Jetzt spricht der Iliria-Vorstand

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Rosenheim - Vier Tage nach dem "Skandalspiel" gab der Iliria-Vorstand beinschuss ein erstes Interview: Sie entschuldigen sich, widersprechen aber der Darstellung der Polizei.

Nach der 1:8 Niederlage gegen den SV-DJK Kolbermoor II am Sonntag, der ersten Partie nach dem Skandalspiel am 3. Oktober, kamen drei Verantwortliche des Vereins zu einem Interviewgespräch in die beinschuss-Redaktion. Das Spiel am Sonntag ging unter Polizeibeobachtung über die Bühne und verlief ohne besondere Vorkommnisse.

Alles zum Skandal-Spiel:

Wie auf diesem Portal berichtet, kam es nach Schlusspfiff der vorherigen Begegnung gegen den ESV Rosenheim am Mittwoch zu Prügel-Szenen auf dem Platz. Nach Darstellung des Polizeipräsidiums sind zwei Spieler des FC Iliria auf den Schiedsrichter losgegangen. Ein bereits ausgewechselter Spieler soll den Unparteiischen mehrfach ins Gesicht geschlagen haben, woraufhin dieser sein Bewusstsein verlor. Der Schiedsrichter verletzte sich so schwer, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Laut einer Pressemitteilung der Polizei ist er in einer Augenklinik operiert worden und habe mit bleibenden Schäden zu rechnen.

Das Kreissportgericht Inn/Salzach des Bayerischen Fußballverbands (BFV) hatte die beiden Iliria-Spieler daraufhin am Freitag per einstweiliger Verfügung vorläufig gesperrt.

Das Geschehen aus Sicht des Iliria-Vorstands 

Die Iliria-Vorstände Jashar K. und Josuf R. sowie Spielführer Ilir S., gaben nun aber gegenüber beinschuss ein anderes Bild von den Geschehnissen am 3. Oktober ab.

Der Vorstand distanzierte sich im Gespräch zunächst von dem tätlichen Angriff auf den Schiedsrichter: "Wir tolerieren diese Aktion in keiner Weise und haben die beiden Spieler mit sofortiger Wirkung aus dem Verein ausgeschlossen. Wir hoffen, dass beide Beschädigte sich schnellstmöglich erholen und wünschen ihnen gute Besserung".

Allerdings könne man nicht davon sprechen, dass der Schiedsrichter bewusstlos geschlagen wurde. So berichtet K.: „Der Spieler fasste den Schiedsrichter ins Gesicht, aber eine Verletzung im Augenbereich war danach nicht erkennbar.“ Daraufhin habe der Unparteiische die Rote Karte gezeigt und sei danach, begleitet von K., in Richtung Umkleidekabine gegangen.

Auch die Polizei-Darstellung, wonach der ESV-Trainer Talip Sarikaya lediglich schlichten wollte und daraufhin Opfer von weiteren Iliria-Angriffe wurde, sei so nicht korrekt. Vielmehr habe dieser auch selber provoziert.

Vorstand befürchtet Ausschluss

Die Verantwortlichen befürchten nun den Ausschluss ihres Vereins vom Spielbetrieb: "Wir hoffen, dass es nicht so weit kommt, denn unser Verein hat über 70 Mitglieder und die sollen nicht unter dem Verhalten von zwei Leuten leiden.“

Lesen Sie im ausführlichen beinschuss-Artikel: Was der Iliria-Vorstand zu den facebook-Initiativen gegen den Verein sagt, wieso sie sich erst jetzt äußern und wie die anderen Spieler von Iliria mit den Ereignissen umgehen. HIER auf beinschuss.de finden sie alle Aussagen!

csl/mg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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