Die Entwicklung in den vorigen zwei Wochen

Vergleich auf Gemeindeebene: Wo die Corona-Schwerpunkte im BGL liegen

Der Watzmann im Berchtesgadener Land (Symbolfoto).
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Der Watzmann im Berchtesgadener Land (Symbolfoto).

Die Zahl der aktuell Corona-Infizierten im Landkreis ist im Laufe der vergangenen zwei Wochen stark gestiegen. Wo liegen die Schwerpunkte im Berchtesgadener Land? Die Zahlen der Kommunen klaffen teils weit auseinander.

Landkreis Berchtesgadener Land - Über die vorigen beiden Wochen hatte der Landkreis einen sprunghaften Anstieg an Corona-Infizierten zu verzeichnen. Am 30. Dezember 2020 waren es noch 169, am 11. Januar dann 358 aktuell Positive. Die meisten Infizierten stammten am 11. Januar aus Bad Reichenhall (63), Teisendorf (57) und Freilassing (34). Gestiegen sind die Corona-Zahlen in diesem Zeitraum in allen Gemeinden.


Corona-Infizierte im Berchtesgadener Land: Zahlen je Gemeinde

Auffällig sind vor allem Anger mit einem Sprung von 5 auf 22 aktuell Infizierte oder Bad Reichenhall mit einer Verdreifachung der Zahlen. Marktschellenberg und Schneizlreuth waren vor zwei Wochen noch „coronafrei“, meldeten am 11. Januar aber wieder neun bzw. 13 Infizierte. Ähnlich in Saaldorf-Surheim: Kurz vor dem Jahreswechsel nur ein Corona-Positiver in der Gemeinde, zuletzt dann 18. Am wenigsten positiv Gemeldete stammten am 11. Januar aus Ramsau, nämlich vier Personen.


Die Zahl der Corona-Infizierten je Kommune im Landkreis Berchtesgadener Land, Stand 11. Januar.

Setzt man die Zahlen aber ins Verhältnis zur Bevölkerung, war Schneizlreuth mit 1,02 Prozent Infizierten am 11. Januar am stärksten betroffen. Es folgen Teisendorf mit 0,61 Prozent und Marktschellenberg mit 0,51 Prozent. Die Ballungsräume sind also verhältnismäßig nicht stärker betroffen als kleine Gemeinden am Land: In Bad Reichenhall liegt der Prozentsatz von aktuell Corona-Positiven an der Gesamtbevölkerung bei niedrigen 0,34 Prozent, Freilassing hat mit 0,2 Prozent sogar den niedrigsten Wert im ganzen Landkreis. Auch Laufen mit 0,22 Prozent, sowie Piding und Ramsau mit jeweils 0,24 Prozent liegen im Verhältnis am unteren Ende.

Aktuell drei Corona-Patienten im BGL auf Intensivstation

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

Aktuell liegen drei Covid-19-Patienten im Berchtesgadener Land auf einer Intensivstation, zwei davon müssen invasiv beatmet werden. Der Anteil der Covid-19-Patienten an allen Intensivpatienten liegt im Landkreis bei etwa 16 Prozent. Seit Beginn der Pandemie wurden im Landkreis Berchtesgadener Land 3284 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen. 70 Personen sind an oder mit der Erkrankung verstorben.

xe

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