Großer Prozess am Landgericht Traunstein

Rechtsanwalt und Komplize prellen Anleger um 1,7 Millionen Euro

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Traunstein - Jahrelange Haftstrafen hat das Traunsteiner Landgericht am Montag gegen zwei Männer verhängt, die Anleger um eine Summe von 1,7 Millionen Euro gebracht haben.

Die beiden Männer wurden am Montag vor dem Landgericht Traunstein wegen gewerbsmäßiger Untreue verurteilt. In 49 Fällen verschwanden so 1,7 Millionen Euro von Anlegern. Ein 64-jähriger Berliner muss nun fünf Jahre hinter Gitter, ein 55 Jahre alter Rechtsanwalt aus Lippstadt erhielt eine Haftstrafe von zwei Jahren, ausgesetzt zur Bewährung, wie der BR berichtet. Auch nicht ohne: Die beiden Männer müssen das Geld möglichst wieder zurückzahlen.

Über Anlagevermittler wurden Anlegern vorbörslich gehandelte Aktien verkauft, doch hinter dem Unternehmen stand nur die Briefkastenfirmen des 64-jährigen Berliners. Das vermeintlich angelegte Geld verschwand in seiner Tasche. Ein zweiter Weg, wie das Duo die Anleger prellte, lief über ein Call-Center mit Sitz in Serbien. Von dort aus wurden beliebig Leute angerufen und ihnen über diese Art "Wertpapiere" verkauft. Ursprünglich waren 57 Betrugsfälle mit 2,4 Millionen Euro Schadenssumme angeklagt, doch das Landgericht stellte einige Fälle wieder ein. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / David-Wolfgan

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