„Wir können nicht jeden kontrollieren“

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Die Bürgerinitiative gegen den Ausbau in Feldwies distanziert sich von Unwahrheiten.
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Übersee – Der Bürgermeister kritisierte nun den Umgang einiger Bürger mit dem Ausbau in Feldwies. Hier sei mit Unwahrheiten gearbeitet worden.

Ballermann-Verhältnisse und 1000-Betten-Hotel – mit diesen Begriffen muss sich die Gemeinde Übersee nun seit einigen Wochen herumschlagen. Verzweifelt zeigte sich nun vor wenigen Tagen der Bürgermeister von Übersee, Marc Nitschke, in der Diskussion um den Ausbau in Feldwies gegenüber chiemgau24. „Im Ort wird leider viel mit Unwahrheiten gearbeitet“, erklärte er.

Blick von der Feldwieser Bucht auf den Chiemsee.

Die Bürgerinitiative (BI) gegen den Ausbau in Feldwies distanzierte sich jetzt von Vergleichen wie den Ballermann auf Mallorca. „Diese Begriffe kommen nicht von uns. Man hat als Bürgerinitiative Helfer und Helfershelfer und wenn sich dann letztlich etwa 30 Leute engagieren, dann können Sie nicht jeden Einzelnen kontrollieren“, erklärt einer der Sprecher, Stefan Haneberg. Die BI selbst sei um fachliche Informationen bemüht gewesen und das zeige auch die Unterschriftenliste, an der sich nach wie vor rund 980 Bürger beteiligt hätten, so Haneberg. Lediglich 18 Bürger hätten ihre Unterschrift aus unbekannten Gründen zurückzogen.

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Grundsätzlich gehe es der Bürgerinitiative darum, dass das gesamte Areal so naturbelassen wie möglich bleibe, sagt Haneberg. Im Detail gebe es jedoch auch einen Widerspruch im Gesamtkonzept des Ausbaus: Auf der einen Seite stehe der Chiemgauhof, mit der Klientel der besserverdienenden Urlauber, die nachts ihre Ruhe haben möchten. Auf der anderen Seite gebe es die Beachbar in der die Menschen nachts feiern möchten und dabei werde es zwangsläufig eine größere Geräuschkulisse geben.

Diese Kombination aus ruhigeren Gästen im Chiemgauhof, der mit seinem geplanten Neubau näher an die Beachbar heranrücken würde und feiernden Menschen an der Beachbar werde zu Konflikten führen, sagt Haneberg. Diesem Konflikt will die Bürgerinitiative gegen den Ausbau der Feldwieser Bucht beseitigt wissen und dann sei ein Kompromiss, ohne einen Bürgerentscheid, auch nicht ausgeschlossen. Begonnene Gespräche dazu werden am kommenden Dienstag, 04. Juni, mit der Bürgermeister von Übersee weitergeführt.

Quelle: chiemgau24.de

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