Bundespolizei verengt Haupteingänge / Intensive Gepäckkontrollen

Sicherheitszone jetzt auch um den Hauptbahnhof

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München - Nach dem massiven Sperrriegel rings um die Wiesn hat nun auch die für die Bahn und die Flughäfen zuständige Bundespolizei spürbar und sichtbar ihre Kontrollen am Münchner Hauptbahnhof verstärkt.

Am Seiteneingang zum Starnberger Flügelbahnhof rüttelten die Reisenden am Montag vergeblich an verschlossenen Türen. Die drei Haupteingänge dagegen blieben alle geöffnet, doch wurden die Durchgänge mit Hilfe der Tore verengt.

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„Wir können die Menschenströme so besser kanalisieren und kontrollieren. Wir hoffen, die Reisenden haben für unsere Maßnahmen Verständnis“, erklärte dazu der Sprecher der Bundespolizei am Hauptbahnhof, Für die gesamte Dauer des Oktoberfestes kündigte die Bundespolizei ab sofort mehr und intensivere Gepäckkontrollen an. Habelt: „Dazu wird es erforderlich sein, bestimmte Zugangswege und Zufahrten teilweise oder gänzlich zu sperren.“ Bereits seit Montagabend ist es nicht mehr möglich, das Gepäck in den Schließfächern am Nordausgang (Arnulfstraße) zu deponieren.
Für große Nervosität und Hunderte Bürgeranrufe sorgte am Dienstagmittag der dunkelblaue Hubschrauber der Bundespolizei, der minutenlang über dem Bahnhofs- und Wiesn-Viertel kreiste und irrtümlich für ein Militärflugzeug gehalten wurde. „Es besteht absolut kein Grund zur Beunruhigung. Es gab auch keinen aktuellen Zwischenfall“, erklärte dazu Bundespolizei-Sprecher Thomas Borowik. Der Hubschrauber habe lediglich aktuelle Luftaufnahmen für die Einsatzplanung im Fall der Fälle gemacht. Der Bundespolizei-Hubschrauber und auch die weiß-grünen Helikopter der Landespolizei werden bis Sonntag tagsüber und auch nachts öfter über der Stadt zu sehen sein. Borowik: „In der Nacht werden die Gleisanlagen und auch das Oktoberfest-Gelände mit Hilfe der Wärmebildkameras überwacht.“

Sicherheitsring: So schützt die Polizei das Oktoberfest

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Die Nervosität der Bürger und Wiesn-Gäste ist seit Montag sprunghaft angestiegen. Allein die Beamten im Münchner Polizeipräsidium bekamen bis Dienstagmittag bereits 250 Anrufe am Bürgertelefon. Darüber hinaus kam eine Vielzahl von Hinweisen auf verdächtige Personen und Gegenstände jeder Art, die für Bomben gehalten wurden und sofortige Polizeieieinsätze nach sich zogen. „Eine Semmeltüte auf dem Boden genügt bereits, um die Leute zu verunsichern“, bestätigte ein Streifenpolizist.

Rings um die Wiesn hat sich der Liefer- und Autoverkehr mittlerweile eingependelt. Bis auf einen Rückstau auf der Plinganserstraße Dienstagfrüh verzeichnete die Polizei keinerlei größere Störungen. „Wir haben den Ampeltakt geändert. Dann lief es wieder“, bestätigte Polizeisprecher Peter Reichl am Dienstag und dankte den Münchner Bürgern, „dass sie sich so schnell auf die neue Situation eingestellt haben.“

Dorita Plange

Arbeit 18 Stunden am Stück: Polizei-Gewerkschaft fordert mehr Geld und Verpflegung für Wiesn-Einsatz

Einsatzzeiten bis zu 18 Stunden, unregelmäßige Mahlzeiten und zu wenig Freizeit: Die Gewerkschaft der Polizei forderte das Innenministerium am Dienstag auf, den fast 600 Beamten im Wiesn-Einsatz eine angemessene Grundversorgung zu sichern. Aus ganz Bayern wurden die Beamten wegen des erhöhten Sicherheitsalarmes zur Wiesn-Kontrolle abgestellt. Dabei wurde dem GdP-Vorsitzende Harald Schneider zugetragen, dass die Polizisten bis zu 18 Stunden am Stück arbeiten, nicht ausreichend mit warmen Mahlzeiten versorgt werden und einige seit Ende Juli kein freies Wochenende mehr hatten. Schneider: „Es kann nicht angehen, dass die Kollegen, die die Spaßgesellschaft auf dem Oktoberfest schützen sollen, hier wesentlich schlechter gestellt werden.“

dop

Quelle: Oktoberfest live

Rubriklistenbild: © dpa

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