Tipps für rundum sichere Ferien

München - In der Broschüre "Langfinger machen niemals Urlaub!" gibt das Landeskriminalamt Tipps zum sicheren Reisen. Zuhause und im Urlaubsort ist Vorsicht geboten.

Es gibt nichts schlimmeres als nach einem erholsamen Urlaub nach Hause zu kommen und festzustellen, dass eingebrochen wurde. Ihre Polizei gibt Ihnen Tipps, wie Sie sich so manche ungebetenen Gäste vom Leibe halten können!

Denken Sie daran, wenn Sie verreisen, vermeiden Sie alle Hinweise auf Ihre Abwesenheit! Ihr ungeleerter Briefkasten, ständig heruntergelassene Rollläden, zugezogene Vorhänge oder Ihre entsprechende Mitteilung auf dem Anrufbeantworter sind für ausspähende Einbrecher sichere Zeichen. Auch der ungemähte Rasen im Garten könnte signalisieren: Hier ist niemand zu Hause.

Verschließen Sie Türen und Fenster sorgfältig. Sperren Sie Ihre Leiter, Gartenmöbel oder Werkzeug weg oder sichern Sie diese Gegenstände gegen missbräuchliche Benutzung.

Informieren Sie Ihre Nachbarn über die Funktion einer vorhandenen Alarmanlage, damit diese im Fall der Fälle wissen, dass sie sich an die nächstgelegene Polizeidienststelle wenden müssen oder wie die Anlage bei Fehlauslösung entschärft werden kann. Außerdem ist es für ihre Nachbarn hilfreich zu wissen, dass Sie Ihre Beleuchtung, Ihr Radio oder ähnliche Einrichtungen über Schaltautomaten steuern. Dies beugt möglichen Irritationen vor.

Doch auch in Urlaubsgebieten ist Wachsamkeit geboten. Mit folgenden Tipps können Sie sich vor Straftaten in Ihrem Urlaub schützen:

Auf der Urlaubsreise signalisieren voll beladene Fahrzeuge von Autoreisenden, die am Kennzeichen leicht als Touristen zu erkennen sind, rasch eine leichte Beute für Diebe, Einbrecher und Räuber. Dieben und Autoeinbrechern genügt schon die kürzeste Abwesenheit von Ihrem Fahrzeug, etwa ein Tank- oder Raststättenaufenthalt, um sich an Ihrem Auto samt Inhalt zu schaffen zu machen.

Lassen Sie keine Wertsachen (z.B. Handtaschen, Schecks, Bargeld, Schlüssel, Handys, Navigationsgeräte) im Auto, auch nicht „versteckt“ oder im Kofferraum: Ein Auto ist kein Safe! „Räumen Sie Ihr Auto aus, ehe es andere tun!“ Öffnen Sie das (leere) Handschuhfach, um zu zeigen, dass nichts zu holen ist.

Am Urlaubsort muss im Hotel, in Restaurants, in Läden, Fußgängerzonen und überall, wo Gedränge herrscht, mit Taschendieben gerechnet werden. Zahlungsmittel und Ausweispapiere sollten Sie deshalb immer in verschlossenen Innentaschen der Kleidung, im Brustbeutel oder in der Gürteltasche sicher verwahren.

Tragen Sie Handtaschen immer am Schulterriemen und klemmen Sie diese unter den Arm. Die Handtasche sollte sich stets auf der straßenabgewandten Seite befinden, damit Sie Ihnen von vorbeifahrenden Rad-, Moped- oder Motorradfahrern nicht entrissen werden kann.

Hotelzimmer und Campingplätze gehören zum bevorzugten ‚Jagdrevier’ von Betrügern und Dieben. Aber auch am Strand oder auf dem Basar üben Straftäter ihre kriminellen Machenschaften aus. Nehmen Sie möglichst nur den jeweiligen Tagesbedarf an Zahlungsmitteln mit. Lassen Sie Ihre Wertsachen beim Baden nicht unbeaufsichtigt.

Schließen Sie wertvolle Gegenstände, Ihre wichtigen Reiseunterlagen, Ihr Bargeld, Ihren Reisepass und auch Auto- und Wohnungsschlüssel sicher im Hotel- oder Campingplatzsafe ein. Lassen Sie Ihre Wertsachen (z. B. Uhr, Schmuckschatullen oder Fotoapparat), nicht offen im Zimmer liegen.

Eintrittskarten, Geldwechsel, echte Antiquitäten und besonders billige Markenwaren wie Uhren, Schmuck, Kleidung oder Parfum von „fliegenden“ oder „Flüsterhändlern“ sind immer riskant. Oft wird der Tourist betrogen: Fahrscheine, Eintrittskarten oder Geld könnten ungültig oder gefälscht sein, Antiquitäten sind im Allgemeinen Imitationen, Markenerzeugnisse gefälschte „Blenderware“.

In Urlaubsgebieten treten auch immer wieder Deutsche auf, die von Landsleuten unter falschen Personalien mit dem Vorwand einer Notlage (Überfall, Diebstahl, Autopanne, Unfall) Darlehen erschwindeln.

Achten Sie auch beim Geldwechsel, dass Sie nicht betrogen werden. Suchen Sie seriöse Wechselstuben oder Banken auf.

Achten Sie auch beim Kauf auf Ihr Wechselgeld. Haben Sie den richtigen Betrag und vor allem echtes Geld zurückbekommen? Wer Falschgeld annimmt und zu spät erkennt, ist gleich in mehrfacher Hinsicht geschädigt. Er muss es bei der zuständigen Behörde abliefern (Einziehungsgegenstand) und erhält keine Entschädigung. Gibt er es weiter, macht er sich strafbar.

Damit Sie auch im Urlaub rundum sicher unterwegs sind, hat die Polizei die Broschüre „Langfinger machen niemals Urlaub!“ für Sie zusammengestellt. Hier erhalten Sie wichtige Tipps für Ihre Reisevorbereitungen aber auch für unterwegs.

Weitere Informationen erhalten Sie kostenlos unter folgenden Internetadressen: www.polizei-beratung.de

http://www.polizei-beratung.de/mediathek/kommunikationsmittel/faltblaetter/index/content_socket/Faltblaetter/display/161/

http://www.polizei-beratung.de/mediathek/merkblaetter/index/content_socket/merkblaetter/display/86/

http://www.polizei-beratung.de/mediathek/kommunikationsmittel/paesse/index/content_socket/paesse/display/28/

http://www.polizei-beratung.de/vorbeugung/diebstahl_einbruch/einbruchsdiebstahl/

Das Bayerische Landeskriminalamt wünscht Ihnen einen erholsamen Urlaub!

Weitere Broschüren und Informationen u. a. zur Aufklärungsaktion „Mehr Schutz vor Diebstahl durch Bootspass“ erhalten Sie unter www.polizei-beratung.de, bei den Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen und bei jeder Polizeidienststelle.

Pressemeldung Bayerisches Landeskriminalamt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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