Vor dem Landgericht Traunstein

Angriff auf Asylpatin: Issa wird der Prozess gemacht

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Wasserburg/Traunstein - Diese Tat schockte viele engagierte Flüchtlingspaten, die durch den tragischen Fall um die Früchte ihrer Arbeit fürchteten. Nun steht der Gerichtsprozess an.  

Es war der 15. August 2014, als eine junge Frau (21) von einem Flüchtling angegriffen wurde. Mit einem Messer stach er in einem Asylbewerberhaus in Wasserburg zu, verletzte die ehrenamtliche Helferin mit Messerstichen in den Bauch und in den Oberarm, drohte auf Englisch sie zu ermorden. Nur knapp konnte sie entkommen. Die junge Frau überlebte die Attacke.

Ein Großaufgebot an Polizei- und SEK-Kräften suchte nach dem Täter, der jedoch flüchten konnte. Die Vermutung, dass er sich ins Ausland abgesetzt hat, bestätigte sich nicht. Tatsächlich gelang es einer Wasserburgerin, die sich um Issa und andere Asylbewerber aus Mali kümmert, über Facebook Kontakt zu ihm aufzubauen, wie das OVB berichtet. Man überredete Issa mit dem Zug aus NRW, wo er als Obdachloser untergetaucht war, zum Ebersberger Bahnhof zu fahren. Nach einem Bad und einer Mahlzeit für den völlig abgemagerten Mann, übergab man ihn dann am 12. Dezember der Polizei.

Nun wird geklärt, warum Issa gewalttätig wurde. Fest steht, dass er unter Depressionen leidet. In Mali erlebte er traumatische Ereignisse. So soll seine Familie vor seinen Augen ermordet worden sein. Bereits im Februar berichteten wir, dass ein psychiatrisches Gutachten zur Schuldfähigkeit des Täters erstellt werden sollte.

Die Staatsanwaltschaft klagt ihn wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung an. Unser Portal wird am Dienstag vom Prozessauftakt am Landgericht Traunstein berichten.

Bilder vom Polizeieinsatz in Wasserburg

Wasserburg: Angriff auf eine Frau am Freitagabend 

mg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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