Lawinen-Opfer Hilfe verweigert?

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Innsbruck - Es ist ein ungeheuerlicher Verdacht: Ein deutscher Tourengeher soll in Tirol einem verschütteten Lawinenopfer die Hilfe verweigert haben! Jetzt fahndet die Polizei.

Am Berg sind alle Kameraden? Für den gesuchten Unbekannten scheint das nicht zu gelten. Der Mann soll am 29.12.2012 zwischen 14.15 und 14.30 Uhr beim Aufstieg am 3000 Meter hohen Zischgeles in Tirol unverzeihliches getan haben. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich an der Stelle ein Lawinenabgang ereignet, bei dem ein 38-jähriger Steirer verschüttet worden war. Dessen Bergkamerad hatte den vorbeikommenden Deutschen gebeten, ihm bei der Suche nach dem Verschütteten zu helfen. Der Angesprochene, der auf seiner Jacke einen Aufnäher des "DAV" (Deutscher Alpenverein) getragen haben soll, soll dies abgelehnt haben. Angeblich soll sogar der Satz "das interessiere ihn nicht" gefallen sein.

Der verunglückte 38-Jährige war später gefunden und ausgegraben worden. Er erlag später im Klinikum Innsbruck aber seinen schweren Verletzungen.

Die Polizei Tirol fahndet jetzt nach dem unbekannten Deutschen jetzt wegen Verdachts auf unterlassene Hilfeleistung. Der Gesuchte soll zwischen 40 und 50 Jahre alt sein, sprach deutschen Dialekt und wird als schlank und circa 1,80 Meter groß beschrieben. "Auffällig war ein ca. 5 x 20 cm großer Aufnäher mit der Aufschrift DAV (für Deutscher Alpenverein) auf der Oberbekleidung (Jacke)", heißt es im Pressebericht der Polizei.

Zweckdienliche Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Hungerburg, Hungerburgweg 7, A-6020 Innsbruck, Tel. 0043 (0)5 91333-7583 entgegen.

ck/Presseaussendung Polizei Tirol

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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