlich trockene Wetterlage fortsetzt, kann man derzeit nicht sagen. Die Großwetterlage scheint allerdings ziemlich festgefahren zu sein. Daher dürften wir wahrscheinlich noch einige Wochen mit dem warmen und trockenen Wetter vorliebnehmen.

Dominik Jung/wetter.net

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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