Großeinsatz am Freitag in Traunreut

"Bombe" oder "Giftgas": Polizei und Bürgermeister räumen mit Gerüchten auf

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Traunreut - In Traunreut lief am späten Nachmittag und frühen Abend im Bereich des Hallenbades ein großer Einsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst. Vermutet wurde zwischenzeitlich sogar der Austritt eines giftigen Gases. Es gab zum Teil wilde Gerüchte:

UPDATE, Samstag, 9.25 Uhr - Gerüchte um mögliche Bombe

Nachdem sich am Freitagnachmittag der merkwürdige Geruch im Bereich der Martin-Luther-Straße breit gemacht hatte, rückten zahlreiche Einsatzkräfte an. Wie das Traunsteiner Tagblatt nun berichtet, hätte sich unter Teilen der Anwohner dabei rasch das Gerücht einer möglichen Bombe verbreitet. Auch vom Verdacht eines Giftgas-Austrittes war zwischenzeitlich die Rede.

Diesen "Mutmaßungen" erteilten Polizei und Bürgermeister am Freitagabend mit ihrer Stellungnahme jedoch eine klare Absage. Es habe sich um Kampfmittel aus Munazeiten gehandelt, die von Spezialisten aus München inzwischen abtransportiert wurden. Zu keiner Zeit hätte irgendeine Art von Gefahr für die Bevölkerung bestanden, hieß es weiter.

UPDATE, 21.35 Uhr - Fotos vom Einsatzort

Bei dem Einsatz waren die Feuerwehren aus Traunreut, Pierling, Matzing, Traunwalchen und Kammer sowie der Messzug Süd und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung mit circa 70 Einsatzkräften vor Ort. Das Rote Kreuz war zur Absicherung des Einsatzes mit einem Rettungwagen, einen Krankentransportwagen und dem Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort. Die Polizei aus Traunreut wurde noch unterstützt von der Polizeiinspektion Trostberg.

Großeinsatz nach Kampfmittel-Fund in Traunreut

UPDATE, 21.05 Uhr - Pressemeldung Polizei/Stadt

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Am Freitag, 28. Juni, gegen 16 Uhr wurde die Feuerwehr Traunreut auf Grund von Geruchswahrnehmung von Anwohnern der Martin-Luther-Straße zu einem Einsatz alarmiert. Es wurde angenommen, dass dieser Geruch von einer abgesperrten Ablagerung im Bereich einer Baustelle ausging. Dieser abgedeckte Haufen wurde dort von der ausführenden Baufirma abgelegt, da man im Rahmen der Grabarbeiten auf sich darin befindliche Kampfmittel gestoßen ist.

Nach Absperrung, Baustopp und Information der Sicherheitsbehörde wurde sofort der Kampfmittelräumdienst Oberbayern aus München informiert. Dieser begutachtete den Fund und stellte die Fundgegenstände sicher. Es handelte sich hierbei um Kampfmittel aus Munazeiten, die gesondert durch eine Fachfirma begutachtet und entsorgt werden müssen. Das gefährliche Material wurde hierbei von den Speziallisten bereits schon mitgenommen und fachgerecht entsorgt. Die Baustelle und die Ablagerung wurden daraufhin auf Veranlassung und in Absprache mit dem Räumdienst und den Sicherheitsbehörden fachgerecht und gesichert und abgesperrt. Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung.

Auf Grund der andauernden Hitze wurde wie schon anfangs erwähnt vorsorglich von Anwohnern auf Grund ihrer Geruchswahrnehmung die Feuerwehr alarmiert. Hierbei wurde erneut sichergestellt, dass von den Ablagerungen zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung ausging. Es wurde daraufhin die Baustelle nochmals von den Sicherheitskräften vorsorglich in einem Umkreis von ca. zehn Metern abgesichert und ein Betretungsverbot ausgesprochen. Eine Fachfirma wurde von der Stadt mit der ordnungsgemäßen und schnellen Entsorgung beauftragt.

Der Erste Bürgermeister der Stadt Traunreut, Klaus Ritter, bedankt sich bei den aufmerksamen Bürgern und den vorbildlichen Einsatz aller beteiligter Sicherheitskräfte.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd/Stadt Traunreut

UPDATE, 20.05 Uhr - Hintergründe unklar, Einsatz beendet

Die genauen Hintergründe des Einsatzes sind nach wie vor unklar. Ungeklärt ist außerdem, welcher Stoff genau ausgetreten ist. Der Einsatz wurde inzwischen aber weitestgehend beendet, wie von vor Ort gemeldet wurde.

Möglicherweise hängt der Austritt mit Bauarbeiten an einer Erdgasleitung zusammen, die derzeit in unmittelbarem Umfeld des Einsatzortes stattfinden. Die Polizei hat im Nachgang des Einsatzes eine Pressemitteilung zu dem Fall angekündigt. Das teilte die Einsatzzentrale in Rosenheim auf Nachfrage von chiemgau24.de soeben mit.

UPDATE, 18.25 Uhr - Austritt von Gas vermutet

Soeben meldet die Passauer Neue Presse (PNP) unter Berufung auf einen Polizeisprecher, dass es sich möglicherweise um einen Giftgas-Austritt handeln könnte. Hinweis/Bitte der Polizei: Anlieger im Bereich der Martin-Luther-Straße werden deswegen dringend gebeten, Fenster und Türen bis auf weiteres geschlossen zu halten.

Von vor Ort wurde gemeldet, dass eine Spezialfirma aus München angefordert wurde, die nun prüfen soll, um welchen Stoff es sich genau handelt und ob Gefahr für die Bevölkerung besteht. Die Polizei informiert die Anwohner derweil mit Lautsprecherdurchsagen.

UPDATE, 18.15 Uhr - Kampfmittelräumdienst alarmiert

Auf einer Baustelle an der Martin-Luther-Straße neben dem Hallenbad in Traunreut wurde gegen 16 Uhr ein Gasgeruch wahrgenommen. Daraufhin wurden zahlreiche Feuerwehren, Rettungsdienst, Polizei und sogar der Kampfmittelräumdienst alarmiert. 

Bis jetzt ist noch völlig unklar, um welchen Stoff es sich genau handelt. Möglicherweise hat dieser Stoff mit Wasser reagiert. Die Feuerwehrkräfte sind vor Ort mit Schutzanzügen im Einsatz.

Die Erstmeldung:

In Traunreut läuft derzeit im Bereich des Hallenbades ein Einsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst. Die genauen Hintergründe sind derzeit noch unklar.

Ein Sprecher der Polizeiinspektion in Trostberg bestätigte am späten Freitagnachmittag auf Anfrage von chiemgau24.de den Einsatz. Details konnte der Beamte jedoch noch nicht nennen. Lediglich von einem Einsatz wegen "Gasgeruch" war die Rede.

Von vor Ort wurde gemeldet, dass der Einsatzort im Bereich der Adalbert-Stifter-Straße und Martin-Luther-Straße großräumig abgesperrt wurde.

*Nähere Informationen liegen derzeit nicht vor!*

Quelle: chiemgau24.de

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