Urteil im Mordprozess: Lange Haftstrafe

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Traunstein - Wegen Mordes an seiner 46-jährigen Ehefrau steht ein 38-jähriger pakistanischer Küchenhelfer aus Prien vor dem Schwurgericht Traunstein. Jetzt fiel das Urteil.

Das Traunsteiner Schwurgericht verurteilte den 38-Jährigen am Dienstag zu zwölf Jahren Haft. Anders als es die Staatsanwaltschaft sah, erkannten die Richter nicht auf Mord, sondern auf Totschlag. Sie sahen die als Mordmerkmal geltenden niederen Beweggründe nicht als erwiesen an.

Bilder vom ersten Verhandlungstag:

Mordprozess vor dem Traunsteiner Landgericht

Der Angeklagte hatte zu Beginn des dreitägigen Prozesses gestanden, am Morgen des 6. Dezember 2009 - dem Nikolaustag - auf seine Frau eingestochen zu haben, um sie zu töten. Als Motiv nannte der pakistanische Staatsangehörige Eifersucht. Er hatte nicht verkraften wollen, dass sich die 46-Jährige von ihm scheiden lassen wollte.

Das Schwurgericht wertete das Verbrechen zwar als Eifersuchtstat, die aber nicht auf der sittlich niedrigsten Stufe stehe. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslänglich wegen Mordes gefordert, aber keinen Antrag zur Frage der besonderen Schwere der Schuld gestellt. Der Verteidiger hatte auf einen minderschweren Fall des Totschlages plädiert. Der Strafrahmen liegt hier bei maximal zehn Jahren Haft.

Der Täter war am Morgen des 6. Dezember in die Wohnung seiner Frau in Rimsting gekommen. Das Paar lebte getrennt. Er holte ein Küchenmesser und stach es dem Opfer mindestens 14-mal in den Oberkörper, wie die Ermittlungen ergaben. Die Frau war auf der Stelle tot. Nach der Tat rief der Mann selbst die Polizei zum Tatort.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa, tj

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