Neue Kreuze an der Miesbacher Straße

Tödlicher Raser-Unfall: Berufungsprozess am Landgericht Traunstein

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Traunstein/Rosenheim - Fast drei Jahre ist es her, dass bei einem Unfall in der Miesbacher Straße zwei junge Frauen getötet wurden. Drei Männer mussten sich vor Gericht verantworten, alle drei wurden verurteilt. Zwei von ihnen gingen in Berufung. Der Prozess wird ab dem 10. Oktober am Landgericht Traunstein geführt.

Update, 2. September, 15.45 Uhr - Mehr als 30 Zeugen geladen

Wie der Focus berichtet, wurden für den Zeitraum vom 10. Oktober bis 12. November insgesamt sieben Verhandlungstage angesetzt. Insgesamt sollen voraussichtlich mehr als 30 Zeugen verhört werden, außerdem ist ein Sachverständiger geladen.

Erstmeldung

Der Berufungsprozess um den tödlichen Unfall in der Miesbacher Straße wird in Kürze verhandelt. Nach ihren jeweiligen Verurteilungen haben sowohl der Angeklagte aus Kolbermoor, als auch sein Mitangeklagter aus Riedering Berufung eingelegt. Am 10. Oktober wird daher ein gemeinsamer Berufungsprozess am Landgericht Traunstein beginnen, bestätigt Dr. Oliver Mößner von der Zweigstelle Rosenheim der Staatsanwaltschaft Traunstein.

Schuldspruch vor dem Amtsgericht Rosenheim 

Das Amtsgericht Rosenheim sprach beide Fahrer der fahrlässigen Tötung, Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässigen Körperverletzung schuldig. Der BMW-Fahrer aus Riedering wurde im März 2019 zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt, der Fahrer aus Kolbermoor im Mai 2018 zu einer Haftstrafe von zwei Jahren ohne Bewährung. Ein dritter beteiligter Autofahrer aus Ulm wurde zu einer 20-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Diese ist inzwischen rechtskräftig.

Drei neue Kreuze an der Unfallstelle

An der Miesbacher Straße stand am Unfallort bis vor kurzem ein Kreuz, ein Mahnmal, das an den schrecklichen Unfall erinnerte. Nun wurden drei neue, zusätzliche Kreuze aufgestellt, ganz in weiß. Weshalb gerade drei weiße Kreuze an der Stelle stehen, darüber lässt sich nur spekulieren.

Bei dem Unfall am 20. November 2016 auf der Miesbacher Straße in Rosenheim wurden z wei junge Frauen tödlich verletzt. Die 15-jährige Ramona D. und die 21-jährige Melanie R. stammten beide vom Samerberg. Ramonas Schwester Lena überlebte den Crash schwerst verletzt. Ein Golf-Fahrer aus Ulm war mit seinem Wagen in das Fahrzeug der Mädchen gekracht. 

Die beiden BMW-Fahrer, gegen die jetzt neu verhandelt wird, sollen den Golf damals absichtlich beim Einscheren nach einem Überholvorgang behindert und so den Horror-Unfall mitverursacht haben. 

Quelle: chiemgau24.de

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