Vorbestrafter Sex-Täter gesteht Vergewaltigung

München - Ein einschlägig vorbestrafter Angeklagter hat vor dem Münchner Landgericht die Vergewaltigung einer 37- jährigen Finanzbeamtin in der Tiefgarage ihrer Wohnanlage gestanden.

“Ich möchte mich auf alle Fälle bei der Geschädigten entschuldigen, ich weiß nicht, was an dem Tag los war“, sagte der 43-Jährige, der insgesamt 24 Lebensjahre hinter Gittern verbracht hat. Die Staatsanwaltschaft hat bereits in ihrer Anklage einen Antrag auf Sicherungsverwahrung angekündigt, die gegen den Angeklagten trotz der gesetzlichen Voraussetzungen bisher nicht ausgesprochen wurde.

Der 43-Jährige war zuletzt 2008 aus der Haft entlassen worden. Er hatte seither nach eigenen Angaben auf der Straße gelebt und bei schlechtem Wetter in Tiefgaragen geschlafen. Auch am 26. Juli 2009 schlug er in einer Garage sein Nachtquartier auf. Sein Opfer kehrte am Abend von einem Wochenendbesuch bei Angehörigen in Niederbayern heim. Er überfiel die Frau nach dem Abstellen ihres Wagens auf einem Duplexstellplatz. Er warf die Finanzbeamtin mit Wucht auf die Stellfläche und schlug sie mit der Faust ins Gesicht. Der Angeklagte zerriss ihre Kleidung und vergewaltigte sie, während er sie weiter schlug und biss. Er wurde noch in der Nacht gefasst.

Die Frau, die in dem Prozess Nebenklägerin ist, konnte nach Angaben ihrer Anwältin danach nicht mehr in München leben und arbeiten. Sie musste sich vor einer anstehenden Beförderung aufs Land versetzen lassen und hat jetzt eine untergeordnete Tätigkeit. “Meine Karriere ist zu Ende“, heißt es in einem Brief der Beamtin an das Gericht. Sie glaube nicht mehr an eine Beförderung und sei “demotiviert“. Auch habe sie sich damit abgefunden, Single zu bleiben, sie wisse nicht, ob sie sich nach dem Verbrechen nochmal einem Mann nähern könne.

dpa

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