Wetter: Es geht aufwärts!

Landkreis - Frühlingsfreunde können aufatmen: Endlich blitzt die Sonne durch, endlich klettern die Temperaturen über zehn Grad. Nur lokale Schauer können den Himmel trüben. *Mit aktuellem Wetterbericht*

Lesen Sie hier das Thema des Tages des Deutschen Wetterdienstes:

Die kommende Wetterlage über Deutschland ist geprägt von hohem Luftdruck bei Irland und tiefem Luftdruck über Skandinavien und dem Baltikum. Dadurch wird in den nächsten Tagen maritime Polarluft aus dem isländischen Raum nach Mitteleuropa transportiert. Dies wirkt sich in dreierlei Hinsicht negativ für uns in Deutschland aus. Zum Ersten werden bei anhaltender Tätigkeit des Vulkans Eyjafjalla auf Island weiterhin große Mengen Vulkanasche Richtung Mitteleuropa verfrachtet, und momentan sieht es so aus, als ob Eyjafjalla noch nicht zur Ruhe käme.

Zum Zweiten ist in dieser Luftmasse die Niederschlagstätigkeit meistens eher gering, so dass die Partikel nicht durch Niederschlag unterhalb der Basis etwaiger Wolken sofort ausgewaschen werden können. Somit stehen die meisten Vulkanasche-Partikel für den Ferntransport zu Verfügung.

Zum Dritten, und dies hat nichts mit Vulkanasche zu tun, wird in vielen Teilen Deutschlands, hinsichtlich der Land- und Forstwirtschaft, dringend Regen benötigt, denn vor allem in der Mitte Deutschlands hat der April und oft auch schon der März deutlich zu wenig Niederschlag gebracht und Wasser wird für das einsetzende Pflanzenwachstum nun mal benötigt.

Zwar werden im Norden Deutschlands sowie auch in Alpennähe in den nächsten Tagen einzelne Schauer erwartet, aber Schauer sind eben nur lokal begrenzt und bringen keinen flächendeckenden Regen und dort, wo das Wasser am meisten von Nöten ist, in der Mitte Deutschlands, sind selbst Schauer in den nächsten Tagen rar. Die Wetterlage wird sich zum Wochenende umstellen von einer Nordwestströmung auf eine südliche Strömung, aber da hierbei Hochdruckeinfluss überwiegen dürfte, wird es dann zwar warm und zeitweilig sonnig werden, aber Niederschläge bleiben weiterhin außen vor.

Dipl.-Met. Stefan Külzer Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale

Quelle: rosenheim24.de

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