Auf dem Weg zum Schulbus:

Bub (9) überfahren - Begrenzung für Krötenwanderung

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Die Unglücksstelle: Hier wurde ein Schuljunge von einem VW Bus erfasst, als er über die Straße wollte.

Schonstett - Im November verlor ein neunjähriger Junge auf dem Weg zum Schulbus sein Leben. Der Unfall schien kein Grund für eine Geschwindigkeitsbegrenzung zu sein - die Krötenwanderung schon:

Am 24. November ereignete sich ein tödlicher Unfall auf der St2092, zwischen Wasserburg und Prien, auf Höhe des Weilers Au: Ein neunjähriger Junge, der auf dem Weg zur Schulbus-Haltestelle war, wurde beim Überqueren der Straße von einem VW-Bus überfahren

Die Eltern des Bubs setzten sich vehement für eine Geschwindigkeitsbegrenzung an der Bushaltestelle ein, wie das Oberbayerische Volksblatt berichtet - besonders tragisch: Bereits vor dem Tod ihres Sohnes suchten sie das Gespräch mit dem Landratsamt. Eine Begrenzung wurde nicht eingerichtet - laut der Regierung von Oberbayern handele es sich nicht um einen Unfallschwerpunkt, so das Oberbayerische Volksblatt.

Für Schonstetts Ersten Bürgermeister Josef Fink (CSU) war es Aufgabe des Staatlichen Bauamtes Rosenheim, die Stelle sicherer zu machen. "Es gibt auf dieser Strecke von Bad Endorf nach Wasserburg gleich mehrere gefährliche Stellen mit Bushaltestellen, allein in meinem Gemeindegebiet sind es zwei Stellen", gab Fink auf Nachfrage unserer Redaktion an. Das Staatliche Bauamt wies die Vorwürfe von sich - es sei nicht für die Aufstellung der Schilder verantwortlich.

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h wurde nun doch eingerichtet, für die Krötenwanderung - "für uns Eltern ist es wie ein Hohn", erklärt die Mutter des Unfallopfers gegenüber dem Oberbayerischen Volksblatt.

Wie es dazu kam, dass die Krötenwanderung ein Grund für die Begrenzung ist, lesen Sie auf www.ovb-online.de oder im Oberbayerischen Volksblatt.

Aus dem Archiv:

Unfall auf dem Schulweg

Quelle: rosenheim24.de

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