Trotz Einkauf im FCB-Shop

Deutschlandweites Stadionverbot für Löwen-Ultras

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Die beiden Löwen-Ultras überfielen im August 2014 einen Bayern-Anhänger.

München - Der Fall machte die Runde: Zwei Löwen-Ultras kauften Fan-Artikel des FC Bayern, um einer Haftstrafe zu entgehen. Und diese Präsente nahmen sie nun ins Gericht mit:

Nach dem Regionalliga-Derby zwischen dem FC Bayern und dem TSV 1860 im August 2014 rissen zwei Löwen-Ultras einem Bayernfan seine Kutte, den Strohhut und das T-Shirt vom Leib. Und dafür sollten sie für jeweils 15 Monate in Haft - wegen gemeinschaftlichem Raub.

Doch es gab noch eine andere Option: Dem Bayernanhänger für einen Täter-Opfer-Ausgleich die zerstörten Sachen ersetzen. Tapfer gingen die Löwen-Fans in einen FCB-Fanshop und kauften die Fan-Utensilien. Diese wollten sie dem Opfer in der Berufungsverhandlung am Mittwoch überreichen.

Vor dem Landgericht erschien das Opfer jedoch nicht, weswegen die Fans des blauen Lagers ihre FC Bayern Tüten nicht direkt überreichen konnten, wie der Münchner Merkur berichtet. Gegen die beiden Ultras wurde ein dreijähriges Stadionverbot verhängt - für alle Stadien in Deutschland. Der Kauf im roten Fanshop lohnte sich dennoch: Aus der ursprünglichen Haftstrafe wurde für einen der Ultras ein Jahr auf Bewährung, sein Kumpel verließ das Gericht mit einer Strafe von zehn Monaten auf Bewährung.

bp

Quelle: rosenheim24.de

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