Die Euregio-Preisträger von 2011

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Euregio Preisträger 2011: Die Preisträger des Euregio Inntal Preises 2011 mit Präsident Bgm. Franz Heinritzi (3.v.l.) auf einen Blick

Kufstein - Die Euregio voranzubringen, ist Teamwork. Nun wurden die Euregio Inntal Preis 2011 vergeben.

Euregio-Präsident, Bruckmühls Bürgermeister Franz Xaver Heinritzi, wählte einen bildlichen Vergleich: Wenn alle fest ruderten, gehe die Fahrt gut weiter. Und an die diesjährigen Euregio-Preisträger gewandt fuhr er fort, sie sind das Steuerpersonal, mitunter auch die Ruderer um die Euregio weiterzubringen.

Im Kursaal von Oberaudorf wurden der Altpräsident der Fachhochschule Rosenheim, Prof. Dr. Alfred Leidig, der Höhlenforscher Peter Hofmann, das Österreichische Rote Kreuz Kufstein, die BRK- Kreisverbände Miesbach und Rosenheim sowie die Kooperation „4-Berge & Co“ mit dem Euregio Inntal Preis 2011 ausgezeichnet.

Rosenheims ehemaliger Stadtdirektor Diethard Schinzel würdigte in seiner Laudatio vor allem Prof. Leidigs Rolle in der Zusammenarbeit der Hochschule Rosenheim mit der Fachhochschule Kufstein. 1997 habe Leidig mitgeholfen, dass in Kufstein eine leistungsfähige Hochschule entstanden sei, sagte Schinzel. Er habe dafür gesorgt, dass Professoren aus Rosenheim in Kufstein tätig waren und gemeinsam Projekte verwirklichten. Dazu gehörte unter anderem der Aufbau einer Hochgeschwindigkeitsdatenleitung zwischen den Hochschulen. Was sich aus heutiger Sicht wie eine Selbstverständlichkeit anhört, war 1999 noch eine schwierige rechtliche und technische Aufgabe. Als Präsident sorgte Leidig auch dafür, dass sich beide Hochschulen rechtzeitig bei den Studiengängen abstimmten. In einem kurzen Dankwort bestätigte Prof. Leidig, dass ihm die Zusammenarbeit mit Kufstein sehr wichtig gewesen sei. Er sei froh und dankbar, dass diese so gut klappte.

Seit über 25 Jahren beschäftigt sich Peter Hofmann mit der Höhlenforschung und der Höhlenfotografie. Laudatorin Renate Tobitsch, die Obfrau des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol lobte Hofmann als Motor der heimischen Höhlenforschung. Laut Tobitsch ist es Hofmann zu verdanken, dass sich vier Höhlen diesseits und jenseits der Grenze zusammenschlossen und für Besucher geöffnet wurden bzw. noch geöffnet werden. Die bereits zugänglichen Höhlen befinden sich in Ebbs, am Wendelstein und in Oberaudorf. Bescheiden bedankte sich Hofmann, der hauptberuflich kaufmännischer Leiter des Unternehmens Anita mit Standorten in Brannenburg und Kufstein ist, für die Auszeichnung und wies darauf hin, dass eigentlich nicht er, sondern das Projekt geehrt werden sollte.

Die Wichtigkeit einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit kennt der ehemalige Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd Franz Mayer schon aus beruflichen Gründen. So überraschte es nicht, dass er die hervorragenden Beziehungen über Grenzen hinweg zwischen dem Österreichischen Roten Kreuz Kufstein sowie dem Bayerischen Roten Kreuz Miesbach und Rosenheim lobte und alle drei als ausgesprochen würdige Preisträger bezeichnete. Das Wissen um eine schnelle Hilfe sei ein Stück Lebensqualität, sagte Mayer. Allein im vergangenen Jahr wurden 53 grenzüberschreitende Rettungseinsätze gezählt. Weil diese Einsätze im Moment nur im Rahmen der Nothilfe möglich sind, wünschen sich die geehrten Verbände des Roten Kreuzes einen Staatsvertrag zwischen Bayern und Tirol. Darin soll geregelt werden, dass die Staatsgrenze für Rettungseinsätze ohne Bedeutung ist.

Im Jahre 2002 begann eine Kooperation, die heute als „4-Berge & Co“ bekannt ist. Laut Laudator Stefan Mühlberger, er ist Bürgermeister der Gemeinde Kössen, handelt es sich dabei nicht um riesige Skiwelten, sondern um kleine Berge, die mit einer vergleichsweise sehr preiswerten Saisonkarte vor allem Kinder und Familien ansprechen wollen. Mit einer steigenden Tendenz wurden zuletzt 3.500 Saisonkarten verkauft, wobei 2.000 an Kinder und Jugendliche gingen. Unter „4-Berge & Co“ arbeiten die Skigebiete Hochkössen, Wendelstein, Hocheck und Kampenwand zusammen. Hinzu kommen noch weitere Kooperationspartner wie die Eisfläche „Hallo du“ und das Hallenbad Innsola. Mühlberger regte an, im Tourismus grenzüberschreitend mehr zu tun, auch wenn es nur kleine Schritte seien.

Euregio-Präsident Heinritzi überreichte allen Preisträgern eine Urkunde sowie eine wertvolle Riedel- Weinkaraffe. In seinen Abschlussworten forderte Heinritzi die Anwesenden auf, in ihrem Einsatz für die Euregio nicht nachzulassen für eine Zukunft in Frieden, Wohlstand, Nachhaltigkeit und Solidarität.

Pressemitteilung Euregio Inntal – Chiemsee – Kaisergebirge – Mangfalltal

Quelle: rosenheim24.de

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