89 Personen starben 2018 allein in Bayern in Flüssen und Seen

Traurige Bilanz setzt sich fort: 2019 bereits zahlreiche Menschen ertrunken

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Setzt sich die traurige Bilanz aus 2018 auch dieses Jahr fort? Letztes Jahr starben allein in Bayern 89 Personen in Flüssen, Bächen und Seen.
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Landkreis - Allein dieses Wochenende haben sich in Bayern zwei tödliche Badeunfälle ereignet, zwei Menschen sind noch vermisst. Auch die Bilanz für die Region im Jahr 2019 ist bereits sehr traurig:

Im Jahr 2018 ertranken in Deutschland mindestens 504 Menschen. 435 Männer und Frauen, das sind rund 86 Prozent der Opfer, verloren in Flüssen, Bächen, Seen und Kanälen ihr Leben, so die traurige Bilanz der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Wie in den Vorjahren ertranken die meisten Menschen im Jahr 2018 in Bayern. Im Freistaat kamen 89 Personen ums Leben. Auf Rang zwei liegt Nordrhein-Westfalen mit 63, gefolgt von Niedersachsen (61) und Baden-Württemberg (62).

Auch das Jahr 2019 scheint diese traurige Tradition fortzusetzen. Obwohl es erst Juni ist, haben bereits zahlreiche Menschen in Flüssen, Bächen, Seen, Kanälen und sogar Gumpen ihr Leben verloren.

Mit am dramatischsten dürfte dabei wohl der Vorfall am Königssee sein: Hier verloren am 23. April zwei 21-jährige Männer den Kampf gegen das Wasser beim Baden in einer Gumpe am Königssee. Sie hatten wohl das starke Schmelzwasser unterschätzt, Rettungskräfte konnten nur noch die leblosen Körper aus der Gumpe bergen.

BRK im Einsatz: Zwei Männer sterben am Königssee

Suche nach 18-Jährigem in der Alz noch immer erfolglos

Noch immer erfolglos blieb die Suche nach einem 18-Jährigen im Raum Trostberg. Er war an Christi Himmelfahrt in die Alz gesprungen, um einen Ball aus dem Wasser zu holen. Tagelang suchten hunderte Einsatzkräfte nach dem Vermissten. Doch bereits am nächsten Tag hatte die Polizei nur noch wenig Hoffnung, den jungen Mann lebend zu finden. Er gilt seitdem noch immer als vermisst.

Der erste Todesfall durch Ertrinken ereignete sich bereits Ende Februar in Dorfen im Kreis Erding. Nach einer Faschingsverantstaltung am 28. Februar war ein 18-Jähriger in die Isen gestürzt. Nach stundenlanger Suche konnte der junge Mann nur noch tot aus dem Fluss geborgen werden.

Während einem Lagerfeuer mit Freunden war in der Nacht vom 3. auf den 4. April ein 67-Jähriger bei Bruckmühl in die Mangfall gestürzt und untergegangen. Erst am nächsten Tag konnte der Mann aus dem Kreis Rosenheim im Fluss treibend entdeckt werden. 

Drei Ertrunkene am letzten Wochenende

Allein am Wochenende vom 1. und 2. Juni starben bei Badeunfällen mindestens zwei Menschen. Der erste ereignete sich am Schafirrsee bei Ingolstadt: Laut Mitteilung der Polizei entdeckten Passanten gegen 14.30 Uhr am Südufer eine leblose Person im Wasser treiben. Sie zogen den 78-jährigen Mann aus dem See und begannen sofort mit der Reanimation, die schlussendlich allerdings erfolglos blieb. Die Ehefrau des Opfers wurde vom Kriseninterventionsteam betreut, die Kripo Ingolstadt hat die Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen.

Der zweite Badeunfall ereignete sich schließlich am Mühlsee nahe Freising.Ersten Ermittlungen zufolge wollte ein 19-Jähriger zusammen mit einem Kumpel zur Insel in der Mitte des Sees schwimmen, als er plötzlich unterging. Nach eineinhalbstündiger Suche wurde der junge Mann von Tauchern der Wasserwacht aus dem Wasser geborgen. Er wurde unter laufender Reanimation ins Krankenhaus gebracht, wo er schließlich verstarb.

Außerdem war ein Asylbewerber am Sonntag kurz vor Mittag bei Thalham von der starken Strömung der Mangfall mitgerissen worden. Er wollte sich laut ersten Informationen der Polizei die Hände in dem Fluss waschen, als er durch die starke Strömung den Halt verlor und abgetrieben wurde. Bis zum Abend wurde der Bereich intensiv durch Kräfte der Wasserrettung und Feuerwehr abgesucht; leider konnte der Mann bis dato nicht aufgefunden werden.

Auch in Augsburg wird noch immer ein 16-Jähriger vermisst. Er wurde vom Lech mitgerissen, als er sich mit einem Bekannten in den Fluss begab. Aufgrund der starken Strömung wurde er mitgerissen. Sein Freund konnte sich mit letzter Kraft ans Ufer retten, der 16-Jährige wird seitdem vermisst. Nach den Worten eines Polizeisprechers würde es an "ein Wunder" grenzen, wenn der Jugendliche noch lebend gefunden würde.

mh

Quelle: rosenheim24.de

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