Tödlicher Unfall: Raste Mercedes in Stauende?

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Übersee - Eine Tote, vier Schwerverletzte, ein total kaputter Porsche und 130.000 Euro Schaden - das ist das traurige Ergebnis einer Unfallserie am Freitag auf der A8.

UPDATE Samstag, 8.10 Uhr:

Die Ursachenforschung für den schrecklichen Unfall, der einer jungen Frau am Karfreitag das Leben kostete und vier weitere zum Teil Schwerverletzte forderte, wird die Behörden wohl noch einige Zeit beschäftigen. 

Nach dem Unfall mit einem Porsche hatte sich ein rund drei Kilometer langer Stau gebildet, der von der Anschlussstelle Felden bis zur Anschlussstelle Übersee reichte. Nach Angaben der Presseagentur Aktivnews soll ein Mercedes-Geländewagen mit Kurzzeitzulassung mit hohem Tempo in das Stauende gerast sein. Dieser soll mit voller Wucht den Seat-Kleinwagen gerammt haben, auf dessen Rücksitz die tödlich verunglückte Frau saß. Trotz des intensiven Bemühens von Ersthelfern und der Rettungskräfte verstarb die 27-Jährige noch an der Unfallstelle.

Der Seat war durch die Wucht des Aufpralls laut Aktivnews noch gegen weitere Fahrzeuge geschleudert worden. Auch der Mercedes rammte ebenfalls noch andere Autos.

Laut Aktivnews landeten insgesamt drei Notarzthubschrauber auf der Autobahn, die für rund fünf Stunden in Richtung München total gesperrt werden musste. Die Helis brachten die Verletzten in Krankenhäuser nach München, Salzburg und Traunstein.

Jetzt müssen die Staatsanwalt Traunstein, dessen diensthabender Staatsanwalt laut Aktivnews selbst an die Unfallstelle geeilt war, und Sachverständige klären, wie der Unfall im Einzelnen genau abgelaufen ist. Dazu sind - wie in solchen Fällen üblich - an der Unfallstelle bereits penibel Spuren gesichert worden. Der Verkehr staute sich nach dem tragischen Folgeunfall auf rund 14 Kilometern.

Tragischer Unfall bei Übersee

UPDATE 18.45 Uhr:

UPDATE 14.20 Uhr:

Am Karfreitagvormittag kam es auf der A8 in Fahrtrichtung München zu drei Verkehrsunfällen, bei denen einer sogar tödlich endete. Gegen 8.52 Uhr ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd zunächst die Mitteilung ein, dass sich auf der A8 in Fahrtrichtung München zwischen der Anschlussstelle Übersee und der Rastanlage Chiemsee ein Sportwagen der Marke Porsche überschlagen habe.

Beim Eintreffen einer Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein vor Ort wurde festgestellt, dass der Fahrer des Porsche bei feuchter Fahrbahn wegen überhöhter Geschwindigkeit ins Schleudern gekommen war, anschließend mit der Mittelleitplanke kollidiert war, von dort mit seinem Fahrzeug in die Luft geschleudert worden war und mit großer Wucht mit dem Dach auf eine Betonleitplanke am rechten Fahrbahnrand aufschlug

Nur weil im Fahrzeug des Porschefahrers ein Überrollbügel verbaut war, erlitt der Porschefahrer lediglich eine Kopfplatzwunde. Am Porsche des Unfallverursachers, einem Sport-Sondermodell, entstand durch den Verkehrsunfall ein Totalschaden in Höhe von etwa 90.000 Euro.

Tödlicher Unfall auf der A8 bei Übersee

Ein zweiter Verkehrsunfall ereignete sich unmittelbar hinter dem zuvor genannten, als zwei Pkw aufeinander fuhren, als sie wegen des Unfalls mit dem Porsche abbremsen mussten. Hierbei erlitt eine Insassin des vorrausfahrenden Fahrzeugs ein HWS-Trauma.

Ihren traurigen Höhepunkt erfuhr die Unfallserie jedoch einige Minuten später am Stauende, welches sich wegen der zuvor genannten Unfälle kurz vor der Anschlussstelle Übersee gebildet hatte. Hier bei kam es zu einer weiteren Serie von Auffahrunfällen mit fünf beteiligten Fahrzeugen.

Der erste Aufprall dieser Auffahrunfallserie hatte so viel Wucht, dass eine auf der Rückbank des aufgefahrenen Fahrzeugs sitzende 27-jährige Frau aus Traunreut so stark verletzt wurde, dass sie noch an der Unfallörtlichkeit verstarb.

Alle weiteren vier Insassen des aufgefahrenen Fahrzeugs wurden ebenfalls schwer verletzt und vom Rettungsdienst in die umliegenden Kliniken eingeliefert. In den anderen vier beteiligten Fahrzeugen wurde lediglich eine Person leicht verletzt, beim Verkehrsunfall entstand jedoch ein Gesamtsachschaden in Höhe von etwa 40.000 Euro. Die Autobahn war rund fünf Stunden total gesperrt und konnte erst um kurz nach 14 Uhr wieder freigegeben werden.

UPDATE 13.05 Uhr:

Wie Polizeisprecher Stefan Sonntag soeben im Gespräch mit chiemgau24.de bestätigte, stammt die verunglückte Frau aus dem Landkreis Traunstein und dürfte Mitte/Ende 20 gewesen sein. Genaue Altersangaben konnte Sonntag noch keine machen. Insgesamt seien nach dem Unfall, der genau auf Höhe der Anschlussstelle Übersee in Fahrtrichtung München passiert war, drei (Schwer-)Verletzte mit Hubschraubern in verschiedene Krankenhäuser geflogen worden. Darüber hinaus seien weitere Verletzte - eine genaue Zahl lag noch nicht vor - mit Rettungswägen bodengebunden in Kliniken transportiert worden.

Schwerer Unfall auf A8 bei Übersee

Zum Unfallhergang konnte der Polizeisprecher noch nicht viele Angaben machen. "Das müssen jetzt der Gutachter und die Kollegen vor Ort alles rekonstruieren und ermitteln", so Sonntag gegenüber unserer Redaktion. Vermutlich könnte ein vorausgegangener Unfall mit einem Porsche auf Höhe Bernau dafür verantwortlich gewesen sein, dass die Fahrzeuge im dichten Verkehr stark abbremsen mussten und letztlich ineinander krachten. "Aber es muss erst geklärt werden, ob diese beiden Unfälle in Zusammenhang stehen", so Sonntag. Die Autobahn soll noch mindestens zwei Stunden gesperrt bleiben. Es kommt in beiden Richtungen zu Stauungen.

UPDATE 12.40 Uhr:

Wie die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums auf Anfrage von chiemgau24.de soeben bestätigt hat, ist bei dem Unfall eine Frau ums Leben gekommen. Sie verstarb nach dem heftigen Auffahrunfall noch an der Unfallstelle. Außerdem gab es noch zwei Schwerverletzte. Diese wurden inzwischen - teilweise mit Hubschraubern - in Krankenhäuser eingeliefert. Ob darüber hinaus noch weitere Personen verletzt wurden, ist derzeit noch unklar. Die Autobahn wird laut Polizei mindestens noch zwei Stunden total gesperrt bleiben!

UPDATE 11.30 Uhr:

Die Auswirkungen des schweren Unfalls sind auf den Straßen deutlich spürbar. Auf der Autobahn kommt es zu massiven Staus. In Richtung München wird der Verkehr ab der Anschlussstelle Grabenstätt ausgeleitet. Es wird die Umleitung "U14" empfohlen. Auch in der Gegenrichtung gibt es - eigentlich unabhängig vom Unfall - Verkehrsprobleme. Hier staut sich der Verkehr von Übersee und Felden bis über Bernau zurück auf über 10 Kilometer.

UPDATE 10.55 Uhr:

An der Unfallstelle sind/waren laut der Presseagentur Aktivnews drei Hubschrauber, fünf Notarzt-Fahrzeuge und mindestens sechs Rettungswagen im Einsatz. Es soll mehrere Schwerverletzte geben. Teilweise wurden die Patienten bereits mit dem Hubschrauber abtransportiert, andere werden noch an der Unfallstelle von den Rettungskräften versorgt. Die Sperre der Autobahn wird wohl noch mehrere Stunden andauern.

Die Erstmeldung:

Ersten Erkenntnissen vor Ort zufolge passierte der Crash am Freitagvormittag gegen 10 Uhr auf der A8 in Fahrtrichtung München. Kurz vor der Ausfahrt Übersee sollen mehrere Fahrzeuge in dichtem Verkehr ineinander gekracht sein. Es gibt offenbar mehrere Verletzte. Mindestens zwei Hubschrauber sollen im Einsatz sein. An die Unfallstelle wurden zahlreiche Rettungskräfte beordert.

Auf Anfrage von chiemgau24.de teilte die Einsatzzentrale der Polizei mit, dass mindestens fünf Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt sein sollen. Die Autobahn in Fahrtrichtung München ist total gesperrt. Der Verkehr wird an der Anschlussstelle Grabenstätt ausgeleitet. Die Sperre soll wohl noch mehrere Stunden andauern.

mw/Pressemeldung PP Obb. Süd/Aktivnews

Quelle: chiemgau24.de

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