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Verkaufsoffene Sonntage: CSU und Freie Wähler sind uneins

Ladenöffnungszeiten am Sonntag sind schon lange ein Streitpunkt.
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Ladenöffnungszeiten am Sonntag sind schon lange ein Streitpunkt.

Bei CSU und Freien Wählern gibt es unterschiedliche Ansichten zu Öffnungszeiten am Sonntag. Derweil werden auch Stimmen laut, Geschäfte an Wochentagen länger zu öffnen.

München - Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat mit einem Vorstoß für leichtere Sonntags-Öffnungen im Einzelhandel eine neue Debatte über den Ladenschluss im Freistaat ausgelöst. Seine Kabinettskollegin, Arbeitsministerin Kerstin Schreyer (CSU), bremste den kleinen Koalitionspartner aber am Freitag umgehend ein. Die Gewerkschaft Verdi warf Aiwanger Wortbruch vor. Der Handelsverband Bayern (HBE) begrüßte den Vorstoß dagegen. Und die FDP forderte dringend längere Ladenöffnungszeiten unter der Woche.

Drei bis vier verkaufsoffene Sonntage in Bayern

Drei bis vier verkaufsoffene Sonntage sollten künftig auch ohne einen konkreten Anlass - wie etwa ein Stadtfest - möglich sein, hatte Aiwanger dem Münchner Merkur gesagt. HBE-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Puff erklärte, man wolle keine zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntage. Die Streichung der Anlassbezogenheit sei aber genau der richtige Weg. „Handel und Kommunen hätten endlich Rechtssicherheit.“

Schreyer entgegnete: „Als zuständige Ministerin bin ich gegen eine Ausweitung der Sonntagsarbeit, wenn sie an den Bedarfen der Familien, aber auch an denen des Mittelstands vorbeigeht.“ Auch ein mittelständisches Unternehmen könne nicht einfach weitere Öffnungszeiten generieren. „Dafür braucht es zusätzliches Personal.“

Zum Teil fordert auch der Einzelhandel liberalere Regeln. Bayern ist bei den Regeln besonders restriktiv. Als viele Länder die Öffnungszeiten bis für den Einzelhandel bis 22 Uhr ausweiteten, zog der Freistaat nicht mit.

dpa

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