Zahlen und Fakten zur Rosenheimer Westtangente

Freie Fahrt auf dem ersten Teilstück!

+
Der feierliche Spatenstich am 27. August 2012 durch Daniela Ludwig und Peter Ramsauer
  • schließen

Rosenheim - Dank der Westtangente könnten lange Staus auf der B15 durch das Stadtzentrum schon bald der Vergangenheit angehören. Am Montag wird das erste Teilstück für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Wir haben uns das erste Teilstück von oben angesehen: 

Rund 25.000 Fahrzeuge schlängeln sich im Durchschnitt täglich auf der B15 durch das Rosenheimer Stadtgebiet, gemessen an der Anschlussstelle der A8 im Süden sind es sogar 42.500 Autos, Lastwägen und Motorräder. Aufgrund dieses enormen Verkehrsaufkommens sind Behinderungen und Staus im Verlauf der Bundesstraße keine Seltenheit, von der Belastung der Anwohner durch Lärm und Abgase ganz zu schweigen. Am Montag, 12. Oktober, soll der erste Bauabschnitt der neuen Westtangente offiziell eröffnet werden. Ab 14.30 Uhr findet zunächst ein Festakt mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt statt. Gegen 18 Uhr soll dann die Freigabe für den öffentlichen Verkehr erfolgen.

Wir haben uns bereits im Vorfeld die neue Verkehrsführung, die Entlastung im Zentrum bringen soll, aus der Luft angesehen:

Auf insgesamt 3,5 Kilometern kann der Verkehr zukünftig von der Anschlussstelle an der A8 zwischen dem Inntaldreieck und der Ausfahrt Bad Aibling bis zur Mündung in die St 2078 im Norden fließen. Die Bauzeit betrug ungefähr drei Jahre. Bis 2020 sollen dann noch drei weitere Bauabschnitte folgen, bis die neue Westtangente nördlich von Pfaffenhofen wieder auf den Verlauf der B15 trifft. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf insgesamt rund 115 Millionen Euro, alleine der erste Bauabschnitt schlug mit 23,4 Millionen Euro zu Buche.

Die Planungsgeschichte der Westtangente

Bereits im Jahr 1993 wurde der Grundstein zur Realisierung der Westtangente um Rosenheim gelegt. Nachdem die Strecke in den vordringlichen Bedarfsplans für die Bundesfernstraßen aufgenommen wurde, folgte 1997 eine positive Bewertung in der landesplanerischen Beurteilung. Drei Jahre später gab das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung grünes Licht. Noch einmal fünf Jahre waren für das Planfeststellungsverfahren nötig. Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes im Oktober 2010 herrschte dann "bestandskräftiges Baurecht". Eineinhalb Jahre später sicherte der Bund die Finanzierung des ersten Bauabschnittes zu, wiederum ein halbes Jahr später fand am 27. August 2012 der feierliche Spatenstich statt. Im Sommer 2015 stimmte der Bund der Finanzierung der restlichen drei Bauabschnitte der Westtangente zu.   

Der künftige Streckenverlauf im Detail

Auf den restlichen drei Bauabschnitten führt die künftige Westtangente über den Mangfall-Kanal, die Mangfall, den Aicher-Park und die Bahnstrecke Rosenheim-Holzkirchen. Hier wird vorraussichtlich eine 650 Meter lange Brücke zum Einsatz kommen. Die Weg-Führung geht dann weiter durch Gangsteig und Brunnholz, westlich an Großkarolinenfeld vorbei. Danach führt die Tangente unter der Bahnlinie Rosenheim-München hindurch, kreuzt die St 2080, bis die Straße nördlich von Pfaffenhofen wieder auf die bestehende B15 trifft.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser