25-Jähriger Spitzenreiter 60 km/h zu schnell in Wasserburg

Don't drink and drive! Diese Folgen drohen bei "Alkohol-Fahrten" 

+
Bei Alkoholgenuss sollte der Autoschlüssel lieber unangetastet bleiben. Andernfalls drohen saftige Strafen.
  • schließen

Wasserburg/Region - Betrunken mit über 60 km/h mehr als erlaubt durch die 30er-Zone - solche Fälle erlebt die Polizei eher selten. Doch wie oft kommen "Alkohol-Fahrten" vor in der Region - gerade jetzt in der Faschingszeit, die viele zum Alkoholkonsum verleitet? 

Fahrten unter Alkoholeinfluss gibt es immer wieder und leider viel zu oft: Spitzenreiter im neuen Jahr aber war bisher ein 25-Jähriger, den die Polizei im Wasserburger Ortsteil Burgerfeld aufgehalten hat. Er war mit 91 km/h deutlich zu schnell unterwegs in der 30er-Zone

Weil die Beamten Alkoholgeruch wahrnahmen, drohen dem jungen Mann neben einem Bußgeldverfahren und einem Fahrverbot auch ein Ermittlungsverfahren nach dem Strafgesetzbuch wegen Verdachts des Vergehens einer Trunkenheitsfahrt. Zudem wurde der Führerschein entzogen. 

"Solche Fälle wie der Mitte Januar sind tatsächlich eine seltene Ausnahme. Mit über 90 km/h fahren wir nicht mal mit Blaulicht durchs Burgerfeld, dafür ist es einfach zu eng und zu gefährlich - alleine schon wegen der 'Rechts-vor-links-Ausfahrten'", betont ein Mitarbeiter der Polizeiinspektion Wasserburg auf Nachfrage der Redaktion. Allgemein sei der Führerschein bei einer Trunkenheitsfahrt laut dem Beamten "sofort weg", Alkoholfahrten würden zusätzlich empfindliche Strafen nach sich ziehen. 

Der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Stefan Sonntag, kann die Folgen einer "Alkohol-Fahrt" genauer benennen: 

  • Wer mit 0,5 bis 1,09 Promille erwischt wird, begeht eine Ordnungswidrigkeit nach Paragraph 24 a Absatz 1 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG). Wer im Straßenverkehr ein Kraftfahrzeug führt (darunter fällt nicht das Fahrrad), obwohl er 0,25 mg/l oder mehr Alkohol in der Atemluft oder 0,5 Promille oder mehr Alkohol im Blut oder Körper hat, die zu einer solchen Atem- oder Blutalkoholkonzentration führt, muss mit zwei Punkten Eintrag ins Verkehrszentralregister, einem Monat Fahrverbot und bis zu 500 Euro Bußgeld rechnen. 
  • "Absolute Fahruntüchtigkeit" liegt nach Paragraph 316 des Strafgesetzbuches (StGB) Trunkenheit im Verkehr ab 1,1 Promille vor. Dieses Vergehen wird als Straftat aufgenommen. 

(1) Wer im Verkehr (Paragraph 315 bis 315e) ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in Paragraph 315a oder Paragraph 315c mit Strafe bedroht ist. Die Höhe der Strafe legt die Justiz fest. 

(2) Nach Absatz 1 wird auch bestraft, wer die Tat fahrlässig begeht.

Sonntag warnt, die Finger lieber ganz vom Alkohol zu lassen, wenn man vorhat, noch Auto zu fahren, denn: "Bereits bei Werten ab 0,3 Promille kann der Tatbestand erfüllt sein. Nämlich dann, wenn noch weitere Umstände vorliegen, die auf eine Fahruntüchtigkeit schließen lassen wie alkoholtypische Ausfallerscheinungen und eine ungewöhnliche Fahrweise sowie alkoholtypische Fahrfehler." 

Detailliertere Zahlen zu "Alkoholfahrten" in der Region kann Sonntag zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht liefern, da die Verkehrsstatistik 2018 erst Ende Februar 2019 veröffentlicht werde. 

Verstärkt Kontrollen - gerade jetzt im Fasching

In Bezug auf jährlich wiederkehrende Veranstaltungen wie Volksfeste oder aktuell den Fasching hebt Sonntag hervor: "Selbstverständlich richten wir unsere Verkehrsüberwachungstätigkeit nach der Lebensrealität aus. Zu Zeiten, an denen Feste und Veranstaltungen wie jetzt laufen in der Faschingszeit anstehen, verstärken wir unser Augenmerk auf 'Alkohol am Steuer'"

Sollte ein Autofahrer vor Antritt der Fahrt bereits kontrolliert und im Rahmen derer eine entsprechende Alkoholisierung festgestellt werden, werde der Autoschlüssel gleich von der Polizei einbehalten. 

"Dadurch gelingt es und, eine ganze Reihe an Trunkenheitsfahrten vroab zu verhindern", erklärt Sonntag. "Leider liegt es in der menschlichen Natur, dass Appelle alleine - auch diejenigen an die Vernunft der Fahrer - erfahrungsgemäß weniger Erfolg bringen." Wirksamer seien eben doch Alkohol- oder Geschwindigkeitskontrollen

mb

Quelle: wasserburg24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT