Kliniken Südostbayern AG gegen Vorwurf der AOK

„Unsere Kliniken sind so sicher wie nie“

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Traunstein - Die Kliniken Südostbayern AG weist Zahlen der AOK zurück, laut denen in deutschen Krankenhäusern jährlich 19.000 Menschen durch Behandlungsfehler sterben.

Die Mitarbeiter der Kliniken Südostbayern AG empfinden den Vorwurf des AOK-Bundesverbandes, dass jährlich tausende von Patienten aufgrund von Behandlungsfehlern in den Krankenhäusern zu Tode kämen, als Diffamierung. „Der Ärger in der Geschäftsführung und bei den Mitarbeitern unserer Kliniken über diese Äußerungen ist groß. „Sie fühlen sich dadurch auch persönlich angegriffen“, sagt Klinikenvorstand Stefan Nowack.

Mit rein spekulativ aus internationalen Daten kalkulierten Zahlen beschädigt der AOK-Bundesverband die Arbeit der Krankenhäuser und schürt Ängste bei den Patienten, die vor allem Vertrauen zu Ärzten und Pflegenden brauchen. Die Mitarbeiter an den sechs Standorten der Kliniken Südostbayern AG leisten 365 Tage und 24 Stunden eine Rund-um-Versorgung und setzen sich maximal für die Betreuung und Sicherheit der Patienten ein. Allein stationär versorgten die Kliniken der KSOB AG im vergangenen Jahr über 56.000 Patienten. Dies bedeutet, dass statistisch gesehen jeder fünfte Einwohner der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land einmal pro Jahr stationär in den Kliniken der KSOB AG ist.

Vorstand Stefan Nowack betont, dass die Zahlen, mit denen der AOK-Bundesverband an die Öffentlichkeit ging, jeder Grundlage entbehrten. „Eine acht Jahre alte internationale Studie als Basis zu nehmen und auf die aktuellen Behandlungszahlen in Deutschland hochzurechnen, ist unverantwortlich.“ Behandlungsfehler, auch solche mit Todesfolge, kommen in den deutschen Krankenhäusern vor, stellt auch der Medizinische Direktor, Herr Prof. Dr. Bürger, klar. „Jedoch hatten wir noch nie höhere Sicherheitsstandards in den Kliniken. Sie können sich im internationalen Vergleich sehen lassen.“, so Prof. Dr. Bürger.

Die Kliniken Südostbayern AG hat gezielt Maßnahmen ergriffen und sehr große Anstrengungen unternommen, um solche Ereignisse zu verhindern. In den letzten Jahren wurden eine Reihe von Maßnahmen zur Patientensicherheit umgesetzt, wie zum Beispiel:

  • Regelmäßig stattfindende Qualitätskonferenzen mit den Chefärzten und Pflegekräften.
  • Anonymisierte Fehlermeldungen zur Meldung kritischer Vorfälle mit fachlicher Kommentierung zur zukünftigen Vermeidung solcher Vorfälle - wie in der Luftfahrt üblich.
  • Komplikationsbesprechungen sowie spezielle Besprechungen kritischer Fälle.
  • Time-out im OP, das heißt Innehalten vor dem OP-Beginn zu nochmaligen Kontrolle aller wichtigen Eckdaten, wie: richtiger Patient, korrekte Operation mit der korrekten Lokalisation, ist in der KSOB AG Standard.
  • Zählkontrollen im OP, wie beispielsweise von Tüchern und Instrumenten sind schon immer selbstverständlich.
  • Patientenarmbänder zur sicheren Patientenidentifizierung sind seit Jahren im Einsatz.
  • Die seit Jahren in der KSOB AG chefärztlich besetzte Krankenhaushygiene mit Frau Prof. Dr. Kappstein und chefärztlich geleitete klinischen Infektiologie mit Herrn Prof. Dr. Glück setzen seit Jahren höchste Maßstäbe in den Kliniken.

Diese Liste ließe sich, laut Vorstand Nowack, noch viel weiter ausführen und dies alles zu ignorieren und mit Hinweis auf eine veraltete Studie plakativ von 19.000 Toten im Jahr zu sprechen, sei unverantwortlich. „Nie war die Bereitschaft der Krankenhäuser größer, Qualität und Sicherheit weiterzuentwickeln. Um weitere Verbesserungen zu erreichen, ist es erforderlich, dass die Krankenkassen auch die finanziellen Mittel für eine angemessene Personalausstattung und ein Qualitätsmanagement zur Verfügung stellen, anstatt den Sparzwang zu erhöhen und die Qualität anzuprangern“, führte der Klinikenvorstand aus.

Pressemitteilung Kliniken Südostbayern AG

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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